Einar Schlereth
20. Januar 2016
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| Der lange Schatten des Menschen |
Hat sich eigentlich niemand von euch
mal gefragt, was nach Fukushima aus dem riesigen schwimmenden
Trümmerfeld geworden ist, das über den Pazifik in Richtung
Kalifornien unterwegs war? Man bekam Fotos zusehen von einer fest
zusammengebackenen Masse von der Größe halb Frankreichs mit
Häusern, Booten, großen und kleinen Trümmern und alles war
natürlich gründlich radioaktiv verseucht. Ich habe Artikel
aufgelegt von dem Segelfahrer, der quer über den Pazifik fuhr und
nur ein paar Vögel sah und kaum einen Fisch aus dem Wasser ziehen
konnte; von dem Mann, der behindert ist, und allein in einem kleinen
Boot die ganze Ostküste der USA von Kalifornien bis hinauf nach
Seattle fuhr und in jede Bucht fuhr und genauestens dokumentierte mit
Filmen und Text, was er an Leben im und auf dem Wasser und an den
Stränden an lebender Fauna und Flora fand – und das war einfach
hanebüchen. Meeresböden nur mit toten Seesternen bedeckt, kaum noch
Muscheln und Algen und keine Fische und Vogelarten, die er an den
fünf Fingern abzählen konnte.
