Samstag, 13. März 2021

Das Papst-Sistani-Rätsel

Franziskus und Sistani legten anti-Kriegs, anti-Genozid und anti-Sektierer Botschaft vor, die von den meisten westlichen Medien nicht verstanden wurden.

Pepe Escobar

10. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Franziskus und Sistani in Nadschaf

Nach jedem historischen Maßstab war es ein Game-Changer: das erste Treffen seit dem 7. Jahrhundert zwischen einem römisch-katholischen Papst und einem schiitischen geistlichen Führer, der als "Quelle der Nachahmung" gilt.

Es wird lange dauern, um die volle Tragweite des immens faszinierenden 50-minütigen Gesprächs von Angesicht zu Angesicht, nur mit Dolmetschern, zwischen Papst Franziskus und Großajatollah Sistani in seinem bescheidenen Haus in einer Gasse in Nadschaf nahe dem glanzvollem Imam-Ali-Schrein zu beurteilen.

Eine erklärtermaßen unvollkommene Parallele ist, dass Nadschaf für die schiitische Gemeinschaft der Gläubigen genauso bedeutungsschwanger ist wie Jerusalem für das Christentum.

Die offizielle Version des Vatikans ist, dass Papst Franziskus eine sorgfältig choreografierte "Pilgerreise" in den Irak im Zeichen der "Brüderlichkeit" unternahm - nicht nur im Sinne der Geopolitik, sondern als Schutzschild gegen religiöses Sektierertum, sei es Sunniten gegen Schiiten oder Muslime gegen Christen.

Franziskus kehrte zum Hauptthema zurück in einem äußerst offenen Austausch (auf Italienisch) mit den Medien auf seinem Rückflug nach Rom. Doch das Außergewöhnlichste ist seine offene Einschätzung von Ayatollah Sistani.

Der Papst betonte: "Ajatollah Sistani hat einen Spruch, ich hoffe, ich erinnere mich richtig: 'Die Menschen sind entweder Brüder durch die Religion oder gleich durch die Schöpfung.'" Franziskus sieht die Überwindung dieser Dualität auch als Kulturreise.

Er qualifizierte das Treffen mit Sistani als Übermittlung einer "universellen Botschaft" und lobte den Großayatollah als "Weisen" und "Mann Gottes": "Wenn man ihm zuhört, kann man nicht anders, als es zu bemerken. Er ist ein Mensch, der Weisheit und auch Besonnenheit besitzt. Er sagte mir, dass er seit über zehn Jahren keine 'Leute empfängt, die zu mir kommen, aber andere politische Ziele haben.'"

Der Papst fügte hinzu: "Er war sehr respektvoll, und ich fühlte mich geehrt, sogar bei den letzten Grußformeln. Er steht nie auf, aber er tat es, um mich zu grüßen, zweimal. Ein bescheidener und weiser Mann. Diese Begegnung hat meiner Seele gut getan."

In diesem Bild zeigte sich ein Hauch von Wärme, der in den westlichen Mainstream-Medien fehlte - die zu einem großen Teil versuchten, das Treffen als wahnsinnig hinzustellen, zu sabotieren, zu ignorieren, auszublenden oder das Treffen in die sektiererische Ecke zu schieben, gewöhnlich unter kaum verhüllenden Schleier "schiitischer Droh"-Propaganda.

Sie taten das, weil Franziskus und Sistani im Kern eine Anti-Kriegs-, Anti-Völkermord-, Anti-Sektierer- und Anti-Besatzungs-Botschaft verkündeten, die den Zorn der üblichen Verdächtigen auf sich ziehen musste.

Es gab ein paar verzweifelte Versuche, das Treffen so darzustellen, dass der Papst das quietistische Nadschaf dem militanten Qom im shiitischen Universum vorzog - oder, grob gesagt, Sistani dem iranischen Ayatollah Khamenei. Das ist Blödsinn. Für den Kontext siehe den Kontrast zwischen Nadschaf und Qom in meinem E-Book Persische Miniaturen, das von Asia Times veröffentlicht wurde.

Der Papst hat kürzlich an Ayatollah Shirazi im Iran geschrieben. Teheran unterhält einen Botschafter im Vatikan und arbeitet seit Jahren bei wissenschaftlichen Forschungsprotokollen zusammen. Bei dieser Pilgerreise ging es allerdings um den Irak. Im Gegensatz zu denen des Westens berichteten die Medien der Achse des Widerstands (Iran, Irak, Syrien, Libanon) durchgängig darüber.

Die entscheidende Fatwa

Ich hatte das Privileg, Ayatollah Sistanis Bewegungen seit den frühen 2000er Jahren zu verfolgen, und habe sein Büro in Nadschaf mehrmals besucht.

Im Jahr 2003, als die aktuelle Vogelscheuche, Abu Musab al-Zarqawi, den verehrten Ayatollah Muhammad Baqir al-Hakim vor dem Imam-Ali-Schrein in Nadschaf buchstäblich in die Luft sprengte, plädierte Sistani dafür, keine Rache zu üben: Die amerikanische Besatzungsmaschinerie war zu mächtig und Sistani sah die Gefahren eines sektiererischen sunnitisch-schiitischen Krieges, der zu einer Spaltung führen würde.

Doch 2004 brachte er es einsam fertig, den mächtigen Besatzungsapparat und die schreckliche Provisorische Koalitionsbehörde (CPA) zu Fall zu briengen, als sie ein Blutbad in Erwägung zogen, um den glühenden Kleriker Muqtada al-Sadr loszuwerden, der sich damals in Nadschaf verschanzte.

Im Jahr 2014 erließ Sistani eine Fatwa, die die Bewaffnung irakischer Zivilisten zum Kampf gegen ISIS/Daesh legitimierte - zumal die Takfiris die vier heiligen schiitischen Heiligtümer im Irak angreifen wollten: Nadschaf, Karbala, Kazimiya und Samarra.

Es war also Sistani, der die Entstehung von bewaffneten Verteidigungsgruppen legitimierte, die sich in den Popular Mobilization Units (PMUs) oder Hashd a-Shaabi zusammenschlossen, die später in das irakische Verteidigungsministerium eingegliedert wurden.

Die PMUs waren - und sind - eine Dachgruppe, von denen einige Teheran näher stehen als andere und die unter der strategischen Aufsicht von Generalmajor Qassem Soleimani arbeiteten, bis er am 3. Januar 2020 durch einen amerikanischen Drohnenangriff auf dem Flughafen von Bagdad ermordet wurde.

Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen

Bei aller Wärme zwischen den beiden, war das Treffen zwischen dem Papst und Sistani nicht der sprichwörtliche Rosengarten. Mein Kollege Elijah Magnier, der führende Reporter in Sachen Achse des Widerstands, bestätigte einige verblüffende Details auf Basis seiner Quellen in Nadschaf:

' Sayyed Sistani weigerte sich, einen eigenen Fotografen zu haben und wollte nicht, dass irgendein schiitischer Kleriker oder die Leiter seines Büros in der Al-Rasoul-Straße anwesend waren, wo er Seine Heiligkeit den Papst empfing.... Der Vatikan gab keine Erklärung ab und bezog auch nicht offen Stellung, um die Schiiten anzuerkennen und zu unterstützen, die im Widerstand gegen ISIS und bei der Verteidigung der Christen in Mesopotamien getötet wurden. Sayyed Sistani hielt es also nicht für nötig, ein "gemeinsames Dokument" herauszugeben, wie es der Papst wünschte und anstrebte und wie er es in Abu Dhabi beim Treffen mit dem Scheich von Al-Azhar getan hatte.'

Magnier konzentriert sich zu Recht auf das anschließende Kommuniqué, das von Sistanis Büro herausgegeben wurde - und vor allem auf dessen namentliche Abstimmung von Nein, Nein, Nein .... Jedes Nein klagt den Hegemon an.

Sistani prangert die "Belagerung der Bevölkerung" an - einschließlich der Sanktionen; er bestreitet, dass die Iraker den Verbleib der US-Truppen wünschen; wenn er "Gewalt" anprangert, bezieht er sich natürlich auf die amerikanischen Bombardierungen.

Außerdem ist "Nein zur Ungerechtigkeit" Sistanis Botschaft nicht nur an die Politiker in Bagdad - die in Korruption versinken und keine Grundversorgung oder Arbeitsmöglichkeiten bieten - sondern auch an Washingtons "Sprache des Krieges" im weiteren Nahen Osten, von Syrien und Iran bis Palästina.

Quellen in Rom bestätigten, dass es seit Monaten Verhandlungen gab, die darauf abzielten, Bagdad zu einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu bewegen. Eine "Botschaft" wurde durch den Vatikan geschickt. Sistani antwortete scharf, eine Normalisierung sei unmöglich. Der Vatikan bleibt stumm.

Ein Grund für das Schweigen ist, dass die Erklärung von Sistanis Büro deutlich macht, dass der Vatikan nicht genug tut, um den Irak zu unterstützen. Laut der von Magnier zitierten Quelle aus Nadschaf "hat der Vatikan zwischen 2014 und 2017 geschwiegen, als die Schiiten Tausende von Männern verloren, die die Christen (und andere Iraker) verteidigten und in all den Jahren seither keine Beachtung oder auch nur eine offene Anerkennungserklärung vom Papst erhielten."

Die Erklärung aus Sistanis Büro bezieht sich ausdrücklich auf "Vertreibung, Kriege, Gewaltakte, Wirtschaftsblockaden und das Fehlen von sozialer Gerechtigkeit, denen das palästinensische Volk ausgesetzt ist, insbesondere das palästinensische Volk in den besetzten Gebieten."

Übersetzung: Der Irak unterstützt die palästinensische Sache.

Eine Krone aus Dornen

Das Zusammentreffen von Katholizismus und schiitischem Islam war eine geopolitische Dornenkrone. Nehmen Sie zum Beispiel die Tatsache, dass Sprecher oder Untergebene eines katholischen POTUS (US-Präsidenten) sowie die amerikanischen Mainstream-Medien den aktuellen Feind als "vom Iran unterstützte Milizen", "von Shiiten gestützte Milizen" oder "mit dem Iran verbundene schiitische Milizen" dämonisieren.

Freitag, 12. März 2021

Zehn Jahre nach Fukushima: Die Experten untersuchen die gelernten und vergessenen Lektionen

Über die konkreten Folgen, die tonnenweisen total verseuchten,  vergifteten  und verstrahlten Wassermengen, die stündlich, jede Sekunde in den Pazifik abgegeben werden, die langsam aber sicher auf die ganze Welt verteilt werden sind nicht der Erwähnung wert. Die furchtbaren Folgen der pausenlosen, aber natürlich ungefährlichen A-Bomben der Amerikaner im Pazifik auf dem Bikini Atoll sind ja auch erst viel später ans Licht getreten in Form einer Pest, die 100 Male schlimmer als Covid ist: der Krebs. Davon redet man nicht gern. Wir sind den Amerikanern ja trotzdem dankbar. Die Fukushima-Reaktoren waren ja auch von den großartigen Amerikanern gebastelt. Auch davon soll man nicht sprechen.

Vor der Katastrophe

Ali Ahmad, Aditi Verma, Francesca Gionvannini

12. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ein Jahrzehnt danach wirken die live im Fernsehen übertragenen Aufnahmen der dramatischen Wasserstoffexplosionen im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi und die darauf folgenden Störungen von Lebensgrundlagen, Ökosystemen und wirtschaftlichen Aktivitäten immer noch nach.

Nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 wurden mehrere neue Institutionen für nukleare Sicherheit wie die World Association of Nuclear Operators und die Convention on Nuclear Safety gegründet. Dennoch benutzte die westliche Atomindustrie einen "Wir und die anderen"-Vorwand, um einige der inhärenten und globalen Mängel in der nuklearen Sicherheitspraxis zu verschleiern, indem sie behauptete, dass ein Unfall wie in Tschernobyl, der durch fehlerhafte Technologie und Betriebspraktiken verursacht wurde, niemals innerhalb ihrer eigenen nationalen Grenzen passieren könnte. Dann kam Fukushima, eine Katastrophe, die ein solches Narrativ auf den Kopf stellte und die Grenzen der Atomindustrie beim Verständnis der Risiken von sogenannten "auslegungsüberschreitenden Unfällen" aufzeigte.

Inmitten einer sich abzeichnenden Klimakrise und der dringenden Notwendigkeit, die Emissionen zu mindern, könnte eine Analyse der Kosten, Risiken und Vorteile der Kernenergie nicht aktueller und relevanter sein. Wenn der globale Ausbau der Kernenergie zur Bewältigung des Klimawandels unvermeidlich ist, wie können wir dann die Auswirkungen des nächsten nuklearen Unfalls oder der nächsten Katastrophe verhindern oder zumindest abmildern? Wenn nukleare Unfälle vorstellbar sind, dann können wir die Unvermeidbarkeit zukünftiger nuklearer Unfälle akzeptieren und unsere Bemühungen ebenso sehr auf die Schadensbegrenzung wie auf die Unfallverhütung konzentrieren?

Es ist nicht einfach, in einer polarisierten und meinungsfreudigen Welt kohärente und glaubwürdige Antworten auf diese Fragen zu geben. Nichtsdestotrotz haben wir uns dieser Aufgabe angenommen, als wir "Nuclear Safety and Security after Chernobyl and Fukushima: Lessons learned and forgotten", eine dreitägige internationale Konferenz, die vom Project on Managing the Atom an der Harvard Kennedy School of Government ausgerichtet wurde.

Diese Kommentarreihe ist mehr als nur ein Destillat der Ansichten, die während der Konferenz von einigen der weltweit führenden Denker, Wissenschaftler und Praktiker zum 10. Jahrestag von Fukushima vorgetragen wurden. Es ist ein Aufruf zum Handeln, zur Veränderung und zu einem echten kollektiven Engagement.

Wie unsere Experten in dieser Serie berichten, gibt es viele Lektionen, die aus vergangenen Atomkatastrophen gelernt und vergessen wurden. Aber im Großen und Ganzen lassen sie sich in vier Themen zusammenfassen:

Erstens: Die Auswirkungen von Nuklearunfällen sollten nicht allein quantitativ gemessen werden. Quantitative Maße wie die Zahl der Todesopfer oder Todesfälle pro Kilowattstunde sind nicht nur unangemessen, sie sind unvollständig und unethisch. Das anhaltende menschliche Leid, das aus der erzwungenen Umsiedlung und Umsiedlung aufgrund der Zerstörung menschlicher Lebensräume und Ökosysteme resultiert, sollte gründlich gewürdigt und berücksichtigt werden.

Zweitens gibt es viele immaterielle und nicht quantifizierbare Aspekte der nuklearen Sicherheit. Dazu gehören eine gute Organisationskultur (im Nuklearjargon "Sicherheitskultur"), Führung, Gedächtnis (damit wir uns an unsere vergangenen Fehler erinnern können) und Vorstellungskraft (damit wir das Unerwartete vorhersehen können). Wir müssen über die Hardware hinausschauen, wenn wir über Sicherheit nachdenken. Wir müssen nicht nur technologisches Versagen, sondern auch organisatorisches, institutionelles und menschliches Versagen in Betracht ziehen und untersuchen, wie jedes dieser Elemente miteinander interagiert.

Drittens ist es von entscheidender Bedeutung, eine Balanz zwischen dem Austausch von Informationen und der Harmonisierung von Praktiken und Ansätzen zu finden, während gleichzeitig in Bezug auf Sicherheit länderspezifische Denkweisen entwickelt und bewahrt werden. Dennoch sollten diese gemeinsamen Mechanismen für Rechenschaft die nationale, organisatorische und individuelle Rechenschaftspflicht nicht verwässern.

Abschließend sei ein Aphorismus wiederholt: Ein nuklearer Unfall irgendwo ist ein Unfall überall. Länder neigen dazu, zu behaupten, dass ein Unfall innerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen aufgrund von Unterschieden in der technologischen oder institutionellen Gestaltung niemals passieren könnte. Wenn wir uns auf das Narrativ des nationalen Exzeptionalismus einlassen, verpassen wir die Möglichkeit, voneinander zu lernen und bereiten uns auf zukünftige Katastrophen vor.

Wir hoffen, dass die hier vorgestellten Kommentare zu einem erneuten und kreativen Nachdenken über die Zukunft der nuklearen Sicherheit und der Governance von Nukleartechnologien anregen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Sammlung wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Project on 'Managing the Atom' an der Harvard Kennedy School und dem Bulletin erstellt.

Quelle - källa - source


Donnerstag, 11. März 2021

Das schreckliche Mitgift-System und seine breitere Manifestation in Indien

Ich habe auf diesem Blogg immer wieder auf das entsetzliche Kastensystem in Indien verwiesen und die vielen Massenvergewaltigungen, die ständig in Indien vorkommen. Und vorige Woche erste habe ich in einer Diskussion auch auf die Verbrennung von Witwen verwiesen, worauf mein Diskussionspartner sagte: Ach, das kann wohl vernachlässigt werden. Und jetzt höre von der furchtbaren Realität, die bei uns ja tot geschwiegen wird. Und wie steht es um die berühmte Frauensolidarität? Und zum Tag der Frauen vorgestern ist es EIN Mann unter 1.2 Milliarden Indern, der dieses tägliche Verbrechen uns vor Augen führt. Es ist schandbar. Ich habe auch nie von Frauen, die Indien besuchten, etwas davon gehört, sondern nur von den Palästen, den farbenprächtigen Kleidern und Saris und der KULTUUR. Darauf pfeife ich. Die führenden Schichten der indischen Gesellschaft sind ein widerliches Dreck- und Lumpenpack, sind Faschisten und Rassisten, die zum Sport Muslims und Christen und Sikhs und Kaschmiris killen und natürlich die Indigenen, die Dalits und Frauen und Mädchen der niederen Schichten vergewaltigen. Deswegen setze ich so große Hoffnung in die Bauern, die gerade millionenfach im ganzen Land demonstrieren und auch schon mehr als 500 Kamerade/innen verloren haben. Nur sie könnten den Augiasstall, der sich INDIEN nennt endlich auskehren.

Bharat Dogra

8. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

 

7300 Frauen werden in diesem Jahr den Feuertod erleben oder Selbstmord.

Fast 60 Jahre sind vergangen, seit das Gesetz zur Abschaffung des Mitgift-Systems in Indien verabschiedet wurde, aber wir haben immer noch die grausame Realität von 20 Mitgift-Todesfällen pro Tag im Land (Mitgift-Tötungen, oder Frauen, die durch mitgiftbezogene Grausamkeiten in den Selbstmord getrieben werden). Jeder dieser Todesfälle ist eine äußerst tragische Geschichte, und sie wiederholt sich 7300 Mal in einem Jahr [und 438 000 in 60 Jahren- D. Ü.]

Doch dies ist nur ein Aspekt der vielen Seiten der breiteren Ausprägung des Mitgiftproblems in Indien. Im engeren Sinne bezieht sich die Mitgift auf die Geschenke oder das Bargeld, das eine Braut zum Zeitpunkt der Heirat in das Haus ihres Mannes (oder zu ihren Schwiegereltern) mitbringen soll. Dass dies als ein wesentlicher Bestandteil der Ehe angesehen wird, ist schlimm genug. Aber die Realität ist noch schlimmer, weil die Manifestation in der Praxis viel breiter ist. Realistischer ist es, alle finanziellen Auswirkungen und Belastungen der Ehe einer Tochter zu betrachten. Die Geschenke, materiellen Güter und Bargeld stellen nur einen Aspekt dar. Aber zusätzlich gibt es die immer größer werdende Last der anderen großartigen und teuren Arrangements, die die Seite der Braut treffen muss, um den Barraat oder die Feier des Bräutigams würdig zu abzuwickeln. Die gesamte Zahl der Gäste kann in die Hunderte gehen. Es gibt einen zunehmenden Druck, die große Party in einer Banquet-Halle oder einem Hotel oder anderen sehr teuren Orten mit üppiger Ausstattung abzuhalten. Aber das ist nicht alles. Die finanziellen Last auf Seiten der Braut endet nicht mit der Heirat. Oft gehen die finanziellen oder andere Forderungen lange nach der Heirat weiter und die Behandlung der Braut entspricht dem Ausmaß, in dem dem die Forderungen erfüllt werden. Wenn sie arbeitet, greifen sich die Schwiegereltern den gesamten Lohn, den sie erhält.

Nun betrachtet dies mal vom Gesichtspunkt der ehrenhaften, hart arbeitenden, gewöhnlichen Eltern an, die drei Töchter haben. Wie sollen sie das Geld für dieses erweiterte Mitgiftsystem für drei Töchter aufbringen können (oder nur für eine oder zwei)? Wenn sie Bauern sind, müssen sie dann ihr Land verkaufen? Wenn sie kleine Gehälter verdienen, werden sie sich dann nicht stark verschulden müssen? Es sind Sorgen wie diese, die ohne Notwendigkeit zur Hauptsorge für viele Haushalte werden.

Und wenn sie trotz ihrer besten Anstrengungen für die erweiterte Mitgift ihre Töchter misshandelt sehen, entsteht für die Eltern ein ständiger Quell von Ängsten. Um diese Ängste der Eltern zu vermeiden, und sie versuchen die Misshandlungen zu verheimlichen, werden sie vielleicht in einen grausamen Tod in relativ jungen Jahren getrieben.

All dieser vollständig überflüssige Kummer kann zurück geführt werden auf die tödliche Kombination von zwei Quellen - Geschlechter-Ungerechtigkeiten der traditionellen Gesellschaft und das pausenlose Konsumverhalten und wozu die schamlose Gier des Kapitalismus und Neo-Liberalismus kommt. Da sich diese Trends verstärkt haben, ist das Mitgiftsystem in seiner erweiterten Manifestation noch grausamer und schamloser geworden, trotz der Gesetze zur Beseitigung der Mitgift.

Was noch schlimmer und besorgniserregender ist, ist, dass die ganze Inbrunst, der ganze Eifer der sozialen Reformen verschwunden ist, zusammen mit der Stärkung des schamlosen Konsumismus und der Gier des Kapitalismus und Neoliberalismus. Wir haben also keine soziale Reformbewegung mehr, die diese wachsende Ausbreitung des Mitgift-Systems eindämmt. Ich habe in Dürrejahren viele Dörfer besucht und festgestellt, dass es selbst in Zeiten des Hungers noch größere Not und Stress in Bezug auf Eheschließungen gibt, die möglicherweise verschoben oder sogar ganz abgesagt werden müssen.

Irgendwie muss der sozialreformerische Eifer unserer Gesellschaft wiederbelebt und neu erschaffen werden, denn ohne diesen können schwerwiegende soziale Probleme wie diese weitere Ausprägung des Mitgift-Systems nicht gelöst werden. Wie kann es Gleichberechtigung für Frauen geben, wenn das grausame Mitgift-System weiterhin floriert? Es gibt sogar Hinweise auf ein viel schlimmeres Verhältnis der Geschlechter in den Staaten besteht, in denen das Mitgift-System schlimmer ist.

 

Bharat Dogra ist ein Journalist und Autor, der mehreren sozialen Reformbemühungen nahe stand.

 

Quelle - källa - source

Dienstag, 9. März 2021

Klänge der Stille: Das Aussterben löscht die Musik der Erde aus

Es ist immer noch sehr kalt (- 13° C) und ich bringe den Vögeln etwas Futter - einem Pärchen Blaumeisen und einem Pärchen Kohlmeisen, ein oder zwei Kleiber lassen sich sehen, selten eine Amsel, ein paar Elstern und ein Schwarm Dohlen. Das war heute früh und ich habe wie immer eine Wut. Vor 28 Jahren, als ich hierher nach Südschweden kam, gab es wirklich noch viele Arten und viele Vögel. Am und unterm Vogelhaus konnten 30-40 Goldammern sitzen sowie ein paar Dutzend Bergfinken, einige Pärchen Domherren, Buchfinken usw. Weg. Alles weg. Ich verbrauchte im Winter 50 kg oder mehr Vogelfutter, jetzt reichen ein paar Kilo. Und das meiste fressen die Dohlen. Aber es werden nach wie vor Gifte und Chemikalien in den Garten und auf die Felder geworfen, die Wiesen werden mit Gülle getränkt, die mit Medikamenten, Hormonen und weiß der Kuckuck noch alles gesättigt sind. Fliegen und andere Insekten muss man mit der Lupe suchen, nur haben die Vögel keine Lupen. Und auch die Bienen sind immer seltener anzutreffen. Gemüse, Beeren und Obst schmecken nicht mehr. Es ist alles eine riesige kriminelle Aktivität zur Bereicherung der Milliardäre.

Von Kathleen Dean Moore und Tara Lohan

1. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ein Sumpfzaunkönig verteidigt sein Territorium mitten im Gesang in den Las Gallinas Wildlife Ponds, Marin County, CA. Foto: Doug Greenberg, (CC BY-NC 2.0)

Wie hört sich eine Biovielfaltskrise an? Vielleicht müssen Sie Ihre Ohren spitzen, um es zu hören.

In den vergangenen 50 Jahren sind die Vogelbestände in Amerika um ein Drittel zurückgegangen, und weltweit ist die durchschnittliche Säugetierpopulation um 60 % gesunken, schreibt die renommierte Umweltphilosophin und Naturschriftstellerin Kathleen Dean Moore in ihrer neuen Essaysammlung "Earth's Wild Music: Celebrating and Defending the Songs of the Natural World" [Die Wildnis-Musik der Erde: Die Lieder der natürlichen Welt feiern und verteidigen].

Und mit all diesem Verlust kommt eine beunruhigende Stille.

"Wenn die Welt nicht handelt, um das Aussterben zu stoppen, werde ich meinen letzten Natur-Essay auf einem Planeten schreiben, der weniger als halb so sang- und klangvoll ist wie der, auf dem ich zu schreiben begann", erklärt sie im Vorwort des Buches. "Meine Enkelkinder werden die Hälfte der Seiten in ihren Naturführern herausreißen. Sie werden sie nicht brauchen."

Ihr Buch nutzt den Ton als Bezugspunkt, um besser zu verstehen, welcher Verlust uns droht, wenn die Aussterberate weiter steigt. Aber die Essays sind auch eine Feier des Chors der natürlichen Welt und der Freude, zu lernen, zu hören, was noch da ist.

Die Essays werden auch in einer Serie für das Oregon State's Spring Creek Project vertont, das 20 4-minütige Konzerte enthält, die Live-Musik mit Auszügen aus Earth's Wild Music kombinieren.

M: "Ich war noch nie in meinem Leben so aufgeregt über ein Projekt", erzählt Moore. "Es verbindet alles, was mir wichtig ist, mit der Sache, an die ich mehr als alles andere glaube."

'The Revelator' (TR) sprach mit Moore über den moralischen Einsatz unserer Umweltkrise, darüber, wie es ist, einen wirklich ruhigen Ort zum Zuhören zu finden, und darüber, was wir verlieren, wenn die Lieder der Wildnis verschwinden.Sie schreiben seit 50 Jahren über die Natur. In dieser Zeit haben sich unsere Umweltprobleme verschärft. Hat das Ihre Herangehensweise an Ihre Arbeit verändert?

M: Am Anfang war ich eine Feiernde. Ich habe Mary Oliver geglaubt, als sie sagte: "Meine Arbeit ist es, die Welt zu lieben ... was meistens bedeutet, still zu stehen und zu lernen, erstaunt zu sein." Und das ging jahrelang gut, aber dann wurde mir klar, dass das, was ich zelebriert habe, verschwindet.

Ich war gerade dabei, einen Aufsatz über Froschgesang zu schreiben, da kamen Bulldozer und nahmen das Moor weg und errichteten eine Eigentumswohnanlage. Ich schrieb über ein Weißkopfseeadlernest, und das Nest - und der Baum, in dem es sich befand - brannte bei einem Waldbrand nieder. So langsam wurde mir klar, dass ich mehr tun musste, als nur zu feiern. Ich würde demonstrieren müssen. Ich würde beschützen müssen. Ich würde die natürliche Welt verteidigen müssen.

TR: Warum haben Sie sich entschieden, diese Sammlung auf Klang zu konzentrieren?"

M: Ich begann darüber nachzudenken, wie ich die Herzen der Menschen öffnen könnte, ohne sie zu brechen. Wie ich auf das fortschreitende Artensterben hinweisen könnte, ohne die Menschen zu zwingen, sich in absoluter Trauer abzuwenden. Ich beschloss, dass ich auf eine Art und Weise schreiben musste, die wie eine Welle war - ich würde die Menschen anheben und gleichzeitig zerschmettern.

TR: Was ist es, das die Menschen erreicht, ohne sie zu zerbrechen? Was ist es, das direkt in die Herzen der Menschen geht? Was lieben sie an der Welt und wird sie zum Handeln auffordern?

M: Ich beschloss, dass von all den Dingen, die ich an der Welt liebte, das, was ich am meisten liebte, die Musik war. Was ich am meisten liebte, war der Klang. Ich hatte schon eine ganze Weile darüber geschrieben, hatte also schon ein paar Aufsätze in der Tasche, und ich konnte mir keine schönere Schreibaufgabe für mich vorstellen, als nach draußen zu gehen und zuzuhören.

TR: Die Natur wird vielleicht immer leiser. Aber die Menschen werden immer lauter. Wie wirkt sich unser Lärm auf die Tierwelt aus?

M: Wir sind ohrenbetäubend. Der Lärm, den wir verursachen, fügt den Lebewesen außerordentlichen Schaden zu. Denken Sie an die Schmerzen, die den Walen durch das Dröhnen der Maschinen zugefügt werden, die durch den Ozean fahren und stampfen, um nach Öl zu suchen.

Denken Sie an die Wiesenlerchen, die in den Fracking-Feldern leben und den endlosen Lärm der Bohrungen und Lastwagen ertragen müssen. Und als Folge davon sind die Lieder der Wiesenlerchen gebrochen und verkürzt. Sie haben ihre Eltern nicht mehr gut genug hören können, um sie zu imitieren.

TR: Viele von uns sind vielleicht aus der Übung im Zuhören. Tatsächlich laufen viele von uns mit Kopfhörern herum, so dass wir nicht hören können, was um uns herum passiert. Wie können wir besser darin werden, die Geräusche der Natur zu hören und zu verstehen?

M: Zuhören ist eine Kunst, die wir üben sollten, weil sie zwei Dinge bewirkt. Es bringt uns dazu, still zu werden und es bringt uns dazu, uns zu öffnen. Wir hören auf, nur auf die Lieder von "ich, ich, ich" zu hören. Wenn wir unsere eigenen Geschichten beiseite legen, öffnet es uns, so dass wir den Geschichten anderer Wesen zuhören können. Das ist eine Fähigkeit der Empathie, nicht wahr? Den Geschichten anderer Menschen und Lebewesen zuzuhören, ist ein Weg, die Welt aus ihrer Sicht zu verstehen. Es ist ein moralisches Training.

TR: Wenn es darum geht, zu verstehen, was wir hören, hat Rachel Carson, die den "Stummen Frühling" schrieb und sich so sehr um den Gesang der Vögel kümmerte, sich bemüht, uns zu sagen, dass es nicht wichtig ist, ob wir die Namen dessen kennen, was wir sehen. Das kommt später. Aber das erste, was passieren muss, ist Liebe.

M: Also bin ich nicht so besorgt darüber, zu wissen, welcher Vogel gerade ruft. Ich bin von Menschen umgeben, die das auf eine majestätische Art und Weise tun können. Mein Mann kann Vögel an ihrem Ruf erkennen. Mein Nachbar kann es. Ich finde, das ist eine wunderbare Fähigkeit, die ich nicht habe.

Aber ich habe die Fähigkeit, ein Lied zu fangen. Es zu hören, was nicht nichts ist. Es kann meine Aufmerksamkeit erregen und ich kann es suchen und ihm zuhören. Den Namen zu kennen, ist vielleicht nicht so wichtig wie die Melodie zu kennen.

TR: Wie wirkt sich dieser Verlust des Gesangs der Natur auf die Menschen aus, und wie wichtig ist es, stille Orte zu bewahren, an denen wir das, was übrig ist, noch erleben können?

M: Wir verlieren die Freude. Seien wir ehrlich - die Klänge der Natur sind wunderschön und sie machen uns glücklich. Ich denke, wir verlieren auch eine Verbindung zur Welt um uns herum.

In dem Buch schreibe ich darüber, wie ich mit dem Akustikökologen Gordon Hempton zu One Square Inch of Silence (Ein Quadratzentimeter Schweigen] gefahren bin, einem kleinen Ort im Olympic National Park [möglicherweise der ruhigste Ort in den Vereinigten Staaten]. Es war eine wunderbare Erfahrung. Zu der Zeit gerieten wir in strömenden Regen. Die Natur selbst war kakophonisch, aber wir hörten 20 Minuten lang keinen einzigen menschlichen Laut, was für Gordon die Definition eines ruhigen Ortes ist.

Gordon macht jetzt Aufnahmen irgendwo in einem Dschungel, den man nur durch eine Kanufahrt auf einem wilden Fluss erreichen kann, weil es einer der letzten Orte auf der Erde ist, die er finden kann, der still ist.

Er ist berühmt für diese Aufnahmen, die "Dawn Chorus" genannt werden und die die Ausbrüche von Vogelgesang einfangen, die durch die Morgendämmerung ausgelöst werden. Aber das konnte er nicht mehr machen, denn die Spieluhr ist kaputt. Wir sind dabei, das zu zerstören, was wir eigentlich wertschätzen sollten.

Es ist schwer, ein Gleichgewicht zwischen Trauer und Feiern zu finden. Aber wissen Sie, die Leute fragen mich oft: "Was kann ein einzelner Mensch tun?" Und ich sage: "Hör auf, eine Person zu sein."

Sie müssen nicht alles tun. Andere Menschen arbeiten überall auf der Welt an den gleichen Dingen, an die Sie glauben. Finden Sie sie, schließen Sie sich ihnen an. Sie werden Ihren Platz im Chor finden. [Autorin und Lehrerin] Joanna Macy sagt, man solle sich das aussuchen, was man liebt und sich dem widmen. Das, sagt sie, ist genug.

* * *

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Tara Lohan ist stellvertretende Redakteurin von The Revelator und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt als digitale Redakteurin und Umweltjournalistin mit Schwerpunkt auf die Überschneidungen von Energie, Wasser und Klima. Ihre Arbeiten wurden u.a. in The Nation, American Prospect, High Country News, Grist und Pacific Standard veröffentlicht. Sie ist die Herausgeberin von zwei Büchern über die globale Wasserkrise.

 

Quelle - källa - source

 

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Montag, 8. März 2021

Tulsi Gabbard verurteilt den schmutzigen Krieg der USA gegen Syrien

Der Krieg gegen Syrien ist mindestens ebenso dreckig wie der gegen Irak und Libyen. Alle drei Länder waren säkulare Länder, was den anderen islamischen Länder zuwider war. Da in erster Linie den Wahabiten in Saudiarabien und der etwas moderateren Moslem-Bruderschaft. Am brutalsten und reaktionärsten ist der Saudi-Wahhabismus, die sich als die einzig wahren Moslems betrachten. Sie haben jede Menge Geld und betreiben daher ein intensives Prosselytentum, das durchaus auch mit Gewalt gepaart sein kann. Zweitens versuchen die Saudis in Ländern, die ihnen nicht passen, Umstürze und Staatsstreiche anzuzetteln, wo sie oft Hilfe von CIA, MI5, BND etc erhalten. Warum? Richtig, weil arabische Länder Öl haben, aber natürlich gibt es auch geostrategische Probleme, die man gerne ändern möchte. Der Irak wurde heftig vom Khomeini attackiert, was am Ende zum Krieg führte, der bei uns dem Saddam Hussein in die Schuhe geschoben wurde. Das kleine Kuweit-Emirat wurde aufgehetzt, dem Irak das Öl zu klauen. Als Saddam sich wehrte, fiel die ganze Welt über ihn her. Und Libyen hatte auch keinem Land etwas zuleide getan, aber man fand natürlich Gründe den großartigen Gaddafi zu ermorden und sein Land, das reichste in ganz Afrika zu zerstören. Somit kann man nun in Ruhe das Öl dort abschöpfen. Nun, und in Syrien versuchten die Moslembrüder mehrmals, die Macht an sich zu reißen. Assads Vater konnte sie zweimal abwehren und den Frieden zwischen den vielen Religionen herstellen. Vor ca. 10 Jahren haben CIA und Saudis und die Emirate gemeinsam begonnen, Syrien von innen heraus zu zerstören, indem sie Gesindel und Verbrecher aus der ganzen Welt und aus allen Gefängnissen ausbildeten, instruierten und gut bezahlten, um so viele Menschen wie möglich umzubringen, die Frauen zu vergewaltigen, die Infrastruktur und die Industrie zu vernichten zusammen mit möglichst vielen Kulturdenkmälern. Die fielen wie die Heuschrecken ein und vermehrten sich auch ständig. Trotz aller Gegenwehr war Bashar al-Assad gezwungen, die Russen um Hilfe zu bitten, da diese auch unter Terrorismus in den islamischen Provinzen zu leiden hatten. Vor 2 Jahren sah es so aus, dass Assad den Krieg gewinnen würde. Aber da wurden abermals enorme Mengen Verbrecher ins Land geschleust und ungefragt marschierten auch die Amis mit ein und besetzten 1/3 des Landes, vor allem die Ölfelder im Osten des Landes, worauf der Verbrecher Trump stolz war. Was diesem Volk angetan wurde, das spottet jeder Beschreibung. Es kann nur froh sein, dass es einen Mann wie Bashar al-Assad an der Spitze hat. Vor diesem klugen, äußerst gebildeten und höflichen Menschen habe ich den allergrößten Respekt. Er hat mehr Verstand und Anstand im kleinen Finger als alle vereinigten USRAELEU- "Staatsmänner" zusammen. Ich hoffe nur, dass Putin endlich einsieht, dass er die ISRAEL- und AMI-Flieger vom Himmel holen muss.

Tulsi Gabbard verurteilt den schmutzigen Krieg der USA gegen Syrien

Von The Gray Zone

7. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Sehen Sie, wie Biden und einige seiner ranghöchsten Helfer die schrecklichen Realitäten des schmutzigen US-Krieges gegen Syrien zugeben.

 


Während Joe Biden vom Kongress milde für die Bombardierung der Irak-Syrien Grenze getadelt wird, wirft Tulsi Gabbard ihren ehemaligen Kollegen vor, das größere Problem zu ignorieren: den fortwährenden schmutzigen Krieg der USA gegen Syrien. Nach einem Jahrzehnt des Stellvertreterkriegs, der Al-Qaida und ISIS gestärkt hat, ist jetzt ein Drittel Syriens von den USA besetzt und lähmende Sanktionen zerschlagen die Wirtschaft Syriens, um dadurch den  Wiederaufbau zu verhindern.

Während Gabbard für ihre Haltung zu Syrien verunglimpft wurde, haben viele Top-Beamten des Weißen Hauses - einschließlich Joe Biden selbst - bereits eben die gleichen Tatsachen bestätigt, die sie gegeißelt hat. Aaron Maté spielt Clips von Biden und einigen seiner ranghöchsten Adjutanten ab, die die schrecklichen Realitäten des schmutzigen Krieges der USA gegen Syrien zugeben, und argumentiert, dass Gabbard sich nur dadurch abhebt, dass sie bereit ist, dies zu kritisieren.

Mit Videoclips von: Tulsi Gabbard, ehemaliges demokratisches Kongressmitglied; Präsident Joe Biden; Brett McGurk, Koordinator des Nationalen Sicherheitsrates für den Nahen Osten und Nordafrika; Martin Dempsey, ehemaliger Vorsitzender der Joint Chiefs; Rob Malley, Sondergesandter für den Iran; John Kerry, Sondergesandter für das Klima & ehemaliger Außenminister; ehemaliger Präsident Donald Trump; Alena Douhan, UN-Sonderberichterstatterin für Sanktionen; Dana Stroul, stellvertretende stellvertretende Verteidigungsministerin für den Nahen Osten; Vizepräsidentin Kamala Harris

TRANSCRIPT

AARON MATÉ:

Willkommen bei Pushback, ich bin Aaron Maté. Ich möchte heute über Syrien sprechen, das wieder in den News auftaucht nach Bidens Militärschlag gegen eine schiitische militante Gruppe nahe der Grenze Irak-Syrien. Es gab Kritik an Biden, selbst von Mitgliedern des Kongress von demokratischer Seite, weil er den Schlag ohne Erlaubnis des Kongress geführt hat. Man erinnerte ihn an das Kriegs-Bevollmächtigungs-Gesetz.

Aber ich möchte heute mir ansehen, wie eng und kurzsichtig diese Kritik ist und was der eigentliche große US-Skandal ist - der unter der Obama-Verwaltung begann, weiter ging unter Trump und allem Anschein nach unter Biden weitergeht. Und die Person, die darauf hingewiesen hat, war einst auf der politischen Bühne, ist aber nicht mehr im Kongress; es ist Tulsi Gabbard, vormaliges Demokratisches Kongressmitglied.

Sie veröffentlichte ein Video, in dem sie sich an ihre ehemaligen Kollegen im Kongress wendet und darauf hinweist, dass Bidens Schlag in Syrien bei weitem nicht der schwerwiegendste Skandal ist, wenn es um unsere heutige Politik in Syrien geht.

TULSI GABBARD: Ich bin froh zu hören, dass einige meiner ehemaligen Kollegen im Kongress sich gegen die jüngsten verfassungswidrigen Luftangriffe in Syrien aussprechen. Aber sie ignorieren das größere Problem. Der Regimewechsel-Krieg, dass die Vereinigten Staaten weiterhin in Syrien zu führen - mit al-Qaida, Al Nusra, HTS-Terroristen als unsere Stellvertreter Bodentruppen, und die jetzt besetzen und kontrollieren Idlib, Auferlegung der Scharia, und die Säuberung der Region der meisten Christen und religiösen Minderheiten. Die Biden-Administration weiterhin unser Militär zu verwenden, um illegal Nordost-Syrien zu besetzen, Zitat "nehmen das Öl", wie Trump so krass, aber ehrlich gesagt, unter Verletzung des Völkerrechts. Ein moderner Tag Belagerung von drakonischen Embargo und Sanktionen, ähnlich dem, was die Saudi-Allianz im Jemen anwendet, und dadurch Tod und Leid für Millionen von unschuldigen Syrern verursacht. Sie berauben sie der Dinge wie Nahrung, Medizin, sauberes Wasser, Energie, Wärme - und machen es unmöglich für das syrische Volk, mit dem Versuch zu beginnen, ihr vom Krieg zerrissenes Land wieder aufzubauen.

AARON MATÉ:

 Nun, was Tulsi Gabbard dort sagt, ist wichtig. Sie steht im Grunde als prominente politische Figur allein, bereit, nicht nur den schmutzigen US-Krieg und die Sanktionen gegen Syrien zu kritisieren, sondern auch zu bestätigen.
Nehmen Sie die Sanktionen. Wie Tulsi Gabbard sagt, verhängen die USA lähmende Sanktionen gegen Syrien, vermittels dem, was sie das Caesar-Gesetz nennen. Und das Caesar- Gesetz zielt explizit auf den Wiederaufbau Syriens. Dies wurde vom Kongress in einer überparteilichen Weise im Jahr 2020 verabschiedet. Und das wird so gut wie gar nicht im Kongress diskutiert.
Und auch nicht in den US-Medien, wo, wenn Sie Artikel darüber lesen, wie Syrien gerade eine große Krise erleidet, und im besten Fall, manchmal eine Erwähnung der US-Sanktionen im Vorbeigehen erfahren. Und was interessant ist, ist, dass, während Sie Leute wie Tulsi Gabbard praktisch allein in der Kritik an den Sanktionen haben, oder sogar anerkennen, gibt es andere, die bereit sind, sie anzuerkennen - aber sie tun dies in einer Weise, die die Tatsache feiert, dass die USA derzeit Syriens Wirtschaft zerquetschen und den Wiederaufbau verhindern. Und was interessant ist, ist ja, dass es Leute wie Tulsi Gabbard gibt, die praktisch allein die Sanktionen kritisiert und sogar zugibt und andere, die bereit sind, sie zuzugeben - aber sie tun es in der Weise, die Tatsache zu feiern, dass die USA Syriens Ökonomie zerstören und den Wiederaufbau verhindern.
Nehmen Sie zum Beispiel James Jeffrey, der ein ehemaliger Gesandter im Nahen Osten unter Donals Trump war. Er schrieb kürzlich einen Artikel für die Foreign Affairs, wo er sich brüstete, dass die USA"[Syriens] Ökonomie durch Sanktionen zerschmettern". Nun, ich denke, es ist sadistisch, über die Zerschlagung der Ökonomie eines Landes sich zu brüsten, und gar ein Land, das seit 10 Jahren Krieg zerstört worden ist.
Und wieder ist Tulsi Gabbard, die hier praktisch politisch allein steht, dass sie auch bereit ist, zu- zugeben, dass die USA - weit schlimmer als ein Schlag von Biden an der Irak-Syrien-Grenze - Milliarden von Dollar für einen schmutzigen Krieg ausgeben, der schon fast ein Jahrzehnt dauert und dazu beitragen, Syrien zu zerstören.
Die Wahrheit wird jedoch nicht versteckt. So nannte die New York Times den schmutzigen Krieg gegen Syrien "eines der kostspieligsten verdeckten Aktionsprogramme" in der Geschichte der CIA. Die Washington Post sagte, dass das Programm die CIA ein "Budget von annähernd 1 Milliarde Dollar pro Jahr erhält." In 2017 zitierte der Kolumnist David Ignatius der WashingtonPost, einen "sachkundigen Beamten", der schätzte, dass die "CIA Kämpfer unterstützt, die 100,000 syrische Soldaten und Verbündete in den letzten vier Jahren getötet oder verwundet haben."
Nun, um zu veranschaulichen, welche Art von Kämpfern die CIA in Syrien unterstützt, gab Ignatius das Beispiel von "Rebellen", die eine Offensive in einer Stadt namens Latakia führten und "Assads angestammte Heimat und die russischen Basen dort bedrohten."
Nun, laut Robert F. Worth von der New York Times, drohten diese Rebellen tatsächlich mit einem Völkermord an der alawitischen Sekte, die in Latakia vorherrschend war. Worth schrieb: "Hätten die Rebellen das Gebiet - in dem die Alawiten die Mehrheit bilden - erobert, wäre es mit ziemlicher Sicherheit zu einem sektiererischen Massenmord gekommen. Viele Menschen in der Region hätten die Vereinigten Staaten beschuldigt, die einige der in dem Gebiet operierenden Rebellen bewaffnet haben."
Das sind also die Arten von "Rebellen", die die USA in Syrien unterstützt haben. Und das ist, warum Tulsi Gabbard sie als dschihadistische Stellvertreter-Kräfte bezeichnete, die Dinge wie sektiererische Massenmorde begangen haben haben würden. Und wieder, zusätzlich zu den mörderischen Sanktionen, ist es verrückt, dass Tulsi Gabbard praktisch alleine dasteht, wenn es darum geht, dies zu kritisieren. Und dass sie wegen ihrer Kritik in Washington tatsächlich zu einem Paria gemacht wurde.
Nun, das bedeutet nicht, dass die Wahrheit vorher nicht zugegeben worden ist. Und was ich heute tun möchte, ist, einige Fälle durchzugehen, wo US-Spitzen-Beamte tatsächlich die Wahrheit über das sagten, was die USA in Syrien getan haben. Und dieses Eingeständnis mit dem Niveau des öffentlichen Bewusstseins zu kontrastieren, und wie oft diese kritischen Eingeständnisse und Fakten in den US-Medien ignoriert werden, und wie das dazu beiträgt, eine vernünftige und humane Politik in Syrien heute zu verhindern.
Die Realität dessen, was die USA in Syrien getan haben und wie sie von Tulsi Gabbard beschrieben wurde, ist also anerkannt worden, und zwar von ganz oben, angefangen bei Präsident Joe Biden selbst. Hören Sie, was Joe Biden sagte damals 2014, über das, was US-Verbündete in Syrien taten.
JOE BIDEN:
Unser größtes Problem waren unsere Verbündeten. Unsere Verbündeten in der Region waren unser größtes Problem in Syrien. Die Türken - die große Freunde sind - und ich habe eine großartige Beziehung zu Erdogan, mit dem ich gerade viel Zeit verbracht habe; die Saudis; die Emiratis, et cetera. Was taten sie? Sie waren so entschlossen, Assad zu stürzen und im Wesentlichen einen Stellvertreter-Sunniten- Schiiten-Krieg zu führen... was haben sie getan? Sie haben Hunderte von Millionen Dollar und Tausende von Tonnen Waffen in jeden gesteckt, der gegen Assad kämpfen wollte. Außer, dass die Leute, ... die geliefert wurden, waren Al-Nusra und Al-Qaida-Leute und extremistische Elemente von Dschihadisten, die aus anderen Teilen der Welt kamen.

AARON MATÉ:

Nun, Joe Biden entschuldigte sich tatsächlich für diese Aussage, nicht weil er etwas falsch gemacht hat. Wenn überhaupt, so war sein einziger Fehler das Auslassen der kritischen US-Rolle in all dem. Denn die USA - zusammen mit ihren saudischen, katarischen VAE und türkischen Partnern - gaben Geld für Waffen aus und erleichterten ihren Transfer nach Syrien. Bidens einziger Fehler war also tatsächlich das Weglassen der entscheidenden US-Rolle. Aber Biden entschuldigte sich tatsächlich dafür - nicht weil er die Rolle der USA ausgelassen hatte - sondern weil sein Eingeständnis der Rolle der Verbündeten diese verärgerte.

Während Biden die Wahrheit in der Öffentlichkeit zugab, haben andere Spitzenbeamte dies privat zugegeben. So zum Beispiel Jake Sullivan, der jetzt Bidens nationaler Sicherheitsberater ist. Laut WikiLeaks, hat Sullivan an Hillary Clinton 2012 geschrieben:

"AQ [al-Qaida] ist auf unserer Seite in Syrien." Und da al-Qaida in Syrien auf unserer Seite war, können Sie sich vorstellen, dass al-Qaida davon profitiert hat, und das hat sie auch. Weil al-Qaida in der Lage war, an der Seite der von den USA unterstützten Rebellen zu kämpfen und sogar ihre Waffen zu stehlen, konnte al-Qaida eine Provinz namens Idlib erobern, die sie bis heute besetzt hält.

Und dies hat dazu geführt, dass ein anderer Top-Biden-Beamter namens Brett McGurk, der jetzt Bidens Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats für den Nahen Osten und Nordafrika ist - Brett McGurk gab 2017 zu, dass Idlib jetzt der größte sichere Hafen von al-Qaida seit 9/11 ist.

BRETT MCGURK: Schauen Sie, die Idlib Provinz ist der größte sicheren Hafen Al-Qaida seit 9/11, direkt mit Ayman al-Zawahiri verbunden. Das ist ein großes Problem. Es ist schon seit einiger Zeit ein Problem. Wir haben das Rampenlicht - das internationale Rampenlicht - auf ISIS gelenkt. Wir haben uns sehr auf Al-Qaida und die Provinz Idlib konzentriert. Anführer von Al-Qaida, die ihren Weg in die Provinz Idlib machen, kommen oft nicht mehr von dort weg.Aber wir müssen eine Frage stellen:

Warum und wie fand der Stellvertreter von Ayman al-Zawahiri den Weg in die Provinz Idlib? Warum geschieht das? Wie kommen sie dorthin? Sie sind keine Fallschirmjäger, und der Ansatz ... Ich werde natürlich nicht über irgendetwas sprechen, was die US-Regierung in bestimmten Teilen Syriens zu diesem Problem getan hat, aber der Ansatz einiger unserer Partner, Zehntausende von Tonnen Waffen zu schicken und wegzuschauen, während diese ausländischen Kämpfer nach Syrien kommen, war vielleicht nicht der beste Ansatz, und Al-Qaida hat dies voll ausgenutzt. Idlib ist jetzt ein großes Problem. Es ist ein sicherer Hafen für Al-Qaida direkt an der Grenze zur Türkei.

AARON MATÉ:

Und übrigens, es ist nicht nur Al-Qaida, die von der US-Hilfe profitiert hat. Es ist auch ISIS, wie auch offen zugegeben wird. Martin Dempsey, der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff unter Obama sagte dem Kongress im Jahr 2014, dass US-Verbündete ISIS direkt finanziert haben. Er wurde dafür gescholten, dass er das zugab, von Senator Lindsey Graham.

SEN. LINDSEY GRAHAM: Kennen Sie irgendeinen wichtigen arabischen Verbündeten, der ISIL umarmt?

GEN. MARTIN DEMPSEY: Ich kenne wichtige arabische Verbündete, die sie finanzieren.

GRAHAM: Ja, aber umarmen sie die? Sie finanzieren sie, weil die Freie Syrische Armee nicht gegen Assad kämpfen konnte. Sie haben versucht, Assad zu schlagen. Ich denke, sie erkennen die Torheit ihrer Wege. Lassen Sie uns den Nahen Osten nicht unfair beflecken.

AARON MATÉ: Und zusätzlich zu den Verbündeten, die ISIS direkt finanzierten, unterstützten die USA die ISIS auch stillschweigend auf ihre eigene Weise. Ein anderer Biden-Beamter, John Kerry, der jetzt Bidens Klimabeauftragter ist. Damals, als er Außenminister unter Obama war, Kerry machte eine großes, heimlich aufgezeichnetes Eingeständnis. Kerry sagte, dass die USA abwartete und beobachtete, wie die ISIS Damascus einkreiste, in der Hoffnung, dass der Vorstoß der ISIS Assad zu Verhandlungen zwingen würde.

Kurz gesagt, waren die USA bereit zu riskieren, dass die ISIS Damaskus einnimmt, wenn das den Regime-Wechsel-Zielen gegen Assad der USA dienlich sein würde. Und deswegen sagte Kerry, dass Russland deswegen in Syrien intervenierte, denn Russland wollte keine ISIS oder Daesh Regierung dort haben.

JOHN KERRY: Der Grund, warum Russland hineingegangen ist, ist der, dass die ISIL stärker wurde, dass Daesh [ISIL]mit der Möglichkeit drohte, nach Damaskus zu gehen und so weiter. Und das ist, warum Russland einmarschierte. Weil es keine Daesh-Regierung wollten, unterstützten sie Assad. Und wir wissen, dass dies wuchs. Wir haben es beobachtet. Wir sahen, dass Daesh immer stärker wurde, und wir dachten uns, dass Assad bedroht war.
AARON MATÉ: Also all diese Eingeständnisse von Top-Biden Beamten helfen, eine der größten Lügen über die Obama-Regierung zu entlarven, wo viele von ihnen gedient haben. Und das ist der Reim, den wir oft über Obama hören, dass er nicht genug in Syrien getan hat. Er hat nicht genug interveniert. Es ist das genaue Gegenteil. Wie alle diese Beamten dargelegt haben, so hat Obama massiv in Syrien vor allem verdeckt interveniert, mit einem riesigen CIA-Programm. Und das hat zu dem Chaos geführt, mit dem Syrien heute noch zu kämpfen hat. Und es war so zynisch, dass die USA bereit waren, al-Qaida und ISIS zu benutzen, um ihre Ziele des Regimewechsels durchzusetzen.
Und das bringt mich zu einem anderen Biden-Beamten, namens Rob Malley, der unter Obama gedient und ist jetzt Bidens Gesandter für den Iran ist, in der Hoffnung, möglicherweise das Iran-Atomabkommen wiederzubeleben - obwohl, ob Biden das tun wird, ist eigentlich unklar. Aber hören Sie sich an, was Rob Malley mir in einem Interview sagte, das wir 2018 führten. Entgegen der dominierenden Version, dass Obama nicht genug in Syrien getan hat, sagte mir Malley, dass die USA in der Tat ein Teil von dem war, was den Krieg angeheizt hat, anstatt ihn zu stoppen.

Donnerstag, 4. März 2021

VIDEO: Gewalttätige US-gestützte Mobs nach Hongkong-Vorbild machen weiter in Thailand

Die US-Verbrecher versuchen es wieder und wieder, den König in Thailand zu stürzen und eine gefügige US-Demokratie dort einzuführen. Die Thais wollen es aber nicht und wehren sich, was natürlich ganz undemokratisch ist. Journalist Brian Berletic (der früher unter dem Namen Tony Cartalucci arbeitete) fand eine interessante Story - die enge Zusammenarbeit der Rowdies in Myanmar und in Thailand. Das kurze Video kann ich nicht übersetzen, aber Brian erzählt seine Story auf English.

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

VIDEO: Gewalttätige US-gestützte Mobs nach Hongkong-Vorbild machen weiter in Thailand

Brian Berletic

2. März 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Von den USA unterstützte regierungsfeindliche Demonstranten in Thailand haben sich erneut „umbenannt“, um das Image eines unpopulären, gewalttätigen Pöbels abzuschütteln, um dann gleich einen schlecht besuchten, äußerst gewalttätigen Protest als erste „Kundgebung“ zu veranstalten. 

Ich erkläre, wie dies Teil eines umfassenderen US-Plans ist, eine regionale Krise zu schaffen, um China Südostasien als tragfähigen wirtschaftlichen, militärischen und politischen Partner zu entfremden, und wie US-finanzierte thailändische Oppositionsgruppen mit US-finanzierten Demonstranten in Myanmar zusammenarbeiten.


Brian Berletic , offiziell bekannt unter dem Pseudonym „Tony Cartalucci“, ist ein geopolitischer Forscher, Autor und Videoproduzent ( YouTube hier  und  BitChute hier ) mit Sitz in Bangkok, Thailand. Er schreibt regelmäßig Beiträge für  New Eastern Outlook  und in jüngerer Zeit für  21st Century Wire . Sie können seine Arbeit  über Patreon hier unterstützen .

 

Quelle - källa - source

Dienstag, 2. März 2021

Der Spitzen-Reis-Wissenschaftler Dr. Richharia, die viel opferte, um die Interessen der Bauern zu schützen.

HIER habe ich einen tollen Artikel über einen wunderbaren Mann und großen Wissenschaftler gefunden. Ein Mann, den die Multis und Agro-Kombinate hassten und ihm daher ständig Knüppel zwischen die Beine schleuderten. Das sind dieselben Verbrecher, die mit dem Faschisten Modi unter einer Decke stecken. Seine wissenschaftlichen und praktischen Arbeiten sind derart umfangreich, dass man sich fragt, wie das ein einzelner Mann schaffen konnte, auch wenn er viel im Team mit anderen und mit Bauern und den Adivasis zusammenarbeitete  und von ihnen lernte. Indien hat einfach ein Mao Tse-tung oder ein Xi Jinping gefehlt, die einen solchen Mann mit Kraft untertützt hätten.

Der Spitzen-Reis-Wissenschaftler Dr. Richharia, die viel opferte, um die Interessen der Bauern zu schützen.

Bharat Dogra

18. Februar 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Dr. R. H. Richharia

In vielen großen Debatten über die Landwirtschaft in Indien fällt unweigerlich der Name von Dr. R.H. Richharia, auch wenn hochrangige Personen des Establishments und mächtige Interessen dies vermeiden wollen. Ein Grund, warum dieser Name von Dr. Richharia immer wieder auftaucht, ist, dass er ein äußerst gelehrter und angesehener Wissenschaftler war, sicherlich der Top-Reiswissenschaftler aus Indien. Viele sind der Meinung, dass er zu einem kritischen Zeitpunkt in der Geschichte der indischen Landwirtschaft die Spitzenposition in der Agrarforschung hätte einnehmen sollen, aber dies wurde ihm zu Unrecht vorenthalten, weil er zu diesem kritischen Zeitpunkt die Interessen der Landwirte und die Interessen seines Landes sehr entschlossen verteidigen und schützen wollte, und wenn ihm dies gelungen wäre, wäre dies nicht nur für Indien, sondern auch für die Landwirtschaft anderer Entwicklungsländer sehr hilfreich gewesen.

Kurz gesagt, als die kritische Entscheidung getroffen wurde, das Saatgut der Grünen Revolution willkürlich einzuführen, war Dr. Richharia mutig aufgestanden, um sich dem zu widersetzen und auf einer alternativen Strategie zu bestehen, die auf verbesserten einheimischen Sorten basierte, einer Strategie, die in der Lage war, gute Erträge zu liefern, ohne von chemischen Düngemitteln und Pestiziden abhängig zu sein und ohne die Selbstständigkeit und die kostengünstigen nachhaltigen Methoden der indischen Bauern zu brechen. Anstatt für seine Ansichten belohnt und respektiert zu werden, wurde Dr. Richharia kurzerhand seiner offiziellen Führungspositionen beraubt und auf unerbittliche Weise schikaniert, während diejenigen, die für seine Schikanierung verantwortlich waren, als die neuen Retter der indischen Landwirtschaft gloeufiziert wurden.

Zu einem späteren Zeitpunkt, als Dr. Richharia wieder eine sehr hohe offizielle Position bekam, widersetzte er sich den Bemühungen der multinationalen Unternehmen, die Kontrolle über die einheimischen Reissorten zu erlangen, und wieder wurde er schwer geschädigt und von seiner hohen offiziellen Position entfernt. Aus diesen Gründen taucht der Name von Dr. Richharia unweigerlich in den großen Debatten über die indische Landwirtschaft auf und das Establishment will dies vermeiden.

Radheylal Herlal Richharia hatte einen sehr vielversprechenden Start in seiner bemerkenswerten Karriere als Agrarwissenschaftler, denn er schloss seine Promotion in Cambridge in weniger als zwei Jahren ab, obwohl er mit einem sehr geringen Budget dorthin gegangen war und dort unter sehr schwierigen Bedingungen arbeitete und blieb. Bevor er Cambridge verließ, verabschiedete er sich von Prof. Engledow, der ihn liebevoll tätschelte und sagte: "So viele Gelehrte, die von Cambridge nach Indien zurückkehren, bekleiden dort viele angesehene Posten und veröffentlichen viele gelehrte Arbeiten. Aber ich weiß nicht, wie viele von ihnen sich tatsächlich bemühen, den Bauern in Indien zu helfen. Der wirkliche Test ist, ob Ihre Arbeit den armen Bauern Ihres Landes wirklich helfen wird."

Diese Abschiedsworte des von ihm so geschätzten Lehrstuhls hinterließen einen unauslöschlichen Eindruck in den Gedanken des jungen Wissenschaftlers. Inmitten all seiner zukünftigen Kämpfe und Errungenschaften (die er in Hülle und Fülle erleben sollte) würde er diese Worte nie vergessen - deine Arbeit ist nur dann wertvoll, wenn sie den kleinen und einfachen Bauern wirklich hilft.

Radhey Lal wurde 1909 im Dorf Nandanvara im Seoni Malwa tehsil im Bezirk Hoshangabad im (heutigen) Madhya Pradesh geboren. Sein Vater Her Lal Richharia war der Direktor einer Schule und auch Postmeister. Immer daran interessiert, etwas Neues zu tun, experimentierte er mit dem Anbau verschiedener Gemüsesorten in seinem Garten.

Aber er baute Gemüse nicht einfach so an. Er hatte vorsichtige und sorgfältige Methoden, um die verschiedenen Gemüsesorten anzubauen. In einigen Fällen verzichtete er ganz auf eine direkte Bewässerung und zog stattdessen die Versickerungsmethode vor, weil er meinte, dass das Land auf diese Weise das Wasser effizienter nutzen würde. Bei einigen Gemüsesorten, die in Schlingpflanzen wachsen, bestand er darauf, dass die Schlingpflanze von einem Neembaum unterstützt wird. Man glaubte wahrscheinlich, dass das Gemüse einige der unbestrittenen medizinischen Eigenschaften des Neembaums aufnehmen würde.

All dies, während sein neugieriger Sohn eifrig bei der Arbeit seines Vaters zusah, fasziniert von all den interessanten Informationen, die sich ihm offenbarten, wenn er Fragen stellte. Das Kind lernte, den Reichtum an Weisheit, der in den Dörfern vorhanden war, zu bewundern und zu respektieren.

Ebenso fasziniert war er von den Besuchern aus den Wäldern, den Adivasi, zu denen sein Vater einen guten Draht hatte. Besonders faszinierend war die "Rani Sahiba", die eine Art Stammesoberhaupt gewesen zu sein schien, mit der sein Vater eine Vereinbarung über die Pflege der Tiere zu haben schien. Es scheint, dass die Dorfbewohner damals ein Arrangement mit einigen Waldleuten hatten, um ihre Haustiere während der Trockenzeit in die Wälder zu bringen. Die Stammesangehörigen sammelten auch Chiraunji-Samen und brachten diese nicht nur zu seinem Vater, sondern bereiteten auch eine schöne Lagerung vor, um sie unverdorben aufzubewahren. Was die Adivasi-Besucher erzählten, offenbarte ihre reiche Weisheit über Bäume und Pflanzen. Radhey Lal lernte diese Weisheit schon früh kennen, und auch die Erinnerung an das freundschaftliche Verhältnis der gegenseitigen Hilfe zwischen seinem Vater und den Freunden aus den Wäldern blieb in seinem Gedächtnis haften.

Sein Vater beobachtete das wachsende Interesse seines Sohnes an Pflanzen und Besuchern und ermutigte ihn, indem er ihm erlaubte, sich hinzusetzen und den Gesprächen mit den Stammesangehörigen zuzuhören, oder ihn mit auf den Markt nahm, um sie zu treffen. Er ahnte nicht, dass sein kleiner Junge zu einem der größten Verteidiger des indigenen Erbes heranwachsen würde und dass ein Teil seiner wertvollen Arbeit und Veröffentlichungen den indischen Stammesbauern gewidmet sein würde.

Bevor er sein Dorf verließ, um eine höhere Ausbildung zu absolvieren, hatte Radhey Lal genug Wissen über die Weisheit der Bauern im Allgemeinen und der Stammesangehörigen im Besonderen aufgesaugt, ein Wissen, das es ihm ermöglichen würde, seine Bescheidenheit und seine Haltung des Respekts ihnen gegenüber beizubehalten, selbst wenn er ihnen nach seiner Promotion in Cambridge gegenübertreten würde.

Montag, 1. März 2021

ÖKOZID!

ÖKOZID!

Robert Hunziker
20. Februar 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

ÖKOZID!

Ökozid ist die Zerstörung großer Gebiete einer natürlichen Umgebung als Konsequenz menschlicher Aktivität.

Die Zerstörung "großer Gebiete" wurden so verdächtig groß und so bedrohlich für alle Species, einschließlich menschlicher Existenzen, dass eine Gruppe internationaler Rechts-Experten daran arbeitet, ein neues Gesetz "Ökozid" für den Internationalen Strafgerichtshof ("ICC") in Den Haag auszuarbeiten.

'StopEcocide' ist die Gruppe, die diese Initiative unterstützt. In der Erklärung von der StopEcocide Webseite heißt es:
"Die Zukunft des Lebens auf Erden zu schützen, bedeutet, die Massenschäden und Zerstörung des Ökosystems zu stoppen, die auf dem ganzen Globus stattfindet. Wir nennen diesen ernsten Schaden an der Natur Ökozid. Und der ist derzeit legal erlaubt. Es ist an der Zeit, die Regeln zu ändern. Wir arbeiten daran, ist zu einem internationalen Verbrechen für den Internationalen Strafgerichtshof zu machen."

Es ist kein kleines Unterfangen. Das Europäische Parlament unterstützt die Bemühungen, die kanadische Regierung verfolgt sie aufmerksam, Frankreichs Präsident Macron setzt sich dafür ein, und Belgien hat das Thema bereits in seiner offiziellen Erklärung für 2020 vor dem ICC angesprochen. In der Zwischenzeit plant ein Gremium aus sehr kompetenten Juristen, seine Arbeit abzuschließen, um sie dem ICC im Juni 2021 vorzulegen.

Es gibt etwas schrecklich Beunruhigendes an diesem Bestreben, Ökozid neben (1) Völkermord (2) Verbrechen gegen die Menschlichkeit (3) Kriegsverbrechen und (4) Verbrechen der Aggression zu etikettieren, alle vier unter der Schirmherrschaft des Internationalen Strafgerichtshofs. Mehr dazu später, aber zunächst geht die Entstehung des ICC auf die Anerkennung der Notwendigkeit eines solchen Gerichts durch die UN-Resolution Nr. 260 im Dezember 1948 zurück, als Reaktion auf die Faschisten des vorherigen Jahrzehnts. Danach verabschiedete die UNO das Römische Statut, das den ICC am 17. Juli 1998 vorsah. Dieses Statut in Den Haag, Niederlande, ist seit Dezember 2015 in Kraft.


Der IStGH ist nun, nach viel zu vielen Jahren der Überlegungen und Verfahrensschritte, offiziell von etwa 123 Staaten anerkannt; allerdings ist diese Anerkennung ein bewegliches Ziel, da die heutige Marke des Faschismus nicht unbedingt dazugehört. Einige Unterzeichner haben sich zurückgezogen, wie die Philippinen (2019), und einige Länder haben das Römische Statut zwar unterzeichnet, aber nicht ratifiziert, und vier Unterzeichnerstaaten haben dem UN-Generalsekretär mitgeteilt, dass sie nicht mehr mitspielen wollen. Dies sind Israel, der Sudan, die USA und Russland. Was die Frage aufwirft: Was ist das gemeinsame Interesse, die Effektivität des ICC zu verschlechtern? Die Antwort: Die deutliche Wahrscheinlichkeit, als Angeklagter festgenagelt zu werden.

Die Philippinen unter Präsident Rodrigo Duterte zogen sich zurück, sobald der ICC Voruntersuchungen zu ihrem Drogenkrieg eröffnete. Die Trump-Administration (Faschismus-lite), vorausgesetzt, man kann sie als Administration bezeichnen, was wahrscheinlich ein falscher Begriff ist, ging so weit, dass sie mit Strafverfolgung und finanziellen Sanktionen gegen ICC-Richter und -Mitarbeiter drohte sowie mit der Verhängung von Einreiseverboten als Reaktion auf jede Anklage der USA, insbesondere in Bezug auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Afghanistan. Natürlich haben die USA das Römische Statut in erster Instanz nicht ratifiziert, und unter Trump ging es sogar noch weiter in den Kaninchenbau, indem sie offen "die Ehrlichkeit, die Integrität, die Wahrhaftigkeit" des IStGH in Frage stellten, zusätzlich zu verschiedenen harten (kindlichen) Drohungen gegen die internationale Organisation. Die Weltgemeinschaft war von diesem schurkischen Verhalten nicht überrascht, nicht im Geringsten. Sie erwartete es. (Fußnote: Seit dem 26. Januar ist die Biden-Administration dabei, die gegen ICC-Beamte verhängten U.S.-Sanktionen "gründlich zu überprüfen").

Alles in allem ist der beunruhigendste Aspekt der Ökozid-Bewegung jedoch die einfache Tatsache, dass sie notwendig ist. Die Initiative spricht Bände über den kaputten Zustand verschiedener Ökosysteme, die zu bröckeln beginnen, da einige direkt vor den Augen der Menschheit zu zerfallen beginnen, besonders im hohen Norden. Tatsächlich ist die brutale Wahrheit, dass die Ökozid-Bewegung vielleicht zu spät kommt. Immerhin wackelt der Planet bereits.


Die Anzeichen für einen verlorenen Planeten in den letzten Zügen der Lebenserhaltung sind reichlich vorhanden, zum Beispiel machen komplexe Lebensformen wie wilde Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien heutzutage nur noch 5% der Gesamtbiomasse des Planeten aus, die restlichen 95% sind Vieh und Menschen. So drängen sich Kühe, Hühner, Schweine und Menschen in einem riesigen Freiwild zusammen und jagen die Reste der Natur.


Zwei Drittel (67 %) aller wildlebenden Wirbeltierarten sind in nur 50 Jahren verschwunden. Das sind nur 3 Punkte weniger als das Perm-Trias-Ereignis von vor 252MYA, als 70% der terrestrischen Wirbeltierarten (und 95% der marinen Arten) beim schlimmsten Aussterben aller Zeiten auf dem Planeten ausstarben, auch bekannt als: Das große Sterben. Offensichtlich ist das heutige Anthropozän bereits "mittendrin". Was ist mit den nächsten 50 Jahren?

Die globalen Feuchtgebiete sind auf nur noch 13% des Standes von vor 300 Jahren geschrumpft, und einige Insektenpopulationen wurden um bis zu 80% dezimiert. Fragen Sie einfach die Entomologische Gesellschaft Krefeld (gegründet 1905) in Deutschland nach dem Rückgang der Insektenpopulationen in 63 Naturschutzgebieten, in denen die Umwelt geschützt wird.

Nebenbei wächst die menschliche Bevölkerung wie Unkraut, während sie alles in Sichtweite mit giftigen Insektiziden besprüht oder implantiert. Tatsächlich gibt es kaum noch etwas, das nicht direkt oder indirekt mit Giften überschüttet wurde, darunter Menschen und Haustiere auf der Basis von meist ungetesteten Chemikalien; allein in den USA sind es 80.000. Inzwischen leidet die Hälfte der US-Bevölkerung an einer chronischen Krankheit (Rand-Studie, 2017): (1) Arthritis, (2) Asthma, (3) Krebs, (4) ALS, (5) Mukoviszidose, (6) Alzheimer, (7) andere Demenzerkrankungen, (8) Osteoporose, (9) Herzerkrankungen und (10) Diabetes, von denen jede einzelne umweltinduziert sein könnte.

Giftstoffe tyrannisieren den Planeten, sie sind überall zu finden, vom Gipfel des Mount Everest, 29.032 Fuß, wo Bergsteiger Arsen und Kadmium im Schnee entdeckten, die die EPA-Richtlinien übersteigen, bis zum Grund des Marianengrabens -36.069 Fuß unter der Erde, wo Unterwasserforscher Krustentiere entdeckten, die 50-mal höhere Giftstoffwerte aufwiesen als die Krustentiere, die in den am stärksten verschmutzten Flüssen Chinas leben, und das ist schon eine Leistung!

All das ist eine passende Beschreibung für einen Planeten, der auf dem letzten Loch pfeift, mit natürlichen Ressourcen wie Seetangwäldern (-40%), Korallenriffen (-50%) und allem pflanzlichen Leben (-40%) weitgehend dezimiert sind, einschließlich 103.000 Waldbränden allein im brasilianischen Regenwald in nur einem Jahr (2020), die fast vollständig (90%) menschlichen Ursprungs sind?

Das ist tödlich ernstes Zeug, das in Artikeln wie diesem gepostet und von einer bestimmten Anzahl von Menschen gelesen wird (danke), aber leider wird nicht viel dagegen unternommen, da sich die Schrecken von Jahr zu Jahr weiter verschlimmern. Uns gehen die Jahre aus!

Für eine deutlich tiefere Besorgnis, schauen Sie auf die Feuchtgebiete, die dreimal schneller verschwinden als Wälder, die das Herz der Biosphäre sind, die Feuchtgebiete sind umgangssprachlich als die "Nieren der Welt" bekannt: (a) reinigen Wasser, (b) mildern Überschwemmungen (Mittlerer Westen und Houston), (c) füllen Grundwasserleiter auf (Dilemma im Nahen Osten) und (d) bieten Lebensraum für die Artenvielfalt - nach 300 Jahren sind nur noch 13% übrig. Ergo: "Wir befinden uns in einer Krise!" (Martha Rojas Urrego, Leiterin der Ramsar-Konvention über Feuchtgebiete)

Wie kann der Planet mit nur 13% der ursprünglichen Feuchtgebiete weiterhin Leben unterstützen, während die menschliche Weltbevölkerung um 200.000 Neugeborene pro Tag wächst? Niemand hat eine Antwort auf diesen alles entscheidenden Aspekt des Überlebens. Rechnen Sie nach! Muss es dann auf Darwins Überleben des Stärkeren reduziert werden? Vielleicht, aber die große Wahrheit/Lüge ist: Niemand weiß etwas anderes zu tun, als so zu tun, als ob das Wachstum ins Unendliche, das Markenzeichen des Kapitalismus, in Ordnung sei. Ist es das? Wirklich, ist es das?

Doughnut Economics könnte eine gute, solide und nachhaltige Alternative sein? (Für planetenfreundliche Erleichterung, googeln Sie: "Doughnut Economics Boots Capitalism Out!")

All das hilft zu erklären, warum einige wirklich kluge Leute ein neues Gesetz für den ICC entwerfen, um den Ökozid zu stoppen. Ehrlich gesagt, ist es aber schon so offensichtlich, dass es eine wichtige Frage aufwirft, nämlich die: Wie könnte man die Betroffenen nicht dazu bringen, ein Gesetz zu entwerfen, um zu verhindern, was bereits geschehen ist? Hmm! Doch wird es früh genug sein, um etwas zu bewirken? Mit Sicherheit wird es viel mehr erfordern, als ein neues Gesetz zu entwerfen!

Nachtrag: Es besteht die reale Gefahr, dass wir unseren Aufenthalt auf dem Planeten gänzlich verlieren... Die Erde ist in großen Schwierigkeiten. (James Lovelock, The Vanishing Face of Gaia: A Final Warning, Publ. Allen Lane/Basic Books, 2009)

Zusätzlich:  Man kann ein Ökosystem nicht pflanzen. Ein Ökosystem umfasst: Bakterien oder Hämatiden, Insekten, wirbellose Tiere und alles Mögliche, bis hin zu großen Bäumen. Man kann Ökosysteme nicht pflanzen ... es muss natürlich entstehen. (Lovelock, mit 101 Jahren, läuft täglich 3-5 Meilen und hat über 2.000 Bäume gepflanzt, Motto: "Keep walking - that's the secret to longevity. Und bleiben Sie interessiert.")

Robert Hunziker ist ein Schriftsteller aus Los Angeles USA

Quelle - källa - source

Weshalb ich Russland & China nicht kritisiere oder andere nicht besetzte Länder

Caitlin Johnstone

20. Februar 2021

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Je nachdem in welcher politischen Echo-Kammer ich zufällig bin an irgendeinem Tag und argumentiere, so gibt eine Kritik, auf die ich immer wieder stoße und die viele meiner Leser sicher auch schon erlebt haben, und zwar, dass ich meine ganze Energie in die Kritik an der Außenpolitik der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten stecke.

"Sie sind nicht gegen den Krieg, Sie sind nur gegen die AMERIKANISCHEN Kriege", sagen sie, als ob sie eine Art verheerendes Argument liefern würden. "Wenn ihr so gegen Kriege seid, warum kritisiert ihr dann nicht den Krieg von Assad in Syrien? Wenn Sie so ein Antiimperialist sind, zeigen Sie mir, wo Sie jemals den russischen Imperialismus oder den chinesischen Imperialismus kritisiert haben?"

Das Argument ist, dass jemand, der sich gegen die Kriegstreiberei der USA wendet, nicht wirklich vom Wunsch nach Frieden und der Ablehnung von Krieg motiviert ist, es sei denn, er wendet sich auch gegen alle anderen gewalttätigen Regierungen in der Welt. Wenn man nur den US-Imperialismus kritisiert und nicht den Imperialismus anderer Nationen, muss man von etwas viel Schlimmerem motiviert sein, vielleicht einem Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika.

Ich habe drei Antworten auf diese schwache Argumentation, die ich hier aufliste, damit jeder, der sie nutzen möchte, davon profitieren kann:

1. Menschen, die dieses Argument vorbringen, wenden ihre eigene Logik nie auf sich selbst an.

Niemand kritisiert alle Missetaten von allen Regierungen überall auf der Welt. Wenn Sie jemandem begegnen, der dieses "man muss alle schlechten Regierungen kritisieren, sonst ist seine Kritik ungültig"-Argument auf Twitter vorbringt, machen Sie einfach eine erweiterte Suche nach seinem Twitter-Handle plus "Duterte" oder "Sisi" oder einem der anderen mit den USA verbündeten Tyrannen, die von den Mainstream-Medien nicht jahrelang dämonisiert wurden, und Sie werden feststellen, dass er in der ganzen Zeit, in der er dieses Konto hatte, nie eine einzige Erwähnung dieser Führer gemacht hat.

Was dies natürlich beweist, ist, dass sie nicht wirklich den Glauben praktizieren, dass alle Missetaten aller Regierungen gleichermaßen verurteilungswürdig sind. Was sie tatsächlich praktizieren, ist der Glaube, dass man die Regierungen kritisieren sollte, die sie in ihrem Fernsehen kritisieren hören: Russland, China, Syrien, Iran, usw. Die Regierungen, die das US-Außenministerium und die CIA nicht mögen. Die ungehorsamen Regierungen. Die Regierungen, die sich gegen die Aufnahme in den Klumpen des US-zentralisierten Imperiums.

Sie setzen die Logik ihrer eigenen Argumentation nicht in die Praxis um, weil es unmöglich ist, sie in die Praxis umzusetzen. Jeder hat nur so und so viel Zeit am Tag, also muss man wählen, was man fokusiert. Ich persönlich entscheide mich dafür, meinen Fokus auf den aller- ungeheuerlichsten Übeltäter in Sachen Kriegstreiberei und Imperialismus zu legen. Das bringt uns zu:

2. Das US-Imperium ist bei weitem die schlimmste kriegstreibende imperialistische Kraft auf dem Planeten.

US-geführter Regimewechsel-Interventionismus ist buchstäblich immer katastrophal und buchstäblich nie hilfreich. Dies ist eine unbestreitbare Tatsache. Imperialisten werden sehr frustriert, wenn ich in Online-Diskussionen meinen Standpunkt dazu vertrete, weil es eine unanfechtbare Position ist. Das ist normalerweise der Zeitpunkt, wo man zu persönlichen Angriffen zu greifen beginnt.

http://www.informationclearinghouse.info/56345.htm, aber so ist die Natur der Propaganda. Es ist wahr, dass andere Regierungen böse Dinge tun; soweit ich das beurteilen kann, ist das so ziemlich eine Selbstverständlichkeit, sobald es einer Regierung erlaubt ist, eine militärische Macht zu haben und wichtige Geheimnisse vor ihren Bürgern zu verbergen. Offensichtlich sind Russland, China und andere nicht kontrollierte Regierungen keine Ausnahme von dieser Regel. Aber die USA sind schlimmer, um Größenordnungen.

Keine andere Nation kommt auch nur annähernd in die Nähe. Keine andere Nation umkreist den Planeten mit Hunderten von Militärbasen und engagiert sich in Dutzenden von unerklärten militärischen Operationen. Keine andere Nation hat ein riesiges, weltumspannendes Imperium in Form von eng gestrickten Allianzen mit mächtigen, mörderischen Regierungen wie Großbritannien, Israel und Saudi-Arabien kultiviert. Keine andere Nation arbeitet ständig daran, jede Regierung zu sabotieren und zu untergraben, die sich weigert, in ein militärisches und wirtschaftliches Bündnis mit ihr aufgenommen zu werden, indem sie Sanktionen, inszenierte Putsche, verdeckte CIA-Operationen, farbige Revolutionen, wirtschaftliche Manipulationen, Propaganda, die Bewaffnung von Dissidenten-Milizen und das Starten von groß angelegten Militärinvasionen einsetzt. Nur die USA und die Nationen, in die sich ihr krebsartiges Imperium metastasiert hat, tun so etwas auch nur annähernd in diesem Umfang.

Da ich, wie jeder andere auch, nur eine bestimmte Zeit am Tag habe, um mich gegen so und so viele verschiedene Übel in der Welt zu wehren, beschließe ich, meine Energie in den Widerstand gegen den einzigen, ungeheuerlichsten Übeltäter zu stecken. Einem Übeltäter, der meiner Meinung nach nicht annähernd ausreichenden Widerstand erfährt.

3. Ich habe eine besondere Verantwortung für die Übel des Imperiums, in dem ich lebe.

Als er in einem Interview gefragt wurde, warum er den Großteil seiner Zeit damit verbringt, seine eigene Regierung zu kritisieren, antwortete Noam Chomsky:

"Meine eigene Sorge gilt in erster Linie dem Terror und der Gewalt, die von meinem eigenen Staat ausgeübt werden, und zwar aus zwei Gründen. Zum einen, weil es zufällig die größere Komponente der internationalen Gewalt ist. Aber auch aus einem viel wichtigeren Grund als dem: nämlich, dass ich etwas dagegen tun kann. Selbst wenn also die USA für 2% der Gewalt in der Welt verantwortlich wären, statt für die Mehrheit, wären es diese 2%, für die ich in erster Linie verantwortlich wäre. Und das ist ein einfaches ethisches Urteil. Das heißt, der ethische Wert der eigenen Handlungen hängt von ihren erwarteten und vorhersehbaren Konsequenzen ab. Es ist sehr einfach, die Gräueltaten eines anderen anzuprangern. Das hat ungefähr so viel ethischen Wert wie das Anprangern von Gräueltaten, die im 18. Jahrhundert stattgefunden haben."

Wenn Leute hier in Australien fragen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene, sage ich ihnen manchmal scherzhaft, dass ich über australische Außenpolitik schreibe, was bedeutet, dass ich über US-Außenpolitik schreibe. Ich habe viele Male darüber geschrieben, wie Australien als Washingtons Kellerknecht funktioniert, ein impotenter Vasall, der kaum mehr als ein US-Militär/Geheimdienst-Asset in Bezug auf bedeutende internationale Angelegenheiten ist.

Alles, was ich hier also wirklich tue, ist die Anwendung von Chomskys Philosophie auf die Realität eines Imperiums, in dem souveräne Nationen in keinem sinnvollen Ausmaß existieren; als Mitglied eines Staates innerhalb dieses Imperiums konzentriere ich mich auf die Verfehlungen der US-Regierung auf die gleiche Weise, wie ich es tun würde, wenn ich in Alaska oder Hawaii leben würde.

Alles, was ich tue, ist, meine persönlichen Fähigkeiten auf das zu richten, was ich als das größte Problem in der Welt ansehe: ein mörderisches Imperium, in dem ich zufällig wohne und daher eine besondere Verantwortung trage, dagegen anzugehen. Was meiner Meinung nach einfach der einzig vernünftige Standpunkt ist, den man einnehmen kann.


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