Dienstag, 30. Juli 2019

Bis in die Haarspitzen verjüngt: Forscher drehen biologisches Alter zurück



Für alle, die hundert Jahre älter werden wollen. Ich jedenfalls nicht. Es wäre aber auch insofern nützlich, als die Gesundheit im Alter besser und stabiler werden würde, woran es ja in vielen Fällen hapert. Das hat uns Freund Klaus-Peter vom Außenposten in Thailand zukommen lassen.
Sputnik

29. 07. 2019

Sie wollten das Immunsystem jünger machen, doch wider Erwarten sollen 

Forscher aus den USA den gesamten Menschen dabei verjüngt haben. Neben 

gesenktem Risiko für Prostatakrebs und verbesserten Nierenfunktionen färbte 

sich dabei sogar das Haar von zwei Probanden dunkler. Und die biologische Uhr

sprang um anderthalb Jahre zurück.



Der Thymus ist eine Drüse oberhalb des Herzens, die das Immunsystem des 

Körpers trainiert, damit es Krankheitserreger effektiv bekämpfen kann. 

Nachdem sich die Drüse ausgebildet hat, beginnt sie ab der Geschlechtsreife zu 

schrumpfen. Dieser Prozess hält ein Leben lang an und führt im Alter zu einem 

immer schwächer werdenden Abwehrsystem des Körpers. Eine stärkere 

Anfälligkeit für Erkrankungen jeder Art ist die Folge.


Um die Abwehrkräfte wieder anzuheben, forschen Wissenschaftler weltweit an

der Verjüngung dieser wichtigen Drüse. Ein Ansatz hat hierbei für besonders viel

Aufsehen gesorgt. Es handelt sich um die TRIIM-Untersuchung, die vom 

kalifornischen Unternehmen „Intervene Immune“ mit Beteiligung von Forschern 

von der Universität Los Angeles (UCLA) und von der Stanford University 

durchgeführt worden ist.

Montag, 29. Juli 2019

Die Klima-Krise angehen: globale Wiederaufforstung und Industrie-Hanf


Ellen Brown ist eine erfahrene Journalistin, die sich vor allem in Wirtschafts- und Finanzfragen sehr gut auskennt. Ihr liegt aber auch die Umwelt sehr am Herzen, weshalb sie hier uns neue Erkenntnisse in Bezug auf Hanf vorlegt. Vieles war mir bekannt, vieles auch nicht. Einen Punkt hat sie übersehen, den ich schon vor einiger Zeit behandelt habe: dass Ford schon vor 80 Jahren ein Auto mit einer Hanf-Karrosserie gebaut hat (findet ihr als Video im Netz), die praktisch unzerstörbar war;, auch als er mit einem riesigen Hammer draufschlug, gab es keinen Kratzer. Bedenkt man, dass die Blechschäden am Auto gleich nach den Motorschäden kommen, kann man sich ausrechnen, wieviel Milliarden die Stahlindustrie in diesem Zeitraum kassiert hat. Diese Öl-, Stahl-, Chemie- und Zeitungsmogule haben sich immer einen Dreck um die Umwelt gekümmert, wodurch der Menschheit und der Welt unendlicher Schaden entstanden ist. Aber sie zur Verantwortung zu ziehen, daran hat wohl noch niemand gedacht.




Die Klima-Krise angehen: globale Wiederaufforstung 
                           und Industrie-Hanf

Ellen Brown

27. Juli 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Cannabis - eine Pflanze der Superlative
Milliarden Bäume in der ganzen Welt zu pflanzen, ist bei weitem die billigste und effizienteste Mehtode, die Klima-Krise in den Griff zu bekommen. Das erklärt ein Artikel vom 4. Juli in The Guardian und zitiert eine neue Analyse, die im Journal Science veröffentlicht wurde.

Wenn Bäume wachsen, absorbieren und speichern sie Kohlen-Dioxyd-Emissionen, die die globale Erwärmung fördern. Neue Forschungen schätzen, das ein weltweites Pflanzprogramm zwei Drittel aller Emissionen, die durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphär gepumpt wurden
,beseitigen könnte, eine Zahl, die von Wissenschaftlern als atemberaubend bezeichnet wird.

Für Skeptiker, die die globale Erwärmungs-These leugnen,
wird durch Wiederaufforstung auch das kritische Problem der Massen-Auslöschung von Arten angepackt und die Umweltverschmutzung, die gut dokumentiert ist. Eine Studie von 2012 der Universität von Michigan fand heraus, dass der Verlust der Biovielfalt die Ekosysteme ebenso beeinflusst wie die Klimaveränderung und die Verschmutzung. Wälder schützen Plfanzen und die Bäume beseitigen die Verschmutzung der Luft durch Ab fangen von Feinstaub auf der Pflanzenoberfläche und der Absorbierung gasförmiger Schadstoffe über die Blätter.

Der analytische Überblick in
Science schätzte, wieviele zusätzliche Bäume global gepflanzt werden könnten ohne auf Ackerland oder städtische Flächen zurückgreifen zu müssen. Man fand, dass es 1.7 Mrd. Hektar baumloses Land gibt, auf dem 1.2 Billionen einheimische Baumsetzlinge natürlich wachsen könnten. Wenn die effektivsten Methoden benutzt würden, könnten für nur 300 Mrd. $ 1 Billion Bäume wiederhergestellt werden – weniger als 2 Prozent der niedrigsten Schätzungen des Green New Deal der progressiven Demokraten im Februar 2019.

The Guardian zitierte Prof. Tom Crowther von der Schweizer Uni ETH Zürich, der sagte:
«Was mich total überrascht, ist der Maßstab. Ich dachte mir, dass Wiederherstellung unter den 10 ersten an der Spitze liegen würde, aber dass sie die überragend stärkste Methode von allen vorgeschlagenen Methoden sein würde, wusste ich nicht.»

Er sagte, dass es auch die bei weitem billigste Methode wäre, die je vorgeschlagen wurde. Der Hauptnachteil der Wiederaufforstung als Lösung der Klimakrise, so der
Guardian sei, dass die Bäume so langsam wachsen. Die vorgeeschlagene Wiederherstellung könnte 50 bis 100 Jahre dauern, um die Kohle-Eingrenzung zu erreichen.


Eine schnellere und effizientere Lösung


Glücklicherweise gibt es jetzt seit Dezember 2018 eine billigere und weit effizientere Alternative – eine, die vor beinahe einem Jahrhundert unterdrückt wurde, aber jetzt auf nationaler Ebene legalisiert wurde, als Präsident Trump das Agrikultur-Verbesserungsgesetz 2018 unterzeichnete. Das ist die massive Kultivierung von Industri-Hanf, die nicht berauschende Form von Cannabis, das wegen der Fiber für Kleidung, Öl, Nahrung und andere Zwecke angebaut wird. Hanf wird in 100 Tagen über 4 m hoch, was es zum schnellst wachsenden Umwandler von CO2 in Biomasse macht. Industriehanf kann nachweisbar mehr CO2 absorbieren pro Hektar als irgendein Wald oder kommerzielle Pflanze, wodurch Hanf zum idealen Kohlenstoff-Vernichter wird. Es kann auf fast allen Böden angepflanzt werden mit sehr wenig Wasser und ohne Düngemittel.

Sonntag, 28. Juli 2019

Wird Russland China beistehen, das US-Militär im Pazifik einzudämmen?



Paul Antonopoulos
27. Juli 2019


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Russlands Absicht, aktiv an Chinas militärischer Eindämmungspolitik der USA in der asiatischen Region teilzunehmen, wurde bei der ersten gemeinsamen russisch-chinesischen Patrouille im Pazifik-Becken zum Ausdruck gebracht, laut einem militärischen Analytiker.
Kooperation auf neuer Ebene

Der russische Waffenexperte an der Russischen Akademie der Wissenschaften, Vasily Kashin, deutet an, dass die Patrouille am 23. Juli von den russischen strategischen Bombern Tupolev Tu-95MS und Chinesischen Xian H-6K geleitet wurde, sowie von weiteren Flugzeugen inklusive Radar-ferngesteuerten Flugzeugen.

Nach Auffassung des Analytikers war der Zweck der Mission dieser Flugzeuge, die Aktionen der südkoreanischen und japanischen Luftstreitkräfte als Antwort auf das Auftauchen russischer und chinesischer Flugzeuge für die Nachrichtendienste festzustellen.

Kashin kommentiert, dass die H-6K Bomber keine größere Rolle bei Chinas nuklearer Abschreckung spielen, weil dies Flugzeug als Träger von Präzisions-Raketen eine begrenzte Reichweite und keine Auftankmöglichkeit hat.


Chinesische Schlüssel-Strategie


Doch ist das H-6K Flugzeug ein Schlüsselelement von Chinas Strategie das Manövrieren auf ein Pazifik-Operations-Szenario zu begrenzen.

Dies Flugzeug gibt der chinesischen Luftwaffe die Gelegenheit, massive nicht-nukleare Attacken auf die US militärische Infrastruktur und ihre Alliierten auf der Guam Insel zu führen und «möglicherweise auch darüber hinaus», sagte der russische Militärexperte in seinem Artikel, der vom Carnegie-Zentrum in Moskau veröffentlicht wurde.

Dank der Modernisierungsprogramme der jüngsten Jahre waren die russischen strategischen Bomber in der Lage, nicht nukleare Hochpräzisionswaffen einzusetzen.

«Die Tatsache, dass sie anfangen, Missionen im Pazifik mit ihren chinesischen Partnern durchzuführen, selbst ohne eine formelle Allianz zwischen beiden Ländern, zwingt uns, die Aussichten eines möglichen Konflikts in dieser Region neu zu beurteilen,» fuhr der Analytiker fort.

Für Kashin ist dies eine bedeutende Erhöhung des Potentials für Angriffe der chinesischen Luftwaffe, was schließlich eine teure angemessene Erwiderung seitens Washingtons und seiner Alliierten erforderlich macht ohne zusätzliche Kosten für Moskau und Beijing.


Militärische Kooperation

«Bis vor kurzem wurde der russische Faktor einfach ignoriert, wenn die Szenarios eines bewaffneten Konflikts in Ostasien [Taiwan, Südchinesisches Meer] erwogen wurden,» erinnert sich der Experte. Er fügte hinzu, dass die Langstreckenflugzeuge das Hauptinstrument der Russen im Pazifik sind, «was es erlaubt, die militärische Situation in der Region entscheidend zu beeinflussen».

Kashin sagt voraus: «Indem die Kooperation mit China auf eine neue Ebene gehoben wird, wird die wichtigste Aufgabe für Moskau sein, die strikte ‘anti-amerikanische’ Spezialisierung aufrechtzuerhalten. Es ist offensichtlich, dass Russland unwillig ist, sich in Beijingz viele Dispute mit asiatischen Ländern einzumischen, während gleichzeitig die Natur der heutigen US-Russland und US-China Beziehungen es erforderlich macht, dass Russlands militärische Kooperation mit China wachsen wird auf einer anti-amerikanischen Basis.»