Montag, 14. März 2011

Die größte, die mächtigste und die nobelste Demokratie - Indien, USA und Israel

Wer lacht denn da? Das können wir doch täglich hören oder lesen. Wäre ja nicht weiter schlimm, wenn es nicht so unglaublich viele Leute gäben, die das tatsächlich glauben. Und gegen den Glauben ist bekanntlich kein Kraut gewachsen.
Was mich nur seit Jahrzehnten wundert, wie diese drei Länder es geschafft haben, erstens diesen Mythos in die Welt zu setzen und zweitens, ihn aufrechtzuerhalten und zu einer "Wahrheit" werden zu lassen. Und das selbst in vielen Ländern, die direkt oder teilweise sehr lange unter diesen drei "Demokratien" zu leiden hatten und haben.
Dabei ist keines der drei Länder niemals nur eine Sekunde lang eine Demokratie gewesen. Für die USA hat das in "Ami go home" Rolf Winter ganz klar nachgewiesen, für Indien hat es u. a. Jan Myrdal getan, dessen zweites Indienbuch ich gerade übersetze und für Israel - das erübrigt sich eigentlich, obwohl es Berge von Beweismaterial gibt. Alle drei Länder haben in ihrer gesamten Geschichte (für Indien denke ich nur an die Zeit seiner Unabhängigkeit) kaum ein Jahr des Friedens gehabt (Winter kam für die USA - glaube ich - auf 20 Jahre).
Dass überhaupt darüber Bücher geschrieben werden müssen, verwundert mich schon. Die Fakten sind ja eigentlich allen bekannt. Von den USA weiss jedes Kind
(die Karl May Bücher werden ja immer noch gelesen), dass das Land gestohlen wurde, die Bewohner abgeschlachtet wurden und die rechtmäßigen Besitzer bis heute wie Hunde behandelt werden. Und das soll eine Demokratie sein?
In Indien hat die Oberschicht aus Angehörigen der hohen Kasten und der Bourgeoisie von Anfang an Krieg gegen die überwältigende Mehrheit des eigenen Volkes geführt - gegen die Armen, die Unberührbaren und die 70 Millionen indigenen Menschen. Mit den brutalsten Mitteln - Hunger, brutaler Ausbeutung, Folter, Vergewaltigung, Mord und Totschlag. Hat geführt und führt ihn in noch größerem Umfang bis zur Stunde. Aber es nennt sich Demokratie.
Und in Israel? Das ist ein Schandfleck für die gesamte Menschheit, zumal die ganze Menschheit (wenn man nun die UNO als Vertreter der ganzen Menscheit begreifen will - was ja durchaus angezweifelt werden kann) Schuld hat am Entstehen dieser Entität, inklusive die Sowjetunion. Wer das nicht begreift, dem könnte man nur wünschen, dass sein Nachbar ihn aus seiner Villa wirft und in die Hundehütte sperrt. Vielleicht würde ihm dann ein Licht aufgehen.
Dabei habe ich noch nicht einmal die ungezählten Kriege erwähnt, die diese drei famosen Demokratien gegen andere Länder geführt haben.
Diese Tatsachen sind also im Grunde allen bekannt, werden aber in jeder Diskussion mit leichter Hand hinweggewischt, um dann schnell von dem "Terror" der anderen zu sprechen, jener, die keinen Frieden geben. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre.
Bleibt also die Frage, wie kann dieser Mythos aufrechterhalten und mit unerhörter Chuzpah und Effektivität den Leuten immer wieder um die Ohren gehauen werden, so dass es am Ende tatsächlich "geglaubt" wird?
Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht. Gewiss fällt mir das eine oder andere Phänomen ein, das aber nicht zum Kern vordringt. Es wäre doch ein tolles Thema für eine Doktorarbeit - eine echte meine ich. Aber ob sie selbst in Bayreuth oder Erlangen abgenommen würde, bezweifle ich denn doch.

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