Das ist lobenswert von Colin Todhunter, wenn er uns mit dem Denken
Gandhis über die Umwelt und Ökologie bekannt macht. Verwunderlich
ist allerdings, dass er als Engländer nicht die Werke von Marx und
Engels kennt, obwohl beide diese Fragen in England intensiv
diskutiert und auch geschrieben haben und damit auch Gandhi gut 50
Jahren voraus waren. Ich lege hier den link zum Artikel 'Marxism
and Ecology' von John Bellamy Foster bei, der zwar auf Englisch
geschrieben ist, aber sehr viele Fußnoten hat, mit deren Hilfe man
auch deutsche Fassungen lesen kann. Der Artikel zeigt auch, wie
sowohl Engels als auch Marx ständig versuchten, ihr Wissen auf den
neuesten Stand zu bringen. Außer Darwin und Haeckel lasen sie die
neuesten Erkenntnisse von Justus von Liebig, Julius Robert von Mayer
über Metabolismus und ökologische System-Prozesse. Man kann
Todhunter vielleicht damit entschuldigen, dass die Engländer in
Bezug auf den Kommunismus fast ebenso borniert sind wie die
Amerikaner.
Ökologische Katastrophe und atomarer Konflikt: Relevanz von Gandhi in der modernen Welt
Colin Todhunter
3. Januar 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
(leicht gekürzte Fassung)
Vor einigen Monaten kontaktierte mich der Unternehmer Charles
Devenish, um mir seine Bergwerk-Pläne in Indien darzulegen. Er
sprach von den Unmengen Mineralen im indischen Boden und meinte, ich
könnte seine Pläne für Abbau im kleinen Maßstab gut finden. Sie
sollten in Verbindung mit einem Landwirtschaftsmodell zur
Wiederherstellung der Böden stattfinden, die in den Jahren der
'Grünen Revolution' durch chemische Vergiftung stark gelitten haben.
Seine Absicht ist auch, die Kontrolle der Agro-Multis zu reduzieren.Devenish denkt an Bergwerk-Kooperativen in ländlichen Gegenden unter Einschluss der Bauern, die Mitsprache und Anteile an den Unternehmen erhalten würden. Dadurch könnten sie ihr landwirtschaftlichen Einkommen ergänzen, Forschung und Wissen könnten verstärkt werden, um Böden verbessern und auf ökologische Landwirtschaft umstellen zu können.