Leider haben wir nicht das ganze Interview, aber Stefan Lindgren
hat zumindest eine Zusammenfassung geliefert. Es ist ja nicht so,
dass die USA sich jetzt im Fett der Selbst-Gerechtigkeit und
-zufriedenheit sonnen kann, sondern Assad hat ganz klar Bedingungen
für sein Entgegenkommen gestellt. Genau diese Bedingungen wurden von
den USA sofort nonchaliert, indem sie z. B. mit ihren Drohungen
fortfahren, was den russischen Außenminister Lawrow veranlasste, den
Westen zu warnen, dass weitere Drohungen, beispielsweise mit einer
scharfen UN-Resolution, die
Friedensanstrengungen zunichte machen könnten. Er sagte, „jene,
die Syrien mit Raketenschlägen drohen, wählen eine Strategie, die
spätere Friedensgespräche in Gefahr bringen“.
Und Eric Margolis forderte Obama auf „Spiele
nicht Schach mit einem KGB-Mann“ Außerdem machte er den
richtigen Vorschlag, dass Obama der Friedenspreis aberkannt und
stattdessen Putin gegeben werden soll.
SYRIEN VERLANGT GEGENSEITIGKEIT
Stefan Lindgren
16. September 2013
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
Der russische Journalist Jevgenij Poddubnyj hat Syriens Präsidenten Assad über die neue Situation in Syrien interviewt, das am 12. September vom Nachrichtenkanal Rossiya24 gesendet wurde.
Im Interview sagt Assad (laut der russischen Synchronisation)
- Syrien wird in den nächsten Tagen ein Schreiben an die UNO
und die Organisation zum Verbot von chemischen Waffen schicken.
- Danach kommt die Arbeit, die zur Unterzeichnung der
Konvention führt. Sie hat viele Artikel, die die Produktion,
Lagerung und Anwendung von chemischen Waffen verbieten [Dies hat
Syrien bereits erfüllt und ist bereits formell Mitglied. D. Ü.].
Danach bekommt die Konvention Gültigkeit für Syrien und meiner
Auffassung zufolge geschieht das innerhalb eines Monats nach der
Unterzeichnung. Dann wird Syrien beginnen, Informationen über seine
Lagerstätten chemischer Waffen an die internationale Organisation
zu geben. Das ist das Standardverfahren und wir werden es befolgen.