Einar Schlereth
Jawohl, die ersten 30 genetisch veränderten Babies wurden in den
USA geboren. Und da werden sie ja wohl den ersten Mann des Staates
und Friedensnobelpreisträger geklont haben und nicht einen Penner
unter New Yorks Brücken hervorgezerrt haben.
Pardon, ganz so ist es nicht zugegangen. Monsanto (es wird
verschwiegen, wer den Mix gemacht hat, aber ich nehme es doch an in
Anbetracht der großen Verdienste dieser Firma) habe drei „Eltern“
ausgesucht. Dick Cheney vielleicht? Und Condi? Auch das wird
verschwiegen.
Nein, Irrtum, hier steht, dass der Plan auf später verschoben worden ist. Man sei noch in der Bastelphase. Die Hälfte der
Kinder leben schon drei Jahre und wurden Frauen inplantiert, die
Gebärschwierigkeiten hatten. Und die Bastler gehören zum Institut
für Reproduktive Medizin und Wissenschaft von St. Barnabas in New
Jersey und bekommen sicher später eine Topanstellung bei Monsanto.
Ja, und nun, so lese ich, haben die armen Schweinchen – pardon
Babies – also Gene von zwei Frauen und einem Mann. Die 'neuen
Gene', so heisst es, seien in die 'Keimbahn' der Kinder
'inkorporiert' worden, d. h. sie können deren Eigenschaften
ihrerseits auf die Töchter weitervererben.
Na, und wie üblich, ist die große Mehrheit der Menschen und
Wissenschaftler dagegen. Sind ja immer gegen Forschritt. Die
Genetiker 'fürchten, dass eines Tages neue Menschenrassen mit
gewünschten Eigenschaften wie Stärke oder hohe Intelligenz'
geschaffen werden könnten.
Diese Hinterwäldler wollen also verhindern, dass jede Menge
Obamas mit ihrer Stärke und Intelligenz geboren werden und Amerika
noch viele Friedenspreise und sonstige großartige Auszeichnungen Preise gewinnen kann. Diese
Typen haben einfach nicht begriffen, dass Fortschritt nicht
aufgehalten werden kann.
Aber der erfolgreiche Oberbastler Prof. Cohen ist zuversichtlich
und sagt, dass 'seine Expertise es ihm bald erlauben würde, Kinder
zu klonen'. Ist doch wunderbar. Dann wird er vielleicht auch eine
Menge Netanyahus klonen.
Und unsere Welt wird noch viel schöner und sicherer werden, wenn
man nur noch von edlen und moralisch hochstehenden Menschen umgeben
sein wird.
Anlass der Satire ist
dieser Artikel.