Freitag, 13. November 2020

Nicht einmal einen EINTOPF kann ich euch bieten, nur einen Schietkübel

Einar Schlereth

Freitag, der 13. November 2020 

 

Ich sitze wieder mal vor einem riesigen Misthaufen und bei allem, was du anfasst, machst du dich auch dreckig. Nicht ein kleiner Hoffnungsschimmer, kein positiver Impuls, sondern obendrein noch bittre Ettäuschungen. Z. B. Finian Cunningham, dessen Texte ich seit Jahren kenne und eine ganze Reihe davon auch übersetzte. Und nun lese ich heute einen zweiten Artikel von ihm, der allem widerspricht, was er bisher geschrieben hat. Er schreibt über Äthiopien und seinen Präsidenten Abiy Ahmed – auch einer, dem viel zu früh ein Nobelpreis hinterher geworfen wurde – der jetzt sein Land ins Elend stürze. Der jetzt Truppen und Bomber nach Tigray schicke, was dem Lack des Friedensengels sehr schadet. So weit so gut. Aber gleichzeitig erzählt er von einem friedlichen Äthiopien, das niemals kolonisiert wurde und eine stolze und unabhängige Nation gewesen sei. Das stellt die Tatsachen auf den Kopf. Ethiopien ist seit langem der Polizist von US-Gnaden am Horn von Afrika und darüber hinaus gewesen. Es hat einen endlosen Krieg gegen die Oromo im Süden

geführt, gegen Somalia und gegen Eritrea, dessen Präsident Isaias Afwerki von Finian als Diktator hingestellt wird. Eritrea wird von vielen hingegen als das Kuba Afrikas bezeichnet und ohne Isaias wäre Eritrea längst wieder unter die Fittiche Ethiopiens geraten. Obendrein wird Eritrea permanent von den USA mit Dreck beworfen, wird wie der Iran auch als Förderer des Terrorismus bezeichnet.

Nun, das schmerzt, wenn eine gute Person plötzlich die Seiten wechselt.

Als nächstes ein Video mit dem Gebabbel von dem Rindvieh Pompeo, der China DROHT. Oh weh, das wird den Chinesen in die Knochen gefahren sein. Der hat eine Litanei auf seiner Leier, die er der ganzen Welt vorbetet. Nun ja, Präsident Reagan war sein großes Vorbild. Aber es ist ja völlig egal, wer denn sollte aus der langen Galerie ein Vorbild sein? Sie waren einer wie der andere – nur in einem waren alle gut – sie wurden mit dem Job stinkreich. Alle, die Säufer, Whiskey-Schmuggler und Heroin-Dealer, die Analphabeten, Sklavenhalter, Waffen-Schieber, Kinderf....., Kriegshetzer und Kriegsverbrecher in allen Erdteilen. Es wird einem übel.

Sodann kommt eine echte Perle: Ja, Biden und Harris sind selbsternannte Zionisten, aber es bleibt ein Hoffnungsschimmer (Yes, Biden and Harris are self-declared Zionists, but a Glimmer of Hope remains ). Das zieht einem doch die Schuhe aus. Sie sind Zionisten, d.h. auf gut deutsch Faschisten, Rassisten, Kriegsverbrecher erster Ordnung, aber es bleibt ein Hoffnungsschimmer. Und wie sieht der aus? Den Palästinensern wird es besser gehen, weil im Parlament die Unterstützung für der Palästinenser wachse. Wie bitte? Wo haben sie die Riesenlupe gefunden, womit man die Stecknadel finden kann? Ach typisch dummes amerikanisches Gewäsch, um den Menschen einen progressiven Schimmer vorzutäuschen.

Zum Abschluss noch eine Blick auf Bidens Außenpolitik, die uns Manlio Dinucci anschaulich vor Augen führen wird. Biden will Amerika nicht groß machen, sondern er will NUR, dass Amerika wieder die Führung übernimmt. Und er will wieder die US-Außenpolitik retten, die Trump zerstört hat. Dann hat er ja seinen Spitznamen “Sleepy Joe” zu Recht. Es ist ihm wohl ganz entgangen, dass inzwischen ganz andere Führungskräfte auf den Plan getreten sind. Er will die NATO wieder stärker machen und auch die mächtigste Armee der Welt. Ein Traumtänzer. Außerdem will er die Aggression der Russen bekämpfen und das schädliche Verhalten Chinas und seine Menschenrechtsverletzungen. 

Die USA muss wieder die Gesetze schreiben wie vor 70 Jahren. Das sind ja alles keine neuen Ideen, sondern die abgestandenen Wünsche und Gedanken der OneProcenter. Sie sind zusammengefasst worden von einigen tausend ‘Experten’ und ThinkTanks, in denen sehr viele Leute saßen, die auch in den Kabinetten der Reagan und Bush saßen und - versagten. Nur ungeheure Zerstörungen haben sie in Afghanistan und im Irak angerichtet, an denen Biden maßgeblich beteiligt war. Und das heißt normalerweise Kriegsverbrecher. Aber die Amerikaner werden dann hinterher wiedas das Übliche sagen: Wenn wir das gewusst hätten.



Kommentare:

  1. Na ja, was hast du von Biden erwartet, der sitzt seit 50 Jahren in der Politik und ist in der Zeit auch Multimillionär geworden.
    Bidens Team hat doch vor 4 Jahren Trump vorgeworfen, das er mit den Russen zusammenarbeitet und Trumps Wahl von den Russen manipuliert wurde.
    Jetzt werden viele Trump-Gegner feststellen, das "das falsche Schwein geschlachtet wurde".
    Dimo Lunar

    AntwortenLöschen
  2. Der berühmte Amerikaner, Erfinder und Unternehmer Richard Buckminster Fuller beschrieb einst sein eigenes Nichtkampfprinzip. Er meint, dass es nicht lohnt, g e g e n irgendetwas anzukämpfen. Stelle man doch weit unaufwendiger ein eigenes, besseres Modell vor, dass den alten Scheiß obsolet macht.

    Der Kapitalismus bisheriger Prägung hat fertig. Seine Funktion, sein Funktionieren, Profit zu erzielen wird durch die Digitalisierung beendet. Die betreibt er jedoch angestrengt. Dazu empfehle ich Egon W. Kreutzer zu lesen. (Was, bitteschön ist Digitalisierung? Ein Blick in den Abgrund, Dezember 2019) Bei Karl Marx steht es ähnlich, allerdings schon 170 Jahre früher. Ich persönlich erfreue mich an dem, was Dir furchtbar abstoßend erscheint: Der Absturz des Einen ist der Aufstieg des Anderen. Rainer Rupp schrieb bei KenFM.de vorgestern dazu eine "Tagesdosis". Eine treffliche. Das, was Du heute Ekelhaftes zusammengefasst hast, das ist die Konkursseite, der Konkursverwalter heißt demnächst entweder neu BIDEN oder bleibt TRUMP. Und ich freue mich jeden neuen Tag an diesem überfälligen Wechsel hin zum neuen Modell. Der westlich wertlose Part der Welt kann dieses neue Modell militärisch nicht besiegen, lediglich anzugreifen versuchen. Finanzpolitisch, wirtschaftlich, technologisch und in Erreichung von VOLKSWOHL für alle ist das neue Modell längst vorbeigezogen, überholen ohne einzuholen?

    AntwortenLöschen
  3. Ach ja: Heute unterzeichneten neben China weitere 14 asiatische Staaten das weltgrößte Freihandelsabkommen RCEP, während sich der Westen von China abkoppeln möchte. Ein Haufen von Trotteln, die mit Lanze und Schwert gegen chinesische Mammut-Windmühlenflügel anrennen. Anstatt ihrerseits ein besseres als das chinesische Modell vorzustellen.

    Das zu lesen lieber Einar, stellt mein Empfinden wieder behutsam zurück. Vom Kopf auf die Füße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Klaus-Peter, Du hast ja so Recht. Danke für eine Klarstellung erster Klasse. Ganz im Ernst.

      Andreas

      Löschen