Mittwoch, 20. Dezember 2017

Einar bloggt für Freiheit


Zu meinem 80. Geburtstag hat die konservative 'Smålandsposten' tatsächlich einen recht guten Artikel von Marie Peterson-Engnell veröffentlicht. Hilfreich war, dass Marie eine Klassenreise gemacht hat - aus einem Arbeitermilieu zur langjährigen - mittlerweile frei schaffenden - Mitarbeiterin einer großen Zeitung. Eine hübsche Pointe trat hier zutage: mehrere Brüder und ihr Vater haben zur selben Zeit wie ich in der Porzellanfabrik von Gustavsberg außerhalb Stockholms gearbeitet, weil es hier keine Arbeit gab.

SMÅLANDSPOSTEN
Montag, 18 Dezember 2017

In einem kleinen roten Haus in Klavreström werden Texte über Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit geschaffen, die von Menschen in der ganzen Welt gelesen werden. Hier wohnt der Schriftsteller und Friedensaktivist Einar Schlereth, der jeden Tag Material für seinen mehrsprachigen Blog produziert.

Einar bloggt für Freiheit
 
Bei Einar Schlereth geht der Ofen häufig aus, aber er ist immer noch Feuer und Flamme in seinem Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit wie 1968. Foto: Marie Petersson-Engnell

Grattis - „Wenn ich am PC sitze verfliegt die Zeit,“ sagt Einar Schlereth. „Das Feuer in der Küche geht aus und ich vergesse zu kochen.“
Bei Einar Schlereth kann der Ofen häufig ausgehen, aber er ist immer noch Feuer und Flamme in seinem Engagement für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit wie 1968, als er zum ersten Mal Karl Marx las und dann schwedische Arbeiterverfasser wie Vilhelm Moberg, Ivar Lo-Johansson, Moa Martinsson etc.
Viele literarische wichtige Persönlichkeiten traf er auch, wie etwa Jan Myrdal, mit dem er sich anfreundete und von dessen Arbeiten er u.a. sein Buch Indien er ins Deutsche übersetzte.
Ursprünglich ist Einar nämlich Deutscher. Er wurde 1937 in Marienwerder/Westpreußen geboren. 1945 floh er mit Eltern und Geschwistern zu den Großeltern in Bad Neustadt.
Mein Vater war Faschist, aber mein Großvater war Humanist. Ich habe wohl viele meiner Gedanken von ihm geerbt. Ich brach den Kontakt mit meinen Eltern wegen ihrer Ansichten ab.“
So kam es, dass Einar eine Menge Gelegenheitsarbeiten übernahm, um seine Studien Anglistik und Romanistik zu finanzieren. 1961 bekam er von einem Studenten den Tip, dass man in Iggesund Waldarbeiter brauchte. Einar reiste hoch.
Zu jener Zeit bestand das Werkzeug aus einer Axt und einem Fuchsschwanz. Wir waren 120 Waldarbeiter, die wirklich am schuften waren. Ich arbeitete so hart wie möglich und hatte am Ende den höchsten Ackord. Ich konnte 2000 Kronen sparen, was damals eine Menge Geld war. [Die Krone war damals mehr als die Dmark wert.]“
Einar gewann sowohl die Menschen als auch die Kultur und Natur in Schweden lieb. So kam es, dass er nach Schweden im Jahr 1966 zurückkehrte zusammen mit Linda, der neuen Lebensgefährtin.


Sie hatten einen dreiwöchigen Ferienaufenthalt geplant, der aber zwei Jahre dauerte. Einar fand in der Porzellanfabrik in Gustavsberg Arbeit und seine Familei wuchs um eine Tochter. Es war in jenem Jahr dass Einar Marx studierte und Freunde sowohl in Schriftstellerkreisen als auch der Arbeiterbewegung Schwedens fand.
Mir gefiel es, aber die kalten, langen Winter waren für Linda zu viel, weshalb wir nach Deutschland zurückkehrten.“ Einar etablierte sich allmählich als frilans-Journalist beim Rundfunk und als Übersetzer. Gleichzeitig schrieb er seine ersten Bücher über Kina und Indonesien.
Für mich war es immer wichtig, die Menschen und die Kultur, über die ich schrieb, zu verstehen, weshalb ich mehrere Sprachen lernte, u. a. Kisuaheli, bevor wir nach Tansania zogen, um über Land und Leute zu schreiben.“
Zwei Jahre lang, von 1979 – 1981 lebte die Familie in Sansibar und Tansania.
Wir lernten die Sprache, wodurch wir überall viele Freunde gewannen. Ich schrieb für den NDR Reportagen und gleichzeitig an zwei Büchern. Ein Auto hatten wir nicht, weshalb wir immer mit Bus, Bahn oder dem Schiff reisten..“

Einar ist weit herumgekommen und verbrachte u. a. ein ganzes Jahr in Andalusien, bis er am Ende wieder nach Schweden kam, im Jahr 1994. Diesmal alleine. Er fand In Klavreström sein Traumhaus in einem Milieu, wo er sich gleich zuhause fühlte.

Schweden hatte sich leider sehr verändert, seit den 60-er Jahren. Aber in der Industrie-Arbeiterschaft in dem ‚Dorf‘ gab es noch die Begriffe wie Volksheim und Solidarität. Hierher holte ich meinen guten Freund Kalle Hägglund und hier sammelten sich häufig Schritsteller, die in einer Sprache schrieben, die das Volk verstand.

Hier gibt es außerdem eine phantastische Natur. Im Winter fahre ich viel Ski oder Schlittschuh. Im übrigen Jahr bin ich gerne im Wald oder arbeite im Garten. Für jemand, der viel am Komputer sitzt, ist es schön, auch mal richtig ranzuklotzen und mit seinen Händen zu arbeiten.“

Marie Peterson-Engnell




80 Jahre
Einar Schlereth
Geburtstag: 18. Dezember 1937
Wohnort: Klavreström
Arbeit: Verfasser, Journalist, Übersetzer, Blogger, Friedensaktivist
Interessen: Garten, Bauen, Pilze, Ski- und Schlittschuhfahren u. m. Literatur und Politik.
Motto: „Mich interessiert nicht, was die Leuten sagen, was sie SIND, sondern ich will sehen, WAS sie tun.“
Übriges: Mitglied in der Palästina- imd Irak-Solidarität, wo wir mitarbeiten, um Kindern mit Kriegsschäden zu helfen. Mitgleid in der Indien- und Afghanistan-Solidarität und der Myrdal-Gesellschaft. Hat mehrere Bücher über Indonesien, Tansania und China herausgegeben.
Feiert: Am Geburtstag mit hiesigen guten Freunden und am 2. Januar mit Freunden, die von Europa-Festland rüberkommen.













Dienstag, 19. Dezember 2017

Neue Post aus Russland vom 18. Dezember 2017

Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth



Putin trifft die Presse


Am 14. Dezember fand wieder Putins jährliche große Pressekonferenz (Hier komplett auf deutsch) statt. Sie war ungewöhnlich lebhaft mit vielen unerwarteten Einschüben.

Ksenja Sobtjak war da, die ukrainischen Medien waren da, Oppositionelle als auch Putins Hilfstruppen waren da. Schon zu Anfang bemerkte Putin ein Plakat, auf dem stand „Putin, bye-bay“.  Es erwies sich, dass es auf  tatarisch „Großvater Putin“ (Putin babaj) heißt.

Ein Fischerei-Direktor aus Murmansk, der sich als Journalist reingeschmuggelt hatte, ergriff die Gelegenheit, über die verzweifelte Lage der Fischindustrie zu berichten.
Der größte Teil von allem Fisch, der von der russischen Fischereiflotte gefangen wird, geht in das Ausland und der Rest wird für unverschämte Preise verkauft. Putin versprach, die Angelegenheit so schnell wie möglich mit der Regierung zu besprechen.

Viele von Putins witzigen Bemerkungen wurden direkt an ein Millionen-Publikum in Russland und der Welt gekabelt.

Zur Verteidigung: „Wir werden für unsere Verteidigung sorgen, ohne uns auf ein Wettrüsten einzulassen.“ Er erzählte auch eine Anekdote über eine Offizier und seinen Sohn. Es zeigte sich, dass sein sohn Papas Degen gestohlen und gegen eine schöne Uhr eingetauscht hatte. Da sagt der Papa: “Du verstehst, wenn wir morgen von Banditen aufgesucht werden, die mich und Mama töten und deine große Schwester vergewaltigen, dann kommst du und sagst: „Guten Abend. Es ist jetzt Null Uhr dreißig.“ Wir wollen nicht, dass so etwas passiert.“

Zur Ukraine: „Was Sakashwili tut, das ist nichts anderes, als dem georgischen und ukrainischen Volk ins Gesicht zu spucken. Wie lange lassen sie sich das noch gefallen?“ Russlands Armee ist nicht im Donbass. Hingegen sind dort militärische Milizen geschaffen worden, die alle groß angelegten militärischen Angrffe auf den Donbass zurückschlagen können.“

Zu Ksenja Sobtjak: An sie, die unter der Parole ‚Gegen alle‘ antritt, richtete Wladimir Putin die Frage. „Seid ihr gegen uns alle hier oder gegen alle überhaupt?“

Zur Wahl: Auf eine der ersten Fragen auf der Pressekonferenz, warum Putin nicht konkurrenzfähige Gegenkandidaten habe, antwortete er ausführlich: „Das einfachste für mich wäre zu sagen, dass es nicht meine Sache ist, Konkurrenten gegen mich selbst aufzustellen.

Aber ich muss sagen, vielleicht unerwartet, dass ich der Meinung bin, dass wir politische Konkurrenz brauchen, genau wie in der Ökonomie.  Ich würde wirklich gerne sehen, dass wir ein ausbalanciertes politisches System haben. Und es ist unmöglich, sich so etwas vorzustellen ohne Konkurrenz auf der politischen Ebene.

Warum haben wir laute und aktive Opponenten, die trotzdem nicht  um die Macht konkurrieren können? Wie ihr wisst, hat sich in Russland - milde ausgedrückt - eine Reihe besonderer Eigenschaften herausgebildet. Worauf zielen die ab? Viele Jugendliche haben natürlich keine Erinnerug an die 90-er Jahre oder an den Beginn des 20. Jahrhunderts und können daher nicht vergleichen mit dem, was heute eingetreten ist. Wir haben viele Probleme heute.

Wir versammeln uns hier in erster Linie, um über diese Probleme zu reden und das tun wir ohne Beschönigung. Aber gleichzeitig ist unser BNP um 75 % gewachsen seit 2000; die Industrieproduktion um 60 %, die Verarbeitungs-Industrie um  70 %. Die Reallöhne sind gesunken als Folge der Krise in den vergangenen drei Jahren, aber sie sind trotzdem 3,5 mal so hoch wie 2000.
Die Pensionen sind real 3.6 mal höher als zu Anfang 2000,  Kindersterblichkeit ist um 62 % gesunken und die Müttersterblichkeit um 75 %.

Anfangs schrumpfte Russlands Bevölkerung um 1 Million Bürger pro Jahr. Wir haben diese demografische Situation gebrochen, aber es gibt noch ein Problem, das wir sicher noch besprechen werden.

Das Problem beruht auf zwei Niedrigkonjunkturen und einem demographischen Loch. Wir werden weitere Maßnahmen ergreifen. Ich werde noch mehr dazu sagen auf diesem Treffen, aber ich bin überzeugt, dass wir das auch überwinden werden. Die mittlere Lebensdauer war früher 65 bzw. 65.3 Jahre und beträgt jetzt 73 Jahre.

Mehrere Jahre lebten wir in einem Bürgerkrieg, beinahe 6 Jahre wenn nicht mehr. Mehr – zehn Jahre beinahe. Als wir gezwungen waren, nicht vorbereitete, unausgebildete 18-19 jährige Jugendliche in den Kugelhagel zu schicken, weil wir keine andere Wahl hatten. Schaut, was wir heute für eine Armee haben!

Unsere Schulden sind um 2/3 gesunken und unsere Reserven sind um das 30-fache gestiegen. Das will was heißen!

Sonntag, 17. Dezember 2017

Nepal Wahlen – Erleichterung für das Volk

Vidya Bhushan Rawat

15. Dezember 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Großer Erfolg für die Links-Allianz

Nepals Wahlsieg dier linken Allianz ist eine große Erleichterung für das Volk und wir hoffen, dass das Land ein stabile Regierung bekommt, die sich auf die wesentlichsten Fragen des Volkes konzentriert und sich dranmacht, die Gesellschaft auf Basis von Gleichheit, Freiheir und Brüderlichkeit aufzubauen.

Es ist ein Glück, dass Nepals verfassunggebende Versammlung und auch die politischen Parteien nicht dafür stimmten, das korrupte indische Modell zu kopieren, sondern sie  stimmten für ein gemischtes Wahlsystem, wo 60% der gesamten Wahlbezirke für das ‚Haus der Volksvertreter‘ des Bundesparlaments oder wie es dort genannt wird, das „Pratinidhi Sabha“ von dem FPTP System wie  in Indien kommt, aber 40% der gesamten Sitze unter das proportionale Wahlsystem fallen. Von den 275 Sitzen stimmten Nepals Wähler für 165 Sitze durch direkte Wahl und für 110 Sitze nach der Methode PES. Das hat dazu beigetragen, dass mehr Vertreter des Volkes von den Janjatis und den Dalits in das Parlament kommen.

Die linke Allianz hat einen entscheidenden Sieg gewonnen durch den Sieg über die Congress Allianz. Die CPN (UML) erhielt 80 Sitze, etwa 49 % aller Sitze über die FPTP, während der Hauptrivale – Nepali Congress – nur 23 Sitze erhielt und die Maoisten 36. Das Interessante ist, dass alle linken Kräfte sich schon vor langem geeinigt haben, in Anbetracht des absoluten Bankrotts  der sogenannten zentristischen Parteien. Sogar bei der proportionalen Wahl war die CPN(UML) die Nummer eins mit 33.85 %, dicht gefolgt von dem Nepali Congress mit 32,92% und den Maoisten mit 13.63 %.

Samstag, 16. Dezember 2017

So viele News, die nicht in den News sind …


Einar Schlereth

16. Dezember 2017

Ein gewaltiger Sieg, aber man hört nichts davon

Naja, eigentlich völlig klar, das ist nur, weil die Falschen gesiegt haben. Vier Jahre lang hat sich das winzige Syrien gegen die Weltmacht USA und ihren alliierten Schurkenstaaten und gegen eine 100 000 Mann Armee aus den brutalsten, religiös aufgepeitschten Verbrechern tapfer gewehrt. Je mehr von diesen Ratten sie töteten, umso mehr wurden via Türkei, Jordanien, Israel und Saudiarabien in das arme Land hineingeschleust mit modernsten Geräten für Kommunikation mit Satelliten-Anschluss, mit modernsten Waffen, darunter die  geächteten Streubomben und Chemiewaffen, Panzern, gepanzerten LKWs, Jeeps, Panzerabwehrraketen ausgestattet, vereinzelt auch mit Stingers und was man sich überhaupt denken kann. Ach ja, auch jede Menge Geld und – ganz wichtig – weltweiten Mediensupport. Sie konnten die abscheulichsten Massaker begehen, Vergewaltigungen noch und nöcher, Frauen, Mädchen, Kinder, Soldaten köpfen, ihnen Herz und Leber rausreißen und sie fressen (alles säuberlich dokumentiert), es spielte alles keine Rolle, sie waren die sauberen Demokraten, die Guten, die den bösen Diktator Bashar al-Assad aus dem Weg räumen sollten.

All das Gequatsche aus Washington, das von sämtlichen westlichen Mainstreammedien nachgebetet wurde, dass sie ISIS, Daesh und wie sich das ganze Gesockse noch nannte, bis auf den Tod bekämpfen werden, war wie alles, was aus Washington kommt, gelogen. Das liegt im Denken und Handeln der USA, niemals Frieden zu halten, immer zu lügen, niemals einen Vertrag zu halten und vor allem von dort, wo sie einmal ihren Stiefel hingepflanzt haben, nie mehr zu verschwinden. Wie Rolf Winter in seinem ‚Ami – go Home!‘ schrieb: „Die Amerikaner sind friedensunfähig.“

Als die Lage für Syrien äußerst kritisch wurde, hat Russland eingegriffen, nicht allein aus reinster Menschenliebe, sondern auch im eigenen Interesse. Sie wussten aus eigener Erfahrung, schon aus der Zeit der Sowjetunion, dass die USA liebend gerne Farbenrevolutionen in Verbindung mit dem sattsam bekannten Regime-Change machen. Russland hat dann in knapp zwei Jahren mit diesem Gesindel aufgeräumt und hat das mühsam von den USA aufgebaute ISIS/DAESH Gebilde völlig zerschlagen. Das hat Washington total irritiert und verblüfft. Es hat sich dann illegal und durch die Hintertür in Syrien wieder eingeschlichen und tut im Nachhinein so – wie schon im 2. Weltkrieg – als ob die USA den Krieg gewonnen hätte.

Tom Feely von InformationClearinghouse schreibt anlässlich des westlichen Schweigens: „Die Feier des Sieges in Syrien ist bitter-süß. Es wird geschätzt, dass bis zu 400 000 Menschen im Krieg gestorben sind. Fast die Hälfte der Bevölkerung von 24 Millionen ist obachlos und zum Flüchtling geworden. Die finanziellen Kosten für den Wiederaufbau werden auf 200 Milliarden $ geschätzt. Das Land liegt in Ruinen wegen des US-geführten Krieges für Regime-Change. Washington, Paris, London [Berlin nicht zu vergessen. Mein Einschub.] sollten vor Gericht gestellt werden, um für den Wiederaufbau zu bezahlen.“ Das wäre das Wenigste, sollte man meinen. Natürlich denken die nicht im Traume daran. Sie müssen ja unbedingt noch ihr halbes Dutzend Kriege in Somalia, Afghanisten, Irak, Libyen, Pakistan und Jemen zu Ende führen.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Putin, Assad und die Terroristen

Einar Schlereth
14. Dezember 2017
Assad dankt Putin

Ich habe hier 2 Artikel vor mir liegen, beide zum gleichen Thema, nämlich der ‚Abzug‘ der russischen Luftwaffe aus Syrien. Artikel 1 stammt von Andrew Korybko, ein amerikanisierter Russe, der in Moskau arbeitet und Artikel 2 (fortan A1 resp. A 2 genannt) hat Stephen Lendman geschrieben und beide erschienen auf GlobalResearch (GR). Beide stimmen überein, dass Russland seit seinem Eingriff vor 2 Jahren die Wende herbeigeführt hat und heute der Daesh, resp. ISIS Spuk ein Ende gefunden hat.

A1 betont zudem, dass „Russland hat jedes Recht, die meisten seiner Luftstreitkräfte aus Syrien abzuziehen nach der ISIS-Daesh Niederlage.“ Als ob das jemand bezweifeln würde. Aber klingt da nicht eine Art Rechtfertigung an? Zumal, wenn man den zweiten Teil seines Titels liest, der heißt „...was Präsident Assad zwingen wird ‚Kompromisse‘ zu schließen.“

In den vergangenen Wochen hat Präsident Putin das mehrfach anklingen lassen, schon auf der Konferenz in Astana. Hat er damit Assad die Daumenschrauben angelegt? Präsident Assad hat immer wieder eindeutig ausgesprochen, dass er in Syrien keinen Terroristen dulden wird, dass alle bis zum letzten Mann ausgerottet werden sollen. Ein Satz, den auch Putin gesagt hat, obwohl das eine Weile her ist. Er sagte ihn nach dem Abschuss einer Militärmaschine durch die Türken und als die Terroristen die Piloten töten wollten und nach dem Abschuss einer russischen Passagier-Maschine voller Russen, die vom Urlaub in Ägypten heimkehrten. Weshalb ist er davon abgewichen?

Meiner Meinung nach geschah das in dem Moment, als er den verhängnisvollen Irrtum beging, die große erfolgreiche Offensive gegen Aleppo sofort nach Einnahme der Stadt abzuschließen. Ich schrieb gleich danach, dass er damit den Amis, die von den russischen Erfolgen völlig irritiert und hilflos dastanden, eine Hand reichte und wieder einmal auf ihren Anstand hoffte. Was sie wie gewöhnlich mit einem Tritt in den A… beantworteten. Sie drangen sofort in das Vakuum (frei von US- und russ. Luftwaffe) im Raum Aleppo, Raqqa, Deir-Ezzor bis hinauf zu dem von Kurden befreiten Gebiet im Nordosten ein. Sie kauften sich die Kurden, die sich an jeden vekaufen, legten blitzartig Basen an, die bis heute auf ein Dutzend angestiegen sind.

Gleichzeitig hat Putin auf einmal die SDF (die gemäßigten Halsabschneider) als demokratische Opposition anerkannt, was mehrmals auch von russischer Seite bestritten wurde. Es gibt genug Beweise für deren Terrortätigkeit. Dennoch wurden sie als legitime Opposition nach Astana eingeladen. Damit hat Putin Präsident Assad einen Sack voll Läuse in den Pelz gesetzt. Er ist jetzt in der Tat gezwungen, mit ihnen faule Kompromisse zu schließen oder der Krieg wird in voller Stärke wieder aufflammen, wenn er diese US-Bettgenossen angreift.

Natürlich hat Assad Putin höflich und auch aufrichtig für die wertvolle Hilfe gedankt. Aber er muss sich enttäuscht fühlen, wenn nicht gar „überfahren“, zumal Putin wieder mehrmals betonte, dass er „nicht unser Alliierter ist“. Ist das nicht Haarspalterei? Man kämpft gemeinsam einen tödlichen Kampf aus, Syrien tritt den Hafen Tartus und die Luftwassenbasis Kheimim an Russland ab, aber sie sind keine Alliierten? Merkwürdig.

Schließlich hat Assad während des Krieges zwei demokratische Wahlen durchgeführt, die er mit großer Mehrheit gewonnen hat. Wieso wischt Putin diesen Fakt beiseite? Genau wie der Westen es auch machte, der ja prinzipiell nur seine eigenen Wahlen als richtige Wahlen anerkennt, auch wenn sie noch so gefälscht sind.

Schließlich war der russische Einsatz nicht völlig uneigennützig. Daesh/ISIS waren auf dem besten Wege, sich immer weiter auszudehnen und es wäre nicht allzu lange gegangen, dann hätte Putin diese Horden im eigenen Land gehabt und dort bekämpfen müssen.

Ähnliche Bedenken äußert auch A2. Lendman schreibt:

„Die meisten russischen Kräfte kehren heim, aber die Säuberungsoperationen gehen weiter. Der US-unterstützte globale Terrorismus bleibt eine signifikante Bedrohung.

Der Kampf um Syriens Seele muss erst noch erfolgreich vollendet werden, und bis dahin ist es noch ein langer Weg, weil Washington, Israel und ihre alliierten Schurkenstaaten Krieg und Regimechange wollen, und keinen Frieden und keine Stabilität.

Putin hat sich schon früher geirrt, indem er die Truppen vorzeitig abzog, hoffentlich nicht wieder. Aber es ist zu früh, es zu wissen. Syrien in seinen Vorkriegs-Zustand zurückzubringen, wird ein langer Kampf werden.

Die US-Kräfte aus dem Land zu bekommen, wird ein enormes Hindernis sein, aber grundlegend, um einen wahren Frieden zu gewinnen und Syriens Souveränität und territoriale Integrität zu bewahren.“

Das sehe ich auch so.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Auf welcher Basis kann Nordkorea den USA trauen?


Man glaubt immer, das Meiste über Nordkorea zu wissen, aber dann tauchen plötzlich wieder neue Sauereien der Amis auf. Man lernt halt nie aus. Einige kleinere Fehler haben sich aber auch hier eingeschlichen. Das UN-Kommando war ein fake. Die UNO hatte nie zugestimmt. Und dass Nordkoreas Regierung ihre Untertanen miserabel behandelt, das gehört auch zu den Märchen, die den Amis erzählt werden. Alle Freunde, die in Nordkorea waren, erählten in Wort und Bild das Gegenteil. Und die Überwachung der Menschenrechte in Nordkorea soll wohl ein Witz sein. Wie sind denn die Südkoreaner unter ihren brutalen Diktatoren behandelt worden? Aber davon haben die Amerikaner auch so gut wie nichts erfahren.


Auf welcher Basis kann Nordkorea den USA trauen?


Kristin Christman

11. Dezember 2017



Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Wohnsiedlungen in Pjöngjang, nachdem die USA 95% aller Wohnhäuser zerbombt hatte.
Die Amerikaner lernen, dass Nordkorea ein Aggressor ist, der gegen internationale Vereinbarungen verstößt und nicht verhandelt. Solange das Land nicht seine Atomwaffen abschafft, wird uns gesagt, müssen die USA ihre Friedensvorschläge weiterhin ablehnen.

Immerhin zog sich Nordkorea 2003 aus dem Vertrag von 1968 über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) zurück. Seine anschließenden Atom- und Raketentests verletzten das Waffenstillstandsabkommen des Koreakrieges von 1953 und den vereinbarten Rahmen von 1994, in dem Nordkorea zugestimmt hat, sein Atomwaffenprogramm zu beenden.

Es klingt alles so prinzipientreu und praktisch, bis man merkt, dass wir nur die halbe Wahrheit erfahren. Und wenn man eine einseitige Geschichte malt, bekommt man nie eine zweiseitige Lösung.

Lasst uns über Verletzungen sprechen. Der Paragraph 13d des Waffenstillstandsabkommens verbietet, neue Arten von Waffen auf die Koreanische Halbinsel zu bringen.

Bis 1958 hatten die USA damit begonnen, gegen das Abkommen zu verstoßen, indem sie Honest John Atomraketen und Atomkanonen nach Südkorea reinholten. Innerhalb eines Jahres wurden atomare Sprengminen und Matador-Raketen mit Atomsprengköpfen installiert. US-Hubschrauber flogen routinemäßig mit Atomwaffen in der Nähe der DMZ. In den 1960er Jahren hatten die USA fast 950 Atomwaffen nach Südkorea entsandt.

In flagranter Verletzung des Waffenstillstands und des Nichtverbreitungsvertrages haben die USA frühzeitig Nuklearwaffen für künftige Konflikte gegen Nordkorea als Eckstein ihrer Strategie einbezogen. Warum? Weil Nordkorea keine Atombomben hatte, um sich zu wehren. Und weil es billiger war, Atombomben statt Truppen aufzustellen.

Wie konnten die US-Atombomben der Überwachung durch die internationalen Inspektionsteams entgehen, die mit der Durchsetzung der im Waffenstillstand festgelegten Waffenbegrenzungen beauftragt waren?

Als das U.N.-Kommando Nordkorea nicht überreden konnte, Paragraph 13d gegenseitig aufzuheben, ließ Präsident Dwight Eisenhower die Inspektionsteams aus ganz Korea abziehen, indem er falsche Beweise gegen sie ausgedacht hatte. Dann behauptete das U.S.-dominierte U.N.-Kommando, dass Nordkorea gegen Paragraph 13d verstoße, und wies darauf hin, dass man sich nicht mehr daran gebunden fühle - und schon wurden massenhaft Atomwaffen eingeführt.

Nordkorea verurteilte die Aufhebung des Paragraphen 13d als Versuch, den Waffenstillstand zu zerstören und Südkorea in eine US-Kernwaffenbasis zu verwandeln.

US-Politiker trauen Nordkorea nicht. Aber auf welcher Grundlage kann Nordkorea den USA vertrauen? Welches Abkommen mit Nordkorea hat die USA jemals nicht verletzt?

1991 zog Präsident George W. Bush Atomwaffen aus Südkorea zurück, weil präzisionsgelenkte konventionelle Waffen nützlicher wurden. Der US-Atomschirm blieb bestehen, und die USA zertrampelten die Waffenstillstandsbedingungen weiter, indem sie Südkoreas ballistische Raketen unterstützten, Patriot-Raketen aufstellten und ein Raketenabwehrsystem installierten.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Neue Post aus Russland vom 11. Dezember 2017

Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Putin kandidiert

Am 6. Dezember trat Präsident Putin vor den Autoarbeitern der Autofabrik Gorkij (GAZ) in Nischni Nowgorod auf und erklärte laut und deutlich:
„Ich werde in der kommenden Wahl für den Posten als Russlands  Präsident kandidieren.“

Gleichzeitig fand die Versammlung der russischen  Freiwilligenbewegung mit 15 000 Teilnehmern in Moskau statt, eine Vorwegnahme des „Jahres der Volontäre“ 2018.

Das wurde auf großen Bildschirmen auch in der Autofabrik gezeigt. Putin erinnerte an die Worte von Anton Tschechow, dass Russland voller guter Menschen sei und er erinnerte sich, wie sein Vater, Wladimir Spiridonowitsch Putin als Freiwilliger an die Front gegangen ist.In diesem Streben, der „Welt zu helfen“, sieht Putin den Kern der russischen Geschichte, der russischen Seele.

Wenn Putin am Donnerstag seine große jährliche Presse-Konferenz hält, wird er eine rekordhohe Anzahl von Journalisten treffen – 1640 haben sich in diesem Jahr akkreditieren lassen. Die Anzahl ist stetig von Jahr zu Jahr gestiegen, mit Ausnahme der Jahre 2008 – 2011, als Medwedew den Job innehatte. Im Jahr 2001 waren 500 Journalisten akkreditiert.

Gewöhnlich sind die Konferenzen eine Vorführung von Putins meisterhafter Beherrschung der Fakten und Zahlen und seiner Ausdauer. Die Pressekonferenz 2008, die längste bisher, dauerte 4 Stunden und 40 Minuten.

Vesti nedeli 10/12



Beschluss zur Olympia-Teilnahme kommt am Dienstag


Eine Kommission von Sportlern, u. a. die Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa hat jetzt begonnen, mit dem russischen olympischen Komitee zu arbeiten, um die Teilnahme der einzelnen Sportler an der OS 2018 in Korea vorzubereiten, die, falls sie es wünschen, unter neutraler Fahne, ohne staatliche Symbole und Hymne teilnehmen wollen.

[Ich verweise hier auf den ausführlichen Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten mit dem heutigen Ergebnis, der natürlich nicht die Wahrheit erzählt über die von den USA angezettelte Schandtat, ein Land, das selbst hunderte Dopingfreunde in seiner Olympia-Mannschaft führt. Und Südkorea sollte sich auch schämen, dass es dem Kommando Washingtons gefolgt ist. D. Ü.]

Die Kommission wird von der OS-Meisterin im Fechten Sofia Velikaja geleitet. Ihr gehört auch die international bekannte Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa an, die meint, dass das Angebot für die russischen Sportler, ohne Fahne und Hymne als „Sportler aus Russland“ anzutreten, akzeptabel sei, auch wenn die Kollektivbestrafung Russland falsch ist und gegen die OS-Satzung verstößt.
Die einzelnen Sportler fassen unterschiedliche Beschlüsse. Die Ski-Schützin Olga Zaitsewa hat beschlossen, nicht teilzunehmen, bis eine laufende Doping-Untersuchung gegen sie abgeschlossen ist.

Montag, 11. Dezember 2017

China, Saudiarabien und die USA: Aufrütteln & zerschmettern

James Petras
9. Dezember 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

OBOR - One Belt One Road

Große Veränderungen wühlen die Staaten auf, Gesellschaften und herrschende Klassen der größten Industrie-Ökonomien, Ölregimen und Militärkomplexen.

China setzt seinen ökonomischen Reichtum für den Bau der extensivsten modernen Infrastruktursystems in der Geschichte ein, das vier Kontinente miteinander verbindet.

Saudiarabien  überführt eine Billion Dollar von Plünderungen von den einen Prinzen zu den anderen, von alten Geschäfts-Parasiten zu upgedateten Versionen, von kargen Wüsten-Trugbildern zu Phantasien von neuen Mega-Städten.

Die Vereinigten Staaten leeren den Sumpf des Korruptions-Kapitals und füllen  ihn sofort wieder mit dem Skandal des Tages.

Ein Kabinettsekretär wird gefeuert, ein anderer Sekretär wird angeheuert; der eine Feind wird umarmt, ein Alliierter wird verdammt; der Aktienmarkt blüht und die Handelsabkommen verglühen. Eine Steuer wird aufgeschnitten und von den Mächtigen gelitten; eine andere wird verklebt, was die Konsumenten erregt.

Unruhe sagen die einen, Chaos behaupten die anderen. Und die Unerschrockenen behaupten, dass die Welt sich nun einmal so dreht.
Aber für das aktuelle ‚Beben‘ der Welt gibt es Inhalt und Richtung: Es gibt Modelle für das Aufrütteln und Muster für das Zerschmettern.

„Aufrütteln“ geschieht, wenn Visionen von Wohlstand und Reichtum begleitet werden von Wissenschaft und Forschung. „Zerschmettern“ ist, wo Wissenschaft von Palastrevolten und die Kunst der blutigen Intriguen den Armen häuten und die Mächtigen bereichern und erfreuen.

Die Kunst und der Künstler des Zerschmetterns


Der Kronprinz von Saudiarabien, Mohammad bin Salman (MBS) verfolgt eine neue Politik der wissenschaftlichen, systematischen, großformatigen und langfristigen Zerschmetterung (ZS). Wissenschaft ist vorhanden bei diesen Prozeduren in ihrer rigorosen Identifizierung der Ziele und ihrer effizienten Methodologie der Sicherung der einzelnen Bereiche und Erreichung von Erfolg.
MBS und seine Genossen setzten ihre Politik der ZS in mehreren gut geplanten Stufen in Szene.

Sonntag, 10. Dezember 2017

USA bekommt drei Warnschüsse vor den Bug (Update, runterrollen)

1. Von Pakistan

Pakistans Luftwaffenchef droht, US-Drohnen abzuschießen

Brecht Jonkers
9. Dezember 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Der Chef von Pakistans Luftwaffe Sohail Aman erklärte, dass Pakistan jedwede Drohne, die illegal in Pakistans Luftraum operiert, abschießen wird, auch die amerikanischen.

„Wir werden niemandem erlauben, unseren Luftraum zu verletzen,“ erklärte Aman in einer Rede über die neue pakistanische Luftverteidigungspolitik. Er fügte hinzu: „Ich befahl der PAF, Drohnen abzuschießen, auch amerikanische, wenn sie in unseren Luftraum eindringen und die Souveränität und territoriale Integrität des Landes verletzen.“

US-militärische und private paramilitärische Kräfte haben routinemäßig jahrelange Drohnenschläge und bewusste Tötungsschläge auf pakistanischem Boden durchgeführt seit dem 11. September 2001. Dies wurde von dem ehemaligen CIA Agenten John Kiriakou bestätigt, der eine sogenannte konter-Terrorismus-Einheit in Pakistan leitete.

Pakistan hat regelmäßig die US-Drohnenschläge verurteilt, die gewöhnlich ohne Erlaubnis von Islamabad stattfanden und ohne vorheriges Wissen der pakistanischen Regierung. Der hohe Zoll an zivilen Opfern durch die US-Drohnen-Attacken haben zu einem breiten, landesweiten Aufschrei geführt.

Doch die neue Politik der pakkistanischen Luftwaffe ist das erste Mal, dass das Land beschlossen hat, wirklich mit militärischen Mitteln gegen die US-Drohnen-Verletzungen vorzugehen.

Quelle – källa - source


2. Vom Iran

Lasst Syrien in Ruhe oder! - sagt Iranischer General zur USA

von Elijah J. Magnier
9. Dezember 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Jubel bei der Befreiung von Deir Ezzor

Gut informierte Quellen haben gesagt, dass der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden Brigadegeneral Haj Qassem Soleimani via Russland einen Brief schickte mit verbaler Warnung an den Chef der US-Streitkräfte in Syrien und riet ihm, alle US-Streitkräfte bis zum letzten Mann aus Syrien abzuziehen, „oder die Tore zur Hölle werden geöffnet“.

Freitag, 8. Dezember 2017

Usbekistan – Eine Stimme aus Eurasien


Peter König

6. Dezember 2017


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Usbekistan, fast so groß wie Frankreich, aber nur mit halb so vielen Menschen.


Usbekistan ist ein friedliches, freundliches Land, lächelnde Gesichter, viele von ihnen, die um ihren Lebensunterhalt kämpfen, aber dennoch lächeln. Usbekistan ist doppelt landumschlossen, was bedeutet, dass es von anderen landumschlossenen Ländern umgeben ist, als da sind Afghanistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan und Turkmenistan.

Land umschlossene Länder haben keinen Zugang zum Meer. Sie sind ökonomisch schlechter dran, als solche mit Zugang zum Meer. Exporte nach und aus fernen Ländern sind komplizierter und teurer.

Seit dem Kollaps der Sowjetunion versuchen die Usbeken, sich damit abzufinden, dass sie für ihre eigenen sozialen Dienstleistungen wie Gesundheit, Wasser, sanitäre Anlagen und für ihre schnell verfallende Infrastruktur selbst zu bezahlen haben. Aber sie tun, was sie können, exportieren Arbeitskraft nach Russland und das westliche Europa (wofür sie Transfer-Zahlungen erhalten); junge Leute lassen ihre Familien zurück, schicken Geld nachhause, kommen nachhause in ihren Ferien, einmal, zweimal – dann gründen viele ihre eigenen Familien in ihren Gastländern und verlassen ihre Frauen und Kinder. Ein Klassiker für Gastarbeiter in der ganzen Welt.

Aber in jüngster Zeit erfährt Usbekistan wie andere Länder in Zentralasien auch einen Mini-Boom – ein Boom dank der Russland auferlegten Sanktionen durch Washington und seine europäischen Vasallen. Seine Exporte von Gemüse, Früchten oder landwirtschaftlichen und industriellen Gütern nach Russland schießen in die Höhe. Putin hat schon vor zwei Jahren gesagt, dass die Sanktioen das beste war, was Russland seit dem Kollaps der Sowjetunion geschehen konnte. Sie zwangen Russland, seine eigene Landwirtschaft wieder zu entwickeln und seinen erloschenen industriellen Apparat mit Wissenschaft und Forschung auf modernsten Standard anzuheben, auf gleiche Höhe oder besser als im Westen. Es hat Erfolg gehabt und die Sanktionen haben auch den Usbeken und anderer Zentralasiaten genutzt, indem der Lebensstamdard stieg, durch Lieferung von Gütern und Dienstleistungen an Russland, was Russlands Kapazität noch mehr stärkte. Zusammen mit ihren eurasischen Partnern erreichen die Russen allmählich die volle Selbstversorgung und Unabhängigkeit von den erpresserischen „Sanktionen“ der westlichen Ökonomien.
Altes und modernes Fergana
Dann gibt es außerdem die Shanghai-Cooperation-Organization (SCO), in der die meisten zentralasiatischen Länder plus Russland und China Mitglied sind. Die SCO ist ein riesiger Block für Handel, Wirtschaft, Verteidigung und strategisches Denken, die die halbe Bevölkerung der Welt umfasst und ein Drittel des Bruttonationalprodukts. Kurz und gut, der Tag der totalen Abkopplung von dem westlichen betrügerischen Dollar-Euro-System ist deutlich sichtbar am Horizont.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Ehemaliger Präsident Jemens getötet: Der Preis des Verrats (Update)

Als weiterführende Lektüre möchte ich euch diesen Artikel von Gegenfrage.com empfehlen: Houthis: Terroristen oder Revolutionäre? Gegendarstellung zum westlichen Bild der Houthis.

Stephen Lendman

4. Dezember 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Ab und zu erwischt es halt auch mal Verräter

Ali Abdullah Saleh beherrschte den Jemen despotisch von Mai 1990 bis er 2012 gestürzt wurde – und zuvor hatte er Nordjemen von 1978 – 1990 beherrscht.

Er schloss sich den Houthis an gegen Saudiarabien bis er sie betrog – und zum saudischen Königshaus überschwenkte mit der Begründung:

„Ich rufe die Brüder in den benachbarten Staaten und der Allianz auf, ihre Aggression zu stoppen, die Belagerung aufzuheben, die Flughäfen zu öffnen und die Nahrungshilfe reinzulassen und die Verwundeten zu retten und wir werden eine neue Seite kraft unserer Nächstenliebe aufschlagen.“

Das von den Houthi kontrollierte Innenministerium beschuldigte ihn, „Chaos zu schaffen, indem er mit den Milizen der Aggression zusammenarbeitete und extremistischen Kämpfern half“; das politische Büro fügte hinzu:
„Es ist nicht seltsam oder überraschend, dass Saleh der Partnerschaft den Rücken kehrte, an die er nie glaubte. Die Priorität war und ist immer noch, den Kräftern der Aggression entgegenzutreten.“

Am 4. Dezember sprengten Houthi-Kämpfer sein Haus in Sanaa in die Luft. Medienberichte sagten, dass er auf dem Weg nach Marib getötet wurde. Sein Tod wurde von einem Adjudanten bestätigt. Eine Video seiner Leiche wurde von den Houthis online gelegt, das ihn mit einer großen Kopfwunde zeigt.

Am Montag sagte das Houthi al -Masriah Fernsehen: „Der Führer des Verrats ist getötet worden.“ Der Mediensprecher Abdel Rahman al-Ahnomi sagte, er wurde  auf der Flucht nach Saudiarabien über Marib getötet.

Schwere Kämpfe in Sanaa halten immer noch an und auch die saudischen Terror-Bombardements. Die Houthis kontrollieren jetzt die Stadt, laut Berichten, und viele Saleh-Anhänger verlassen ihre Einheiten.

Die UNO rief zu einem humanitären Stillstand der Kämpfe auf, um die Zivilisten gehen zu lassen und den Hilfskräften zu ermöglichen, die Verwundeten zu versorgen.

Der UN-humanitäre Koordinator in Jemen Jamie McGoldrick sagte, dass die Straßen in Sanaa „Schlachtfelder sind. Hilfsarbeiter „sitzen fest“.

Der norwegische Flüchtlingsrat in Sanaa gab bekannt via ihrer Schutzberaterin Suze van Meegen, dass die Kämpfe in der Stadt „die humanitären Maßnahmen völlig paralysierten. Sie fügte hinzu:

„Niemand ist sicher in Sanaa im Moment. Ich kann schweren Beschuss von draußen hören und weiß, dass es nicht stimmen würde zu sagen, dass irgend jemand von uns in Sicherheit wäre.“

Der regionale ICRC Direktor Mardini tweetete: „Die Nacht war schlimm. Massive Zusammenstöße in der Stadt mit schwerer Artillerie und Luftangriffe. Die Jemeniten bleiben in ihren Häusern, weil sie Angst haben hinauszugehen. Wasser, Gesundheitsversorgung, Nahrung und Treibstoff sind sehr reduziert.“

Eine ungenannte Frau sagte: „Es ist wie in einem Horrorfilm Ich habe schon viele Kriege erlebt, aber das war nichts zu dem hier.“

Explosionen erschütterten die Stadt, wehrlose Zivilisten riskieren Tod oder Verwundungen. Leichen und Verwundete liegen auf den Straßen, die nicht versorgt werden können. Die Kämpfe sind zu heftig, um sich hinauszuwagen. Hunderte sind seit vorigen Mittwoch getötet oder verwundet worden.
Saleh Soldaten desertieren zu den Houthis und bringen eine entscheidende Wende in dem Krieg, der seit beinahe drei Jahren anhält und zur schwersten humanitären Krise der Welt führte.

Am Montag behauptete der Houthi Sprecher Mohammed Abdul Salam, dass bedeutende Gewinne in der Schlacht um Sanaa gemacht wurden. Er sagte:

„Mit Gottes Hife waren die Sicherheitskräfte unterstützt von breiten Bevölkerungsschichten in der Lage, in der vergangenen Nacht die Viertel zu säubern,  die von Milizen des Verrats und Betrugs gehalten wurden.“

Wird Trump Luftangriffe gegen die Houthi Kämpfe in Sanaa befehlen und den Saudi-Bombardierungen helfen? Wird die US-orchestrierte Aggression stärker werden und die humanitäre Krise intensivieren?

Quelle - källa - source

Nicht mein Fehler!

Nicht mein Fehler!

Auf Google+ geht es immer bunter zu. 
Etliche Artikel werden doppelt
aufgelegt, andere bis zu vier mal. 
Und jede Menge Fotos 
werden rausgeworfen. Das hat
wahrscheinlich mit irgenwelchen 
Rechten zu. Aber den Dschungel kann
ich nicht durchblicken. 
Bei manchen Fotos 
wird einem sofort die Erlaubnis
entzogen, warum nicht bei den anderen?
Warum haben die keinen Marker, sodass 
der Autor seine Royalties erhält? 
Das hätte ich auch bei meinen Artikeln machen können via VG Wort, aber das ging nicht,
weil ich in Deutschland wohnen müsste und die Artikel in Deutschland aufgerufen werden müssen, damit man Geld erhält, aber auch erst dann,
wenn es eigene Artikel sind, die mindestens 1000 Mal aufgerufen werden. Und für Übersetzungen 
erhält man gar kein Geld. In Deutschland 
ist das Schreiben und Übersetzen schon
immer eine brotlose Kunst gewesen. 
Im Vergleich leben die Schriftsteller hier in 
Schweden wie Gott in Frankreich. 
Nochmals zu Google+. Dort hat man Anfang
des Jahres den Zähler abgestellt, der bei 22
Millionen stand. Da wäre ich jetzt meiner
Schätzung nach bei 40 Millionen. Eine
kostenlose Werbung. Ob das damit 
zusammenhängt, das weiß ich nicht. 
Nun ja, man muss ja den hohen Herren
dankbar sein, dass man nicht in die Mülltonne
geworfen wird. Kommt vielleicht bald.
 

Montag, 4. Dezember 2017

Neue Post aus Russland vom 4. Dezember 2017

Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Ein solches Tempo hat es in Deutschland noch nie gegeben!

Bald fährt das erste Auto über die Krim-Brücke

Bereits im Dezember wird die Krim mit dem russischen Festland über die 17 km lange Brücke verbunden sein von der Spitze der Taman-Halbinsel bis zur Stadt Kertsch auf der Krim. Alle 228 Brückenpfeiler, davon 85 im Meer, für die Autostraße über den Sund sind bereits gegossen und die Straße ist zu 95% fertig.

Die weitere Arbeit an dem Eisenbahnteil der Brücke muss bis zum Frühjahr warten wegen der Wetterverhältnisse. Die Brückenpfeiler in dem Teil sind erst zu 50 % fertig. Viele Arbeiten am Straßenteil müssen auch noch getan werden und der allgemeine Straßenteil für die Öffentlichkeit wird erst im Dezember 2018 freigegeben.

News.ru 4/12

Immer mehr wollen Gutes tun

Am 27. November fand in Russland der Tag der Volontäre statt. Sie leisten Dienste u. a. im Gesundheitsdienst oder sie bieten kostenlose AIDS-Tests auf den Bahnhöfen an – Russland hat 900 000 AIDS-Kranke und es geht darum, neue Fälle schneller zu finden. Sie arbeiten auch mit elternlosen Kindern; sie wurden ebenfalls in 2000 m Höhe im Altai eingesetzt, um den Abfall einzusammeln, den gedankenlose Touristen hinterlassen und 2000 arbeiten in Altersheimen.

Die Volontärbewegung ist im Zusammenhang mit einer Reihe internationaler Veranstaltungen entstanden, wie die Winter-Olympiade in Sotschi 2014, das 70-Jahre-Jubiläum des Sieges im 2. Weltkrieg 2015, der Universiade in Kazan 2017 und das Weltjugendfestival in Sotschi in diesem Jahr.  Laut offiziellen Daten gibt es jetzt 125 000 Volontäre in Russland.

Vesti nedeli 3/12



Armut ist eine brennende Frage


„Die Armut ist eins der brennendsten Probleme in unserer modernen Ökonomie,“ sagte Premierminister Dmitri Medwedew am Donnerstag, als er sein jährliches Treffen mit Journalisten in einer Direktsendung abhielt.

Ein Bericht von der Weltbank sagte am Mittwoch, das der Anteil der Armen im ersten Halbjahr 2017 etwas gesunken ist, dank eines gewissen Zuwachses, niedriger Inflation und steigender Ölpreise. Aber die aktuelle Armut von 14.4 % der Bevölkerung  ist immer noch sehr hoch laut der Weltbank (wenn auch niedriger als vor 10-15 Jahren) und der Anteil der Menschen, die riskieren, in Armut zurückzufallen, nimmt immer noch zu.

Eine der Maßnahmen ist, die Elternversicherung zu verlängern, die einen 18-monatigen Mindestlohn garantiert (jetzt z. B. In St Petersburg 9724 Rubel gleich 160 € im Monat), der als vorübergehende Maßnahme eingeführt wurde. Präsident Putin hat vorgeschlagen, dass sie bis Ende 2021 gelten soll. Mit Hilfe u. a. dieser Maßnahme könnte die Geburtenzahl um gut 1 Million erhöht werden. Aber jetzt sind sie wieder niedriger auf Grund demografischer Faktoren. Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden in drei Jahren ca. 7.6 Mrd. € kosten.

Jemen: Das heutige Guernica


Cesar Chelala
30. November 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Saana jetzt - Saudis pfeifen auf Weltkultur
Weltkulturerbe Saana



An einem Markttag am 26. April 1937 fand auf Forderung Francos ein Bombardement der baskischen Stadt Guernica statt. Es wurde ausgeführt von den Alliierten der spanischen nationalistischen Regierung, von der Condor Legion der Luftwaffe Nazi-Deutschlands und der faschischtischen italienischen Aviazione Legionaria. Der Angriff unter dem Kodenamen Operation Rügen, bei dem hunderte Menschen starben, wurde zu einem Schlachtruf gegen das brutale Töten von unschuldigen Zivilisten. 80 Jahre später jedoch wird eine sogar noch kriminellere Aktion gegen jemenitische Zivilisten hauptsächlich von den Saudis in Komplizenschaft mit den USA durchgeführt.

Der jemenitische Bürgerkrieg begann 2015 zwischen zwei Gruppen, die behaupten, die Regierung Jemens zu vertreten. Houthi Soldaten verbanden sich mit den Kräften des vormaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh und stießen mit den Kräften zusammen, die loyal mit der Regierung von Mansur Hadi sind. Eine Koalition unter Leitung Saudiarabiens begann mit militärischen Angriffen gegen die Houthis und die USA lieferte logistische und militärische Hilfe für die Kampagne.

Die Houthis stellen beinahe ein Drittel der Bevölkerung von Jemen und sie haben das Land seit Jahrhunderten regiert. Seit Beginn der Feindseligkeiten wurde der Vormarsch der Houthis nach dem Süden des Landes mit ständigen Bombardierungen der Saudis und ihrer Alliierten begleitet, was zu einer dramatischen humanitären Krise führte. Tausende Menschen wurden getötet, viele Zivilisten darunter und tausende mehr verloren ihr Zuhause und versuchen verzweifelt, Nahrung und trinkbares Wasser zu finden.

Verschmutztes Wasser ist ein Ergebnis eines fast totalen Zusammenbruchs der sanitären Anlagen [nein, sondern dank der bewussten und systematischen Angriffe auf Wasserreinigungsanlagen und Wasserreservoirs. D. Ü.] und führte zu einem Cholera-Ausbruch, der als schlimmster der Geschichte bezeichnet wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von mehr als 815 000 Fällen und 2155 Toten berichet. Bei der gegenwärtigen Infektionsrate schätzen Experten, dass die Krankenzahl am Ende des Jahres siebenstellige Zahlen liefern wird. Gegenwärtig haben 20 Millionen Jemeniten, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung, keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Wie die Koloniale Gewalt zu uns kam: Die hässliche Wahrheit des Ersten Weltkrieges.



Der Autor hat hier sehr interessante Fragen aufgeworfen, aber seine Antworten hat er leider in den falschen Büchern oder Zeitungen gesucht. Er schreibt halt für den Guardian und deshalb ist auch der Guardian seine Wikipedia. Er nennt den Rassismus der Weißen die größte Gefahr, von der die Welt bedroht ist. So ist es natürlich nicht. Selbst Super-Kapitalisten haben seit langem erkannt, dass die Front zwischen den Superreichen und den Armen verläuft. Folglich ist auch nicht Trump der gefährlichste Mann, sondern die EinProzentMafia, an deren Bändel er rumhampelt. Trotzdem, lest diesen sehr langen Essay in Ruhe durch. Ihr werdet auf manches Aha-Erlebnis stoßen.

Pwankaj Mishra


25. November 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Der Große Krieg ist oft dargestellt worden als ein völlig unerwartete Katastrophe, Aber für die Millionen , die unter der imperialistischen Herrschaft leben mussten, waren Terror und Erniedrigung nichts Neues.

Heute stehen an der Westfront,“ schrieb der deutsche Soziologe Max Weber im September 1917 „ein Abschaum von afrikanischen und asiatischen Wilden und ein Gesindel von Dieben und Lumpen.“ Weber bezog sich auf die Millionen indischen, afrikanischen, arabischen, chinesischen und vietnamesischen Soldaten und Arbeiter, die damals mit den britischen und französischen Streitkräften und auf den verschiedenen Neben-Schauplätzen des ersten Weltkrieges kämpften. [So drückten sich selbst Progressive über die Menschen der 3. Welt aus. Eine Schande! D. Ü.]

Angesichts ihres Mangels an Soldaten rekrutierten die britischen Imperialisten bis zu 1.4 Millionen indische Soldaten. Frankreich warb beinahe 500000 Soldaten aus seinen Kolonien in Afrika und Indochina an. Die wahren unbekannten Soldaten des 1. Weltkrieges waren diese nicht-weißen Kämpfer.

Ho Chi Minh, der großenteils während des Krieges in Europa war, verurteilte  das, was er als eine Pressung unterworfener Menschen ansah. Vor dem Beginn des Großen Krieges schrieb Ho, dass sie als „nichts anderes als dreckige Neger … angesehen wurden … nur gut genug, um Rickshaws zu ziehen“. Aber als Europas Schlacht-Maschinen „menschliches Futter“ brauchten, wurden sie eingezogen. [Unter großen pekuniären und politischen Versprechungen, die wie üblich vom weißen Mann größtenteils nicht eingehalten wurden. Vielen wurde die Unabhängigkeit versprochen, woran man sich überhaupt nicht mehr erinnerte und auch regulärer Sold, von dem sie im Krieg nur einen Bruchteil und danach nichts mehr sahen, selbst wenn sie verwundet heimkehrten. Ich erinnere an den großartigen französichen Film „Der Saustall“ mit Isabelle Huppert und Philippe Noiret. D. Ü.]

Freitag, 1. Dezember 2017

Umwerfende Nachrichten, die Mainstream übersieht

Einar Schlereth
1. Dezember 2017

Fremde Agenten

 
Nun hat Washington es also geschafft, dass auch die chinesischen staatlichen Medien sich als „ausländische Agenten“ registrieren müssen. Natürlich werden die Chinesen dem Beispiel Russlands folgen und ebenfalls den US-Propaganda-Sendern diese Medizin verabreichen. Dabei wird es nicht bleiben. Washington ist schon wieder einen Schritt voraus: jetzt müssen die russischen Journalisten auch noch ihre Kredentials, ihre Journalisten-Ausweise für das Weiße Haus und  andere Behörden abliefern. Ist ja völlig klar, dass man gefährliche ausländische Agenten nicht ins Weiße Haus und Pentagon lassen kann. Dann können die doch alle gleich zuhause bleiben.

Bedauernswert sind eigentlich nur all die Amerikaner, die irgendwann bemerkt haben, dass RT und The 4th Media wesentlich bessere Nachrichten brachten als ihre heimischen Erzeugnisse. Es waren ja nicht einmal sozialistische oder gar kommunistische Devisen, die da ausgegeben wurden, sondern schlicht kritische und meist wahrheitsgemäße Berichte. Und deswegen erreichten die russischen Medien RT und Sputnik astronomische Hitzahlen, was schon vor Jahren die Killary nervös machte. Also müssen alle Amerikaner jetzt wieder ihre übliche, fade Hausmannskost fressen.


Honduras hat falsch gewählt


Wir erinnern uns, dass 2009 die Armee mit Hilfe der USA und Killary gegen den gewählten Präsidenten Manuel Zelaya putschten. Sie holte ihn mit einem Helikopter aus dem Präsidentenpalast und setzt ihn irgendwo 1000 km weiter wieder ab. Die alten Ganoven kamen wieder an die Macht, der übliche Terror wurde wieder in Gang gesetzt, tausende Gewerkschaftler und politische anti-Regierungsleute wurde verhaftet, gefoltert, zum Verschwinden gebracht. 
Jetzt gab es neue Wahlen und nun zitiere ich den Heiseblog:

„Nach Auszählung von 57 Prozent der Stimmen hatte Nasralla von der "Allianz der Opposition gegen die Diktatur" am Montagmorgen (Ortszeit) mit 45,17 Prozent deutlich vor dem konservativen Amtsinhaber Hernández mit 40,22 Prozent gelegen (Putschisten in Honduras an der Wahlurne besiegt?).“



Hier sorgt die Polizei für demokratische Ordnung. Beim Deutschlandfunk heißt es "Gewaltsame Auseinandersetzung, aber die Demonstranten haben keine Knüppel und keine Waffen.(Foto: Deutschlandfunk)
Und dann stürzten seltsamerweise die Computer alle ab und als sie irgendwann wieder in Gang kamen, da waren Schwuppdiwupp die 5 Prozent Vorsprung von Nasrallah spurlos verschwunden. Und das war genau das, was Nasrallah gleich befürchtete, dass die Regierungsmafia so lange zählt, bis das Ergebnis stimmt. Deswegen hat er die Anhänger zu Demonstrationen aufgerufen, die wie immer mit der Polizei auseinandergejagt werden. Dabei hat es schon 3 Tote gegeben, aber USA und OAS schweigen. Demokratien sind doch eine feine Sache oder?