Zu diesem Thema habe ich vor einiger Zeit einen Artikel mit dem Titel 'Die Milch der frommen Denkungsart' - eine Kritik an Wole Soyinkas Erinnerungsband 'Brich auf in früher Dämmerung' - veröffentlicht, der hier zu finden ist.
Die „großen Demokratien“ des Westens sind der beständigste
und hartnäckigste Feind des Afrikaners gewesen: während der
Sklaverei, während des Wettlaufs um Afrika nach der Berliner
Konferenz, während der Kolonialzeit, während der Apartheid und
jetzt während der Anstrengungen, Afrika wieder zu kolonisieren, was
wir in Libyen und an der Elfenbeinküste und an den illegalen
Sanktionen gegen Simbabwe sehen.
- Amerikaner, Briten und ihre europäischen Cousins haben genau
die Qualitäten und Gewohnheiten entmutigt und gar verboten, die sie
gerne unseren Kindern und unseren Gesellschaften in Afrika
aufzwingen, fördern, finanzieren oder anderweitig belohnen.
- „Wir neigen dazu, die Experten (von denen wir glauben, dass
sie es sind), die gut erzogenen, gut ausgebildeten und gut
honorierten westlichen Journalisten als Leitbilder anzusehen. Wenn
sie afrikanische Führer mit ein paar abgedroschenen Klischees
abfertigen, dann spuren wir. Bei diesem Vorgang reduzieren wir
unsere eigene Politik, Ökonomie und Situation in der Geschichte in
die kindische Sprache (westlicher) Boulevardblätter.“
- Parallell zu dem Netzwerk der „Zivilgesellschaft“ oder
Überbau gibt es eine Reihe von Militär- oder Geheimdienst-
Kooperationsprogrammen, die Africom angeblich konsolidieren will.
Ist Africom erst einmal realisiert, dann wird der Prozess der
erneuten Kolonisierung vollendet sein.
„Bulawayo24“ vom 17. Juli 2011 - Panafrikanische Denker
könnten sich vielleicht diese Frage stellen: „Wenn Südafrika im
Krieg mit Kanada wäre und dabei kanadische Städte in die Steinzeit
bomben würde, würde US-Präsident Barack Obama es Frau Zuma (Frau
des südafrikanischen Präsidenten) erlauben, mit Bill Clinton oder
Jimmy Carter in Washington DC Tee zu trinken oder über Wohlfahrt zu
reden?“
Jeder, der weiss, was das bedeuet, was Nordamerikaner das
„Amerikanische Bekenntnis“ oder die Monroe Doktrin (die in den
80-er Jahren zur „Reagan Doktrin“ wurde) nennen, so würden weder
US-Bürger und Politiker niemals einen solchen Affront erlauben. Die
erste Dame eines Landes, das im Krieg mit Kanada liegt würde niemals
zum Tee von einem ehemaligen US-Präsidenten in Washington DC geladen
werden, solange die Bombenangriffe anhalten.
Weshalb also hatte vor zwei Wochen, während die USA und die NATO
Libyen bombardierten und sich über die Resolutionen der
Afrikanischen Union zu diesem Krieg lustig machten, Obama die
Frechheit, seine Frau nach Südafrika zu schicken, die erwartete,
sowohl vom Präsidenten als auch der ersten Dame Südafrikas
empfangen zu werden und sich brüskiert fühlte, als sie von
Präsident Jacob Zumas Frau und dem ehemaligen südafrikanischen
Präsidenten Nelson Mandela empfangen wurde?
Regierungsangelegenheiten von unseren Feinden bevormundet
Die Leser sollen mich nicht falsch verstehen. Das Problem sind
nicht die Nordamerikaner und die NATO als solche.
Das Problem liegt bei uns Afrikanern und wie wir es zulassen, in
Regierungsangelegenheiten von Leuten bevormundet zu werden, die
unsere erklärten Feinde sind oder von Organisationen und Individuen,
die von unseren erklärten Feinden finanziert und geleitet werden.
Nun, wie haben also die Afrikaner reagiert, als Michelle Obama von
der dritten Frau Präsident Zumas empfangen wurde und Nelson Mandela
treffen durfte?
Zu viele Afrikaner meinten, dass es Afrika war (und Südafrika
insbesonders), das die USA brüskiert und beleidigt hatte. Zu viele
Zeitungen in Südafrika und in unserer Gegend beklagten sogar im
Namen eben dieser Imperialisten die Bombardierung Libyens und die
Rekolonisierung der Elfenbeinküste.
Nun, diese Bereitschaft, sich gegen unsere Würde und Interessen
zu entschuldigen, wodurch die Arroganz des Feindes aufrechterhalten
wird, ist unnatürlich. Sie ist jahrhundertelang kultiviert worden.
1957 veröffentlichte der US-Bürger Russell Kirk ein Buch mit dem
Titel „The American Cause“ (Die Sache Amerikas) als Antwort
darauf, wie es der USA im koreanischen Krieg erging und wie die
übrige US-Gesellschaft auf den Krieg reagiert hatte.
Das Buch fand sowohl allgemeine als auch spezielle Schwächen bei
den US-Soldaten und den US-Bürgern angesichts ihrer „Feinde“,
die als die chinesischen „Kommunisten“ identifiziert wurden.
Obwohl es also im Krieg um Korea ging, wurde der „Feind“ als
die chinesischen „Kommunisten“ identifiziert.
Die erste allgemeine vom Buch identifizierte Schwäche wurde von
John Dos Passos herausgearbeitet, der das Vorwort des Buches schrieb:
„Vernachlässigung der Geschichte ist seit langem ein
amerikanischer Mangel gewesen. Wenn dieser blinde Fleck mit Ignoranz
über die besondere Bedeutung unserer eigenen Institutionen gepaart
ist, dann ist das Ergebnis eine Art Vakuum im politischen Teil
unseres Hirns.
Jeder hochtrabende (fremde) Begriff, der im Augenblick in ist,
wird (daher) fraglos akzeptiert. Das Opfer ist bereit, sich auf jeden
trügerischen Weg nach Wahl der Meinungsmacher treiben zu lassen.“
Diese Beobachtung ist sehr interessant, weil die USA ihre eigenen
Probleme buchstäblich von innen nach außen und von unten nach oben
gekehrt haben. Die USA sponsorn politische Parteien, NGOs und
religiöse Organisationen in den Gesellschaften, die sie zu
destabilisieren wünschen, um genau die Probleme zu schaffen, die
Russell Kirk und John Dos Passos identifiziert haben, und die sie in
ihrer eigenen Gesellschaft und ihren eigenen Sicherheitskräften zu
überwinden versuchen.
Beinahe alle politischen Parteien und NGOs, die in Simbabwe von
den USA, England, der Europäischen Union, Australien, Kanada und
Neuseeland gefördert wurden, sind in Aktivitäten und Lehren
engagiert, die sich bemühen, die Geschichte des afrikanischen
Kampfes für Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und
Autonomie auszuradieren oder zu verwirren.
Die ganze Doktrin der Menschenrechte und Demokratie zielt darauf
ab, die Afrikaner fühlen und glauben zu machen, dass sie nur
dankbare Empfänger von Freiheit und Menschenrechten sind, die vom
Westen konzipiert, programmiert, gelehrt und finanziert wurden.
Unsere Geschichte ist gefährlich für Imperialisten
Warum ist unsere Geschichte für die weißen Rhodesier, die
Briten, die Amerikaner und die Europäer gefährlich? Weil diese
Geschichte den ewigen Feind Afrikas und der Afrikaner definiert.
Die „großen Demokratien“ des Westens sind der beständigste
und hartnäckigste Feind der Afrikaner gewesen: während der
Sklaverei, während des Wettlaufs um Afrika nach der Berliner
Konferenz, während der Kolonialzeit, während der Apartheid und
jetzt während der Anstrengungen, Afrika wieder zu kolonisieren, was
wir in Libyen und an der Elfenbeinküste und an den illegalen
Sanktionen gegen Simbabwe sehen.
Die folgenden Bücher enthüllen die Wahrheit, warum die
westlichen Demokratien die beständigsten und hartnäckigsten Feinde
der Afrikaner gewesen sind:
'Race and construction of the disposable other'
(Rasse und die Konstruktion des überflüssigen Anderen) von
Professor Bernard Magubane; 'The United States and the war
against Simbabwe, 1965-1980'
(Die USA und ihr Krieg gegen Simbabwe von 1965-1980) von Professor
Gerald Horne; 'Automating Apartheid: (Automatisierung
der Apartheid) US Computer Exports to South Africa and the
Arms Embargo' von den American
Friends Service Committee; 'Apartheid Terrorism'
von phylis Johnson und David Martin; 'Destructive
Engagement' (Destruktives
Engagement) von David Martin und Phylis Johnson; und 'Red
Rubber' (Roter Gummi) von E. D.
Morel.
Diese Bücher sind nur ein kleines Beispiel für die Beleuchtung
der weißen westlichen Regierungen als Feinde des Afrikaners.
Aber welches sind die Werte und Qualitäten, die westliche
Regierungen verachten, wenn sie bei ihren eigenen Bürgern auftreten,
die aber von eben diesen Regierungen gelehrt, gefördert, gesponsort
und finanziert werden unter Afrikanern vermittels politischer
Parteien, NGOs und sonstige Agenturen?
Laut der „American Cause“ (rechte von Pat Buchanan gegr.
Organisation) sollten die folgenden Qualitäten oder Charakteristika
von der US-Regierung besonders bei jenen Bürgern entmutigt werden,
die sich den Sicherheitskräften oder der Armee anschlossen, um „US-
Interessen“ zu verteidigen:
- Schwache Loyalität zu Familie und Gemeinschaft
- Schwache Loyalität zu Vaterland, Religion und Kollegen
- Eine unklare Vorstellung von gut und böse
- Opportunismus und
- Unterbewertung oder Unterschätzung des eigenen Wertes usw.
Kirk zitierte einen chinesischen Bericht des militärischen
Geheimdienstes aus dem koreanischen Krieg, in dem es hieß: „ ...
selbst unter Universitätsabsolventen der USA“ gab es wenig
Kenntnisse oder Verständnis „der amerikanischen Geschichte und
Philosophie … „
Der Akademiker „ist außerordentlich insular und provinziell,
mit wenig oder gar keiner Vorstellung von den Problemen und Zielen
von, was er verächtlich Ausländer und ihren Ländern beschreibt“.
Vor allem fühlte Russell Kirk, dass die Generation vom Ende der
50-er Jahre in den USA sich von dem entfernt hatte, was er als das
Beste des nordamerikanischen „Pragmatismus“ ansah, worunter er
die Fähigkeit verstand, abstrakte Konzepte mit praktischen
Anwendungen und Lösungen in Situationen des wirklichen Lebens zu
verbinden. Kirk wollte vermeiden, dass eine Generation heranwachse,
die leicht sich in der Welt verlieren und sterben würde:
„In den Gefängnissen (im Koreakrieg) starben unsere Männer zu
Tausenden – nicht durch physische Misshandlung – außer in
wenigen Fällen – sondern hauptsächlich aus Verzweiflung,
Verunsicherung und Mangel an Zutrauen.“
Dann wandte er sich dem zu, was er für die besten Eigenschaften
der Gründungsväter hielt, und was er auf die Erziehung und Pflege
neuer Generationen angewandt wissen wollte.
„Selbst die radikaleren unter den Gründern … holten sich
ständig Führung aus der Vergangenheit … Sie waren nicht
Philosophen im Elfenbeinturm, die vergeblich die Vision einer
perfekten Gesellschaft unabhängig von der (alltäglichen) Erfahrung
folgten …
Sie kannten sowohl die politische Philosophie als auch die
Geschichte und das Recht. Sie hatten viele von ihnen gelesen –
Plato und Aristoteles, Cicero und Seneca, St. Augustin und Dante, Sir
Edward Coke und Richard Hooker, John Locke und Edmund Burke … aber
sie waren keine Bücherwürmer … Sie trennten nicht Theorie von der
Praxis. In ihrer eigenen Laufbahn hatten sie die Autorität der
sozialen Gewohnheit mit der Autorität der großen Bücher verbunden.
Sie respektierten die Weisheit ihrer Vorfahren.“
„Demokratische Reformen“ mit Wiedereinsetzung weißer
Rhodesier in strategischen Positionen
Aber dies sind die Qualitäten, die der Westen und ihre
Strohmänner unter uns täglich hier verurteilen. Was sie hier
stattdessen als „demokratische Reformen“ befürwortet haben,
bedeutet die Wiedereinsetzung weißer Rhodesier in strategische
Positionen und Institutionen mit dem Zweck, unsere Befreiungshelden
und unser Ethos zu beseitigen und die Früchte unserer Unabhängigkeit
rückgängig zu machen..
Am 24. September 2009 stellte Christiane Amanpor vom CNN Präsident
Mugabe nur eine Frage: warum er nicht Roy Leslie Bennett zum
stellvertretenden Minister für Landwirtschaft ernannt habe, wie es
die rhodesische Lobby verlangt habe.
Und nachdem der Sprecher der MDC-T Nelson Chamisa Bennett als den
Engel seiner Partei bezeichnet hatte, gab Premierminister Morgan
Tsvangirai eine große Erklärung ab, in der er zu Bennett folgendes
zu sagen hatte:
„Herr Mugabe hat nicht sein Wort gehalten (Bennett zu ernennen).
Er bestätigte mir und dem stellvertretenden Premier Arthur Mutambara
am Montag, dass er nicht die Absicht habe, jemals Roy zu vereidigen.
Die Roy Bennett Angelegenheit ist jetzt zu einer persönlichen
Vendetta und Teil einer rassistischen Tagesordnung gemacht worden.“
Das bedeutet, dass die anglo-amerikanischen Imperialisten ihre
rhodesische Sippschaft gefördert haben, um die Ökonomie Simbabwes
an sich zu reissen, und die MDC-Anhänger haben glücklich den Fall
im Namen demokratischer Reformen aufgegriffen!
Wir können hier hinzufügen, dass die Gründungsväter von
Nordamerika sich nicht auf den Ratschlag von Geldgebern oder von
ihnen finanzierte NGOs stützten. Wir können auch hinzufügen, dass
die Qualitäten und Gewohnheiten, die Nordamerikaner, die Briten und
ihre europäischen Cousins als schädlich für ihr eigenes Volk
entmutigt und gar verboten haben, genau jene sind, die sie gerne
unseren Kindern und unseren Gesellschaften in Afrika aufzwingen,
fördern, finanzieren oder anderweitig belohnen möchten.
Wenn man sich die von Geldgebern bezahlten Anzeigen anschaut, die
dem Start des Mittelfristigen Planes (MTP) am 7. Juli 2011
vorausgingen, anschaut, dann ist die ganze Sache noch entfernter von
den ökonomischen Bedingungen des Volkes und noch abstrakter, als das
von IMF/Weltbank aufgezwungene Economic Structural Adjustment
(Anpassung) Programm jemals war.
Der Jargon, die Klischees und Zitateinschübe sind alle aus
spendenfinanzierten Hochglanzbroschüren geholt, deren Zweck es ist,
die Realität der Verheerungen des Lebens der Menschen durch illegale
Sanktionen allein von weißen Regierungen zu verbergen. Genau die
Regierungen, die diese Annoncen bezahlen. Wie die Ausgabe von African
Business vom Februar 1998 betonte, müssen afrikanische Lehrer und
Meinungsbildner zu den Ursprüngen zurück, um den Ausverkauf zu
stoppen.
„Führer, die auf ihrem heimischen Boden groß geworden sind,
kann man nicht in dieselbe Kategorie stecken (wie vom Ausland
gesponsorte Marionetten). Viele von ihnen haben große Kümmernisse
erlitten und enorme Opfer für (und mit) ihr Volk gebracht … Die
Herausforderungen, die sich ihnen stellten (und stellen) sind weit
mehr entmutigend gewesen als alles, was irgendein westlicher Führer
seit dem Weltkrieg durchmachte … Die Frage afrikanischer Führung
ist sehr komplex und muss eingehend studiert werden.“
Unseligerweise haben die meisten von uns in Afrika, insbesondere
die schlecht qualifizierten und bezahlten Journalisten nicht das
analytische Werkzeug, sich durch Führungsfragen zu arbeiten.
„Wir neigen dazu, die Experten (von denen wir glauben, dass sie
es sind), die gut erzogenen, gut ausgebildeten und gut honorierten
westlichen Journalisten als Leitbilder anzusehen. Wenn sie
afrikanische Führer mit ein paar abgedroschenen Klischees
abfertigen, dann spuren wir. Bei diesem Vorgang reduzieren wir unsere
eigene Politik, Ökonomie und Situation in der Geschichte in die
kindische Sprache (westlicher) Boulevardblätter.“
Das Problem, auf das sich der Herausgeber von African Business
hier bezog, war das Beiseitelassen von Geschichte und Kontext in
Medienberichten.
Es ist kein Zufall, dass der Hirtenbrief der katholischen
Bischofskonferenz von Simbabwe vom Januar 2011 sich mit dem Besitz
von Simbabwes Befreiungsgeschichte befasste.
Die Bischofskonferenz ist Teil eines langen Erbes von
Fürsprechern, Eingreifenden und Mittlern zwischen afrikanischen
Führern und afrikanischen Gemeinden, zwischen afrikanischen Nationen
und weißem Imperialismus.
Dieses lange Erbe, zu dem die katholische Kirche gehört, ist
verantwortlich für die Hartnäckigkeit der weißen Schablone, mit
der selbst die Massenmedien im Besitz von Afrikanern selbst weiterhin
afrikanische Führer falsch darstellen.
Wie die USA die „Zivilgesellschaft“ in ganz Afrika
kontrollieren
Wegen der verhängnisvollen Auswirkungen neoliberaler ökonomischer
Strukturanpassung und (in Simbabwe) auch der illegalen Sanktionen,
ist die Zahl der vom Ausland finanzierten NGOs um mehr als das
Zehnfache seit Ende 1980 gestiegen.
Diese Hilfe ist darüberhinaus nicht auf den zivilen NGO-Sektor
begrenzt. Sie betrifft auch den militärischen und strategischen
Sektor.
Afrika öffnet sich selbst noch übleren Manipulationen, wenn es
dem US-Africom-Projekt erlaubt, auf dem Boden Afrikas zu wachsen und
sich zu verbreiten.
Die anglosächsischen Mächte unter Führung der USA kontrollieren
bereits ein kontinentales Netzwerk und den Überbau der
„Zivilgesellschaft“ in Afrika. Das reicht von individuellen
Aktivisten und NGOs auf Dorfebene bis zu Hauptquartieren dieser NGOs,
die landesweit agieren; es reicht von spendenfinanzierten,
quasi-rechtlichen Menschenrechts-Kommissionen bis zu regionalen
Körperschaften wie dem SADC Tribunal bis hinauf zur African
Commission on Human and People's Rights.
Parallell zu dem Netzwerk der „Zivilgesellschaft“ oder
Überbau gibt es eine Reihe von Militär- oder Geheimdienst-
Kooperationsprogrammen, die Africom angeblich konsolidieren will. Ist
Africom erst einmal realisiert, dann wird der Prozess der erneuten
Kolonisierung vollendet sein. Newman Chiadzwa und Farai Muguwu würden
dann ihre militärischen Gegenstücke direkt in unserer Mitte haben.
Und es würde kein Ende geben für koordinierte Manipulationen wie
der neulich gegen Simbabwe in Tel Aviv in der vierten Juniwoche 2010
versuchten auf dem Treffen der Kimberley Process Certification.
In einem kürzlichen Papier von Professor Issa Shivji von der
Rechtsfakultät der Universität Daressalam zitierte er Amilcar
Cabral, Archie Mafeje und Frantz Fanon, um zu zeigen, dass
afrikanische Führer in einer Welt und einem Kontext aufwachsen, wo
der Boden vom Imperialismus untergraben und zugepflastert wurde.
Sie müssen daher den afrikanischen Boden zurückfordern vom Kap
bis nach Kairo und von dem Asfalt befreien, den Cecil Rhodes und
seine Abkömmlinge hinterließen.
Wie Professor Shivji sagt: „Auch Cabral betonte, dass 'so lange
der Imperialismus besteht, mus ein unabhängiger afrikanischer Staat
eine Befreiungsbewegung an der Macht sein oder er wird nicht
unabhängig sein'.“
Und noch diese tiefen Einsichten: „Erstens wird (afrikanischer)
Nationalismus durch den Kampf des Volkes gegen den Imperialismus
konstituiert, folglich definiert Anti-Imperialismus den afrikanischen
Nationalismus.
Zweitens wird es Nationalismua als eines Ausdrucks des
(afrikanischen) Kampfes so lange geben, wie der Imperialismus
existiert.
Drittens bleibt die (afrikanische) nationale Frage in Afrika,
deren Ausdruck Nationalismus (der afrikanische Führung notwendig
macht) ist, ungelöst solange es eine imperialistische Herrschaft
gibt.“
Dieser Nationalismus und Pan-Afrikanismus sind es, die von dem
Imperium und seinen bezahlten Strohmännern und Nachbetern hier
täglich angegriffen werden.
Den Original-Artikel findet man
hier.