Mittwoch, 21. Oktober 2015

34000 Pestizide auf Basis von 600 Chemikalien von US-Aufsichtsbehörde gebilligt – Planmäßige Vergiftung


Dies ist ein guter Report passend zu dem gestrigen Artikel von Engdahl. Es gibt ja auch hierzulande und in Deutschland hinreichend Fans von US-Futter. Guten Appetit!  Seit Jahrzehnten prüfe ich gründlich, woher Rosinen, Mais, Erdnüsse etc. kommen. Und diesen Chip-Mist habe ich sowieso noch nie gefressen. Fertiggerichte auch nicht oder die beliebten Konserven mit Bacon oder Ham (obendrein enthält auch 80% des US-Futters auch GMOs). Natürlich weiß ich, dass auch hier reichlich Schindluder mit Pesti- und Herbiziden getrieben wird. Deswegen baue ich selber Gemüse an oder kaufe ökologische Produkte. Das ist doch so teuer? Würde jeder überlegen, wie teuer Kartoffeln und Zwiebeln ohne Nährwerte sind, bezahlte er etwas mehr für the real thing. Trinkt ein paar Bier weniger, raucht weniger, werft den Fernseher zum Fenster raus - oh, ihr glaubt gar nicht, wieviel ihr sparen könntet.

Christina Sarich
18. Oktober
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Mehr als 34 000 Pestizide auf Basis von 600 Chemikalien sind gegenwärtig von der EPA in den USA zum Gebrauch freigegeben. Die Industrie-Landwirtschaft (d. h. 75 % der Landwirtschaftsfläche in den USA für Anbau + Viehzucht) stützt sich auf diese Chemikalien, um Nahrung zu erzeugen. Wohin hat uns das geführt? [1]
Ergebnis des Einsatzes von Milliarden Kilo Pestiziden und Herbiziden:
  • Pestiziden ausgesetzt zu sein, verursacht bei Landarbeitern Verletzungen und Krankheiten mehr als bei anderen Arbeitern. Es hat dazu geführt, dass Bauern an Organ-Schädigungen und Krebs leiden, was zu zahlreichen Prozessen gegen die Bio-Technologie und Pestizid-Hersteller wie MONSANTO führte.
  • 95 % des Landes ist vom Grundwasser zum Trinken abhängig, das aber häufig, vor allem in ländlichen Gegenden durch Pestizide verseucht ist.
  • Das 'Driften' von Pestiziden ist jetzt allgemein. Man kann an Orten wie Kalifornien keinen tiefen Atemzug mehr machen, ohne Pestizide einzuatmen. Mehr Babies werden mit verhütbaren Geburtsfehlern geboren, weil sie Pestiziden ausgesetzt sind.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Libyen: Vom reichsten Land Afrikas zum Terroristen-Nest


Danke an Garikai, dass er uns erinnert an eins der übelsten Nachkriegsverbrechen: der Mord an Gaddafi und die Zerstörung Libyens. Die Größe Gaddafis wird von Jahr zu Jahr besser erkannt werden. Er war ein Gigant gegenüber dem ganzen Gesockse, was sich als Führer der westlichen Welt bezeichnete. Seine Selbstlosigkeit, sein Mut, seine Tapferkeit und seine Liebe für Afrika wird erst dann im vollen Glanz strahlen, wenn die Gespinste dreckiger, schamloser Lügen unserer 'humanistischen und aufgeklärten westlichen Welt' zu Staub zerfallen sind. Er hatte nur einen Fehler und das war sein Vertrauen in den Westen, den er leider mit so vielen Staatsmännern der Dritten Welt teilte.



Libyen: Vom reichsten Land Afrikas zum Terroristen-Nest


Garikai Chengu
19. Oktober 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Dienstag, der 19. Oktober war der 4. Jahrestag der US-Ermordung von Libyens Führer Muammar Gaddafi und der Sturz ins Chaos von einem der großartigsten Länder Afrikas.

1967 erbte Oberst Gaddafi eins der ärmsten Länder Afrikas; aber als er ermordet wurde, hatte er Libyn in das reichste Land Afrikas verwandelt. Vor der US-geführten Bomben-Kampange 2011 hatte Libyen den höchsten Index Menschlicher Entwicklung, die niedrigste Kindersterblichkeit und die höchste Lebenserwartung Afrikas.

Monsantos Untaten rächen sich

Diesen Artikel muss ich einfach auch hier bekanntmachen, weil erstens William Engdahl ein Fachmann auf dem Gebiet ist (sein Buch 'Saat der Zerstörung' kann man wohl als Bestseller bezeichnen) und weil zweitens dem nichts hinzuzufügen ist. Außer, dass wir, die alternativen Blogger alle unser Scherflein zur bevorstehenden, wenn auch noch nicht heute oder morgen, aber sicheren Pleite diese Verbrechermafia beigetragen haben.
F. William Engdahl

16. Oktober 2015

Der alte Satz: »Flüche sind wie Hühner, sie kommen immer auf die Stange zurück« – im Deutschen etwa: »Untaten fallen immer auf den Urheber zurück« – war selten so passend wie zur Beschreibung dessen, was heute dem weltgrößten Anbieter genmanipulierten (GVO-) Saatguts und dazugehöriger Unkrautgifte widerfährt. Und es könnte kaum ein besseres Ziel treffen. Die Monsanto Corporation aus St. Louis steckt offenbar in großen Schwierigkeiten.



Seit sich US-Präsident George H.W. Bush 1992 mit der Geschäftsleitung von Monsanto dazu verschwor (jawohl, Virginia, es gibt Verschwörungen), einer nichtsahnenden amerikanischen Bevölkerung GVO aufzudrücken, schien Monsanto nicht mehr zu stoppen.

Mithilfe von Bushs Erlass, der völlig unwissenschaftlichen Doktrin der Substanziellen Äquivalenz, wonach keine staatliche US-Behörde Gentech-Produkte unabhängigen Tests unterziehen durfte, konnte Monsanto eigene frisierte Tests durchführen und den Aufsichtsbehörden der USA und der EU als stichhaltig präsentieren. Das Ergebnis war, dass Gen-Saatgut die US-Landwirtschaft übernahm, auch weil Farmern die Lüge aufgetischt wurde, GVO steigerten den Ernteertrag und benötigten weniger chemische Pflanzenschutzmittel.

Monsanto verbreitete Gentech-Saatgut in der ganzen Welt, durch Bestechung wie in Indonesien und durch die Machenschaften der US-Regierung. Monsanto bezahlte Wissenschaftler für falsche Aussagen über die Sicherheit seiner Produkte.

Hier weiterlesen.

Der große Boycott wird kommen (und Film)

Im Grunde sind sie ohnmächtig, die Mächtigen dieser Welt. Ohne unserer Hände Arbeit wären sie die ersten, die verhungern müssten. Eben dieses Schicksal steht ihnen bevor – und sie wissen es
Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will
Georg Herwegh
Wikipedia/Charles Boycott
Kommentar – Als Captain Charles Cunningham Boycott die irische Insel verließ, reiste er ab als ein gebrochener Mann. Zur Welt gekommen war der Sohn einer Pfarrersfamilie in Burgh St Peter im äußersten Südosten der britischen Grafschaft Norfolk. Anstatt in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, sein Bruder war ihm hier bereits zuvorgekommen, reiste er 1880 aus in die irische Grafschaft Mayo und übernahm dort den Posten eines Grundstückverwalters. Der Ruf eines mitleidlosen Geschäftsmannes ohne Skrupel eilte ihm voraus. Den armen Bauernpächtern der Gegend, die wegen schlechter Ernten große Not litten, presste er selbst den letzten Penny ab. Das sollte sich bitter rächen. 

Das neunzehnte Jahrhundert war eine Zeit häufiger Vulkanausbrüche. Erst im Jahre 1872 war auf Java der Merapi ausgebrochen. Es folgten noch im selben Jahr der Mayon auf den Phillipinen und der Vesuv in Kampanien. Ausgebrochen waren in diesem Zeitraum zudem der Grímsvötn in Island, der Vulcano von den Lipparischen Inseln und der Askja, ebenfalls in Island. Durch Millionen Tonnen von Staub, welchen die Vulkane, die Erde verdunkelnd, bis hoch in die Stratosphäre geschleudert hatte, war es zu einer Kälteperiode gekommen.

Montag, 19. Oktober 2015

Come-back der Syrischen Armee – Überraschungsoffensive gegen Aleppo etc.


Einar Schlereth
19. Oktober 2015


Robert Fisk hat einen interessanten Artikel über die syrische Armee geschrieben. Ihr erinnert euch sicherlich, wie oft Bashar al-Assad schon ausgezählt wurde; das begann bereits vor vier Jahren, als alle möglichen Leute, auch Obama natürlich, ihm noch 3 Wochen gaben, höchstens, und das wiederholte sich in regelmäßigen Abständen. Und vor ein paar Wochen wurde auch die syrische Armee ausgezählt und Assad gleich mit. „Und während die Welt noch darüber tobt, dass Russland die Unverschämtheit besaß, in Syrien zu intervenieren und nicht die Amerikaner bestimmen lässt, welcher Diktator überleben darf und welcher nicht“, schreibt Robert Fisk, „da macht die syrische Armee … plötzlich eine Offensive.“

Obwohl die Offensive eigentlich schon fast gleichzeitig mit den Bombardements der russischen Luftwaffe begann, indem sie gleich dort vorging, wo die IS große Verluste erlitt und in Angst und Schrecken versetzt wurde. Sie säuberte Städte und Dörfer von den versprengten Resten der Mörder und Folterer und stellte die Ordnung wieder her.

Und nun hat sie überraschend Kräfte zusammengezogen, einschließlich ein paar tausend iranische Truppen, um den nordöstlichen Teil Aleppos zu befreien, den die IS vor ein paar Monaten überrannt hatte. Anfangs erhielten die Russen von der syrische Armee zwischen 2 – 400 Koordinaten für Ziele gegen die IS und jetzt liegt die Zahl bei 800. Die Russen achten allerdings sehr genau darauf, dass sie nicht Wohngebiete bombardieren.

Fisk erzählt auch, dass die Russen den Türken – damit auch den Amerikanern – ihre Flugkoordinaten durchgeben sowie auch an die Israelis. „Unglaublicherweise sind die Israelis – die die Gewohnheit hatten, syrische und iranische Truppen bei den Golanhöhen anzugreifen – plötzlich vom Himmel verschwunden sind.“

Russlands neue Weltpolitik, Abzug der Atomwaffen etc.


Ich möchte hier nur kurz wieder auf das Bremer Friedensforum verweisen, weil es wieder sehr gute Veranstaltungen auf dem Plan hat und als eine der sehr wenigen Alternativen eine aktive Politik gegen Waffenhandel, Kriegsindustrie und -hetze betreibt. Hier nur ein kleiner Auszug. Auf seiner Seite gibt es den vollständigen Veranstaltungskalender und ein paar wichtige Petitionen. Außerdem könnt ihr dort auch deren Newsletter abonnieren.

BEVORSTEHENDE VERANSTALTUNGEN 

1. Veranstaltung: Russlands neue Weltpolitik
Bremen. "Russlands neue Weltpolitik" lautet der Vortrag von Jörg Kronauer (Köln) am Donnerstag, 22. Oktober, um 20 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4. In der Einladung heißt es: "Russland boxt sich zurück in die Weltpolitik. Nach dem Zusammenbruch der 1990er Jahre hat sich das Land seit der Jahrtausendwende konsolidiert; und nach den vergeblichen Bemühungen der frühen 2000er Jahre, zu einem kooperativen Ausgleich mit dem Westen zu gelangen, setzt Moskau nun wieder auf eine eigenständige Machtpolitik. Das Ziel: eine multipolare Weltordnung, in der der Westen nicht mehr die alleinige Hegemonie innehat. Das stößt im Westen natürlich nicht auf Sympathie. Ausgetragen wird der Machtkampf zwischen EU, NATO und Russland - fast nach dem Muster klassischer Stellvertreterkriege - in der Ukraine, aber nicht nur dort: Die Rivalität hat mittlerweile fast alle Kontinente erfasst. Auch in der Bundesrepublik selbst schlägt sie sich inzwischen nieder - in der Agitation gegen das neue Feindbild schlechthin, den "Putin-Versteher".

2. Veranstaltung: Kriege als Fluchtursache 

Bremen. Immer deutlicher wird, dass Kriege die Hauptursache für die derzeitigen Flüchtlingsbewegungen sind. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien. An zweiter Stelle steht Afghanistan. "Kriege als Fluchtursache" lautet das Thema einer Veranstaltung, die das Bremer Friedensforum am Dienstag, 27. Oktober, um 19.30 Uhr in der Villa Ichon, Goetheplatz 4, durchführt. Referent Markus Saxinger von der "Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen" wird aufzeigen, wie es zu den Kriegen gekommen ist und welche Mächte durch Rüstungsexport und militärische Beteiligung wesentlich dazu beigetragen haben. 

4. Export von Kleinwaffen und Munition stoppen
Stuttgart. Begünstigt wird der Einsatz von Kindersoldaten durch den massenhaften Export von Kleinwaffen, an dem auch Deutschland beteiligt ist – Deutschland ist weltweit einer der führenden Exporteure von Kleinwaffen und Munition. Die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ hat deshalb eine Unterschriftenaktion [http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Aktuelle-Aktionen.389.0.html#c6915] gestartet, mit der die Bundesregierung aufgefordert wird, diese Exporte zu stoppen.

5. Abzug der Atomwaffen aus Deutschland
Berlin. Eine neue Petition[https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_09/_23/Petition_61181.nc.html] fordert den Bundestag dazu auf, den Abzug aller in Deutschland stationierten Atombomben zu beschließen. Das hat nach den erfolgreichen Gedenkfeiern für Hiroshima und Nagasaki vielleicht mehr Erfolg als im Frühjahr.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Aufmärsche zur Unterstützung von Russlands Operation in Syrien in Europa und dem Nahen Osten


Wenn ihr auf die deutsche Sputnik-Seite auf meinem Blog geht, könnt ihr lesen, dass die ISIS mangels Leuten, die alle abhauen, Generalmobilmachung in ihren Gebieten angeordnet hat - bis hin zu 14-jährigen Kindern. 
Sputnik News
18. Oktober 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Demo im Libanon (© AP Phot/Bilal Hussein)
Demos zur Unterstützung von Russlands Operation in Berlin, Libanon, Ungarn, Serbien und Indien.

Mitglieder von Deutschlands syrischer Gemeinde versammelten sich vor der russischen Botschaft in Berlin am Sonntag, um dem russischen Volk ihre Dankbarkeit zu bezeugen für Moskaus Hilfe im syrischen Krieg gegen den Terrorismus.

„Wie versammelten uns hier vor der russischen Botschaft heute, weil Russland Teil einer Koalition ist, die für den Frieden in Syrien, gegen Krieg und Terrorismus überall in der Welt kämpft … Wir wollen allen Russen und Präsident Wladimir Putin für ihre Teilnahme im Kampf gegen den Terrorismus und Faschismus im Nahen Osten danken,“ sagte Radi Skandav, einer der Teilnehmer der Demo zu RIA Novosti.

Russlands Sukhoi Su-25, Su-24M und Su-34 Kampf-Flugzeuge mit Unterstützung von Su-30 Jets haben Präzisions-Luftschläge gegen ISIL-Ziele in Syrien seit dem 30. September durchgeführt auf eine Bitte vom syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.

Sebastião Salgado - einer der größten Fotografen unserer Zeit (Update)

Diana hat mich um einen Update gebeten und der Bitte einer Göttin leistet man doch selbstverständlich Folge. Es geht um diesen Link für diejenigen, die gerne mehr über Sebastião Salgado erfahren möchten, Ihr werdet erstaunt sein über die umfassende und anregende Präsentation Salgados in Wort und Bild. Aber auch die Arbeiten von anderen Künstlern werden vorgestellt. Viel Spaß beim Blättern.

Einar Schlereth
18. Oktober 2015

Gerade sah ich mir einige Videos mit den Arbeiten von Sebastião Salgado an. Hier ein paar Screenshots mit den links:


Militär gegen streikende Arbeiter

Ohne Titel


Ohne Worte
Ohne Worte


Ohne Worte


Dazu fiel mir ein: das haben wir angerichtet, da müssen wir helfen. Das heißt also 'müssten helfen', was eigentlich eine Selbstverständlichkeit wäre. Oder etwa nicht?

Aber wenn jetzt jemand meint, dass dies der Fingerzeig eines außerordentlich böswilligen Gottes ist - dann müssten wir auch helfen, diesem Gotte zum Trotz.

Und wenn jemand am Ende meint 'Die sind selber Schuld', dann ist das eine äußerst schamlose Lüge.

In keinem der drei Fälle fühlen wir eine Verpflichtung zu helfen. Das heißt, wir helfen nur, diese Menschen noch tiefer in den Dreck zu stampfen, damit wir sie nie mehr sehen müssen.

Und wir nennen uns immer noch Menschen? Ja, weil wir schon lange keine Scham im Leibe mehr haben. Ich sage wir, weil die wenigen Ausnahmen - auch wenn es max ein paar Millionen sind - insgesamt keinen Unterschied machen.

Samstag, 17. Oktober 2015

Syrische Zivilisten helfen der russischen Luftwaffe, ISIS-Ziele zu bombardieren

Russian Su-25 attack aircraft take off from the Khmeimim airbase in Syria. © Dmitriy Vinogradov
Su-25 heben von der Luftwaffenbasis Khmeimim ab. (© Dmitriy Vinogradov / RIA Novosti)
Russische Flugzeuge bombardierten Trainingslager in Syrien, wo ausländische Instrukteure potentielle Selbstmordbomber ausbildeten, sagte das russische Verteidigungsministerium. Es war eins von 49 terroristischen Zielen, die von der Luftwaffe heute bombardiert wurden
 
"Nicht weit von Salma in der Latakia-Provinz führte ein Su-24M-Bomber einen Schlag gegen ein Gebäude, in dem Terroristen ausgebildet wurden, auch Selbstmordbomber, für die Gebiete, die von der Syrischen Armee befreit worden sind.," sagte der Sprecher des 
Ministeriums Generalmajor Igor Konaschenkow. Man hatte dort auch eine eigene Werkstatt für Sprengstoffe, sagte er.
 
Konaschenkow sagte außerdem, dass die IS-Terroristen große Verluste erlitten haben und versuchen, ihre Infrastruktur neu herzurichten. "Die neue Taktik der Terroristen ist es, ihren Nachschub und Kommandoposten  auseinanderzuziehen, aber das hilft nichts. Alle ihre Infrastrukturobjekte werden identifiziert und zerstört."
 
Ergänzend sagte er, dass die Zivilbevölkerung in Gebieten unter Terroristen-Kontrolle der russischen Luftwaffe helfen, ihre Ziele zu finden.  "Diese Informationen werden doppelt geprüft von unserer Luftwaffengruppe mit verschiedenen technischen Mitteln der Aufklärung. Danach wird eine Entscheidung getroffen, welche Ziele gewählt werden sollen," sagte Konaschenkow noch.
 
Quelle - källa - source

Warnung an den mächtigsten Staat der Welt, der inmitten des Griffs nach mehr Macht einen „genozidalen Irren“ verherrlicht: Kolumbus


Robert Barsocchini
13. Oktober 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Proteste und gestürzter Kolumbus

Die USA liefern heute eine weitere Illustration dafür, dass ein Staat niemals die globalen Angelegenheiten beherrschen sollte: Staaten, wie Individuen, fehlt die Selbsterkenntnis.

Martin Luther King Jr. betonte, dass die USA „vielleicht das einzige Land“ ist, dass durch „Genozid geboren“ wurde. „Darüberhinaus,“ sagte er, „feiern die USA Genozid als edlen Kreuzzug“ und die US „Literatur … Filme .. Dramen … Folklore – alle verherrlichen ihn“.

Europäische Invasoren warfen indigene Mütter, Kinder etc. in mit Nägeln gefüllte Gruben.
Da US-Produkte in dieser Tradition nach nie dagewesener diktatorischer Kontrolle über die globale Produktion und Profite greifen, folgen hier ein paar Worte von indigenen Menschen und anderen über Kolumbus:

Freitag, 16. Oktober 2015

Fünf Führer fordern den westlichen Imperialismus heraus: Papst Franziskus, Wladimir Putin, Xi Jinping, Hassan Rouhani und Jeremy Corbyn


Prof. James Petras hat uns wieder einmal einen globalen Überblick verschafft, dem ich im großen und ganzen zustimme. Doch in manchen Details greift er entweder zu kurz oder zu weit, aber das bleibt bei so umfassenden Darstellungen nicht aus. So schätzt er m. E. die diplomatische 'Leistung' von Rouhani allzu positiv ein. Oder bei seiner Einschätzung der russischen Wirtschaft greift er zu kurz wenn er sie als 'Öl-Ökonomie' charakterisiert. Das ist von Ökonomen und Putin selbst korrigiert worden. Das Öl ist beim Export nicht mehr der Hauptfaktor. Auch dass Putin nicht besonders aktiv im Umweltschutz war, kann ich nicht unterschreiben. Ich denke, dass das generelle GMO-Verbot und die Umstellung der  Agrikultur auf organischen Anbau große Bedeutung haben und haben werden. Und im Fall China kreidet James Petras XI Jinping das 'autoritäre' Einparteien-system an, was ich für verkürzt halte, zumal man meinen könnte, er sei für das 'demokratische Mehrparteien-System'.

Bei der Einschätzung der Linken gebe ich ihm vollkommen Recht, doch wenn er meint, dass die 'Ideologien' der Fünf nicht auf linken Positionen beruhen, tue ich es nicht. Die progressiven Forderungen der Fünf sind allemal dem linken Denken, linken Theorien entsprungen und würden sich ohne den historischen Hintergrund Russlands und Chinas und dem Befreiungskampf in Lateinamerika nicht in ihren Hirnen festgesetzt haben.

Das Quintett

Fünf Führer fordern den westlichen Imperialismus heraus: Papst Franziskus, Wladimir Putin, Xi Jinping, Hassan Rouhani und Jeremy Corbyn


James Petras
9. Oktober 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Der westliche Imperialismus in allen seinen Manifestationen wird von fünf politischen Führern herausgefordert, durch Diplomatie, moralische Überredung und öffentlichen Druck. In jüngster Zeit haben Papst Franziskus, der russische Präsident Wladimir Putin, der chinesische Präsident Xi Jinping, der iranische Präsident Hassan Rouhani und der Chef der englischen Labor Partei Jeremy Corbyn fundamentale Fragen aufgeworfen angehend 1. Krieg und Frieden im Nahen Osten und dem Kaukasus, 2. Klima-Wandel und Umweltzerstörung, 3. ökonomische Sanktionen, militärische Drohungen und Konfrontation und 4. die wachsenden Ungleichheiten der Klassen, Geschlechter und Rassen.

Die Neue Globale Agenda

Diese fünf Protagonisten unterscheiden sich von früheren linken Kritikern sowohl im Stil und der Substanz ihrer Politik.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

"Drone Papers": Drohnen-Tötungen durch die USA dokumentiert

Davon habe ich erst vor einer halben Stunde erfahren durch einen Freund. Und genau da hat auch schon Heise online diesen Bericht aufgelegt, den ich mit Freude dankend übernehme, denn das Originalpapier auf Intercept ist ein halbes Buch. Da kann man nur eine kurze Zusammenfassung schreiben.
 
heise online
Detlef Borchers
Eine US-Drohne des Typs First MQ-9 Reaper
(Bild: US Air Force)
Die Enthüllungsplattform "The Intercept" hat von einem unbekannten Whistleblower Dokumente erhalten und veröffentlicht, die die Drohnen-Politik der USA von 2011 bis 2013 beleuchten. In dieser Zeit wurde das "gezielte Töten" perfektioniert.
Das US-Magazin The Intercept hat in einer umfangreichen Artikelserie die "Drone Papers" veröffentlicht, die einen tiefen Einblick in den unter US-Präsident Obama entwickelten Drohnenkrieg erlauben. Das Material enthält Dokumente und Screenshots von internen Präsentationen, die ein anonymer Whistleblower zusammengetragen hat: "Drohnen sind Werkzeuge, keine Methode. Die Methode nennt man Ermordung", heißt es in der Einleitung zur Artikelsammlung über die harmlos benannten "Small Footprint Operations".

Methode Mord

Unter den veröffentlichten Dokumenten befinden sich "Suchlisten" mit den Mobilnummern von Verdächtigen, deren Aufenthaltsort lokalisiert werden soll. Aber auch die detaillierte (Verfolgungs-)Geschichte des Briten Bilal el-Berjawi ist aufgezeichnet. Er pendelte jahrelang zwischen Großbritannien und Somalia und wurde von einer Drohne erst ermordet, nachdem ihn die britische Regierung ausgebürgert hatte. Heraus sticht dann noch eine Untersuchung über die Kosten der intelligenten Kriegsführung. Darin hat die "Intelligence, Surveillance and Reconaissance Task Force" (ISR) des Pentagon untersucht, wie die Kosten des Drohnenkriegs im Verhältnis zum Nutzen dieser Militäroperationen stehen – nur um bessere Drohnen, genauere Überwachungsprogramme und Kriegsschiffe zu fordern, von denen die Drohnen starten können.

Hier weiterlesen.

Vandana Shiva: Eine Erd-Pilgerreise


Was Vandana Shiva zur organischen Landwirtschaft sagt, ist äußerst wichtig. Dass sie sich neuerdings so stark auf Gandhi und auf ahimsa beruft, finde ich befremdend. Denn ahimsa = Gewaltlosigkeit ist ein zentraler Begriff im Hinduismus, Jainismus und Buddhismus. Diese Religionen haben sich in der Geschichte nicht als ebenso, aber als ähnlich gewalttätig erwiesen wie das Christentum. Das beste Beispiel bietet der Hindu-Faschismus des Präsidenten Modi. Wusstet ihr übrigens, dass 2015 das Jahr des Bodens ist? Ich auch nicht.
ü
Vadana Shiva auf ihrer Musterfarm

Vandana Shiva: Eine Erd-Pilgerreise


Vandana Shiva


13. Oktober 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Ich bin gerade von einer Erd-Pilgerreise zurückgekehrt, um das 'Internationale Jahr der Erde' zu feiern und unsere Verpflichtung für eine gewaltlose Beziehung mit der Erde, dem Boden und unserer Gesellschaft zu erneuern. Am 2. Oktober begannen die Pilgerfahrt in Bapu Kutir im Sevagram Ashram in Maharashtra. Meine Pilger-Kameraden waren Leute, die ein halbes Jahrhundert ihres Lebens gewidmet haben, um die organische Bewegung aufzubauen – Andre Leu, Präsident der 'International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM), Ronnie Cummins, Direktor der 'Organic Consumers Association (OCA) der UNO und Will Allen, ein Professor und langjähriger organischer Bauer.

In Mahatma Gandhis Hütte legten wir unseren Schwur ab, die Gewalt gegen die Erde durch chemische Düngemittel und Gifte zu stoppen und der organischen Anbau zu fördern wie ahimsa (d. i. das Sanskritwort für Gewaltlosigkeit) -kheti. Wir widmeten uns einer Absage von einer gewalttätigen, chemischen, industriellen Agrikultur, die Bodenfruchtbarkeit zerstört und die Bauern in der Schuldenfalle durch teures Saatgut und Chemikalien treibt.

'Kapitalismus ist der Krebs der Mutter Erde': Der Gipfel der Völker der Welt stellt 12 Forderungen auf


Da wir gerade beim 'Landraub' waren, fahren wir auf der Schiene noch ein bisschen weiter. Hier ein kurzer Bericht zum 'Gipfel der Völker der Welt', der von den  Mainstreammedien ignoriert oder lächerlich gemacht wird.

Gipfel der Völker der Welt in Tiquipaya/Bolivien

Deirdre Fulton
13. Oktober 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Da sie den Kapitalismus als eine „Bedrohung des Lebens“ ansehen, haben sich etwa 7000 Umweltschützer, Bauern und indigene Aktivisten aus 40 Ländern in der bolivianischen Stadt Tiquipaya an diesem Wochenende zur Konferenz der Völker der Welt über den Klimawechsel versammelt, um die Forderungen der sozialen Bewegungen und Entwicklungs-Länder vor den bevorstehenden Klima-Gesprächen der UNO zu formulieren.

„Kapitalismus ist der Krebs der Mutter Erde“, sagte der bolivianische Präsident Evo Morales zu der Menge, was auch auf der drei-Tage-Konferenz der Vereinten Nationen von Generalsekretär Ban ki-Moon und anderen lateinamerikansichen Frührern gehört wurde.

Landraub - Der Film - Trailer

Manchmal gibt es noch Überraschungen angenehmer Art. Der NDR hat diesen Film mit dem Titel "LANDRAUB" gezeigt, der in diesem Monat in vielen deutschen Städten aufgeführt wird. Ein Film der die ganze Brutalität, Hinterlist und Gemeinheit großer Konzerne unter Nennung der Namen ungeschminkt zeigt. Geht auf diese Seite, wo ihr oben alle Termine für Deutschland und Österreich und einen Trailer  plus eine Synopsis findet sowie Angaben über Regisseur, Kameramann und den Autor des Buches.


Einen längeren Trailer findet ihr auf der Seite des NDR mit ausführlichen Beispielen aus Afrika, Kambodscha, Indonesien. Hier ein Beispiel:

Im Auftrag des Konzerns bewirtschaften
In Kambodscha steht ein vom Landraub Betroffener auf den Trümmern seines zerstörten Hauses. © Movienet Film GmbH
Beispiel Sierra Leone


Mittwoch, 14. Oktober 2015

USA liefern weiter Waffen an Terroristen – Raketen auf Russlands Botschaft in Damaskus etc.


Einar Schlereth
14. Oktober 2015
Solidaritätsdemo in Damaskus vor der russischen Botschaft.
Dies ist der Titel eines Artikels von Bill Van Aucken, dass die US-Luftwaffe mit C-17 Lastflugzeugen in Begleitung von Jetfightern 50 Tonnen Waffen, Munition und Granaten für die Terroristen abgeworfen hat, nachdem die Amerikaner gerade ihr Ausbildungslager geschlossen haben. Es sind natürlich „geprüfte“ humane Terroristen, die wahrscheinlich erst ihre Opfer betäuben, bevor sie ihnen den Kopf abschneiden. Die USA machten keine Abgaben, wo sie das Zeug abgeladen haben. Aber das müssen sie auch nicht, das haben die Russen längst mit ihrem Radar erfasst. Sie werden abwarten, wo sie das hinbringen oder lagern und dann kommt eine Rakete geflogen.

Denn die Russen machen keinen Unterschied zwischen „humanen“ und „inhumanen“ Terroristen. Und da sie keine Antwort von Washington bekommen haben, wo die „friedlichen Terroristen“ sitzen, die sie nicht finden konnten, werden sie eben auch platt gemacht.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Erhöhung des Pensionsalters ist „unausweichlich“


Auch für die Russen brechen härtere Zeiten an. Natürlich ist das ein Ergebnis erstens der Sanktionen, zweitens der Attacke auf den Rubel und drittens der Manipulierung der Erdölpreise - alles Dank der amerikanischen 'Partner'. Und die von Putin eifrig geförderte Umlegung der Landwirtschaft in Richtung Selbstversorgung hat nicht das gewünschte Tempo erreicht. Außerdem dürfen wir nicht die fast zwei Millionen Flüchtlinge allein aus der Ukraine vergessen sowie die Eingliederung der Krim, denn beides sind unvorhergesehene enorme Belastungen für das Land. Drum wäre es wohl an der Zeit, wenn Putin die russischen Oligarchen stärker zur Kasse bittet.


Stefan Lindgren


12. Oktober 2015


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
Ukrainische Flüchtlinge - und alle werden versorgt.
Der Budgetvorschlag für 2016 wurde in dieser Woche von der Regierung gebilligt; er sieht ein 4-prozentige Erhöhung der Pension vor als Kompensation für die faktische Inflation in diesem Jahr (ca. 12 Prozent), mit der Möglichkeit einer ergänzenden Indexierung im Juli (Anpassung an die Preise), die aber nicht für Pensionäre gelten soll, die noch arbeiten.

Laut der ersten Vize-Finanzministerin Tatiana Nesterenko , die am Freitag bei einem Finanzforum in Krasnogorsk auftrat, wird es trotzdem notwendig sein, das Pensionsalter zu erhöhen. Gleichzeitig wurde ein Beschluss gefasst, die Löhne aller Staatsangestellten, inklusive der Militärs ein weiteres Jahr lang nicht zu indexieren.

Die harten Einsparungen stoßen auf die Opposition der Kommunistischen Partei, die in einem Brief an Premierminister Medwedew schreibt, dass so eine große Maßnahme wie die Erhöhung des Pensionsalters auf 65 Jahre für alle – gegenwärtig sind es 60 Jahre für Männer und 55 für Frauen – nur durch eine Volksbefragung entschieden werden kann. Laut Russlands Verfassung ist eine Volksbefragung Beschluss-fähig.

Laut den Kommunisten sollte jeder Vorschlag zur Einsparung zuerst von Ministern getestet werden, bevor man ihn zum Beschluss vorlegt.

Im April sagte Präsident Putin in einer Fernseh-Befragung, dass das Pensionsalter eine Frage ist, die mit größter Vorsichtigkeit behandelt werden muss.

Interfaks und rt.com v. 9. 10.15


Quelle - källa - source

Montag, 12. Oktober 2015

Neue russische Variante in Syrien (UPDATE)


Kurz vorweg: Lest unbedingt die sensationellen Nachrichten  in den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Hier die Schlagzeilen 'Spektakuläre Wende: Obama erklärt US-Kriege für gescheitert'; 'Erfolg für Putin: Saudi-Arabien gibt Widerstand gegen Russland auf' (Die militärische Stärke Russlands hat nun auch Saudi-Arabien zum Einlenken gebracht); Top-Militär sieht Anzeichen für das Ende der USA als Weltmacht'.

Einar Schlereth
12. Oktober 2015
Herzliche Begrüßung
Mike Whitney schrieb am 9. Oktober 2015 von einer neuen Variante der russischen Verletzungen türkischen Luftraums.

Für die beiden ersten Verletzungen habe sich Moskau sehr höflich entschuldigt und gesagt, dass sie unbeabsichtigt gewesen seien.

Und dann habe es einen dritten Zwischenfall gegeben, einen sehr ernsten, der kein Fehler war.. Er war beabsichtigt und sollte dem türkischen Präsidenten eine Botschaft übermitteln. Mike Whitney zitiert eine amerikanische Quelle:
„Türkische Beamte behaupteten, dass am Montag ein dritter Vorfall stattfand, als ein nicht identifizierte MIG-29 Kampfjet acht türkischen F-16, die auf ihrer Seite der Grenze patrouillierten, mit seinem Radar vier einhalb Minuten lang ins Visier nahm,  offenbar bereit, das Feuer zu eröffnen.“

Sonntag, 11. Oktober 2015

Henning Mankells Haltung war revolutionär


Da Henning Mankell auch in Deutschland sehr bekannt ist, halte ich es für richtig, den Nachruf von dem Sozialisten und Kulturschriftsteller Hans Isaksson aufzulegen, da er eine Seite von Henning betont, die von den liberalen Medien gern übersehen wird, nämlich, dass er Revolutionär war.  Im Handeln, nicht im Reden (von denen gehen 13 aufs Dutzend, wie man in Schweden sagt). Nachdem ich sein erstes Buch 'Die weiße Löwin' gelesen hatte, rannte ich auf der Buchmesse los, um ihn übersetzen zu können. Aber ich war zu spät dran. Schade, andernfalls hätte ich ihn zu meiner Freude kennenlernen können, zumal wir eine große Gemeinsamkeit haben - die Liebe zu Afrika.

Hans Isaksson


8. Oktober 2015


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Wir zählten Henning Mankell als einen von uns und er ließ unsere Sache nie im Stich, auch wenn er nie ein Partei-Mensch gewesen ist. Er behielt die progressive und im Grund revolutionäre Haltung bei, die er seit den 1960-er Jahren hatte und die auf ungewöhnliche Weise seinen Lebenslauf prägte.

Als Dramaturg und Theaterchef, Drama-Verfasser von 20 Theaterstücken, als Schriftsteller (wenn wir richtig gerechnet haben) von 44 Romanen – für Kinder, Jugendliche und vor allem für Erwachsene. Als Teilnehmer bei der ersten Flottille 'Schiffe für Gaza'. Als Debatteur und Schriftsteller.

Erst als Verfasser der Wallander-Serie – die seither eine (unnötig) große Reihe von TV-Thrillern inspiriert hat – wurde er richtig bekannt und bewundert, auch weithin im Ausland.

Brief aus einem friedlichen Syrien 2007 (Video)


Wie ihr seht, ist dies ein alter Artikel, der wahrscheinlich auch jedem Syrer beinahe unwirklich vorkommen wird nach allem, was inzwischen geschehen ist. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns dies einmal genau durchlesen. Ja, gewiss war es ein Bild des Friedens, aber damals schon war die Grundlage für das gelegt, was kommen sollte. Das Land war bereits unter dem Vater Bashar al-Assads einem neuen Kurs gefolgt: Beseitigung sozialistischer Maßnahmen und Öffnung für den Westen. Einfuhrzölle wurden gesenkt, ausländische Institutionen wurden sehr aktiv wie etwa der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst); und ihr könnt auch sehen, dass damals Syrien eine gute Presse hatte bei uns. Aber genau dieser Kurs verschärfte die sozialen Spannungen im Land und förderte Unzufriedenheit. Und es ist völlig natürlich, dass es dann zu Demonstrationen kommt, wie schließlich auch bei uns (noch). Was dann kam, wissen wir. Wie auf dem Maidan und in anderen Farben- Revolutionen tauchten Scharfschützen und andere bewaffnete Killer auf. Und es wurden immer mehr  und mehr und am Ende wurden feige Söldlinge zu tausenden ins Land geschleust.
Auch wenn im Jahr 2007 noch Frieden herrschte und es den Menschen mehr oder weniger gut ging, hatte man  - wie sie auch schreibt - damals bereits 2 Millionen irakische Flüchtlinge aufgenommen und auch viele aus dem Libanon. Und jenen Menschen ging es wahrlich nicht gut, aber sie waren immerhin in Sicherheit. Die würden  sie gewiss gerne wieder haben - wenn sie die Wahl hätten. Deswegen kann man auch die große Zustimmung verstehen, die bei allen in Syrien herrscht nach den entschiedenen Aktionen, die Präsident Putin angeordnet hat. Dem Volk wäre von Herzen zu wünschen, dass der Friede wieder einkehrt. Und die große Mehrheit der syrischen Flüchtlinge würde stante pede kehrtmachen.

Ich hänge für euch unten noch ein aktuelles Video an, das in 5 Minuten glasklar erklärt, um was es in Syrien geht und wer die Akteure sind.

Susanna Böhme-Kuby

Mit dem Irak, dem Land zwischen Euphrat und Tigris, verbinden Bewohner unseres heutigen Zeitdorfes trostlose Bilder von Gewalt und Verwüstung. Die Zerstörung auch der antiken Zeugnisse jener »Wiege der Menschheit« durch anglo-amerikanische Bomben zeigt an, in welchem Maße der Menschheit das Bewußtsein von Geschichte und Zusammengehörigkeit verloren geht. Alle sozialen Übereinkünfte werden durch den Krieg außer Kraft gesetzt.

Im Nachbarland Syrien, zwischen Mittelmeer und Euphrat, sieht die Welt ganz anders aus. Was sich den Reisenden hier bietet, ist ein Bild des Friedens, religiöserer Toleranz und orientalisch bunter Geschäftigkeit, das Bild eines Landes im Aufschwung, das auf Kooperation mit dem Westen, mit Europa, setzt.