Sonntag, 18. Oktober 2015

Sebastião Salgado - einer der größten Fotografen unserer Zeit (Update)

Diana hat mich um einen Update gebeten und der Bitte einer Göttin leistet man doch selbstverständlich Folge. Es geht um diesen Link für diejenigen, die gerne mehr über Sebastião Salgado erfahren möchten, Ihr werdet erstaunt sein über die umfassende und anregende Präsentation Salgados in Wort und Bild. Aber auch die Arbeiten von anderen Künstlern werden vorgestellt. Viel Spaß beim Blättern.

Einar Schlereth
18. Oktober 2015

Gerade sah ich mir einige Videos mit den Arbeiten von Sebastião Salgado an. Hier ein paar Screenshots mit den links:


Militär gegen streikende Arbeiter

Ohne Titel


Ohne Worte
Ohne Worte


Ohne Worte


Dazu fiel mir ein: das haben wir angerichtet, da müssen wir helfen. Das heißt also 'müssten helfen', was eigentlich eine Selbstverständlichkeit wäre. Oder etwa nicht?

Aber wenn jetzt jemand meint, dass dies der Fingerzeig eines außerordentlich böswilligen Gottes ist - dann müssten wir auch helfen, diesem Gotte zum Trotz.

Und wenn jemand am Ende meint 'Die sind selber Schuld', dann ist das eine äußerst schamlose Lüge.

In keinem der drei Fälle fühlen wir eine Verpflichtung zu helfen. Das heißt, wir helfen nur, diese Menschen noch tiefer in den Dreck zu stampfen, damit wir sie nie mehr sehen müssen.

Und wir nennen uns immer noch Menschen? Ja, weil wir schon lange keine Scham im Leibe mehr haben. Ich sage wir, weil die wenigen Ausnahmen - auch wenn es max ein paar Millionen sind - insgesamt keinen Unterschied machen.

Kommentare:

  1. "Wir" haben gar nichts angerichtet. Es gibt keine Kollektivschuld, und auch keine Schuld die man erbt oder mit der man geboren wird.

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    1. Ja, du bist ein unschuldiges, dummes kleines Baby, Sabber doch lieber an deinem Schnuller rum.

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  2. Schuld ist immer ein falsches Wort, denke ich. Da zeigt jemand mit dem Zeigefinger auf andere, 4 Finger zeigen auf ihn selbst.
    Wie wäre es mit Verantwortung?
    Wie wäre es, wenn sich jeder von uns Gedanken macht, wie man das Leid dieser Welt ein Stückchen lindern kann?
    Jeder einzelne kann nur wenig ausrichten, außerdem hat es etwas mit dem (jeweiligen) Bewußtseinsstand zu tun.
    Am meisten profitieren tatsächlich die Multi-Konzerne mit ihren ganz eigenen Banksystemen und vielen Verzweigungen, kann ich hier nicht aufzählen von der Ausbeutung der Menschen - überall auf der Welt.
    Haben wir einen Anteil daran, daß es soweit gekommen ist? Das muß sich jeder selbst beantworten.
    Wir können nur schauen, wie wir es besser machen und nach Lösungen suchen.

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  3. Nja, liebe Rositha, Schuld und Verantwortung sind keine austauschbaren Begriffe. Wenn wir sagen, das USNATOISRAEL Imperium trägt die Schuld an der Misere in der ganzen Dritten Welt - zumal die ja immer noch anhält und sogar vertieft wird - kannst du nicht an dessen Stelle Verantwortung setzen, eben weil es die ja NICHT trägt. Das ist die direkte Schuld und dann gibt es die indirekte - unser aller Schuld - die das lateinische Sprichwort 'Cum tacent clament' (Wer schweigt, stimmt zu) so gut zum Ausdruck bringt. Imperialisten handeln nicht unbewusst. Sie wissen, was sie tun. Sie wollen diese gewaltige Mehrheit der Menschen unten halten und sie ausbeuten und auf ihnen herumtrampeln (was obendrein ihr Selbstwertgefühl steigert). Sie könnten, wie du richtig auf deinem Blog Gegenstrom schreibst, das Elend der Welt in ein paar Jahren beseitigen und aus ihrer Portokasse bezahlen. Sie sind die Schuldigen, die allesamt vor Gericht gehören - gäbe es denn Gerechtigkeit. Und diese Dumpfbacken hier oben, die das AKTIV rechtfertigen, tun das, weil sie instinktiv wissen, dass sie davon profitieren, wenn auch relativ minimal. Und Verantwortung, die tragen wir, die wir das geschehene und das geschehende Unrecht beseitigen wollen, was wir aber nicht einzeln im stillen Kämmerlein tun können, sondern indem wir uns zusammenschließen und kleinliches Gezeter hinter uns lassen.

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    1. Nun, die Verursacher übernehmen keine Verantwortung, und wir fühlen uns schuldig. Schuld kann eben auch als eine Art Keule benutzt werden, das war mein Punkt.
      (Mit diesem Schuld-Kult wird eben viel Mißbrauch betrieben.)
      Ich wollte, typisch Frau?, ein Stück vermitteln zwischen Euren Beiden Kommentaren, irgenwie doch harte Worte.
      Ich weiß nicht, wie es genau richtig ist.
      Und die Verantwortung tragen wir in dem Maße mit, wie wir es geschehen lassen. Wie Du es ausdrückst, wer schweigt, stimmt zu.
      Was ich gut finde auch passend, ist dieses Zitat, weiß gerade nicht, wer es gesagt hat:
      Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein Stückchen besser machen.
      In diesem Sinne, alles Gute
      R.

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    2. Eine Schuld von sich zu weisen, die man sich nie im Leben aufgeladen hat, setzen Sie gleich mit "aktiv rechtfertigen"? Indem Sie sagen: "wir alle sind schuld", arbeiten Sie ziemlich gut für die richtigen Verbrecher, die sich dann hinter allen verstecken können und die Verantwortung bei denen abladen können, die gar nichts gemacht haben und dann gezwungen werden sollen die Sch...e auszubaden, für die andere verantwortlich sind!
      Das "Schweigen" können Sie niemandem vorwerfen - erstens wissen Sie überhaupt nicht, gegen wen sich die Vorwürfe richten, wenn Sie pauschal alle verurteilen, was ungerecht ist, da viele Menschen mit den Handlungen der Regierung nicht einverstanden sind und das auch ausdrücken, und zweitens ist das Schweigen sowieso ohne Belang, da die Informationen alle bekannt sind. Und? Was ändert es zum 1000000sten Mal zu wiederholen, die westlichen Regierungen tun Schlechtes und zu sagen was genau es diesmal ist? Das tun die doch alle, das ist ihr verdammter Job, ihre reine Existenz ist schon darauf aufgebaut Leuten gegen ihren Willen ihren Kram zu wegnehmen oder sie anzugreifen. Wenn Sie das nicht machen würden, wären sie keine Regierung. Ihre "5 guten Führer gegen den Imperialismus" sind der gleiche Abschaum, nur mit derzeit weniger Möglichkeiten Schaden anzurichten, weil es die Diktatoren vor ihnen so sehr verbockt haben. Aber die Leute, die denen allen die Macht wegnehmen wollen, die sagen, dass die kein Recht haben den Einzelnen zu zwingen bei diesem Wahnsinn mitzumachen, werden als unsoziale Egoisten oder als Ausbeuter beschimpft, die sich "ihrer gesellschaftlichen Verantwortung (die gesetzt wird wie es gerade passt) entziehen", weil die Freiheit als zu bedrohlich gilt! Ja, es gilt ja schon als (Steuer-)Geschenk, wenn man das behalten darf was man selbst verdient hat und für eigene Zwecke ausgeben will, zu denen Krieg sicher nicht gehört! Wenn man die Bohrmaschine wegwirft, dann muss man eben mit dem Kopf durch die Wand und sollte sich über den Misserfolg und die wohlverdienten Schmerzen nicht aufregen!
      Wenn Sie nicht in der Lage sind die schuldigen Personen, die tatsächlich Gewalt gegen andere befohlen oder ausgeführt haben, auszumachen, dann halten Sie sich an die, die Sie kennen - die Systemlinge in den Regierungen - oder suchen Sie weiter. Nichts gibt Ihnen das Recht Unschuldige zu diffamieren.
      Es ist außerdem naiv zu glauben, diese Leute hätten die Macht oder die Mittel, alles zum Guten zu wenden. Wieviel Geld wurde im Westen schon im Kampf gegen die Armut ausgegeben und es wird trotzdem nicht besser? Keine Chance, es gibt keine "guten Führer", die die Schafherde in eine leuchtende Zukunft führen werden! Diese Leute wollen die Macht weil sie sonst nichts können. Die Guten gehen in die Wirtschaft und stellen etwas für die anderen her, was diese freiwillig kaufen werden und gehen nicht in die Anstalt, in der sie anderen mit Drohungen und Gewalt ihren Willen aufzwingen können.
      Sie können den Geldbeutel aufmachen, nicht den eigenen wohlgemerkt, weil der trotz allem nicht so tief ist, sondern unseren, und das Geld wird versickern. Nach einiger Zeit hat man dieselbe Situation wie früher, da die Leute ihre Gewohnheiten nicht geändert haben, weiterhin falsche Entscheidungen treffen, aus denen sie sich für kurze Zeit herauskaufen konnten. Die Leute müssen lernen ihre Probleme selbst zu lösen, und das wird eine Generationen dauern. Viele Probleme sind kulturell bedingt und lösen sich erst auf wenn sich die ganze Gesellschaft ändert und nicht wenn Geld hereingeschüttet wird, welches doch nur wieder für Importe abfließen würde oder für Infrastruktur, die die angestammte Bevölkerung nicht erhalten kann. Es fehlt einfach das Fundament, der Respekt vor den individuellen Rechten, um eigene Systeme aufzubauen, die Eliten halten ihre Bereiche geschlossen und die Massen in Abhängigkeit. Da reicht es auch nicht irgendeine westliche Verfassung zu kopieren in der steht, dass alle frei und vor dem Recht gleich sind, das muss verstanden und gelebt werden.

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  4. Ich habe die Lehre des "christlichen" Abendlandes --- allgemein: "die Kirche" und dessen zentrales Dogma verworfen und ich versuche mal so zu tun, als ob ich nicht in dieser Kultur geboren worden wäre und "die Sache aus der Vogelperspektive" betrachten könnte und weise darauf hin, dass ich seit mehr als 40 Jahren das Buch, welches hier "Bibel" genannt wird in verschiedenen "Übersetzungen" lese und mich bemühe, mich auch sonst noch "schlau zu machen".

    Vergleiche ich nun vor allem die Lehre des Evangeliums mit den Lehren und Dogmen der Abendland-Kirche(n), so sticht ins Auge, dass es das "Thema" Schuld im sogenannten "Neuen Testament" (NT) nicht gibt --- es kommt überhaupt gar nicht vor! auch wenn das Wort Schuld ein EINZIGES mal in einem bestimmten Sinnzusammenhang Verwendung findet. --- Freilich der "Denk-Welt" der Autoren der Evanglien und Briefe des NT liegen die philosophischen und religösen Anschauungen des Judentums vor knapp 2000 Jahren zugrunde, in dessen Vorstellungswelt (Ideen) es keine "Gottheiten" gibt. "Gott" ist nicht greifbare, nicht denkbare, nicht fassbare, "ewig-dauernde-jetzt-gegenwärtige-anwesende Gegenwart" - kein Lebe-Wesen oder Mensch, das oder der bezeichnet oder beschrieben werden könnte, denn eine der zentralen Aussagen, die gemacht werden lautet: "Niemand hat jemals "Gott" gesehen". Bei allen "Aussagen", die über "Gott" im NT zu finden sind, handelt es sich entweder um Gleichnisse oder Metaphern: "Gott ist Licht", es handelt sich dabei also um einen verkürzten Vergleich mit Dingen oder Lebe-Wesen, die tatsächlich vorhanden sind, die Menschen sehen, hören, schmecken, riechen, fühlen oder denken können, dem das "wie" fehlt: "Gott ist wie Licht", wäre also die richtige Übertragung in unsere Sprache, der "das Verständnis für Metaphern" weitestgehend "abhanden" gekommen ist.
    #
    "Der Mensch ist ein von Natur aus - also materiell-biologisch - schuldiges Böses-Sein" (Abendland-Christentum)
    versus
    "Der Mensch ist immer sehr gutes ewiges Gutes-Sein" (Evangelium)
    #
    "Der Mensch braucht Erlösung, die ihm von der Kirche vermittelt wird"
    versus
    "Der Mensch hat Erlösung, die ihm bereits durch das Evanglium vermittelt wurde"

    Diese Abendland-"Kirche" lehrt also grundsätzlich etwas komplett anderes über Gott und die Menschen, als das Evangelium und hat sich nach der Vernichtung der Spätantike durch die Pest, die den Mittelmeerraum knapp 200 Jahre "heimsuchte", langsam aber stetig mit brutaler Gewalt ab etwa 590 n. Chr. über die Länder und Völker Europas hergemacht, ihre Menschen gejagt, gefangen genommen und auf den Sklavenmärkten der Welt verkauft und die bereits bestehenden Hochkulturen in Europa zerstört und sich die Völker unterworfen oder durch Völkermord ausgerottet und eine vollkommen vorher nie dagewesene EIGENE Kultur ERSCHAFFEN und aufgerichtet: die Schuldkultur des NIHILISMUS oder wie ich es nenne: den KULT des TODES. Davon ist das Abendland kulturell durchdrungen: Schuld-Sprache -damit Schuld-Denke -, vermittelt durch die Schuld-Religion und durch ein Schuld-Recht gefestigt und durch ein Schuld-Wirtschafts- und Finanzsystem am "Leben" gehalten.

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