Freitag, 23. Oktober 2015

Niemand wagt, was ISLAND tut: 26 Banker in den Knast


Jay Syrmopoulos
21. Oktober 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Verhaftet die Banker!
In starkem Kontrast zur rekordniedrigen Zahl von Bossen in Unternehmen oder Finanzinstituten, die vor Gericht kommen, hat Island gerade 26 Spitzenbanker zu insgesamt 74 Jahre Gefängnis verurteilt.

Die Mehrzahl ist zu 2 – 5 Jahren Knast verurteilt worden – die Höchststrafe beträgt in Island; es gibt allerdings Erwägungen, die Höchstmaß auszudehnen.

Die Anklagen sind das Ergebnis von den Manipulationen der Finanzmärkte durch Islands Banker, nachdem im Jahr 2006 Island den Banksektor deregulierte. Am Ende entstand eine enorme Schuldensumme wegen der Kernschmelze im ganzen Banksektor 2008.

Zu den Verurteilten des Höchsten Gerichtes gehören drei Topmanager der Landsbankinn und zwei Topmanager der Kaupthing und ein prominenter Investor. An den Schulden bei dem IWF hat das isländische Volk immer noch zu zahlen.

In den USA ist nicht ein Banker für die Verbrechen im Zusammenhang mit der Finanzkrise von 2008 belangt worden.


Der isländische Präsident Olafur Ragnar Grimmson fasste es  am besten zusammen, als er gefragt wurde, wie sein Land sich von der Finanzkrise erholte:

„Wir waren klug genug, nicht den traditionellen und vorherrschenden Orthodoxien der westlichen finanziellen Welt in den vergangenen 30 Jahren zu folgen. Wir führten Währungskontrollen ein, wir ließen Banken bankrott gehen, wir gaben dem Volk Hilfe und haben keine Sparmaßnahmen wie in Europa eingeführt.“

In den USA hingegen wurden die Banken noch belohnt, natürlich mit Steuergeldern.

Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Sie ließen die Banken nicht alle bankrott gehen, manche wurden verstaatlicht. Man beachte den Anstieg 08/09:
    http://de.tradingeconomics.com/iceland/government-debt-to-gdp
    Außerdem waren die betroffenen Sparer der bankrotten Banken zum größten Teil Ausländer, also kein lokales Stimmvieh, welches den Politikern Probleme machen könnte. Die Lage dort ist wohl trotzdem so schlecht, dass man ein paar Sündenböcke präsentieren muss, die wahrscheinlich irgendwelche opferlosen "Verbrechen" begangen haben.

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