Freitag, 27. November 2015

Ankaras Fehlkalkulation

von Rainer Rupp

Ankaras Fehlkalkulation

Abschuss des Su-24-Kampfjets macht Annäherung zwischen Russland und der Türkei zunichte. NATO-Mitglieder gehen auf Distanz zu Erdogans Konfrontationskurs.


G20_summit_in_Anatal_47324255.jpg
Da war die Welt noch in Ordnung: Russlands Präsident Putin und sein türkischer Amtskollege Erdogan beim G-20-Gipfel in Antalya am 15. November 2015

Handelskrieg in Ostasien und Putins Schachzug gegen den IWF


Stefan Lindgren
23. November 2015


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
Handelskrieg in Ostasien

Der Griff der Multis nach der Macht.
 Die Asien-Pazifische Ökonomische Kooperation (APEC) begann ihr Gipfeltreffen in Manila/Philippinen am 18. November. In diesem Jahr drehten sich die wichtigsten Fragen um das US-geführte Projekt der TPP.

Der USA glückte es ja, 11 andere Pazifik-Länder in den Pakt zu lotsen, der gegen China gerichtet ist: Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neu-Seeland, Peru, Singapur und Vietnam.

In einem Interview mit 'Russia Direct' sagte Professor Radikha Desai in Kanada, das auch Mitglied im Valdaj-Klub ist, dass TPP wohl nicht die Bedeutung haben wird, die sich die USA erhoffen.

Erstens werden deren äußere Zollmauern durch immer mehr regionale Handelsabkommen (RTA) aufgehoben (612 Anmeldungen für derlei Abkommen sind schon bei der WTO eingegangen). Die Welthandels-Organisation (WTO) ist „tot“, laut Desai, unter anderem deshalb, weil die USA und Kanada auf die RTA setzen, die den Unternehmen einen extremen Rechtsschutz gegen innenpolitische Veränderungen bieten.

Donnerstag, 26. November 2015

Anschlag in Mali: es geht nicht nur um Boni, Uran, Bauxit, Gold, Phosphat, Kupfer

auch die EZBankfurter PEARL-GOLD AG
sch(l)ürft MALI leer”,

so HaBE ich im meinen MALI-Artikel überschrieben.  Jetzt legen zahlreiche Indizien – wie die am 13.11. 2015 in Paris durchgeführte Terror-Katastrophenübung mit dem selben Szenario, der “vergessene” Ausweis eines der Attentäter …   sowohl bei den Anschlägen in Paris wie bei dem in Bamako, der Hauptstadt Malis den Verdacht nahe, dass hier dienstlich Kriegsanlässe geschaffen wurden.  Matthias Brökers, der taz-Mitgründer nennt viele davon in seinem Interview bei KenFM, in dem er sinngemäß sagt, dass “nach Einführung der Ausweispflicht für Attentäter ((schon vor dem Attentat auf Charlie Hebdo HaBE)) die Terrorismus-Aufklärungsquote  rasant gestiegen” sei. :-O))))).  https://www.youtube.com/watch?v=BZ1cJ9oq2WU

Der desertierte algerische Geheimdienst-Offizier Mohammed Samraoui liefert mit seinem Buch “Chronik der Jahre des Blutes”  die passenden  tiefen Einblicke in die algerisch-französisch-dienstliche “Terrorismus-Produktion” zur Vorbereitung des “Krieges gegen den Terror”, mit dem strategische & Resourcen-Raubkriege als quasi hunanitäre Militäreinsätze geführt werden: am Beispiel der Bekämpfung der Touareg im algerisch-malischen Grenzgebiet, die sich nicht von ihren Weidegründen/Oasen, aus ihren Stammesgebieten vertreiben lassen wollen, wo sich Uran-, Bauxit-, Gold-, Phospahat-, Kupfer und Öl/Erdgas-Lagerstätten befinden

Hier weiterlesen.

 

Beginnt die Türkei einen Stellvertreterkrieg für die NATO gegen Russland?


Es freut mich natürlich, wenn Pepe Escobar in 'Sultan Erdogans Krieg gegen Russland' und Peter König am 25. November, also heute, im wesentlichen bestätigen, was ich schon am 24. November geschrieben habe. Peter König geht allerdings ein Stück weiter und spekuliert über einen 3. Weltkrieg, den Pepe und ich auch vorerst noch nicht sehen. Das bedeutet nicht, dass die Lage nicht gefährlich ist, weil die USA ein völlig unberechenbares und risikoreiches Spiel treiben.


Peter König
25. November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Hat die Türkei gerade einen Stellvertreter-Krieg für die NATO gegen Russland begonnen? Die Türkei wußte sehr gut, dass der russische Su-24 Kampfjet innerhalb Syriens Grenzen war und dass selbst wenn er sehr nahe an der Türkei war, keine Gefahr für sie darstellte. Russlands Mission war klar für alle die 19 Länder, die das G20 Treffen vor 10 Tagen in Antalya/Türkei besuchten, als die gesamte Gruppe einstimmig beschloss, im Kampf gegen den Islamischen Staat (oder Daesh) zu kooperieren.

Russlands Satellitenfoto
Diese 'Einstimmigkeit' schien das Pariser Massaker am 13. November hervorgerufen zu haben, das angeblich von der IS beansprucht wurde. War die abgesprochene 'Kooperation', gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen, nur Heuchelei? Eine internationale Arena, um Lügen zu verbreiten und so zu tun, als ob es Hoffnung gäbe, die von allen gefürchtete Terror-Bedrohung im Herzen Europas auszulöschen?

Mittwoch, 25. November 2015

Die Komplizen sind nervös: Nato fürchtet Putins klare Linie gegen den Terror

Putin warnt EU
Die Nato ist hypernervös, weil sie merkt: Im Falle eines russischen Sieges in Syrien kommt die Wahrheit über das Verhältnis des Nato-Mitglieds Türkei zum Islamistischen Terror (IS) ans Licht. Wenn die Flüchtlinge zurückkehren können, fehlt Erdogan plötzlich das Faustpfand für seine Erpressung. Es ist eindeutig, wer in diesem Konflikt ein Interesse an einer Eskalation hat.
Die Reaktionen des westlichen Bündnisses auf den Abschuss eines russischen Kampfbombers zeigen, dass die Nato sehr nervös ist. Sie ist drauf und dran, die Kontrolle über Russland in Syrien zu verlieren. Der türkische Ausritt, der mit großer Wahrscheinlichkeit von den Geheimdiensten geplant worden ist, trägt mehr den Charakter einer ratlosen Symbolhandlung als einer durchdachten Kommando-Operation. Der russische Botschafter bei der Nato, Alexander Gruschko, nannte das Statement ein Schattenspiel.

Der Grund für die Suche der Nato nach einem schattigen Versteck liegt in Putins Feststellung, dass jene, die das russische Flugzeug abgeschossen haben, Komplizen der Terroristen seien. Die Türkei ist ein Nato-Staat: Erstmals sieht sich das Bündnis dem offiziellen Vorwurf des Terrorismus ausgesetzt. Bis jetzt hat die Nato immer nur andere mit dem Etikett versehen. Doch die Nervosität hat handfeste militärische Gründe.

Hier weiterlesen.

Pariser Kontext: 27 Millionen vermeidbarer toter Moslem seit 9-11 in 20 Ländern


Einar Schlereth
25. November 2015


So lautet der Titel eines Essays von Dr. Gideon Polya, der leider 30 Seiten lang ist. Daher werde ich nur auf die wichtigsten Punkte hinweisen. Einleitend schreibt Polya:
„Die schreckliche Pariser Untat (130 Tote) hat Hollande und Obama veranlasst, die Zerstörung des Islamischen Staates zu fordern, d. h. Genozid, wie er in der UN-Genozid-Konvention definiert wird. Ein umfangreicher Report von drei großen Ärzte-Organisationen schätzte jüngst, dass 2 Millionen Moslems in dem US-Krieg gegen Terror getötet wurden, aber die UN-Daten zeigen, dass die moslemischen vermeidbaren Toten durch Entbehrung in Ländern, die westlicher militärischer Intervention von 2001-2015 ausgesetzt wurden, jetzt 27 Millionen betragen, was 'Frieden jetzt' erforderlich macht und Strafverfolgung der Verantwortwortlichen für diesen moslemischen Holocaust und moslemischen Genozid.“

Dies ist allerdings eine Fehlinterpretation der UN-Konvention. Die Zerstörung eines Staates kann nicht Genozid sein. Genau wie die falsche Anklage gegen den früheren iranischen Präsidenten Ahmedinedschad, der die Zerstörung Israels, aber nicht die Ermordung der Juden forderte. Es kann einen Genozid zur Folge haben, wenn z. B. wie im Irak oder jetzt auch in Syrien die Zerstörung der Infrastruktur unzählige Tote verursacht.

In der Folge erläutert Polya aber detailliert, was gemeint ist. Er bringt viele Beispiele von Lügen der westlichen Medien mit absurd niedrigen Opferzahlen im Fall Irak. Da wird wild drauflos geschätzt, werden passende Quellen angeführt, ausgelassen, verdreht oder direkt gelogen. Meister darin ist vor allem auch seine Heimat Australien.

Dienstag, 24. November 2015

Türkeis feiger Angriff aus dem Hinterhalt – Putin kündigt ernste Folgen an (update)

Ein kleiner Update von der Propagandaschau, der zeigt, wie die ARD bewusst und vorsätzlich die Wahrheit verschweigt, obwohl CNN in der Türkei berichtete, dass das Flugzeug über syrischem Gebiet abgeschossen wurde - sogar mit Karte. Schaut selbst.

Einar Schlereth

24. November 2015


Ein vermeintlicher Bündnispartner im Kampf auf Leben und Tod gegen einen unmenschlichen Gegner fällt dem Partner in den Rücken. Aber das passt zu der Gangsterfresse von Erdogan. Nach einem kurzen Ausbrecher, wo man meinte, er habe Vernunft angenommen und wird sich der Achse Moskau-Beijing zuwenden und nach Unterzeichnung eines für die Türkei profitablen Pipeline-Abkommens ist der Pudel zurückgepfiffen worden. Außerdem hat man ihn dazu verleitet, den Bären anzukläffen und zu bepissen. Ich denke nicht, dass ihm das gut bekommen wird.


Ein Flugzeug dieses Typs wurde von den Türken abgeschossen.
Eine angemessene Reaktion Russlands wäre ja gewesen, eine Luftwaffenbasis mal kurz platt zu machen – nicht gerade Incirlink, weil da die Amis auch hocken – aber eine andere, als Wink mit dem Zaunpfahl. Die Amerikaner hätten das verstanden, weil sie selbst genauso gehandelt hätten. Sie haben es ja auch im Falle Georgien verstanden. Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee wäre, eine eklatante Aggression einfach durchgehen zu lassen. Die Erfahrung lehrt, dass solche Typen es wiederholen.

Putin hat zwar ernste Konsequenzen angedroht, aber wie ernst wissen wir noch nicht. Er hat ja die Neigung, äußerst vorsichtig zuwegezugehen. Aber mit der Absage der Türkei-Reise Lawrows ist es nicht getan. Bei Kreaturen wie Erdogan, der sich hiermit auf das Niveau seiner ISIS-Kumpane begeben hat, dürfte das nicht angebracht zu sein. Ganz gewiss sind jetzt aller Augen – besonders die der anderen Pudel im Nahen Osten – gespannt auf Moskau gerichtet. Von Moskaus Reaktion wird diplomatish viel abhängen.

Natürlich leugnen die Türken erst einmal, wie es alle Verbrecher tun. Aber es zeigt, die verhängnisvolle Rolle der Türkei im Syrien-Konflikt hat sich dadurch intensiviert, wie John Wight auf Counterpunch schreibt. Aber die hat es nicht ohne Herrchen in Washington gespielt. Auch dieser Su-24 Abschuss ist mit Washington geplant. Es zeigt weiter, dass alle die Sprechblasen, die in den vergangenen Wochen nach all den Konferenzen und Gesprächen genau das waren: Sprechblasen. Kein Wort ist ernst gemeint, waren nur zum Hinhalten gedacht. Man hält weiter eisern an der Zerstörung Syriens und dem Sturz Assads fest.

Es kann natürlich auch sein, dass es eine bewusste Provokation Obamas war, um Putin zu einer scharfen Reaktion – wie oben angedeutet – zu veranlassen, womit die Avancen Hollandes in Moskau, sich dem Bündnis gegen die ISIS anschließen zu wollen, direkt in den Papierkorb geflogen wären. Dann wäre der Bündnisfall für Frankreich fällig gewesen, da ja ein EU-Mitglied angegriffen wurde. Keine Sorge, dass drehen unsere Medien schon in die rechte Richtung, dass am Ende Russland als der Aggressor dasteht. Aber nicht nur die Rück-Eingliederung Frankreichs in das Imperium kann gemeint sein, sondern auch als Drohung an Hollande, die eigenen Flieger besser zuhause zu lassen.



So, nun lasse ich mal die Spekulationen. Es gilt abwarten und Tee trinken. Was bleibt uns anderes übrig!

Montag, 23. November 2015

US-Kongress-Frau macht Vorschlag, den „illegalen“ Krieg gegen Assad zu stoppen


Und wer ist diese Frau? Ihr kennt sie schon – eine Indigene aus Hawai. Ich habe sie hier bereits vorgestellt. Sie bringt den Mut zu diesem Gesetzes-Vorschlag auf, den hunderte Männer und Frauen nicht aufbringen. Und hört euch ganz am Ende an, was sie da noch zu sagen hat. Das hat man im Kongress wohl noch nie oder lange nicht gehört. Da spielt sie direkt mit ihrem Leben. Und wie ich gerade sehe, gibt es auf YouTube noch eine Menge anderer Videos mit ihr, in denen sie stets klar formuliert Vorschläge und Eingaben macht, die den Einprozentern sehr schrill in den Ohren klingen müssen.
US-Kongress-Frau macht Vorschlag, den „illegalen“ Krieg gegen Assad zu stoppen
Tyler Durden
22. November 2015

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Im vergangenen Monat hat die Kongress-Abgeordnete Tulsi Gabbard im CNN Washingtons Syrien-Strategie entlarvt. In einem bemerkenswert offenen Interview mit Wolf Blitzer, nannte Gabbard Washingtons Vorgehen, Assad zu stürzen, „kontraproduktiv“ und „illegal“ bevor sie einen Schritt weiter ging, und die CIA beschuldigte, genau die Terroristen zu bewaffnen, die vom Weißen Haus als „geschworene Feinde“ bezeichnet werden. 

Kurz gesagt, sagt sie der amerikanischen Öffentlichkeit, dass die Regierung sie belügt und es möglicherweise damit endet, unbewusst einen „Dritten Weltkrieg“ auszulösen.
Für alle, die es verpasst haben, hier ist der Ausschnitt:


Das war vor Paris.

"Trauen Sie mir?" Ein Moslem mit verbundenen Augen umarmt Hunderte in Paris (Video)


"Trauen Sie mir?"
Ein Moslem mit verbundenen Augen umarmt Hunderte in Paris 

1 Minuten Video

Paris. Auf dem Platz der Republik  zog ein junger Mann große Aufmerksamkeit auf sich, als er sich die Augen verband und zwei Schilder aufstellte: "Ich bin Moslem, aber man sagt mir, dass ich ein Terrorist bin." und "Ich traue Ihnen, trauen Sie mir? Wenn ja, umarmen Sie mich."
Am 22. November 2015 eingestellt.
 


Text seiner kleinen Rede am Ende, als er die Binde abnahm: "Ich möchte jedem danken, der mich umarmt hat. Ich habe diese Botschaft an alle gerichtet. Ich bin ein Moslem, aber das macht mich nicht zu einem Terroristen. Ich habe nie jemanden getötet. Ich kann euch sogar sagen, dass ich am vergangenen Freitag Geburtstag hatte, ich aber nicht ausging. Ich fühle zutiefst mit allen Familien der Opfer. Ich möchte euch sagen, dass Moslem nicht zwingenderweise "Terrorist" bedeutet. Ein Terrorist ist jemand, der bereit ist, einen anderen Menschen wegen nichts zu töten. Ein Moslem wird das nie tun. Unsere Religion verbietet uns das."

Paris, der Terror und die Übungen

Unser unermüdliche Christian hat wieder eine ganze Menge Material zum obskuren Pariser Attentat ausgegraben. Wie seit 2001 üblich, gab es auch in Paris eine ganz zufällige Notfallübung oder sollte man sie richtiger als stand-by Übung bezeichnen? Ziemlich klar scheint zu sein, dass die IS, Daesh oder sonstigen Gangster nicht ohne know-how westlicher Geheimdienste und Regierungen auskommen, die natürlich auf einen ganz anderen Erfahrungsschatz und grenzenlose Mittel zurückgreifen können. Unter dem zweiten Artikel liegen mehrere Links (alle zu deutschen und Schweizer Zeitungen), von denen die Geheimhaltungsmethoden der IS diskutiert werden. Neben den USA scheint auch die Schweiz mit ihrem Threema App weit vorne zu liegen. Aber auch bei den aller-aller-besten Kodierungsmöglichkeiten gibt es immer eins, zwei, drei, vier ... Leute, die mitlesen können. Sonst wären die 100% stimmigen Voraussagen und Warnungen (z. B. an die jüdische Gemeinde in Paris) nicht möglich. Der beste Beweis dafür, dass Hollande & Co. Bescheid wussten, sind ja die neuen Gesetze zur drastischen Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten, die er blitzschnell fix und fertig aus der Tasche gezogen hat.

17.11.2015

Erneut geht einem großen Terroranschlag in einer westlichen Metropole eine passende Notfallübung unmittelbar voraus. Bloß ein Zufall?

Der Guardian zitierte zitierte am Sonntag den in Frankreich bekannten Notarzt Patrick Pelloux, der nach den Pariser Anschlägen im Krankenhaus Verletzte behandelt hatte, mit den Worten:
"Unmittelbar, nachdem ich von den Freitagabend stattgefundenen Anschlägen erfahren hatte, eilte ich in die Notaufnahme. Tatsächlich hatten die Pariser Notfallkräfte an jenem Morgen eine Übung für einen großen Terroranschlag durchgeführt. Wir waren gut vorbereitet." 


Paris war kaum eine eigenständige ISIS-Aktion

Hadrian / Shutterstock.com Wolfgang Eggert Der augenblickliche Umgang mit dem Paris-Massaker ist nicht weniger als ein Lackmustest für einen Journalismus, der sich als “alternativ”, “besser” und vor allem “wahr” ...
shutterstock-paris-questions-1375
Hadrian / Shutterstock.com

Sonntag, 22. November 2015

Das Pentagon-Handbuch zum Kriegsrecht, Teil 1


Dies ist ein ungeheuerliches Machwerk, dass die Experten des Pentagon offenbar vom Adolf selig abgekupfert haben. Wolfgang Jung hat sich dankenswerterweise die Mühe gemacht, es zu übersetzen. Die folgenden Teile werde ich hier dazulegen.

Tom Carter
3 November 2015
Eine Anleitung für den totalen Krieg und die Errichtung einer Militärdiktatur


Das neue vom US-Verteidigungsministerium herausgegebene Handbuch zum Kriegsrecht ist eher eine Anleitung zum Brechen des Völkerrechts und der US- Gesetze und zum Begehen von Kriegsverbrechen. Das im Juni 2015 vorgelegte 1.165-seitige Dokument, das erst kürzlich online gestellt wurde (s. hier das Original als PdF) ), entspricht nicht dem geltenden Recht, zeigt aber, wie das Pentagon damit 
umgeht.

Nach diesem Handbuch setzt das Kriegsrecht, wie es vom Pentagon interpretiert wird, nicht nur die Menschenrechte, sondern auch die US-Verfassung außer Kraft.
Das Handbuch erlaubt die Tötung von Zivilisten in bewaffneten Konflikten und schafft die Voraussetzungen für massenhafte Inhaftierungen durch das US-Militär. Journalisten dürfen nicht nur zensiert, sondern auch als Spione behandelt werden, wenn die Militärs das für notwendig halten.

Das Handbuch stellt den Einsatz von Atomwaffen frei und lässt auch Napalm, Geschosse aus abgereichertem Uran, Streubomben und andere schreckliche Waffen zu. In diesem Handbuch geht es nicht nur um das Kriegsrecht, es ist eigentlich eine Anleitung für den totalen Krieg und die Errichtung einer Militärdiktatur. 


US-Lügen wie üblich – keine Öl-Tank-LKWs bombardiert


Auch ich bin drauf reingefallen, weil an sich verlässliche Quellen es berichtet haben. Entschuldigt bitte, aber die USA haben keine 120 LKW-Tankfahrzeuge bombardiert. Man muss sich einfach angewöhnen, prinzipiell den USA nicht mehr ein einziges Wort zu glauben.


Die USA benutzen russische Videos als Eigen-Reklame
Moons of Alabama
20.November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Ein bisschen Kleingeld für die ISIS.

Die US-Medien können sich nicht entscheiden, ob Russland nun derISIS eine Luftwaffe gibt oder ob Russland die ISIS in den größten Luftangriffen seit Jahrzehnten zerschlägt. So eine Konfusion tritt ein, wenn Propaganda-Phantasien mit der beobachteten Wirklichkeit kollidieren.

Um die Risse zu überbrücken, ist Pfuscherei erforderlich.

Wenn also die USA behauptet, gegen die Finanzierung der ISIS zu handeln, obwohl sie nicht viel tut, muss der US öffentliche Sender eben Bilder von den russischen Luftschlägen gegen den IS benutzen, um über US-Erfolge zu berichten.

Samstag, 21. November 2015

Das Imperium will Argentinien heim ins Reich holen


Ein sehr wichtiger Artikel! Ihr seht, wie die Rechten alles von linken oder halb linken (wie der spanischen 'Cambiamos') Brauchbarem abkupfern, sich mit fremden Federn zu schmücken und die Menschen in die Irre zu führen. Christine Kirchner ist einfach viel zu lasch gegen die Weltbank, IWF & Konsorten aufgetreten.
Atilio Boron
20. November 2015


Aus dem Französischen: Einar Schlereth

Das Imperium will unbedingt, dass Mauricio Macri die Wahl gewinnt

Die „Geier-Fonds“ haben nicht ihre Bereitschaft verheimlicht, mit dem „Macrismo“ zu kollaborieren im Fall seines Triumphes im zweiten Umgang. Nur wenige Tage nach dem ersten Umgang hat einer ihrer Sprecher in Paris erklärt, dass mit Macri in der Casa Rosada (Regierungssitz) sie beabsichtigen, dem internationalen Finanzsystem zu folgen und den Zustrom massiver Kapitalien zum „Wiederaufbau“ Argentiniens zu erleichtern. Macri rechnet auch mit der bedingungslosen Unterstützung der Medien-Oligarchie: die großen Medien haben auf skandalöse Weise Informationen manipuliert, um ihrem Kandidaten zu helfen.

Scioli und Marci

Marci kann auch auf die Hilfe der Hegemon-Fraktionen der herrschenden Klasse rechnen, deren Hauptorganisation die Arbeitnehmerorganisation Argentiniens ist (AEA). Auch die stärksten ausländischen Kapital-Konzentrationen unterstützen ihn, obwohl sie in den Kirchner-Jahren sehr gute Geschäfte gemacht haben. Die Mittelklasse sowie die Großgrundbesitzer unterstützen seine Kandidatur sowie die reaktionären Kreise der katholischen Kirche.

Freitag, 20. November 2015

Rohingyas, Burmas Generäle und die Aung San Suu Kyi-'Demokratie'


Einar Schlereth
20. November 2015

Durch all die Ereignisse bei uns und vor unserer Haustier sind etliche Weltereignisse hinten runtergefallen. Am 6. Juni 2013 habe ich einen Artikel von Ramzy Baroud übersetzt und gerade habe ich wieder einen Artikel von ihm gelesen, in dem es ebenfalls um das Schicksal Burmas, seiner Demokratie, dem hierzulande gefeierten Idol Aung San Suu Kyi und vor allem um das Schicksal der Rohingyas geht.

Rohingyas auf der Flucht
Sein Artikel ist zu lang, als dass ich ihn jetzt noch übersetzen könnte, weshalb ich ihn kurz zusammenfasse:

Die Rohingyas sind eine ethnische Minderheit im heutigen Myanmar, früher Burma, deren eigener Staat am Ende des 19. Jahrhunderts von den Burmesen erobert wurde. Sie haben bis heute nicht die burmesische Staatsangehörigkeit und werden als Fremde, die obendrein Moslems sind, von den Buddhisten gnadenlos und brutal verfolgt. Was ich immer sage – egal welche Religion – ist eine erst einmal an der Macht, nutzt sie die Gelegenheit, anders denkende, glaubende Leute abzumurksen. Hindus, Moslems, Buddhisten und vor allem die Christen.

Mallence Bart-Williams - meine ausgeraubte Heimat Sierra-Leone (Video)

Ézili Dantón schickte mir gerade dieses wunderbare Video zu, bei dem sie an mich denken musste, und schrieb: „Die Zeit der Wahrheit ist gekommen. Und es ist ein schönes Gefühl, sie von Mallence Bart-Williams erzählt zu bekommen." Und natürlich fügt sie hinzu (meine Übersetzung):
Mallence Bart-Williams
„HLLN [die von ihr gegründete Hilfsorganisation. D. Ü.] hat von Anfang an das Augenmerk auf die Reichtümer Haitis gerichtet; wie die degenerierten Kuppler der Armut sich am Leid der Schwarzen aufgeilen, sich selbst als „Retter“ präsentieren und wie die US-EU-Kolonialisten Haiti destabilisieren. Wo immer die westlichen, organisierten Kriminellen hinkommen, vermehren sie die Gewalt, Ungerechtigkeit und das Elend der Afrikaner. Diese Diebe zu identifizieren ist notwendig, um Gerechtigkeit durchzusetzen. Die HLLN hat darauf viel Energie verwendet, indem sie auf die Clintons, Bushes, Obama, Paul Farmer, Pamela White, das Rote Kreuz, die UN, ihre bafyòti und Ndòki etc. verwies. Dieses Video fasst alles zusammen in den ersten fünf Minuten. Wenn ihr es also nicht im Ganzen anschaut, dann wenigstens die ersten fünf Minuten.

Donnerstag, 19. November 2015

Ist dies die 'Bombe', die den russischen Jet zerstörte?


Corey Charlton
18. November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

ISIS hat in der neuesten Ausgabe ihres online-Magazins 'Daqib' ein Bild der selbst gebastelten Bombe veröffentlicht, die angeblich das russische Charterflugzeug vom Himmel holte.
Bild des Bombentyps, der im russischen Flugzeug deponiert wurde. Allerdings fehlt ja zumindest ein Zeitzünder

In derselben Nummer behauptet die ISIS auch, dass man die chinesischen und norwegischen Geiseln hingerichtet habe.

Allerdings sei die Authenzität des Bildes bis jetzt noch nicht festgestellt worden. Im Text zum Foto heißt es:
„Nachdem wir eine Möglichkeit entdeckten, die Sicherheit im Internationalen Flughafen von Sharm el-Sheikh zu umgehen, beschlossen wir, ein Flugzeug der US-geführten Koalition gegen den Islamischen Staat runterzuholen; aber das wurde gegen ein russisches Flugzeug ausgetauscht. Eine Bombe wurde ins Flugzeug geschmuggelt, was zum Tod von 219 Russen und 5 anderen Insassen führte, nur einen Monat nach Russlands gedankenloser Entscheidung.“ [Gegen die ISIS vorzugehen. D. Ü.]

Heute hat die russische Zeitung Kommersant bekannt gegeben, dass die Bombe in Flugzeug-Kabine versteckt war und nicht im Gepäckraum, wie früher berichtet wurde.


Auf den Seiten der Quelle sind noch mehr Fotos und auch Videos zu finden:


Quelle – källa - source

William Engdahl: Pariser Attentat stinkt zum Himmel

Einar Schlereth

19. November 2015

Hier haben wir ein Video mit einem Interview vom Corbettreport mit William F. Engdahl, der Interessantes zum Pariser Attentat zu sagen hat. Er gibt einen knappen historischen Abriss zur Geschichte des islamistischen/politischen Islam, der schon in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts von den Engländern gefördert und von Ägypten nach Saudiarabien gebracht wurde, um dort ein Amalgam mit dem Saudi- Wahabismus einzugehen. Ab der 20. Minute kommt Engdahl zum Pariser Ereignis.





Der militärisch-industrielle Komplex ist die größte Bedrohung für den Weltfrieden in unserer Zeit

Ich finde die Aussagen von Mossen Massarat sehr gut, zumal er mir aus dem Herzen spricht, wenn er den militärisch-industriellen Komplex auf's Korn nimmt. Seit Jahren werfe ich den alternativen Medien vor, die Kriegsindustrie größtenteils zu ignorieren. Und ich erinnere immer wieder an die 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts und seine großen Kriegsgegner wie Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Carl v. Ossietzky, Tucholsky etc. Einen einzigen Kritikpunkt möchte ich anführen, und zwar die flüchtige Erwähnung von Wallstreet und City of London, die letztlich den genannten Kriegskomplex in der Hand haben. Was im übrigen Marx genauestens vorausgesagt hat. Und beim Interviewer Wernicke erstaunte mich, dass es tatsächlich noch Leute gibt, von denen die USA als eine Demokratie angesehen wird. Die Dutzende Millionen Toten allein nach dem Zweiten Weltkrieg können dazu ja nicht mehr ihre Meinung sagen.

Mohssen Massarrat
Interview von Jens Wernicke

Sand im Getriebe 117
9. November 2015

Die Regime-Change Kriege des Westens
und seines militärisch-industriellen Komplexes

Jens Wernicke: Herr Massarrat, Sie vertreten seit Längerem die Auffassung, Friedenspolitik erfordere es inzwischen mehr denn je, auch und insbesondere den sogenannten Militärisch-industriellen Komplex in den Fokus der Kritik zu nehmen. Was meinen Sie damit? Worum geht es?

Mohssen Massarat: Die Kriegsgegner reagieren gewöhnlich auf Kriege, wenn sie längst ausgebrochen sind. Im günstigsten Fall beschäftigen sie sich kritisch mit offensichtlichen Kriegsvorbereitungen und hoffen, den Krieg verhindern zu können. So oder so läuft man de facto ständig den gewaltsamen Ereignissen hinterher und reagiert letztlich nur auf Symptome.

Dadurch bleibt die fundamentale Struktur von Gewalt und Kriegsproduktion, die
eigentliche Ursache von globalen Kriegen, der Militärisch-industrielle Komplex,
kurz MIK, jenseits unseres Blickes verborgen. Und während wir uns wegen so viel
Unheil und Katastrophen, wie zum Beispiel jetzt im Mittleren Osten, als immer 
ohnmächtiger empfinden, entwickelt dieser sich zu einem immer mächtigeren Monster.

Deshalb gilt es, jetzt die Antikriegsaktivitäten mit einer Aufklärung über den MIK zu
verbinden. Nach so viel sicherem Wissen über bewusste Kriegsplanungen, nach so
viel Erfahrungen mit offensichtlich gelenkter Medienpropaganda, um Menschen 
gezielt für die geplanten Kriege, wie etwa die Jugoslawienkriege in den 1990ern und jene der letzten fünfzehn Jahren im Mittleren Osten, zur Zustimmung zu bewegen, sind die Voraussetzungen für die Demaskierung eines der schlimmsten Übel unserer Gegenwart gar nicht so schlecht. 

Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?

Natürlich! Als wäre das eine Neuigkeit! Als hätte MONSANTO schon irgendwann nur einmal die Wahrheit gesagt. Ohne diese Lügen, Fälschungen, Bestechungen, Lobby- Arbeit, Geheimhaltung, massiven Drohungen wäre MONSANTO nicht zum Giganten aufgestiegen. Auch nicht, ohne dass die grauen Eminenzen der Wallstreet und der City of London ihre Hände über diesen verbrecherischen Multi gehalten hätten.




 
 
Hat Monsanto bei der Erstzulassung von Glyphosat betrogen?
 
 
 
Monsanto-Studien zur Glyphosatzulassung gefälscht?
 
Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstitut München,
offenbar werden Bevölkerung und Behörden von Monsanto seit Jahrzehnten hinters Licht geführt: Wie kürzlich bekannt wurde, soll der Agrarmulti seit 40 Jahren um die krebserzeugende Wirkung seines Bestsellers Roundup und dessen Wirkstoff Glyphosat gewusst haben. Diese und weitere Anschuldigungen erhebt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. Sie werteten darin bisher unter Verschluss gehaltene Daten von Monsanto aus den 1970er und 80er Jahren aus.
Aus der Veröffentlichung geht hervor, dass Monsanto seine eigenen Studien zu Glyphosat verfälscht hat. Laut den Autoren hat der Konzern gezielt signifikante Hinweise auf Tumore vertuscht. Wenn das stimmt, dann hat Glyphosat seine Erstzulassung auf der Basis von verfälschten Studien erhalten. Die Autoren der Studie werfen Monsanto deshalb Betrug vor.
Wir fordern, dass dieser Sachverhalt umfassend geklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Glyphosat darf keine weitere Zulassung in der EU erhalten und muss sofort vom Markt genommen werden!

Mittwoch, 18. November 2015

PUTIN gelobt Vergeltung nach der Bestätigung einer Bombe im russischen Flugzeug


Noch eine kurze Meldung, die ihr wahrscheinlich auch schon kennt, da sie gestern schon von Reuters veröffentlicht wurde:


PUTIN gelobt Vergeltung nach der Bestätigung einer Bombe im russischen Flugzeug


Einar Schlereth
18. November 2015
Laut dieser Meldung von Reuters hat Putin Vergeltung gelobt, nachdem die russischen Experten mit Sicherheit sagen konnten, dass das russische Passagierflugzeug mit 224 Menschen an Bord durch eine Bombe zerstört wurde.

Er hat die Zusammenarbeit mit der französischen Marine angeordnet und den Einsatz der Langstreckenbomber sowie eine Verstärkung der russischen Jets um 37 weitere Flugzeuge.

„Wir werden sie finden, wo auch immer sie sich auf dem Planeten verstecken und werden sie bestrafen,“ sagte Putin. Eine hohe Summe wurde auf das Ergreifen der Schuldigen ausgesetzt.

In Ägypten sind zwei Angestellte auf dem Flughafen Sharm el-Sheikh verhaftet worden. Sie werden zur möglichen Zusammenarbeit mit Leuten, die die Bombe platzierten, verhört. Insgesamt sind 17 Verdächtige bis jetzt festgenommen wurden. Allerdings bestreiten die Ägypter immer noch, dass es sich um eine Bombe gehandelt habe.