Freitag, 20. November 2015

Rohingyas, Burmas Generäle und die Aung San Suu Kyi-'Demokratie'


Einar Schlereth
20. November 2015

Durch all die Ereignisse bei uns und vor unserer Haustier sind etliche Weltereignisse hinten runtergefallen. Am 6. Juni 2013 habe ich einen Artikel von Ramzy Baroud übersetzt und gerade habe ich wieder einen Artikel von ihm gelesen, in dem es ebenfalls um das Schicksal Burmas, seiner Demokratie, dem hierzulande gefeierten Idol Aung San Suu Kyi und vor allem um das Schicksal der Rohingyas geht.

Rohingyas auf der Flucht
Sein Artikel ist zu lang, als dass ich ihn jetzt noch übersetzen könnte, weshalb ich ihn kurz zusammenfasse:

Die Rohingyas sind eine ethnische Minderheit im heutigen Myanmar, früher Burma, deren eigener Staat am Ende des 19. Jahrhunderts von den Burmesen erobert wurde. Sie haben bis heute nicht die burmesische Staatsangehörigkeit und werden als Fremde, die obendrein Moslems sind, von den Buddhisten gnadenlos und brutal verfolgt. Was ich immer sage – egal welche Religion – ist eine erst einmal an der Macht, nutzt sie die Gelegenheit, anders denkende, glaubende Leute abzumurksen. Hindus, Moslems, Buddhisten und vor allem die Christen.

Da uns seit 2 Jahren die Ohren vollgeblasen werden, dass in Burma die Demokratie vorbereitet wird, dass gewählt wird, dass Kyi große Chancen hat – und endlich jetzt ganz friedlich mit ihrer Nationalen Liga für Demokratie (NLD) an die Macht gekommen ist, gerieten die Menschenrechts-Verbrechen ganz aus unserem Blick. Aber natürlich gingen die ständig weiter, doch handelte es sich ja nur um Moslems.

Baroud bezieht sich auf Meldungen im Mainstream, dass es jetzt für sie „einen Hoffnungsschimmer“ gäbe. Der sei aber äußerst schwach, sagt Baroud, da er sich auf die Aussage eines NLD-Politruks stützt, der sagte, man sollte vielleicht einmal das Gesetz der Staatszugehörigkeit von 1982 überprüfen. Lachhaft, wenn man da von Hoffnungsschimmer spricht. Außerdem hat Aung San Suu Kyi nicht ein Wort zur Verteidigung der Rohingyas verlauten lassen, hat im Gegenteil sogar Verständnis geäußert.

Die Rohingyas sind etwa 800 000 Menschen, die nicht die allergeringsten Rechte genießen, in bitterster Armut leben, Massakern ausgesetzt und in Kzs gesteckt werden. Tausende sind beim Versuch, über das Meer in Booten zu entkommen, ertrunken.

Im Artikel wird die International State Crime Initiative (ISCI) aus London zitiert, die im Oktober erklärte, dass „die Rohingyas in der Endphase eines genozidalen Prozesses stecken“. Es tauchten Dokumente der Regierung auf, die von Plänen einer „Massen-Vernichtung“ auf höchster Ebene sprechen.

Baroud weist außerdem nach, dass die ganzen Wahlen ein nichtssagendes Spektakel waren. Die Generäle haben ein Wahlsystem zusammengezimmert, das in keiner Weise ihre Machtstellung gefährdet. So sind ihnen nach wie vor das Militärbudget, Ernennungen, große Business-Konglomerate und der Sicherheitsdienst unterstellt und ein Viertel aller Sitze im Parlament sind für Militärs reserviert. Und sie können jeder Zeit ihr Veto einlegen. Ist doch eine tolle Demokratie oder?

Natürlich weiß man das alles ganz genau im Westen, aber man schaut weg und richtet den Blick auf wesentlichere Dinge. Z. B. dass in Burma 3.2 Mrd. Barrel Öl und 18 Billionen Kubikfuß an Naturgas-Reserven entdeckt wurden, was Burma an die 5. Stelle der Länder mit den größten nachgewiesenen Öl- und Gasreserven gerückt hat. Es könnte auch viel mehr sein. Obendrein gibt es noch eine Reihe anderer wichtiger Minerale sowie Gold und Edelsteine Und außerdem sind da noch die Chinesen, die seit Jahren mit den Generälen gut ins Geschäft gekommen sind, was unseren USRAELNATO-Mafiosi natürlich ein Dorn im Auge ist. Deswegen haben sie alle die Tante Kyi und ihre NLD gepuscht. Doch bleibt zweifelhaft, ob die gegenüber den ausgebufften Generälen einen Fuß auf den Teppich bekommen.

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