Donnerstag, 5. November 2015

USA wollen um keinen Preis Frieden außer zu ihren Bedingungen


Zur Abwechslung eine andere Stimme als immer nur meine. Hier etwa Peter Koenig, aber Mike Whitney schreibt in etwa dasselbe in „Kerry's Debacle in Vienna“ - wobei er im Gegensatz zu Koenig, der von einem Erfolg Kerrys spricht, es ein Debakel nennt. Und er geht auch auf die merkwürdige Entsendung von Obamas Spezialeinheiten in dem Moment, wo Kerry in Wien verhandelt, ein. Was kein Zufall war, wie er meint, sondern eine Drohung gegen Russland, sich nicht einzumischen, wenn Obama längs der türkischen Grenze eine Sicherheitszone einrichten will.
Außerdem kann man sich fragen, wieso Russland, China und Iran sich mit 16 Gegnern (USA und alle Lakeien) an einen Tisch setzen. Sie könnten doch auch alle ihre Freunde einladen.
Von einem Erfolg der Wahlen in der Türkei zu sprechen, halte ich auch für problematisch. Der wurde durch einen Hitler ähnlichen Terror wie 1933 erzielt. Das hätte er nicht übersehen dürfen.
Wie absolut uninteressiert am Frieden die USA ist, zeigt auch, wie sie jetzt die Friedensgespräche zwischen China, Japan und Südkorea, die auf Chinas Initiative zurückgehen, zu torpedieren versucht. Sie sind einfach friedensunfähig, wie Rolf Winter in seinem Buch 'Ami go home' schrieb.
Abby Martin  über False Flag Operationen
USA wollen um keinen Preis Frieden, außer zu ihren Bedingungen


Peter Koenig
3. November 2015


Washington ist ziemlich erfolgreich in den vergangenen Wochen gewesen in seiner böswilligen Umarmung Syriens. Denkt nur, wie Kerry in einer von der Propaganda ausgemalten Goodwill-Geste am vergangenen Freitag, den 30. Oktober die Wiener Friedenskonferenz ankurbelte. Die Ergebnisse sind nicht eindeutig bis auf weitere Gespräche in Genf, aber es gibt kein „Assad muss gehen“ mehr, sondern das Zugeständnis, dass „Assad Teil einer Übergangsregierung“ sein wird“.  Wieso eine ausländisch erzwungene Übergangsregierung? Übergang scheint ein Propaganda-getränktes fait accompli zu werden.

Dann plötzlich, wie um das Thema zu ändern und die Aufmerksamkeit der Welt abzulenken – explodiert ein russischen Passagierflugzeug über dem ägyptischen Sinai und Erdogan gewinnt ein erstaunliches, unerwartetes Wahl-Comeback, und obendrein sind seit dem 21. Oktober bis zum 6. November die NATO Live Militärübungen im Schwung. Während die ganze Zeit über Russland seine Beherrschung des Krieges gegen den Terror in Syrien und bald auch im Irak bekräftigt und verbessert – gegen die ISIS -Daesh und gegen die CIA-NATO trainierten, bezahlten und bewaffneten „guten Jungs“, die sogenannten 'Moderaten', womit die Rebellen ohne Zähne gemeint sind, wie uns die Mainstreammedien gerne glauben machen wollen.

Ein ganzes Kaleidoskop von Ereignissen scheint zufällig und gleichzeitig zu geschehen. Es könnte auch sein, dass viele Tentakel des Weltdiktators aktiviert wurden. Lasst uns sicher sein, dass wir einen Punkt klar verstehen. So lange Washington lebt, d. h. ökonomisch noch tickt, schwer atmend, aber noch tickt – so lange dies der Fall ist, wird das Kommandozentrum der korporativen und militärischen Operationen, Washington-Pentagon, Syrien, Iran, Irak nicht loslassen – und den Rest des erweiterten Nahen Ostens und Nordafrikas – MENA.

Das ist Teil des vom zionistischen Thinktank (sic) ausgearbeiteten PNAC (Plan Für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert), der sich selbst ans Steuer setzte und die US-Auslandspolitik bestimmt – etwas, was man seit mindestens dem 2. Weltkrieg tut, und zwar widerspruchslos und dank der großzügigen AIPAC Geldströme für den US-Kongress.

Dies ist schon früher gesagt worden, aber es kann nicht oft genug wiederholt werden für Leute in der ganzen Welt zu verstehen, dass nur die Selbstvernichtung die Monster-Killing-Maschine stoppen kann, ein Amalgam aus globalisierten Unternehmens-, Finanz- und Militärinteressen, offenbar gelenkt vom Zionisten-Washington, fortzuschreiten zur Vollständigen Herrschaft – d. h. EINE WELTORDNUNG - um die Menschheit zu knebeln, die Naturressourcen der Welt zu kontrollieren, die Energie, die Nahrung, die Bevölkerung, die leben soll und welche sterben soll. Das ist das Ziel, das uns blüht. Kein Morden, keine Gräuel werden zu viel sein. Man schätzt, dass die US-geführten und angestifteten Konflikte in der Welt 35 bis 40 Millionen Menschen seit dem 2. Weltkrieg das Leben kosteten; 10 – 12 Millionen allein seit 9/11. (Seht euch Oliver Stones exzellenten Dokumentarfilm an: 'The Untold History of the United States').

Zurück in die Zukunft – und Syrien


Kerry glückte es gegen jede Erwartung, eine neue Runde „Syrien-Friedensgespräche“ in Wien loszutreten, angeblich, um das Blutvergießen im Bürgerkrieg zu stoppen. So erzählt man. An der internationalen Charade nahmen teil die USA, England, Russland, China, Iran, Türkei, Ägypten, Irak, UAE, Katar, Oman, Saudiarabien, Libanon, Jordanien, die EU, Frankreich, Italien, Deutschland und die UNO. Iran wurde von Russland eingeladen gegen den Einwand der USA.

Erstaunlicherweise war das Land, dessen Zukunft angeblich diskutiert wurde, nämlich Syrien nicht anwesend. Nicht eingeladen. - Wie kann das sein? Wie kann eine internationale Konferenz das Schicksal eines Landes beraten, das nicht einmal teilnehmen darf? Ein Schlag ins Gesicht der Demokratie, der Menschenrechte und jeder souveränen Nation – ein Schlag ins Gesicht des gesunden Menschenverstandes. Das zeigt nur, dass unsere Weltordnung jeden gesunden Menschenverstand verloren hat. Die UNO wurde gebeten zu präsidieren, damit es legitim aussieht. Natürlich wissen wir, dass die UN-Stimme keine Stimme ist – nur Nachplappern der Befehle des Großen Diktators.

Die illustren Minister und Würdenträger kamen nur überein, dass sie nicht einer Meinung sind. Sie meinten, es sei der Job der UNO, die gegenwärtige legitime Regierung und ihre Opposition an einen Tisch zu bringen, um einen 'inklusiven und glaubwürdigen' Prozess zu beginnen, der zu einer neuen Konstitution, neuen Wahlen und einer 'Übergangsregierung' führt, konnten sich aber nicht über Assads Zukunft einigen. Doch, wie Putin wiederholt betont hat – wird die Zukunft Syriens und jedes anderen Landes, nur vom Volk des betroffenen Landes entschieden, in diesem Fall Syrien.

Die Idee war, die Genfer Friedenskonferenz III schon nächst Freitag abzuhalten, aber die Opposition hatte Einwände, weshalb sie aufgeschoben wurde.

Warum überhaupt diese Farce? Washington hofft auf einen Waffenstillstand als interims-Lösung – die Russen zum Ende des Kämpfens bringen, damit der Master, die NATO und ihr Marionetten sich neu gruppieren und neue Strategien ausdenken (sic) können – und natürlich, dass die ISIS/Daesh eine Atempause bekommen und neu versorgt werden können. Das kauft Russland aber nicht. Die 'Friedensgespräche' können Jahre dauern wie bei den Iran-Gesprächen die Atom-Frage über die nie vorhandene atomare Bedrohung. Das Ergebnis für Syrien könnte ein schäbiges Abkommen werden, das jeder Zeit gebrochen werden kann, wenn es dem US- globalen Diktator gefällt.

Warum sollte Assad einigen in seiner Abwesenheit erreichten Ergebnissen zustimmen? Und warum soll er zu neuen Wahlen gezwungen werden – wenn er gerade vor 16 Monaten mit starker Mehrheit neu gewählt wurde?

Gleichzeitig läuft NATOs Trident Juncture 2015 (Militär-Übung) ab. Sie begann offiziell am 19. Oktober auf NATOs Trapani-Luftwaffenbasis in Sizilien als Gast von Italien, Spanien und Portugal. Man fragt sich, wieso die Länder, die am meisten unter der vom Westen aufgezwungenen ökonomischen Krise und der folgenden Schuldenlast gelitten haben, dieses Aggressions-Ereignis gegen Russland sponsorn. War es freiwillig, ein Zeichen gütiger Unterwerfung in der Hoffnung, vielleicht auf einen Schuldennachlass oder war es Zwang?

Trident Juncture sieht sehr nach einem 2. Kalten Krieg aus, der das Mittelmeer und das Schwarze Meer abdeckt und Russland zum Ziel der Übung macht. Es ist die größte und ambitiöseste Übung seit über einem Jahrzehnt mit 36000 Mann, mehr als 140 Flugzeugen und 60 Schiffen aus über 30 Ländern. Die NATO-Länder werden verstärkt durch so ferne Orte wie Australien, aber auch von Österreich, Bosnien und Herzegowina, Finnland, Mazedonien, Schweden – und sogar der Ukraine. Um Russland einzuschüchtern und zu provozieren? Der Westen sollte gelernt haben, wenn er die diplomatische Gelassenheit gesehen hat, mit der Putin das von der US/EU/NATO angestachelte Ukraine-Fiasko gehandhabt hat.

Trotz Russlands Erfolg im Kampf gegen den West-gestützten Terrorismus haben sich Washingtons Ziele nicht verändert – die gesamte MENA-Region ins Chaos zu stürzen und Syrien als nächstes, damit es Libyen und dem Irak gleich – alle mit Reichtum an Öl und Gas.

Die Krux der Sache ist, es geht bei der Herrschaft über die Region nicht nur um ÖL oder um der Herrschaft willen, sondern auch um wirtschaftliche Gründe. Syrien ist ein wichtiges Glied für Pipelines, um Europa und Südasien mit Energie aus dem Iran zu versorgen und mit Energie, die nicht in Dollars gehandelt wird, sondern mit Euros, Rubel und Yuan oder mit jeder beliebigen Währung. Billionen Dollar, die jetzt zirkulieren, werden überflüssig.

Das würde mehr als eine Beule für die bereits stark verschuldete und überlastete US-Wirtschaft bedeuten – wo die wahre Arbeitslosigkeit bei 22 % liegt, die Inflation bei 10 % und die Armut auf 40 Millionen gewachsen ist, die von Nahrungshilfe abhängen und mit 50 Millionen Kindern, die jede Nacht hungrig zu Bett gehen und einer Infrastruktur, die verfällt und irreparabel wird.

Die MENA-Schlacht zu verlieren, würde einen noch schnelleren Abstieg in die Vergessenheit der US-Hegemonie bedeuten. Es geht nicht nur um Öl, Gas und Herrschaft - „es ist die Ökonomie, Dummkopf!“, wie Clinton in der erfolgreichen Wahl-Strategie 1992 sagte.

Gleichzeitig hat in der Türkei am 1. November Erdogans Partei AKP ein erstaunliches Comeback gewonnen mit 49% statt nur 40 % im Juni, womit Erdogan wieder obenauf ist. Er kann tun, was er will – nur die Verfassung kann er nicht ändern ohne absolute Majorität.

Aber Moment mal – können die Wahlprognosen so falsch sein? Gab es keine Schiebung? Westliche Beobachter nicken die Wahlergebnisse ab. Haben sie etwas mit dem Ergebnis zu tun? Hat Merkels kürzliche Abkommen mit Erdogan – 'ihr bekommt 3 Mrd. €, aber ihr nehmt alle eure Flüchtlinge und schließt die Grenzen zur EU' – etwas mit dem Wahlsieg zu tun oder die Tatsache, dass Erdogan die US-Position 'Assad muss gehen' unterstützt und auch die ISIS/Daesh Söldlinge sponsort gegen die legitime syrische Regierung und sie mit Gütern und Geld versorgt?

Ein weiteres quasi gleichzeitiges Ereignis ist der Absturz des russischen Flugzeugs 321 über dem Sinai, das 23 Minuten nach dem Abheben in Sharm El-Skeik nach Petersburg mit 224 Leuten an Bord in 9500 m vom Bildschirm verschwand und dessen Teile über 15 km² verteilt sind. Experten fragen sich, welchen Grund es für den Absturz gab – einen von außen oder von innen? Eine Rakete oder eine Bombe? ISIS beeilte sich, die Verantwortung zu übernehmen und sie zu bejubeln.

Das tragische Ereginis riecht nach falscher Flagge – von vorn bis hinten. Warum sollte die ISIS Russland noch mehr ärgern? Um der Welt zu zeigen, wer der Meister ist? Hätten Israel und Washington nicht viel größeres Interesse an einer Bestrafung und Einschüchterung Russlands, sich zu unterwerfen und das Schlachtfeld zu verlassen, zumindest für eine Feuereinstellung, damit sich die Terroristen erholen und neue Strategien ausgedacht (sic) werden können? Der Mossad und die CIA waren schon immer gute Kollegen.

Ist die Sicherheit in Sharm-el-Skeik hart genug, um zu verhindern, dass Agenten eine Bombe an Bord platzieren können? Schwer zu sagen. Aber es wäre ein dummer und höchst krimineller Versuch, Russland zur Unterwerfung zu zwingen. Andererseits fallen dumm und kriminell durchaus in den Zuständigkeitsbereich des westlichen Monsters.

A propos 'falsche Flagge. Washingtons Neocon Thinktank (sic), das „Washington Institute for Near East Policy“, schlägt offen Falsche-Flaggen-Operationen vor, um politische Ziele zur erreichen.


Weshalb sollten sie zurückschrecken, dieselben diabolischen Taktiken zur Erreichung ihrer Ziele in Syrien und in der ganzen MENA Region – und letztlich in der ganzen Welt anzuwenden? Washington hat eine furchtbare Erfolgsbilanz mit Falschen Flaggen, einschließlich den Golf von Tonking und die Schweinebucht, von 9/11 ganz zu schweigen.

Aber keine Verzweiflung. Russland wird nicht aufgeben, schon gar nicht sich unterwerfen. Es steht zu viel auch für Russland auf dem Spiel. Außer der Unterstützung des gewählten Bashar al-Assad gibt es den syrischen Hafen Latakia als wichtigen „Heimathafen“ im Mittelmeer für die russische Marine. Er ginge verloren, wenn Syrien den Weg Libyens und Iraks ginge. Das darf nicht geschehen. Russlands Führer ist ein erstklassiger Staatsmann und Diplomat – und ein exzellenter Schachspieler.

Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. NATOs Trident Juncture 2015 im Mittelmeer und Schwarzes Meer mit Beteiligung von Australien ?!!?

    Man sehe sich nur die plaktive Flaggen-Präsentation in dieser FernsehTalk-Runde im Australischen Fernsehen im Jahre 2012 an:
    https://www.youtube.com/watch?v=B4dEeoL6QP8

    Veröffentlicht am 30.10.2012
    Insight SBS One: Syria
    The faraway war in Syria hits close to home. Insight looks at the tensions brewing in Australia's Syrian community as violence escalates back in their home country. Insight: Tuesdays at 8:30pm on SBS One http://www.sbs.com.au/insight

    Ich verstehe fast kein Wort englisch, aber wenn ich die Terroristen-Freunde der gemäßigten Halsabschneider von "Freien-Syrischen-Armee" mit ihren Flaggen und Fan-Schaals im Publikum zähle, dann legt der oberste Abschnitt meines Verdauungs-Apparates ohne Kupplung ruckzuck den unschönen/unangenehmen Rückwärtsgang ein !!
    Sorry, die Scheißhaustralier haben 2012 so richtig zynische, überhebliche, arrogante, ignorante gesponsorte ausländische "Rebellen" als "FSA" präsentiert, als würde es sich um die syrische National-Mannschaft im Fußball handeln.

    Ob es von dieser Sendung eine gesprochene Ton-Synchronisation auf deutsch gibt, das weiß ich nicht.
    Aber Untertitel mit-zulesen ist schier nicht möglich, man muss bei solchen Sendungen ständig anhalten und zurück spulen, weils viel zu schnell geht.

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    1. Die mit der Sicherheit am Flughafen in Sharm-el Sheik betraute Firma gehört Israelis. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...
      http://www.veteranstoday.com/2015/11/04/jeff-smith-on-sinai-crash-wreckage/

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