Freitag, 25. August 2017

Syrische Armee und schwere Schläge gegen ISIS – Naht das Ende?


Einar Schlereth

25. August 2017


Die South Front berichtete schon am 18. August von den schweren Schlägen der Syrischen Armee (SAA) gegen die Terroristen in Homs. Ich zitiere:
„Pro-Regierungskräfte, geführt von den Tiger Forces der SAA und der Hisbollah haben mit Hilfe der Russischen Luftflotte und dem Iranischen Revolutionären Guard Corps (IRCG) einen vernichtenden Schlag gegen die IS-Terroriste in der Provinz Homs geführt.“

Es wurden mehrere Gasfelder und eine Gasfabrik befreit, 15 bewaffnete Fahrzeuge und Dutzende Tretminen wurden geräumt. Außerdem wurden eine Reihe von Ortschaften befreit. Die Hauptkräfte der ISIS konnten von ihren Nachschublinien abgeschnitten und umzingelt werden.

Das Video wurde zweimal wieder rausgeworfen. Ihr könnt es über den obigen Link anschauen.

Prokurdische Quellen behaupten, dass die US-gestützten SDF 60 % von Raqqah befreit haben. Doch werden dies nicht durch Fotos und Videos belegt, so dass diese Angaben mit Vorsicht zu genießen sind.
Interessanter hingegen ist ein Artikel von Bouthaina Shaaban, der politischen und Medien-Beraterin von Bashar al-Assad „Der syrische Konflikt nähert sich dem Ende“. Sie sagte, dass der sechsjährige Krieg beinahe vorüber sei, da ausländische Staaten ihre Unterstützung für die Takfiri-Terroristen abbrächen und sie gelobte, dass die Regierungstruppen gegen alle ‚illegitimen‘ Kräfte kämpfen würden, egal ob türkische oder amerikanische. ....
In dem Exklusivinterview mit der libanesischen Zeitschrift al-Mayadeen sagte sie weiter, dass die Einweihung der Internationalen Messe und die Teilnahme benachbarter Länder eine „Kehrtwende“ bewiesen.

„Die Ausstellung ist eine Niederlage ihres Projektes (vom Regimewechsel), aber das bedeutet nicht, dass der Krieg vollständig gewonnen ist. Wir stehen am Beginn der Straße zum Wiederherstellung und dem Wiederaufbau Syriens …
Auch die Anwesenheit türkischer Truppen ist ein Angriff, den wir zum gegebenen Zeitpunkt angehen werden.“
Sie meinte auch, dass es den USA nicht gelingen werde, einen Plan zur Teilung des Landes durchzusetzen.

Wie prekär die Situation aber immer noch ist, zeigt das US-Massaker von 42 Zivilisten in Raqqa, darunter 19 Kinder vom 23. August. Die willkürlichen Terror-Bombardements der Amerikaner entsprechen ihrer Taktik im Irak bei der ‚Befreiung‘ von Mossul, bei der 40 000 Menschen ins Gras bissen, darunter nur ein Bruchteil an Terroristen. Deren Hauptkräften hat man sogar eine Fluchtroute geöffnet, damit sie nach Syrien fliehen konnten, um dort ihren Terror weiterführen zu können.

Der Autor des Artikels Jordan Stilton meint, dass dieses Gemetzel ein Anzeichen dafür ist, was Trump Montag Nacht für Afghanistan angekündigt hat. Diese Verbrechen seien ermöglicht worden durch die Entscheidung von Trump, die Einschränkungen im Kampf aufzuheben und der Armee zu erlauben, selbst vor Ort zu entscheiden, wann sie bombardieren oder sonstige Kämpfe führen müssten.

Ich wünsche mir, dass die Hoffnungen von Bouthaina Shaaban und des syrischen Volkes möglichst bald in Erfüllung gehen werden.

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