Freitag, 17. Juni 2016

Russsland und China müssen den ideologischen Kampf vorantreiben


Einar Schlereth
17. Juni 2016
China, Russland und die Shanghai Cooperation Organization
'Russsland und China müssen den ideologischen Kampf vorantreiben' - so heißt ein wichtiger Artikel von André Vltchek. Er schreibt auch, wie er in der ganzen Welt auf spontane Zustimmung zur Politik von Putin und Xi stößt. Dies zeigt gleichzeitig auch, dass bei allen weltweiten Umfragen ziemlich konstant immer die USA und Israel als die größten Feinde der Völker und des Weltfriedens bezeichnet werden, nicht China und Russland.

Andrerseits beklagt André immer wieder, dass das Wissen über diese Länder in der ganzen Dritten Welt nahe Null liegt. In Lateinamerika mit einer Ausnahme – Kuba. Für ihn gehören die Kubaner zu den am besten informierten Menschen auf dem Erdball. Aber in den übrigen Ländern, sowie in Afrika und in Asien wissen die Leute so gut wie nichts über die beiden Giganten. Sie wissen kaum etwas über deren Politik, nichts über deren Länder, deren Geschichte und erst recht nichts über deren Kultur.

Donnerstag, 16. Juni 2016

England: Brexit ist der einzige Weg, wie die Arbeiterklasse etwas verändern kann



Lisa Mckenzie
15. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Demo gegen die Wohnungsnot
Ich habe mein ganzes Leben in Arbeiterklasse-Vierteln gelebt und jetzt, wo ich über diese Gemeinden forsche und schreibe als eine Akademikerin der Arbeiterklasse, ist meine Motivation, dass die Stimme einer authentischen Frau der Arbeiterklasse unsere Geschichte erzählt.

Die Stimmen der Arbeiterklasse werden selten außerhalb ihrer Gemeinschaften und Viertel gehört und beinahe nie in der politischen oder Medien-Sphäre. Doch die Debatte um das EU-Referendum hat eine Pandora-Büchse geöffnet von Wut und Frustration der Arbeiterklasse. Es ist klar, dass die Westminster-Politiker dadurch genervt werden. Selbst ich bin überrascht, wie das Referendum die Aufmerksamkeit und die Vorstellungskraft eben jener Menschen gefangen genommen hat, die mir noch im vorigen Jahr erzählt haben, dass sie kein Interesse an allgemeinen Wahlen hätten, „weil 'sie' alle gleich sind“.

Nur 13 Monate später fragen sie mich, was ich denke und diskutieren mit mir über die Feinheiten von Brexit. In Kreise der Arbeiterklasse ist das EU-Referendum beinahe ein Referendum über alles geworden. In den Cafés, Pubs und den Schenken im Osten Londons, wo ich wohne und wo ich meine Untersuchungen über das Leben der Londoner Arbeiterklasse seit drei Jahren anstellte, wird kaum über etwas anderes gesprochen (obwohl der Fussball seit kurzem dazugekommen ist). In Ost-London geht es um Wohnungen, Schulen und die niedrigen Löhne. Die Frauen sorgen sich um ihre Kinder und ihre alten Eltern – was wird mit ihnen sein, wenn die Mieten noch mehr steigen? Der Mangel an erschwinglichen Wohnungen ist erschreckend.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Das ACHTE Audio-Video auf YouTube hochgeladen

Liebe Leser und Leserinnen,  es gibt nicht allzu viele Leute, die wissen, dass ich einen YouTube-Channel habe. Wie auch! Auf meiner Seite rechts oben und ganz unten rechts steht zwar 'My YouTube Channel', aber wenn man da drauf klickt, dann tut sich rein gar nichts. Ich habe es bereits mehrmals probiert, für alle einen Link dorthin einzubauen, aber ich bin definitiv zu blöd dafür. Es reicht immer nur für das Gadget. Trotzdem haben eine ganze Reihe Leute die Videos gefunden. Weiß der Teufel, wie sie das angestellt haben. Sie wurden jedenfalls bislang fast 500 Mal aufgerufen.

Der Plan dazu entstand vor zwei Jahren, als ich meinem Freund Sascha von den vielen Kassetten erzählte, die ich von meinen Radiosendungen im NDR und Radio Bremen hatte. Sascha ist ein Tausendsassa und wusste natürlich, wie man das macht, denn er ist seit Jahren Mitarbeiter eines Alternativ-Radios in Rostok. Beim nächsten Besuch hat er ein ganzes Studio im Auto gehabt, mit dem diese  Steinzeit-Dinger erst einmal digitalisiert werden müssen und zwar ins MP3-Format.

Ich traf eine erste Auswahl von 14 Sendungen, die wir im Laufe einer Woche auf dem Gerät durchnudelten. Sodann installierte Sascha auf meinem Rechner eine Software namens OpenShot Video Editor, die 'einfach' und außerdem kostenlos ist. Er machte sich sodann daran, die MP3-Dokumente in Audio-Videos zu verwandeln. Ich saß ganz
fassungslos daneben und konnte kaum dem Zeiger folgen. Am Ende gab es 2 Spuren, die eine für den Laut und die andere für Titel und Fotos. Das erste wurde eine basic Variante, die dann  in einen eigenen Ordner exportiert wird.

Danach ruft man YouTube auf und den Video-Editor und klickt dort au f 'hochladen'. Und das dauert seine Zeit. Ein/zwei Minuten, bevor er endlich fertig war, machte das
Programm uns die freundliche Mitteilung, dass leider ein Fehler aufgetreten sei. Wie nett. Das wiederholte sich regelmäßig. Sascha reiste ab und kein Video lag auf dem Kanal. Er wollte sich zuhause schlau machen. Irgendwann kam raus, es muss bei YouTube das Format MP4 haben.

Nun, ich will euch nicht langweilen mit dieser Endlosstory. Irgendwann gelang es Sascha, das Ding hochzuladen. Aber ich war noch nicht 'nen Deut schlauer geworden.
Mein Lernprozess war mühsam und ist noch langweiliger, ihn zu erzählen. Lassen
wir das. Jetzt liegen jedenfalls 8 Videos auf von jeweils ca. einer halben Stunde. Ich habe die unterschiedlichsten Themen behandelt: von den Samen hoch im Norden Schwedens, den Schwaben in Andalusien, die Stedinger im Bremer Land, gegen die der letzte Kreuzzug auf deutschem Boden geführt wurde, über Simon Bolívar und Alexander v. Humboldt, die letzte Rohrzuckerfabrik in Europa weit unten äußersten Süden Spaniens, über Toledo, die ehemalige Hauptstadt Spaniens oder das Literaten -Café Gijon in Madrid. Diese Geschichten sind gewissermaßen Dauerbrenner, die ihre Aktualität nicht verlieren.

Und heute ist Almería und La Chanca dazu gekommen. La Chanca ist ein großes Viertel in Almeria, das von Sinti und Roma bevölkert wird, die zur Franco-Zeit in der allerbittersten Armut lebten. Der weltberühmte spanische Schriftsteller Juan Goytisolo hat ein Buch geschrieben, das just La Chanca heißt und das ich übersetzt habe. Bei der Gelegenheit lernte ich Juan auch kennen, interviewte ihn zweimal und er gab mit nützliche Tips für meinen Besuch dort. Unter Franco war das Buch streng verboten. Danach wurde Juan in Almería zum Helden. Es gibt ein Museum ihm zu Ehren und er ist Ehrenbürger geworden. Von den Sinti und Roma wird er regelrecht verehrt.

So, das war's für heute. Und gerade sehe ich - was ich wieder einmal vergessen habe - dass ein paar Videos  auch auf Google+ liegen, wenn ich nicht vergesse, den Knopf bei YouTube zu drücken. Viel Spaß.

Und hier noch der Link, der direkt zu der Seite führt.

Dienstag, 14. Juni 2016

Kriegerische Deutsche, Doping und Putin über Medienfreiheit (Update)


Seppelt soll Unwahrheiten in seinem Doping-Dokumenten eingestanden haben, wie Sputnik News berichtet.

Der deutsche Pinscher des großen Herrchens OAA muss absolut Präsident Putin ans Bein pinkeln. Ich frage mich, ob der Gartenzwerg Hajo Seppelt sich seine Flegeleien gegenüber einem US-TV-Team geleistet hätte. Natürlich sind sie glücklich, der großen Sportnation Russland eins auswischen zu können und bei den OS nicht abermals  erleben zu müssen, wie Russland einen Sack Medaillen nachhause schleppt. Widerliche Kleingeister.


Kriegerische Deutsche, Doping und Putin über Medienfreiheit


Stefan Lindgren
13. Juni 2016


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Deutscher Schachzug vor den Olympischen Spielen
Sovinform - Vorläufer von Russia Today
Deutschlands Leichathletikverband fordert, dass das Internationale Komitee Russland und Kenya von der Teilnahme an den OS in Brasilien ausschließt.
Die deutsche Öffentlichkeit ist stark von vier Dokumentar-Filmen von Hajo Seppelt beeinflusst worden, die vom ARD ausgestrahlt wurden (siehe http://hajoseppelt.de/).
Die weitreichenden Anklagen gegen Russland beruhen auf Zeugenaussagen von Personen, die selbst beim Doping mitgemacht haben und ein offenbares Interesse haben, andre zur Verantwortung zu ziehen.

Mit Hinweis, dass die Initialen „WL“ auch die Initialen des rusischen Sportministers Vitali Mutko sind, behauptet Seppelt, dass „Putins Sportminister“ im Doping verwickelt ist.

Als die russische Fernsehjournalistin Olga Skabejewa Seppelt in Köln interviewte und verlangte, die Dokumente über seine Behauptungen zu sehen, ging Seppelt dazu über, sie physisch anzugreifen.

Montag, 13. Juni 2016

Appell an China und Russland: Lasst bitte nicht Venezuela fallen! Ein offener Brief an Wladimir Putin und Xi Jinping


Dieser Appell an China und Russland von André Vltchek 'Lasst bitte nicht Venezuela fallen' passt hervorragend zum gestrigen Artikel 'USA bereiten Sturz von Präsident Evo Morales vor' . Es ist ein leidenschaftlicher Aufruf, Hilferuf für ganz Lateinamerika und seine Völker, sie nicht dem gefräßigen Ungeheuer im Norden zu überlassen, im eigenen Interesse, im Interesse der BRICS, der ganzen Menschheit. Gewiss haben sowohl Russland als auch China alle Hände voll zu tun, die giftigen Attacken des Imperiums abzuwehren und zu kontern, doch eins ist klar, wenn die BRICS und Lateinamerika verlorengehen, wird die Luft dünner und die Bewegungsfreiheit geringer für Russland und China. Ich denke, dass beide Länder genug hervorragende Experten, Politiker und Strategen haben, um gemeinsam die richtigen Gegenmaßnahmen zu treffen.

Meine Gesundheit lässt es leider nicht zu, dass ich so lange Artikel übersetze. Deswegen sind es nur Auszüge.


Appell an China und Russland: Lasst bitte nicht Venezuela fallen!


André Vltchek
12. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Hier ergibt sich niemand.
Das wieder auftauchende Gespenst der Nuklear-Katastrophe sucht erneut die Welt heim.

Der Westen versucht, zwei große, stolze, mächtige und souveräne Länder zu isolieren und zu provozieren: China und Russland. Es scheint, dass der pathologische Wunsch, die volle Kontrolle zu gewinnen (oder besser zurück-zugewinnen) über die ganze Welt, alle verbliebeen Reste von Rationalität und Humanismus in den Hirnen der Politiker und 'business'-Eliten in Washington, London und sonstwo zunichtegemacht hat.

Sonntag, 12. Juni 2016

USA bereiten Sturz von Präsident Evo Morales vor


Bin ich etwa der Einzige, dem beim Lesen dieser minutiösen Vorbereitungen der USA für den Sturz von Evo Morales, die von der US-Botschaft und ihren bezahlten NGOs betrieben werden, die bis hin zu Mordvorschlägen reichen, die Idee kommt, das gesamte Gesindel des Landes zu verweisen? Es ist natürlich von Vorteil, lange zuzuwarten, um möglichst viele Vögel ins Netz gehen zu lassen, aber der Zeitpunkt des Zuschlagens kann auch leicht verpasst werden. Ich denke, dass Nikandrow diesen Gedanken ebenfalls hegte und mit diesem Artikel eine zarte Andeutung machen wollte. Noch so ein Sieg sollte man Obama auf keinen Fall gönnen.


USA bereiten Sturz von Präsident Evo Morales vor


Nil Nikandrow
11. Juni 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Evo Morales - Stachel im Fleisch des Imperiums
US-Geheimdienste haben ihre Operationen zur Entfernung des bolivianischen Präsidenten Evo Morales aus dem Amt gesteigert. Alle Optionen liegen auf dem Tisch, inklusive seine Ermordung. Barack Obama, der die Schwächung des lateinamerikanischen „feindlichen Blocks populistischer Staaten“ als Sieg der Außenpolitik seiner Verwaltung ansieht, will vor seinem Amtsende noch diesen Erfolg buchen.

Samstag, 11. Juni 2016

Wird Deutschlands BND ein Zweig der CIA?


Die Merkel entwickelt eine neue Militärdoktrin! Ich glaub, mich knutscht ein Elch. Clausewitz rotiert in seinem Grab. Die grabscht sich ein paar Sätze aus Obamas Lügenmaul und stilisiert sie zu einer DOKTRIN. Der allerdämlichste Ghostwriter würde nicht wagen, so etwas auf den Tisch zu legen. Mutti will also in den Krieg gegen Russland ziehen mit Vonderleinen als Nachhut. Großartig. Bin gespannt, wie weit sie kommen. Die deutsche Generalität hat damit in dem Feldzug gegen die Russische Revolution keinen Erfolg gehabt, der Gröfaz auch nicht,  nicht einmal der 'Große' Napoleon, aber Mutti schaukelt das Ding. Hahaha, ich lach mich tot.

Wird Deutschlands BND ein Zweig der CIA?


Eric Zuesse
8. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Laut einem Bericht in den Deutsche Wirtschafts-Nachrichten unter der Überschrift „Merkel entmachtet BND: USA kontrollieren Spionage in Deuschland“ wird bald ein neues Gesetz vom Parlament erlassen und von Merkel gebilligt, das Deutschlands Version der CIA – den BND – in nichts anderes als einen Zweig der CIA verwandelt, in solch einem extremen Maße, dass sogar die US-Spionage in deutschen Unternehmen zum Teil einer 'deutschen' Operation wird. Die unabhängigen Fähigkeiten des BND werden hinfällig unter dem neuen Gesetz.

„In der Praxis bedeutet dies, dass es den US-Geheimdiensten (NSA) erlaubt wird, weiterhin jedes Unternehmen und jede Person in Deutschland auszuspionieren.“

Dazu gehört auch die Kanzlerin selbst, deren Telefon-Gespräche früher schon zu allgemeinem Entfremden von der NSA abgehört wurden. Jetzt wird es legal.

Freitag, 10. Juni 2016

'Die Rächer' im Niger-Delta erklären den westlichen Öl-Giganten den Krieg


Einar Schlereth
10. Juni 2016

The Niger Delta Militants have been targeting Western oil interests in Nigeria, drawing the ire of US media outlets, quick to dismiss their actions as terrorism.
'Niger-Delta-Rächer'
Der Titel stammt von Caleb T. Maupin, der ausführlich den Kampf der 'Rächer' schildert, die nun die Wut der US-Medien auf sich gezogen haben, von denen sie einfach als Terroristen bezeichnet werden.

Die Rächer sind nur das neueste Glied einer langen Kette von Widerstandsformen gegen die endlose Plünderung des nigerianischen Reichtums durch die Ölgiganten wie Chevron, Exxon, Total, Shell etc. pp. Am 26. Mai hat Chevron das Handtuch geworfen als Folge mehrere schwerer Anschläge gegen ihre Anlagen.

Im Niger Delta, dem drittgrößten der Welt, leben 30 Mill. Menschen unter erbarmungswürdigen Bedingungen. Das Delta ist mit einem Netz von Pipelines überzogen, aber sehr vielen Armen fehlt es an Petroleum resp. Holz oder Gas, um ihr Essen zu bereiten. Die Dörfer bestehen aus elenden Blechhütten ohne Infrastruktur. Kein fließendes, sauberes Wasser, keine Kanalisation, keine Schulen, keine ärztliche Versorgung, kein nichts. Dafür gibt es überall Leckagen, so dass die Flüsse und die übrigen Gewässer mit Millionen Litern Öl völlig versaut sind.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Kriege und Schulden sind es, die unsere Züge zum Stillstand bringen


Eric Margolis
7. Juni 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Der neue Gotthard-Basis-Tunnel in der Schweiz

NEW YORK CITY - Amerika bricht auseinander. Jeder, der in diesem großen Land reist, weiß es.

Diese große Stadt ist am Zerbröckeln. Ich habe Angst, die Tunnel unter Wasser nach Long Island oder New Jersey zu nehmen. Unser Flughafen, La Guardia, sollte in Zimbabwe stehen.

Die Amerikanische Gesellschaft der Bauingenieure warnt, dass die zerbröselnden Straßen, rostenden Brücken, zerfallenden Eisenbahnlinien und Transitsysteme das Land 129 Mrd. $ jedes Jahr kosten, und dass die zerbröckelnde Infrastruktur nochmal 97 Mrd. $ jährlich kostet und Reise-Verzögerungen von 28 Mrd. $.

Ich bringe dieses skandalöse Thema auf den Tisch, weil die Schweiz, ein winziges Land mit nur 8.2 Millionen Menschen gerade den bemerkenswerten St. Gotthard Basis-Tunnel eröffnet hat, der längste und tiefste Eisenbahn- und Straßentunnel der Welt, der direkt durch die höchsten Berge gebohrt wurde.

Brief vom Bremer Friedensforum

Eine Zukunft für Europa - nicht ohne Russland

Am 22. Juni 2016 jährt sich der 75. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion. 75 Jahre nach diesem Vernichtungskrieg leben wir wieder in einer Zeit zunehmender Konfrontation und der neuen Hochrüstung. Der 75. Jahrestag...

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Am 27. Mai 2016 verstarb Klaus Hildebrandt

Klaus Hildebrandt
Klaus Hildebrandt (rechts das Transparent haltend) bei einem Protest gegen den Jahresempfang der Bundeswehr im Bremer Rathaus 2015
Wir werden ihn sehr vermissen. Er war in der Friedensbewegung sehr engagiert und wesentlich an der Organisation und inhaltlichen Arbeit der Marxistischen Abendschule in Bremen beteiligt. Seine Analysen und Beiträge werden sehr fehlen.
...

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Kooperationsvertrag Hochschule/Bundeswehr annullieren

Bremen. Das Bremer Friedensforum bedauert es, dass die Hochschule Bremen sich trotz Zivilklausel der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft öffnet und vertraglich zusichert, mit der Bundeswehr für einen dualen Frauenstudiengang Informatik...

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Mittwoch, 8. Juni 2016

Dies und das aus Russland und der Tass


Stefan Lindgren
7. Juni 2016


Aus dem  Schwedischen: Einar Schlereth


Russische Männer sterben zu früh

Das mittlere Lebensalter ist in Russland gestiegen, aber es gibt immer noch eine große Kluft zwischen der Lebensdauer von Männern und Frauen. Während der Unterschied in Schweden zwischen Männern und Frauen nur 3 Jahre beträgt liegt er in Russland bei mehr als 11 Jahren.

Die Lebensdauer russischer Männer ist heute 15 Jahre kürzer als in entwickelten Ländern und 9 Jahre kürzer als in China. Die Lebensdauer der Männer überschritt die Grenze von 65 Jahren 2014 – und das war das erste Mal in Russlands Geschichte.

Aber nicht in der sowjetischen. Die russischen Männer sind noch nicht zu der Lebensdauer gelangt, die 1990 herrschte. In den Jahren nach der Auflösung der Sowjetunion fiel die Lebensdauer der Männer rasant und erreichte 1995 ihren tiefsten Punkt.

Interfaks vom 2. Juni

Issinbajewa geht vor Gericht
Jelena Issinbajewa
Die internationalen Dopingbekämpfer halten die russische Sportwelt immer noch im Ungewissen, ob das Land an den Sommerspielen in Rio teilnehmen darf oder nicht.

Dienstag, 7. Juni 2016

Brasilien: Seit es die Olympiischen Spiele zugesprochen erhielt, tötete die Polizei 2500 Menschen


Amnesty International6. Juni 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Polizei und Armee überall?
Brasilien wiederholt im Eiltempo die tödlichen Fehler, die es in seiner Polizei-Arbeit seit Jahrzehnten macht und wie es 2014 beim Welt Cup auch deutlich zutagetrat, der eine lange Spur des Leidens hinterließ. Dies erklärte Amnesty International auf einer Pressekonferenz zwei Monate vor der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele.

Gewalt hat keinen Platz bei diesen Spielen! Das Risiko von Verletzungen der Menschenrechte bei den OS 2016 zeigen sich dabei, wie die brasilianischen Behörden dieselbe schlecht durchdachte Sicherheitspolitik anwenden, die zu einer starken Zunahme von Morden und Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte seit dem Welt Cup 2014 führten. Dadurch wird das Versprechen für eine sichere Stadt für alle bei den OS aufs Spiel gesetzt.

„Als 2009 Rio die Spiele für 2016 zugesprochen wurden, versprachen die Behörden, die Sicherheit für alle zu verbessern. Seither sind in der Stadt von der Polizei mehr als 2500 Menschen getötet worden und es gibt sehr wenig Gerechtigkeit,“ sagte Atila Roque, Direktor von Amnesty International in Brasilien.

„Brasilien scheint nur wenig gelernt zu haben aus den großen Fehlern, die es in den vergangenen Jahren machte. Die Politik, 'zuerst schießen, dann Fragen stellen', hat Rio de Janeiro zu einer der tödlichsten Städte auf Erden gemacht.

Die schlecht konzipierte Sicherheit in Verbindung mit zunehmenden Verletzungen der Menschenrechte während großer Sportereignisse und der Mangel an effektiven Untersuchungen sind ein Rezept für Katastrophen.“

Syrien: USA wollen keine Verhandlung – Russland bereitet neue Runde vor


Genau die Entwicklung, die vom Moon of Alabama, von mir und anderen vorhergesagt worden ist.  Dass die USA wie gewöhnlich auf alle Versprechungen und Abkommen pfeifen werden und ihre Agenda weiterhin auf Biegen und Brechen durchziehen werden.
Moon of Alabama
5. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Terroristen-Nachschub nach Latakia

Obama will keinen Frieden in Syrien. Die Russen müssen sich endlich eingestehen, dass die USA kein Partner für die Fortsetzung des Waffenstillstands sind und auch nicht für einen koordinierten Angriff auf den Islamischen Staat und al Qaida und für Frieden in Syrien. Wie Lawrow erklärt, haben die USA sogar verlangt, dass al Qaida von den russischen Luftschlägen verschont werden soll, obwohl zwei UN- Sicherheitsrat-Resolutionen ihre Auslöschung forderten. Riesige Nachschub-Konvoys aus der Türkei gehen zu den „Rebellen“, die sie wie immer mit al Qaida und anderen Terroristen teilen werden.

Der gegenwärtige erneuerte Angriff der syrischen Armee auf Raqqa wird nicht nur von Sandstürmen behindert, sondern auch von einem fristgerechten Angriff von al Qaida, Ahrar al Sham und Kräften der turkestanischen islamistischen Partei gegen Regierungsstellungen im Süden Aleppos.

Montag, 6. Juni 2016

Muhammad Ali: anti-Kriegs- und Bürgerrechts-Aktivist


Ich kannte einige seiner anti-Kriegs-Aussagen und seine Verweigerung des Kriegsdienstes, was ihn mir sympathisch machte. Und er ist der einzige Boxer und Sportler überhaupt, von dem ich ein paar Kämpfe gesehen habe. Den Umfang seines Aktivismus hat man ja verschwiegen. Bei uns wurde zwar seine Meisterschaft anerkannt, ansonsten betrachtete man ihn eher als Spinner, was weniger über ihn als die Urheber aussagt.


Muhammad Ali: anti-Kriegs- und Bürgerrechts-Aktivist


Stephen Lendman
4. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Am Freitag, den 3. Juni, starb der große Boxer Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren nach einem langen Kampf gegen die Parkinson'sche Krankheit.

Im Lauf der Zeit erodierten seine motorischen Fähigkeiten und die Fähigkeit, zusammenhängend zu sprechen. Seine Frau Lonnie sagte, dass obwohl seine Sprache beeinträchtigt war, „er zu den Menschen mit den Augen sprach … mit seinem Herzen und sie verbanden sich mit ihm.“

Geboren als Cassius Marcellus Clay Jr. Schloss er sich 1964 der Nation des Islam an und legte seinen „Sklavennamen“, wie er es nannte, ab und ersetzte ihn mit Muhammad Ali. 1975 konvertierte er zum Sunni-Islam, nachdem der Führer der Nation of Islam Elijah Muhammad starb.

Er verweigerte den Kriegsdienst während des Vietnam Krieges, nannte sich öffentlich einen Verweigerer aus Gewissensgründen und sagte die berühmten Worte „Ich habe keinen Streit mit dem Viet Cong. Niemals hat ein Viet Cong mich Nigger genannt.“

Nach seiner Musterung in Houston am 28. April 1967 weigerte er sich dreimal vorzutreten, nachdem er aufgerufen worden war.

Samstag, 4. Juni 2016

Streiks in Frankreich lösen Solidarität deutscher Arbeiter aus (Update)


Es haben sich in mehreren Ländern Solidaritätsgruppen gebildet zur Unterstützung der Streiks in Frankreich. Hier ist der Link, um zu unterschreiben oder zu spenden.
Zum ersten Mal höre ich von grenzenübergreifender Arbeiter – Solidarität seit Einführung von der EU, von der zuvor die Gewerkschaften schwadronierten, um das Volk zu betrügen. Können sich unsere Arbeiter in Schweden  und Deutschland nicht einmal ein Beispiel an ihnen nehmen?

Streiks in Frankreich lösen Solidarität deutscher Arbeiter aus


Verena Nees
3. Juni 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Seit März finden in Frankreich Riesen-Streiks statt und in Deutschland? Nix, rien, nothing nada.
Die Streiks gegen die reaktionären Arbeitsgesetze der sog. Sozialistischen Partei von Präsident Hollande haben in Deutschland zwei unterschiedliche Reaktionen bewirkt: die eine ist Hilfe und Sympathie bei Arbeitern und Jugendlichen; auf der anderen Seite Schrecken, Wut, anti-kommunistische Angriffe und anti-französische Tiraden der Mainstreammedien.

Seit Wochen haben die großen Medien, Fernsehen, Radio-Stationen versucht, die Ereignisse in Frankreich zu meiden oder haben sie als bloße Jugendrevolten und als ein paar Geplänkel der CGT (Stalinistische Arbeitergewerkschaft) mit der Polizei abgetan.

Freitag, 3. Juni 2016

Caracas warnt vor militärischer Intervention in Venezuela


Dieser Artikel könnte eher aus einer unserer bürgerlichen Zeitungen kommen, aber die berichten ja nicht einmal das. Schaut man sich unten die Kritikpunkte an Maduro an, so trägt er für keinen Punkt die Verantwortung. Die Ölpreis-Senkung war ein von den USA mit den Saudis ausgehecktes Komplott, das genau das bewirken sollte: große wirtschaftliche Schwierigkeiten für Russland, Venezuela etc. Der Zika-Virus wurde von MONSANTO in die Welt gesetzt (darüber habe ich geschrieben), die Stromausfälle beruhen auf der Sabotage der Oligarchen und die Inflation ist eine Währungsattacke der USA gegen Venezuela mit Hilfe von Kolumbien. Die Sputnik News müssen also auch mit Vorsicht genossen werden.


Sputnik News


2. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Und wieder einmal die "friedlichen" Demos der rechten Opposition!

Venezuelas Regierung hat vor der Gefahr einer militärischen Intervention in Venezuela gewarnt und kritisierte den Chef der OAS Luis Almagro wegen seiner Entscheidung, eine Dringlichkeits-Sitzung über Venezuela einzuberufen.

Venezuelas Außenminister Delcy Rodriguez kritisierte die OAS am Mittwoch mit den Worten, die Noticias MVS zitierte, dass er sein Amt „arglistig nutze“, um als Washingtons Werkzeug Teil eines Plans zu sein, um Venezuelas Resourcen zu erschöpfen.

Laut Rodriguez hat Almagro in den vergangenen sechs Monaten eine Schikanierungs-Kampagne gegen Venezuela geführt.

Zuvor in dieser Woche hatte Almagro ein Dringlichkeits-Treffen des permanenten Rates am Mittwoch einberufen, um die Situation in Venezuela zu beurteilen. Die 35 Mitglieder starke Gruppe legte ein weiteres Treffen für den 10. Juni fest.

Laut Charta der OAS Organisation kann die Generalversammlung, wenn die diplomatischen Maßnahmen nicht erfolgreich sind, entscheiden, das Land aus der Organisation auszuschließen.

Präsident Nicolas Maduro kämpft gegen eine Welle der Kritik an seiner Regierung wegen akuter ökonomischer und sozialer Probleme, wozu der Fall der Ölpreise gehört, die Krankenhauskrise während der Ausbreitung des Zika Virus, Stromausfälle sowie die ins Endlose steigende Inflation.

Quelle - källa - source

Eine russische Warnung (Update)



In diesem Artikel von F. William Engdahl kommen noch wichtige Ergänzungen, die in dem untenstehenden Brief an das amerikanische Volk keinen Platz fanden  (was durch Konsens und Länge zu erklären ist).
 
01.06.2016
Washingtons Militärplaner sind jetzt völlig durchgeknallt

F. William Engdahl

Die westlichen Mainstreammedien wollen uns weismachen, der starke, böse russische Bär, mit Wladimir Putin an der Spitze, fuchtele wild mit seinen Pranken, in denen er eine Handvoll atomarer Sprengköpfe hält, und bedrohe den Westen auf kaum vorstellbare Art und Weise. Wir sollen überzeugt werden, dass Russland mit Schaum vor dem Mund ständig provoziert und droht, in die baltischen Staaten und dann vielleicht auch in ganz Westeuropa einzumarschieren. Und unter dem Eindruck dieser unmittelbaren Bedrohung hielten wir es dann auch für gerechtfertigt, wenn Washington, natürlich nur zum Schutz der amerikanischen Verbündeten in Europa vor einem russischen Überraschungsangriff, so behauptet zumindest die transatlantische Propaganda, Russland mit Raketenabwehrsystemen einkreist.



Als Bürgerinnen und Bürger der westlichen NATO-Länder blieb uns wenig Möglichkeit zur Reaktion,Hier weiterlesen. 

Eine russische Warnung
Dmitri Orlov, The Saker, Victor Katsap und Evgenia Gurewich
2. Juni 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Wir, die Unterzeichneten, sind Russen, die in den USA leben und arbeiten. Wir haben mit zunehmender Angst gesehen, wie die gegenwärtige US und NATO Politik uns auf eine extrem gefährlichen Kollisionskurs mit der Russischen Föderation gebracht hat und auch mit China. Viele geachtete patriotische Amerikaner wie Paul Craig Roberts, Stephen Cohen, Philip Giraldi, Ray McGovern und viele andere haben Warnungen über einen lauernden Dritten Weltkrieg veröffentlicht. Aber ihre Stimmen sind im Lärm der Massenmedien verlorengegangen, die voller irreführender und ungenauer Stories sind, die Russlands Ökonomie als Trümmerhaufen schildern und die russische Armee als schwach – alles ohne jeden Beweis. Aber wir – die wir sowohl die russische Geschichte kennen als auch den gegenwärtigen Zustand der russischen Gesellschaft und der russischen Armee – können diese Lügen nicht schluckem. Wir fühlen jetzt, dass es unsere Pflicht ist, als Russen in den USA, das amerikanische Volk zu warnen, dass es angelogen wird und dass wir ihm die Wahrheit sagen müssen. Und die Wahrheit ist einfach die folgende:

Wenn es zu einem Krieg mit Russland kommt, wird die USA höchstwahrscheinlich zerstört und die meisten von uns werden tot sein.

Lasst uns einen Schritt zurücktretem und das Geschehene in einen historischen Kontext stellen. Russland hat sehr unter ausländischen Invasoren gelitten und hat im 2. Weltkrieg 22 Mill. Menschen verloren [ist kürzlich von russischen Militärwissenschaftlern nach oben auf 27 Mill. korrigiert worden. D. Ü.]. Die meisten Toten waren Zivilisten, weil das Land invadiert wurde und die Russen haben geschworen, dass so eine Katastrophe nie wieder geschehen darf. Jedes Mal, wenn Russland invadiert wurde, ging es als Sieger hervor. 1812 invadierte Napoleon Russland; 1814 ritt die russische Kavallerie in Paris ein. Am 22. Juni 1941 bombardierte Hitlers Luftwaffe Kiew; am 8. Mai 1945 rollten die russischen Truppen in Berlin ein. [Warum wurde die Invasion der Allianz von 17 Nationen mit den USA an der Spitze 1918 weggelassen? Auch sie wurde besiegt. D.Ü]

Donnerstag, 2. Juni 2016

Veteranen für den Frieden und für Atom-Abrüstung zu unseren Lebzeiten


Veteranen für den Frieden
2. Juni 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Marsch der Veteranen für den Frieden in San Diego
Präsident Obamas Besuch in Hiroshima ist Gegenstand vieler Kommentare und Debatten gewesen. Friedensaktivisten, Wissenschaftler und sogar die New Yorker Times forderten Obama auf, bei der Gelegenheit sinnvolle Schritte zur weltweiten Atom-Abrüstung bekannt zu geben, wie er es doch versprochen hat, bevor er den Friedensnobelpreis erhielt.

Im Hiroshima Friedens-Gedenkpark gab Obama die Art von beredter Rede ab, für die er bekannt ist – manche sagen, es sei seine gewandteste gewesen. Er forderte ein Ende der Atomwaffen. Er sagte, dass die Atommächte „... den Mut haben müssten, der Logik der Furcht zu entrinnen und eine Welt ohne sie einzurichten.“ Prägnant fügte er hinzu: „Wir müssen unseren Geist verändern über den Krieg selbst.“

Obama verkündete jedoch keine neuen Schritte, um atomare Abrüstung zu erreichen. Zu aller Enttäuschung erklärte er: „Wir werden dieses Ziel wohl nicht in meinem Leben erreichen."

Gewiss nicht, wenn Obama der nächsten Verwaltung seine Initiative, das gesamte US-Atom-Arsenal zu „modernisieren", weitergibt. Das ist ein 30-Jahre-Programm, dessen Kosten auf ein Billion Dollar geschätzt werden oder 1 000 000 000 000 000 $. Kleinere, präzisere „nutzbare“ A-Waffen gehören zum Mix.

Es gibt noch mehr schlechte Zeichen. Neben Obama stand Japans Premier Shinzo Abe, der den Artikel 9 der Verfassung , die „pazifistische“ Klausel, entfernt hat, die Japan daran hinderte, Truppen ins Ausland zu schicken oder an Kriegen teilzunehmen. Der alarmierend militaristische Abe hat sogar angedeutet, dass Japan auch Atommacht werden sollte.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Der Große Sprung rückwärts: Amerikas illegale Kriege gegen die Welt


Luciana Bohne
13. Mai 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Jakob von Hoddis 'Weltende'

Werden wir diese Wahlsäson überstehen? Amerika ist eine Waffenfabrik, das Weiße Haus ein Kriegszimmer und der Präsident der Manager der neoliberalen Verschwörung, um die Welt neu zu kolonisieren. Die USA exportiert Krieg und Massenarmut. An der ökonomischen Front wucherhaften Neoliberalismus, an der militärischen Front illegale Kriege. Dies sind die Schützengräben von Amerikas Schlacht um die Weltherrschaft im 21. Jahrhundert.

Wenn das nicht aufgehalten wird, wird es ein kurzes Jahrhundert
Seit 1945 posierte die Manifest Destiny (offensichtliche Bestimmung) Amerikas als Kreuzzug der Freien Welt gegen die Rote Bedrohung und forderte 20 bis 30 Millionen Leben weltweit und bombte ein Drittel der Völker der Welt. Im 19. Jahrhundert löschte Amerika eine andere Art „roter Bedrohung“ aus – es schrieb und zerriss Verträge, stahl Land, massakrierte und trieb einheimische Bevölkerungen in Konzentrationslager („Indianische Reservate“) im Namen der Zivilisierung der „Wilden“. 1890 war mit dem Massaker der Lakota bei Wounded Knee der Landraub – der interne Imperialismus – beendet. Es gab eine Welt zu erobern und Amerika richtete seinen ungewöhnlich gierigen Blick auf Kuba und die Philippinen.

Schweden schließt sich der NATO im anlaufenden Krieg gegen Russland an


Anläßlich das schwedischen Abkommens mit der NATO habe ich mal wieder etwas auf meinem schwedischen Blog geschrieben. Ich habe gestern gleich den Artikel von Eric Zuesse ins Deutsche übersetzt und aus Wut auch noch einen Artikel auf Schwedisch geschrieben. Hier kommt er jetzt auf deutsch.


Schweden schließt sich der NATO im anlaufenden Krieg gegen Russland an


Einar Schlereth

1. Juni 2016


Nun sind wir da, wonach so viele sich gesehnt haben und dafür gearbeitet haben: in der NATO. Zwar nicht richtig, aber so gut wie. Die Schweden haben genug von Frieden und Neutralität. Darauf scheißen sie jetzt und wollen am liebsten einen richtigen Krieg. Und den bekommen sie denn auch, wenn er erst einmal nach dem Wunsch ihrer amerikanischen Waffenbrüder ausgebrochen ist. Es wird allerdings ihr letzter sein – für alle Ewigkeit.

Die Schweden hatten ja schon immer ein symbiotisches Verhältnis zu den Yankees. Sie waren immer eifrig, ihnen den Arsch zu lecken. Aber diesmal gleicht es eher einer Todessehnsucht. Alle Friedensaktivitäten zu vergessen, alle Versprechen zur Bewahrung des Friedens, alle großen Worte über das Zusammenwirken aller Völker für das gemeinsame Glück, den Kampf gegen die Armut und die Krankheiten – all dies auf den Müll zu werfen und aktiv an der Kriegshetze und den Kriegsvorbereitungen gerade gegen das Land, das seine schützende Hand über Schweden in dem bisher schlimmsten aller Kriege gehalten hat – das ist so schändlich, dass man nur noch kotzen will.

Was ist aus den hunderttausenden Menschen geworden, die 1968 Hand in Hand demonstrierten gegen den Krieg in Vietnam – alte und junge, Frauen, Kinder und Männer, Arbeiter und Handwerker, Studenten und Intellektuelle. Was ist aus dem warmen Gefühl geworden, die Mitmenschen neben sich zu spüren, ihre Wärme, ihr Mitgefühl mit den Armen und das Gefühl für Gerechtigkeit auf Erden für alle Völker?

Alles ist weg. Es zählt nur noch das Ich und das Hier und Jetzt. Nach unten treten und nach oben scharwenzeln. Das Land verkaufen, die Natur und das Volk – na, vielleicht wird das Volk da oben im Norden, die Samen, immer noch nicht als Volk angesehen – für nichts oder ein Spottgeld. Linné wird sich im Grabe drehen. Er würde seine Schweden nicht wiedererkennen, die großen Naturliebhaber. Und selbst Gustav Sundbärg, der 1911 schrieb: „Die Liebe zur Natur ist tief verwurzelt in unserem Volk. Sie erfuhr ein kräftiges Erwachen durch Linné.“

Und jetzt wird Norrbotten an die Militärs verkauft, obwohl alle wissen, dass dort oben die Natur viel emmpfindlicher ist als anderswo. Dort sieht man einen Fußabdruck noch nach Jahren.

Scheißegal. Jetzt zählen die Lügen. Richtig große Lügen. Wie von Peter Hultqvist, der schwedische 'Verteidigungs'- Minister, der Wort für Wort Obama nachplappert, um sein feiges Handeln zu verteidigen:

„Es geht um die Sicherheitsordnung in Europa, die Russland über den Haufen geworfen hat. Die illegale Annektierung der Krim als erstes Beispiel nach mehr als 70 Jahren, wo ein Staat in Europa das Territorium eines anderen Landes besetzt. Erlauben wir die Annektierung als status quo, machen wir uns mitschuldig an der Zerstörung eines der Grundpfeiler der europäischen Sicherheit.“ Vergessen ist Kossovo und vergessen alle Worte schwedischer Staatswissenschaftler, die sich weigern, den Krim-Anschluss an Russland als Annektierung zu bezeichnen. Eric Zuesse nennt Hultqvist, der sein eigenes Volk verrät und betrügt und einer riesigen Gefahr aussetzt, einen ebenso großen Lügner wie Obama.

Gewiss gab es ein paar Demonstrationen, besonders oben im Norden, aber die kann man ignorieren. Dort leben so wenig Leute. Ansonsten ist es ziemlich still im Land gewesen. Es gibt ja so viel anderes, was viel wichtiger ist -  die Eurovision und die EU-Fußballmeisterschaft und dann komm die Athleten und das Eishockey. Und bald wird es viel zu schauen geben in den Abgrund des dritten Weltkrieges.