Donnerstag, 13. Dezember 2012

Atheisten sehen sich weltweiter Verfolgung und Schikane gegenüber

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Als MORUSA (Mensch ohne Religion und sonstigem Aberglauben) bin ich schon mit 8 Jahren in dem zu 90 % ultra-katholischen Bad Neustadt a.d. Saale mit handfester Diskriminierung konfrontiert worden. Und natürlich hätte ich in der schwarzen Diktatur (die auf die braune nahtlos folgte), in zahllosen  (wie etwa den staatlich bezahlten, aber von Kirchen geführten) Einrichtungen nicht arbeiten können. Wie das in staatlichen Ämtern gewesen wäre, kann ich nicht sagen, da ich nie im entferntesten daran dachte, mich dort jemals zu bewerben. Zu dem Absatz unten über die USA möchte ich ergänzend sagen, was mir mein Freund Jeff Archer mal schrieb: "In den USA wird ein Atheist als etwas angesehen, was ganz weit unten angesiedelt ist - unter Schwarzen, Latinos und selbst unter Indianern. Einfach als das Schlimmste von allem." Im übrigen ist er Journalist und Schriststeller- und Atheist. Neben seinem politischen Blog - der hübscherweise La Gauche is right heißt - ist er auch Präsident der Atheisten- Koalition von San Diego ACLU), an deren Blog er auch mitarbeitet.

RT (Russia Today)
11. Dezember 2012

Vom christlichen Westen bis zum islamischen Nahen Osten erleiden Atheisten Diskriminierung und Verfolgung bis hin zu Hinrichtung, Lebenslang, Aberkennung der Staatsbürgerschaft und Verweigerung von Erziehung und Gesundheitsfürsorge, enthüllte ein neuer Report.

Eine 69 Seiten Studie ”Freedom of Thought 2012: A Global Report on Discrimination Against Humanists, Atheist and the Nonreligious” (Ein globaler Bericht über Diskriminierung von Humanisten, Atheisten und Nicht-Religiösen) ist von der International Humanist and Ethical Union (IHEU) veröffentlicht worden.

Der Report behandelt Gesetze, von denen die Gewisssens-Freiheit in 60 Ländern betroffen ist und zählt zahlreiche Fälle auf, wo Atheisten wegen ihrer Auffassungen verfolgt werden.

Der Bericht zitiert diskriminierende Gesetze, die Atheisten das ”Recht zu existieren verweigern, Glaubens- und Rede-Freiheit einschränken, ihre Staatsbürgerschaft einziehen und ihr Recht auf Heirat beschränken”.

Andere Gesetze umfassen ”Ausschluss von öffentlicher Erziehung, Verbot, öffentliche Ämter innezuhaben, Verbot für den Staat zu arbeiten, Kriminalisierung ihrer Kritik der Religion und Hinrichtung, weil sie die Religion ihrer Eltern aufgegeben haben”.

Im Bericht heißt es, dass Atheisten in islamischen Ländern – wie Afghanistan, Iran und Pakistan – einige der schlimmsten Diskriminierungen, inklusive Hinrichtung, erfahren. Die Studie führt keine bestimmten neueren Hinrichtungen an, aber stellt fest, dass Todestrafen oft in lebenslange Haft umgewandelt werden, etwa in Afghanistan.

Die Veröffentlichung von atheistischen oder humanistischen Ansichten ist laut den Blasphemie-Gesetzen in Ländern wie Bangladesch, Ägypten und Indonesien strikt verboten.


In den meisten dieser Länder wird von den Bürgern verlangt, sich als Angehörige einer offiziell anerkannten Religion zu registrieren – gewöhnlich Christentum, Judäismus und Islam. Ohne diese Registrierung ist es den Bürgern nicht erlaubt, medizinische Versorgung zu erhalten, Fahrzeuge zu fahren, die Universität zu besuchen und ins Ausland zu reisen, was nicht-Gläubige zwingt zu lügen.


Anti-atheistische Diskriminierung in Nordamerika und Europa

Der Report betont, dass Nicht-Gläubige selbst in Nord-Amerika und europäischen Ländern diskriminiert werden. In den USA ”werden Atheisten und nicht-Gläubige so weit gebracht, sich als geringere Amerikaner oder nicht-Amerikaner zu fühlen”.

Und in mindestens sieben US-Staaten ”gibt es gesetzliche Regelungen, die Atheisten von öffentlichen Ämtern ausschließen und in einem Staat, Arkansas, gibt es ein Gesetz, das Atheisten verbietet, als Zeuge in einem Prozess aufzutreten”.

Andere diskriminatorische Vorfälle sind, dass Soldaten in der US-Armee gezwungen werden, evangelischen Veranstaltungen beizuwohnen oder, dass in einem Gefängnis in South Carolina den Gefangenen jedwede Lektüre versagt wird außer der Bibel.

In der kanadischen Provinz Ontario bezahlt der Staat katholische Erziehung, aber verweigert dies allen anderen religiösen Schulen. ”Ein Drittel von Ontarios öffentlichen Schulen sind katholische Schulen”, und diese können nicht-katholische Kinder und Lehrer ausschließen, heißt es in dem Bericht.

In der Schweiz wurde 2010 ein Lehrer gefeuert, weil er Bedenken äußerte gegen die staatliche Förderung des Katholizismus in öffentlichen Schulen. ”[Dem Lehrer] wurde gekündigt, nachdem er die Kruzifixe aus den Klassenzimmern entfernte, in denen er unterrichtete”.

In jedem Jahr werden britische Kinder von örtlichen, staatlich finanzierten Schulen zurückgewiesen wegen der religiösen Bekenntnisse ihrer Eltern.

Die polnische Sängerin Dorota Rabczewska wurde zu 1450 $ Strafe verurteilt, weil sie ”religiöse Gefühle verletzt” habe, als sie in einem Interview 2012 sagte, dass die Bibel voller ”unglaubhafter Geschichten” sei.

Der italienische Außenminister Franco Frattini rief 2010 ”Muslime, Juden und Christen auf, sich zu vereinen im Kampf gegen die 'Bedrohung', die – wie er behauptet – der Atheismus für die Gesellschaft darstelle”.

Heiner Bielefeldt, der UN-Sonderbeauftragte für Religions- und Glaubensfreiheit, begrüßte die Veröffentlichung des Berichtes und äußerte Besorgnis über den Mangel an Bewusstsein, dass der internationale Schutz der Menschenrechte ebenso für Atheisten und religiöse Skeptiker wie für andere Gruppen gelte.


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Dieser Artikel ist leider tendenziös und in vielen Teilen billige Propaganda. Ich habe einige Jahre im Iran verbracht und unzählige Atheisten kennengelernt, die ihre Überzeugung überhaupt nicht versteckt haben. Sogar an der Universität Tehran war ich mehrfach Zeuge, wie Studenten in Seminaren offensiv den Dozenten, einen systemtreuen und hochrangigen Mullah, mit ihrer atheistischen Überzeugung offen und hart kritisiert haben. Zur Belohnung haben diese auch noch die besten Noten des Seminars bekommen, während er die bekennenden Muslime reihenweise durchfallen ließ. Solche Szenen hätte ich nach dem verlogenen Bericht des Autors nie erleben können. Richtig ist, dass JEDER im Iran, der das System in einer breiteren Öffentlichkeit, z.B. über die Medien, bekämpft, Probleme bekommt, EGAL ob er schiitischer oder sunnitischer Muslim, Christ, Jude, Zaratustraner, Atheist, Konvertit, Bahai oder was auch immer ist. ALLES ANDERE IST BLANKE ZIONISTISCHE LÜGE! Wer den Iran nur ein wenig kennt, weiß mit Sicherheit, das die religiöse Überzeugung alleine den Staat überhaupt nicht interessiert, solange die betreffende Person die bestehende Ordnung nicht untergräbt. Und das ist überall auf der Welt so. Wenn Christen in Deutschland ihre Kinder aufgrund ihrer Überzeugung (religiös oder gesellschaftlich) ihre Kinder nicht zur Schule schicken, werden diese mit der Polizei abgeholt und die Eltern landen vor Gericht. In Waco (Texas) wurden auch nicht Atheisten von der US-Army abgefackelt, sondern Christen (inklusive Kinder), die selbstbestimmt leben wollten.
    Um eines klarzustellen: Mir sind viele Atheisten sympathischer als viele andere Menschen, die dem Namen nach meine Religion teilen. Trotzdem muß man fair bleiben und auch als Atheist eingestehen, dass viele der Verbrechen der Geschichte auch im Namen von Religionshassern und Atheisten und Humanisten durchgeführt wurden und immer noch werden. Der Kolonialismus wurde immer auch humanistisch verklärt genauso wie der Neokolonialismus heutzutage wieder humanistisch unter dem Deckmantel von Codeworten wie "Menschenrechte" oder "Frauenrechte" vorgeht und seine Kriege über Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien usw. gebracht hat. In Deutschland kann sich der bekennende Atheist H&M Broder in einer absolut unterwürfigen Medienlandschaft mit Rufmord, Verleumdungen, Hasstiraden und Lügen austoben wie er will. Er ist sogar stolz darauf, dass er Breivik zu seinem Massenmord inspiriert hat. Und wo hat er deshalb auch nur den geringsten Nachteil erfahren?
    Menschen werden nicht wirklich wegen ihrer religiösen bzw. atheistischen Ansichten diskriminiert, sondern weil sie als systemgefährdend angesehen werden, und das trifft Atheisten genauso wie von Gott überzeugte Menschen!

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  3. Zu Anonym Nr. 1: Dies ist kein Artikel, sondern eine glob ale Untersuchung, sogar von der UNO anerkannt. Und ich habe nur ein paar eigene Erfahrungen angemerkt. Als ich vor 50 Jahren studierte, kannte ich auch iranische Atheisten. Zur heutigen Lage kann ich aus eigener Erfahrung nichts beitragen.

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  4. Dass das Pamphlet als eine globale Untersuchung ausgegeben wird, macht es noch nicht automatisch zu einer solchen. Und das die UNO diesen Beitrag anerkennt macht diesen nur noch unglaubwürdiger.
    Wer wirklich meint, atheistische Überzeugungen seien selbst im Westen schwerer zu verteidigen als an Gott orientierte, soll mal versuchen, den "Propheten" des humanistischen Atheismus, Charles Darwin, und seine Evolutionstheorie in Frage zu stellen. Er wird nur wenige Orte in der Gesellschaft finden, wo er nicht als Spinner und rückständig angesehen würde.

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  5. Seit wann hat Darwin etwas mit Atheismus zu tun? Du verwechselt Wissenschaft mit Atheismus.

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    Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie

    Rainer Ostendorf

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