Dienstag, 11. Dezember 2012

”Militärischer Voyeurismus” oder Invasion Syriens? Französische Spezialeinheiten bei den Rebellen

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Obwohl ich im vergangenen Artikel eine leise Hoffnung zum Ausdruck brachte, lässt sich dieses von Ismail Salami geschilderte Szenario nicht von der Hand weisen. Obwohl es ein Verbrechen wäre, wie es nur ein äußerst krankes Gehirn sich ausdenken kann. Aber von der Sorte gibt es ja in den USA und Israel mehr als genug. 
Und bitte schaut euch dieses Video an (oder lieber nicht, ich habe es nicht getan, weil das zu ungeheuerlich ist) oder lest besser den Text dazu. Es handelt davon, wie die Rebellen Kinder zwingen, Menschen abzuschlachten. Wer dann noch für einen Krieg gegen Syrien ist, den sollte man schleunigst in die nächste Klapse schaffen. 


Dr. Ismail Salami


8. Dezember 2012


Als Teil des finsteren Syrien-Planes haben französische Militäragenten kürzlich Treffen mit vom Ausland gestützten Militanten im Lande abgehalten, ”um die Situation vor Ort zu studieren”.
Ein Bericht des französischen Blattes Le Figaro vom Freitag deutet an, dass ”deren Hauptaufgabe darin bestand festzustellen, wer die Kämpfe rund Damaskus kontrolliert”.
Es scheint, dass ein vom Westen orchestrierter Plan, das Land zu invadieren, bereits im Gange ist, und dass man eine vereinte militärische Aktion gegen das Land abspricht und vorbereitet.
Der Bericht sagt auch, dass Treffen mit Kenntnis der französischen Regierung im vergangenen Monat stattfanden und dass die französiche Regierung die ”operative Fähigkeit jeder Gruppe” und ihre ”politische Einstellung” wissen möchte.

Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass die NATO zugestimmt hat, Patriot Raketen an der syrisch-türkischen Grenze aufzustellen unter dem Vorwand, die Türkei zu verteidigen und dass England Syrien ”mit ernsten Konsequenzen” gedroht hat, falls es chemische Waffen einsetze. Alle Teile des Puzzles sind von den ”Feinden Syriens” sorgfältig zusammengesetzt worden, um den Anschein einer Legitimität für eine kurz bevorstehende Invasion des Landes zu schaffen: dass Syrien gedenkt, chemische Waffen gegen das eigene Volk und die Militanten einzusetzen, und dass der Krieg auf die Türkei übergreifen könnte und dass die Türkei in der Lage sein müsse, sich gegen potentielle Angriffe zu schützen.
Unterdessen hat der britische Außenminister William Hague bei einem NATO-Treffen in Brüssel gesagt, dass England an al-Assad eine scharfe Botschaft geschickt habe, in der Obamas Worte vom Montag wiederholt werden.
Wir sind besorgt wegen der chemischen Waffen. Und wir sind noch besorgter geworden in den vergangenen Tagen aus denselben Gründen wie die USA. Wir haben bereits auch eine klare, private Botschat an die Syrer geschickt über die ernsten Konsequenzen, die der Benutzung dieser Waffen folgen würden.”
Syrien hat die Entscheidung der NATO der Patriot-Raketen-Installation als ”psychologische Kriegführung” verurteilt und gesagt, dass dies nicht seine Entschlossenheit beeinträchtige, die Militanten, die man als Terroristen ansieht, zu besiegen.
Obwohl einige westliche Länder behaupten, dass die Entscheidung der NATO, die Raketen aufzustellen, die geringe Lust auf eine militärische Intervention anzeige, muss sie als reine Drohung angesehen werden, dass der Westen eine militärische Intervention vorantreibe.
Syrien sagte, dass die NATO-Entscheidung al-Assad nicht veranlasse, seinen Kurs zu ändern und dass das Gerede von den chemischen Waffen nur Teil der Verschwörung sei, um eine künftige Intervention zu rechtfertigen.
Der türkische Schritt und NATOs Unterstützung dafür sind provokative Schachzüge, die eine psychologische Kriegführung bedeuten”, sagte der stellvertretende syrische Außenminister Faisal Mekdad in einem Interview mit Libanons Fernsehkanal Al-Manar. ”Aber wenn sie glauben, dass dies unsere Entschlossenheit und Arbeit für einen entscheidenden Sieg über den Terrorismus beeinflusse, dann sind sie auf dem falschen Weg.”
Er fügte hinzu: ”Für den Fall, dass [die ausländischen Mächte] wirklich eine Aggression erwägen, sollten sie an die Konsequenzen denken. Ich glaube, dass die Kosten sehr hoch wären … Sie müssen verstehen, dass sie die gesamte Region mit Umgebung in Gefahr bringen, wenn sie solch einen Irrsinn begehen.”
Dass Assad chemische Waffen gegen seine eigene Bevölkerung oder auch nur gegen die Militanten einsetzen würde, ist eine fadenscheinige Behauptung und eine schwache vom Westen zusammengebraute Entschuldigung, um ihren militärischen Voyeurismus und eventuelle militärische Expedition einzuleiten. Tatsächlich erinnert es sehr stark an Washingtons Behauptung von Iraks Besitz an Massenvernichtungswaffen, bevor es seine militärische Invasion des Landes startete und menschliche Verluste von unerhörtem Ausmaß verursachte. Traurigerweise werden einige Realtiäten schnell vergessen. Eine Untersuchung von Opinion Research Business (ORB) vom 12. -19. August 2007 berichtete von 1 033 000 Toten im Irak-Krieg. Auch wenn die Zahl zwischen 946 000 und 112000 pendelt, ist es ein kolossaler Verlust an Menschenleben. Laut ORB ”starben 48 % an Schüssen, 20 % durch Autobomben, 9 % durch Bombenangriffen, 6 % durch Unfälle und 6 % durch andere Explosionen”.
Russlands neuer Botschafter bei der NATO, Alexander Gruschkow, hat eindeutig hinter diesem Schritt einen beträchtliche Drohung gesehen und gesagt: ”Dies ist keine Drohung gegen uns, sondern ein Anzeichen, dass die NATO sich in Richtung eines Eingreifens bewegt, und das ist alles. Wir sehen eine Gefahr noch stärkerer Verwicklungen der NATO in der syrischen Situation als Ergebnis dieser Provokation oder sogar Grenzzwischenfälle.”
Es ist grauenhaft aber hochwahrscheinlich, dass der Westen die Rebellen mit chemischen Waffen versorgt, damit sie sie gegen die Syrer einsetzen, um dann die syrische Regierung zu beschuldigen und ihre lange vorbereitete Invasion des Landes durchzuführen. Diese Idee wird verstärkt, wenn wir uns die Aufmerksamkeit anschauen, die dieses Thema in den USA und einigen westlichen Ländern gefunden hat. Außenminister Clinton und Obama haben geschworen einzugreifen, falls Syrien chemische Waffen einsetze. NATO Generalsekretär General Anders Fogh Rasmussen warnte am Dienstag, dass jeder Einsatz von chemischen Waffen durch Syrien gegen die Rebellen eine sofortige militärische Antwort nach sich ziehe.
Die traurige Wahrheit ist, dass sie bereits ihre Koalition gegen Syrien aufgestellt haben, an der sogar Israel beteiligt ist. Laut der hebräischen Zeitung Maariv bereitet sich Tel Aviv auf solch ein Szenario vor inmitten zunehmender Spekulationen, dass die US-Armee in Syrien innerhalb von Tagen eingreifen werde, falls chemische Waffen eingesetzt werden.
Das ”chemische Waffen”-Szenario scheint für Washington und seine westlichen Alliierten der beste Auslöser zu sein, um die internationale Gemeinschaft zur stillschweigenden Übereinstimmung zu bringen für ein weiteres militärisches Abenteuer im Nahen Osten.

Quelle - källa - source

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