Donnerstag, 4. Juli 2019

Israels neue Luftangriffe auf Syrien beweisen, dass der US-Russland-Israel Nationale Sicherheits-Gipfel ein Erfolg war


Als ich die Überschrift vom Treffen Russlands mit den aktuell größten Kriegsverbrechern las, hatte ich sofort das Gefühl im Bauch, dass nichts Positives dabei herauskommen würde. Und Andew Korybko ist auch nicht wohl. Syrien selbst hat berichtet, dass man bewusst die S-200 und nicht der S-300 eingesetzt und 60 % der Raketen abgeschossen habe. Die S-300 sei für größere Reichweiten gedacht. Wie dem auch sei, ist das ständige Bombardement von syrischem Territorium ein Skandal, insbesondere durch diesen tausendfachen Mörder Bibi. Gleichwohl ist die Hinhaltetechnik gegenüber dem Iran merkwürdig. Der Iran ist an den Weichteilen Russlands ein enorm wichtiges Bollwerk und wird außerdem von Präsident Xi als einer der Ecksteine für OBOR (One belt one road) angesehen. Gerade jetzt, wo die USA die Provokationen gegen den Iran auf die Spitze treibt und die Kanaille Modi aus der OBOR-Phalanx ausgebrochen ist, dürften solche Verbrechen gegen internationales Recht und gegen die schuldlosen Staaten Syrien und Iran zu Gunsten der Massenmörder Trump und Bibi nicht zugelassen werden.


Israels neue Luftangriffe auf Syrien beweisen, dass
der US-Russland-Israel Nationale Sicherheits-Gipfel
ein Erfolg war

Andrew Korybko

1. Juli 2019


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Es gibt keinen überzeugenderen Beweis, dass der historische Nationale Sicherheits-Gipfel in Jerusalem vergangne Woche zwischen Russland, «Israel» und den USA ein Erfolg war, als die neuesten anti-iranischen Luftschläge in Syrien des selbst-ernannten «Jüdischen Staates», die mehr als wahrscheinlich im voraus von Moskau gebilltigt wurden als Teil seiner regionalen «Balance»-Strategie in Verfolgung einer «New Detente» (Neue Entspannung).
«Israel» führte mehrere Luftschläge gegen, wie die Medien behaupteten, angebliche IRGC Basen in Syrien um Mitternacht am 1. Juli durch, in Missachtung der weit verbreiteten Erwartung, dass dies nie mehr passieren würde, nachdem Russland einige sehr stark beachtete, aber dennoch irreführende Aussagen über sein angeblich "alliiertes" Engagement gegenüber dem Iran in der Woche abgegeben hatte. Der historische Nationale Sicherheits-Gipfel in Jerusalem zwischen Russland, «Israel» und den USA wurde weithin als Misserfolg bezeichnet, nachdem Moskau Teherans militärische Präsenz in der Arabischen Republik verteidigte und erneut bestätigte, dass die beiden «Alliierte» seien, aber das ist nicht die ganze Geschichte, weil der russische Sekretär des Sicherheitsrates Patruschew nur von ihrer anti-terroristischen Kooperation in Syrien gesprochen hatte und damit nichts Weitergehendes gemeint hat.

Dasselbe gilt für den Gesandten des russischen Außenministeriums für die asiatischen Länder und besonders den Präsidentenberater für Afghanistan Zamir Kabulovs Versprechen ein paar Tage später, dass der Iran «nicht allein sein würde», wenn die USA ihn angreift. Die Alternativ-Medien interpretierten dies wegen ihrer Wunschdenken-Perspektive so, dass Russland eine direkte militärische Intervention gegen die USA zur Unterstützung des Iran im Falle eines Konfliktes durchführen werde, wenn realiter wohl politische und moralische Unterstützung gemeint war, die die Islamische Republik in so einem Szenario zu erwarten hätte. Kurz danach hat ein russischer Beamter zu «Sputnik» gesagt, dass «wir offen für Diskussionen» mit dem Iran sind über den Verkauf der S-400, was auch von dem Blatt in seiner eigenen Schlagzeile falsch dargestellt wurde, als ob «Russland bereit sei, die S-400 an den Iran zu liefern", wenn doch buchstäblich nur gemeint war, dass man bereit sei, Gespräche darüber zu führen.

Die Kombination vo Patruschew, Kabulov und der militär-technischen offiziellen Erklärung schufen die falsche Auffassung, dass Russland seinen iranischen ‘Alliierten’ verteidigen würde; deswegen waren so viele Leute so überrascht, als «Israel» mehrere Schläge gegen seine Streitkräfte in Syrien durchführte. Nicht nur das, sondern die S-300 haben erneut versagt zu reagieren, was bestätigt, dass sie nur Status-Symbole sind, die verehrt werden von jenen, die an dem «Retter-Komplex» leiden. Die jüngsten Angriffe waren besonders schmerzhaft für jene, die aufrichtig glaubten, dass Russland das verhindern werde, da einige auf das Homs-Gouvernat zielten, nahe dort, wo die S-300 angeblich aufgestellt sind, dicht bei der Stadt Masyaf im Gouvernat Hama, was die deutliche Botschaft vermittelte, dass Moskau nicht erlaubt, sie gegen «Putinyahu’s Rusrael» zu benutzen.
Als der Schock einzusetzen begann, täte die Alternativ Medien-Gemeinde gut daran, sich zu erinnern, dass niemand anders als Bibi persönlich die Katze aus dem Sack ließ über das, was nur Tage vor den Luftschlägen passierte, als er sagte, dass «wir alle (Russland, «Israel» und die USA) einig über das Endziel sind, dass der Iran aus Syrien raus muss», als er seine Mitbürger über das Ergebnis des Gipfels informierte. Viele haben über ihn gelacht und seinen Kommentar als reine Zionisten-Prahlerei abgetan, aber er hat die Wahrheit gesagt, wie sich im nachhinein durch die Fakten zeigte, dass Russland abermals «Israels» anti-Iran-Luftschläge in Syrien «passiv ermöglicht» hat und daḿit die Weltsicht jener erschütterte, die Moskaus Botschaften zuvor auf den Leim gegangen sind. Man kann nicht anders, als zum Ergebnis zu kommen, dass diese Botschaften davor den getroffenen Deal verbergen sollten.

Um deutlicher zu sein: die drei zitierten russischen Beamten waren ungewöhnlich enthusiastisch über die Hilfe für den Iran, was schlaue Beobachter hätte misstrauisch machen sollen, dass etwas im Busch war. Außerdem die Tatsache, dass von den Alternativmedien der Bericht von Paruschew nicht vollständig wiedergegeben wurde, besonders darüber, dass «Russland speziell darauf achtet, Israels Sicherheit zu gewährleisten», hätte ein weiteres Zeichen sein müssen, dass eine besondere Operation in Vorbereitung war. Russland wollte mehr als wahrscheinlich Vorteil aus der weltweiten Unterstützung für den Iran nach dem Abschuss der US-Drohne ziehen und sich fälschlicherweise als der loyale «Alliierte» der Islamischen Republik  präsentieren, was alles «Israels» bevorstehende Luftschläge umso überraschender erscheinen ließ.

Es ist zweifelhaft, dass die iranischen Entscheidungsträger diesem Täuschungsmanöver auf den Leim gegangen sind; es sollte sich wohl eher an die allgemeine Öffentlichkeit wenden und nicht an die Islamische Republik; aber nochmals - Teheran scheint auch nicht akzeptieren zu können, dass Indien sich gegen Teheran gewandt hat; es ist also theoretisch möglich, dass man auch dies nicht hat kommen sehen. Schließlich sind viele Iraner in den beinahe vier vergangenen Jahren ums Leben gekommen, seit Russland in Syrien interveniert hat und «Israels» Luftschläge dort «passiv ermöglichte», so dass es seltsam wäre zu denken, dass sich das ändern würde nach dem, was Patruschew auf dem historischen Jerusalemer Gipfel über die Gewährleistung von «Israels» Sicherheit gesagt hat, was nichts anderes ist als ein Euphemismus über die Fortsetzung der Bombenangriffe auf die IRGC in Syrien.

Angesichts desseen, was gerade geschehen ist, gibt es keinen Zweifel, dass der Gipfel in Jerusalem in mehr als einer Hinsicht ein Erfolg gewesen ist. Nicht nur hat Russland offenbar gebilligt – wenn nicht koordiniert - «Israels» neuesten Schläge (und wahrscheinlich die vielen weiteren, die in Zukunft kommen werden) als Teil seiner regionalen «Balance»Strategie, die darauf abzielt, Irans würdevollen, aber «schrittweisen Rückzug» aus Syrien «passiv zu ermöglichen» als ein quid pro quo [Gegenleistung. D. Ü.} für den Clinch einer «New Detente» mit den USA.
Aber Moskaus Botschaften-Strategie war auch erfolgreich in der Handhabung der internationalen Auffassung und der Verdunkelung seiner Rolle hinter der Szene bei den neuen Attacken. Insgesamt läuft alles sehr gut für Netanyahus Kampagne seiner Wiederwahl und es wurde vorhergesagt, dass er weiterhin die IRGC in Syrien bombardieren wird mit Putins stillschweigender Billigung während der September-Wahl.


Andrew Korybko ist ein in Moskau ansässiger politischer Analyst, der sich auf die Beziehung zwischen der US-Strategie in Afro-Eurasien, Chinas One Belt One Road, der globalen Vision der New Silk Road-Konnektivität und dem Hybrid Warfare spezialisiert hat. Er ist ein regelmäßiger Mitarbeiter von Global Research.
Quelle - källa - source

Keine Kommentare:

Kommentar posten