Montag, 10. September 2012

Der Mythos, dass Japan bankrott ist: Der größte „Schuldner“ der Welt ist jetzt der größte Kreditgeber.

Dieser Artikel ist wahrlich sehr interessant, denn ich bin selbst auch diesem Mythos aufgesessen. Ich verstehe wirklich nicht viel von diesem Kram, aber die Ellen Brown macht dieses Thema in einfacher, klarer Sprache anschaulich. Das wünscht man sich öfters.

Ellen Brown
5. September 2012

Japans massive Regierungsschulden verbergen massive Vorteile für das japanische Volk, mit Lektionen für die US-Schulden“krise“.

In einem Artikel vom April 2012 titelte Forbes „Wenn Japan bankrott ist, wie kann es Europa entschulden?“, in dem Eamon Fingleton darauf hinwies, dass die japanische Regierung der größte Beitraggeber aus der nicht-Eurozone bei der jüngsten Euro-Rettungsaktion ist. Dies, sagte er, ist „dieselbe Regierung, die dauernd behauptet, bankrott zu sein (oder zumindest nicht ernsthaft widerspricht, wenn unwissende amerikanische und britische Kommentatoren die japanischen Finanzen als einen Schrotthaufen bezeichnen)“. Er merkte auch an, dass Japan praktisch alleine das IWF-System auf der Höhe der globalem Panik 2009 rettete. Fingleton fragte:

„Wie kann eine Nation, deren Regierung angeblich mit Schulden überlastet ist, in der fortschrittlichen Welt sich solch eine Großzügigkeit leisten? …
Es wird gewettet, dass Japans wirkliche Finanzen weit stärker sind, als die westliche Presse glauben gemacht wird. Unleugbar ist, dass das japanische Finanzministerium eins der undurchsichtigsten der Welt ist ...“ 

Fingleton gab zu, dass die Passiva der japanischen Regierung groß sind, aber er sagte, wir müssten auch auf die Habenseite der Bilanz schauen:
„Das Tokyor Finanzministerium borgt zunehmend von der japanischen Öffentlichkeit, nicht um außer Kontrolle geratene Regierungsausgaben zuhause zu finanzieren sondern im Ausland. Außer dass es bereit war, den IWF flüssig zu machen, ist Tokyo auch seit langem der Darlehensgeber in der Not für sowohl die US- als auch die britische Regierung gewesen. Gegenwärtig leiht es 10-Jahres-Geld zu Zinsen von nur einem Prozent, die zweitniedrigste Rate irgendeines Schuldners in der Welt nach der Schweiz.“

Es ist ein gutes Geschäft für die japanische Regierung: sie borgt 10-Jahres-Geld zu einem Prozent und verleiht es an die USA für 1.6 Prozent (die aktuelle Rate für US-10-Jahres-Schuldscheine), eine ordentliche Differenz.
Japans Schuld-BNP-Ratio liegt bei beinahe 230%, die schlechteste irgendeines größeren Landes der Welt. Doch Japan bleibt das größte Kreditgeber-Land, mit Auslandsguthaben von 3.19 Billionen $. 2010 war sein pro-Kopf BNP höher als das von Frankreich, Italien, England und Deutschland. Und während Chinas Wirtschaft jetzt größer als Japans ist, wegen seiner riesigen Bevölkerung (1.3 Mrd. gegenüber 128 Mill.), beträgt Chinas pro-Kopf BNP von 5414 $ nur 12% gegenüber  Japans 45920 $.

Wie kann man diese Anomalien erklären? Ganze 95% von Japans Nationalschuld wird von den Japanern selbst zuhause gehalten.

Über 20% der Schuld halten die Japanische Postbank, die Bank von Japan und andere Regierungsbehörden. Die Japan Post hält die höchsten heimischen Ersparnisse in der Welt und sie zahlt Zinsen an die japanischen Verbraucher. Obwohl sie 2007 theoretisch privatisiert wurde, ist sie ein politischer Fußball gewesen, und 100% ihres Grundkapitals hält nach wie vor die Regierung. Die Bank von Japan gehört zu 55% der Regierung und wird zu 100% von der Regierung kontrolliert.

Von der restlichen Schuld werden 60% von japanischen Banken, Versicherungsgesellschaften und Pensionfonds gehalten. Ein weiterer Brocken wird von einzelnen japanischen Sparern gehalten. Wie in einem Artikel der New York Times vom September 2011 bemerkt wurde:
„Die japanische Regierung ist tief verschuldet, aber das restliche Japan hat reichlich Geld zum Sparen.“
Die Schulden der japanischen Regierung sind das Geld des Volkes. Sie besitzen sich gegenseitig und sie ernten kollektiv die Vorteile.

Mythen über die japanische Schuld-BNP-Ratio

Japans Schuld-BNP-Ratio sieht sehr schlecht aus. Aber wie die Ökonomin Hazel Henderson bemerkt, ist dies eine Sache der Buchführung – eine Praxis, die sie und andere Experten als irreführend ansehen. Japan führt praktisch auf allen Gebieten der high-tech-Produktion, einschließlich der Luft- und Raumfahrt. Die Schulden auf der anderen Seite der Bilanz stellen die Zahlungen aus dieser seiner gesamten Produktivität an das japanische Volk dar.

Laut Gary Shilling, der im Juni 2012 auf  Bloomberg schrieb, gehen mehr als die Hälfte der japanischen öffentlichen Ausgaben an Schuldendienst und in die Sozialversicherung. Der Schuldendienst wird als Zinsen an die japanischen „Sparer“ gezahlt. Sozialversicherung und Zinsen für die nationale Schuld werden nicht im BNP mitgerechnet, aber sie sind in Wirklichkeit das soziale Sicherheitsnetz und die öffentlichen Dividenden einer hoch produktiven Wirtschaft. Diese, mehr als die militärischen Waffen und die „Finanzprodukte“, die einen großen Teil des US-BNP ausmachen, sind die wahren Früchte der Industrie eines Landes. Für Japan sind dies die Freude des Volkes an dem enormen Ausstoß seiner high-tech Industriebasis.

Sonntag, 9. September 2012

Ein Gedanke an alle unsere bedürftigsten Menschen, denen man verstanden hat, die Angst vor Gott zu verkaufen


Es gibt wenige Leute wie den Professor Jean-Paul Pougala aus Kamerun, der mir regelmäßig aus dem Herzen spricht. Er schickt seine Artikel regelmäßig an eine Reihe von Leuten per e-mail. Die Quelle am Ende führt also nicht zu seinem Artikel, sondern zu dem amerikanischen Artikel über diese unerhörten Sammlungen der schwarzen Kirchen. Darüber wächst die Empörung in den USA und manche fragen zu Recht, was die Kirchen mit all dem Geld machen. Damit könnte man - nur so zum Beispiel - dafür sorgen, dass alle Menschen auf der Welt in den Genuss von sauberem Trinkwasser kommen. Aber der Gedanke kommt diesen sauberen Seelenhirten wohl nicht einmal im Traum.

Jean-Paul Pougala
aus dem Französischen von Einar Schlereth
9. September 2012
An diesem Sonntag, der Tag des Gebetes für die Christen, verlange ich von jenen, die zu einem Kultort gehen, einen Gedanken an alle unsere schwächsten Menschen zu schenken, denen man verstanden hat, die Angst vor Gott zu verkaufen. Jene, die selbst, wenn sie sich hungrig schlafen legen, immer noch ein Geldstück finden, um den Priester oder Pastor zu mästen.


Einen zweiten Gedanken an die bedürftigen schwarz-amerikanischen Menschen, die den schwarzen Kirchen in 18 Jahren, von 1980 – 2008 die Bagatelle von 480 Mrd. Dollar ausgeschüttet haben, das heisst 240 000 Mrd. FCFA [französische Franken in einigen ehemaligen französischen Kolonien], während ihre Kinder beinahe alle im Gefängnis landeten, aus Mangel an Erziehung; während diese Kinder nicht an die Uni gehen konnten aus Mangel an Geld, niemals eine Reise außerhalb ihres Ghettos gemacht aus Mangel an Kleingeld.

USA schicken noch mehr Spione und Diplomaten an die syrische Grenze – und Ban Ki-moon gibt Pfötchen


Dies ist ein klassisches Beispiel von kompletter Desinformation. Die so etwas zusammenpfuschen, können nur die allerbilligsten Huren aus der Journalisten-Branche sein. Die bemühen sich nicht einmal, dass der gesammelte Mist in irgendeiner Weise logisch zusammenhängt. Nur eine kleine Auswahl. 
Man erhöht also die Anwesenheit, aber völlig unbedeutend - nicht einmal ein Dutzend Leute. Die sollen auch nach "möglicher Anwesenheit von Al Qaida" Elementen forschen. In der Mitte und gegen Ende des Artikels ist die Rede von der großen Menge Islamisten in den Reihen der Rebellen.
Das Weiße Haus ziert sich, tödliche Waffen zu liefern. Natürlich steht nicht der Absender drauf "Barak Obama, Weißes Haus, Washington", sondern die riesigen Waffenmengen, darunter schwere und schwerste Waffen inklusive Panzer, werden um drei Ecken geliefert. Die syrische Nachrichtenagentur SANA - weit verlässlicher als alle Westmedien - hat in zahllosen Sendungen die enormen Mengen beschlagnahmter amerikanischer und israelischer Waffen dokumentiert und detailliert vorgeführt. Woher die kommen? Wahrscheinlich vom Himmel gefallen.

Ich muss um Entschuldigung bitten ... Und eine Bitte. - I beg your pardon ... And an appeal.

Heute habe ich zum zweiten Mal in die Spam-Kiste geschaut. Einmal ganz zu Anfang und da fand ich nichts und danach habe ich sie vergessen. Bis heute. Und da fand ich eine Menge Kommentare, die alle als Spam gekennzeichnet waren, ohne es zu sein, und überwiegend Kommentare auf Englisch aus den USA. Das ist eigenartig. Nach welchen Kriterien wird eigentlich Spam gefunden? Ausländisches Gebabbel oder wie? Viele Danksagungen waren da jedenfalls dabei und auch einige Anfragen. Es tut mir wirklich Leid, dass ich so lange nicht darauf geantwortet habe. Ich werde mich bessern.

Today I was looking for the second time into my spam box. The first time I checked was at the beginning and as I didn't find anything I forgot about it. Well today was the second time and there were a lot of comments - mainly in English - marked as spam. No idea by which criteria they are choosing spam - maybe outlandish babble? Among the comments were many 'thanks' and some
requests. I am really sorry for not having answered for so long. I'll try to get better.

Gleichzeitig möchte ich meine Blogger-Kollegen fragen, weshalb eine ganze Reihe von ihnen viele Kommentare verhindern oder zumindest erschweren. Teilweise liegt das wohl daran, dass man sich jetzt automatisch überall "ausweisen" muss. Das lässt sich aber abstellen oder erweitern durch die 'anonym'-Funktion. Man will doch nicht erst große Aktionen starten und klittern, schittern und assbooken, nur weil man einen kleinen Kommentar schreiben will.
Ich habe als Grund schon gehört, dass man Angriffe vermeiden will. Bezweifle, ob das damit gelingt. Wenn mal einer kommt, kann man ihn wegdrücken, und wenn eine 'konzertierte Aktion' eintreffen sollte, kann man es immer noch für eine Weile ganz abstellen.
Zur freundlichen Erwägung.


Samstag, 8. September 2012

SYRIEN: NATO's nächster 'humanitärer' Krieg?


Ich will alle Syrien-Interessierten mit diesem äußerst aktuellen Buch von Professor Chossudovsky bekannt machen, das als INTERAKTIVES E-BUCH ONLINE gelesen werden kann. Es enthält neben Chossudovskys Texten auch wichtige Analysen anderer Autoren und hat eine interne Suchmaschine, so dass man es als Nachschlagwerk benutzen kann. Und wer GlobalResearch, eine der wichtigsten unabhängigen Nachrichtenquellen untstützen möchte, kann das auch auf der Seite von GlobalResearch tun.


SYRIEN: NATO's nächster 'humanitärer' Krieg?


Von Prof. Michel Chossudovsky


ONLINE INTERAKTIVES E-BUCH
Erstausgabe vom 11. Februar wurde am 15. Juni 2012 auf den neuesten Stand gebracht.


INHALTSANGABE


TEIL I
Einleitung
'Ein 'Humanitärer Krieg' gegen Syrien? Militärische Eskalation. In Richtung auf einen großen Nahost-zentralasiatischen Krieg?' - von Michel Chossudovsky am 9.8. 2011


'VIDEO: US-NATO „Humanitarian Intervention“ in Syrien: In Richtung eines regionalen Krieges?'
Der neueste Bericht ist jetzt auf GRTV erhältlich.
Von Michel Chossudovsky, Nile Boie am 8.6. 2012

Freitag, 7. September 2012

WIR sprechen von dem Genozid, der gegen das afrikanische Volk im globalen Maßtab geführt wurde


Zusammengestellt von Obadele Kambon
15. August 2012

Wenn WIR von dem Genozid sprechen, der gegen das afrikanische Volk im globalen Maßstab begangen wurde, dann meinen wir die Taten des Systems der weißen Vorherrschaft und der weißen Individuen, die das System hervorgebracht hat. Wie kann ich so etwas sagen? Auf welcher Basis? In welcher Weise manifestiert sich dieser Genozid?


WIR sprechen von dem König Albert Plan, der von der US-Regierung entworfen wurde, die (schwarzen) afrikanischen Völker einzuäschern im Falle eines „umfassenden Zusammenbruchs der sozialen Ordnung“.


Was ist gemeint, wenn Wir die Genozid-Anklage erheben? WIR sprechen von dem Programm zur Schaffung von Krankheiten und Viren inSüdafrika, das die Isolierung und Schaffung eines Virus vorsah, der speziell schwarze Menschen tötet.


WIR sprechen von dem Tuskeegee-Syphilis Experiment.


WIR sprechen vom Beginn der Gynäkologie.


WIR sprechen von der vollständigen Dezimierung und Auslöschung des schwarzen Volkes von Tasmanien.


WIR sprechen von der Dezimierung des Herrero Volkes in Namibia in Deutschlands schwarzem Holocaust.


Wir sprechen von der CIA, die Crack in den schwarzen Gemeinden einführte.

Donnerstag, 6. September 2012

DER TOD KLOPFT ANS TOR UND ZERSTÖRTE HOFFNUNGEN


Einar Schlereth
Donnerstag, der 6. September 2012

Nun hat der Tod zum dritten Male einen Freund mit sich genommen. Diesmal den Bruder meines besten Schulfreundes, der schon vor sehr langer Zeit von einem Herzinfarkt dahingerafft wurde. Er hat meine Lieblingsschwester geheiratet, die dann vor über vierzig Jahren zu ihm nach Kanada zog. Dadurch lernte ich ihn erst richtig kennen und schätzen. Ein ruhiger, liebenswürdiger Mensch und Lehrer aus Leidenschaft, dem ich wahrlich meine Schwester gönnte.
Unsere gegenseitige Zuneigung ist wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass sie in der Familie über zwei Generationen hinwegreicht. Winfried machte nämlich bei meinem geliebten Großvater das Mathematik-Abitur – d. h. nicht direkt, denn mein Großvater war mit 12 Jahren ein Vollwaise geworden und mit 3 Jahren Volksschule ja fast noch Analphabet. Aber er begann bei der Reichsbahn zu arbeiten, zog seine zwei kleineren Geschwister mit groß und bildete sich autodidaktisch mit eisernem Willen stets weiter. Er schaffte es bis zum Oberinspektor – weiter ging's nicht, weil ihm ja die 'Bildungsbeweise' fehlten. Aber nach dem Krieg gab es am Gymnasium im fränkischen Bad Neustadt a.d.Saale Lehrermangel und da holte man 'den alten Schlereth', wie er überall liebevoll genannt wurde. Er war ja in der ganzen Stadt als mathematisches Genie bekannt, als hochgebildeter Mann mit einem phänomenalen Gedächtnis. Abnehmen durfte Großvater das Abitur allerdings

Mittwoch, 5. September 2012

Gujarat/ Indien begrüßt das Urteil zum Naroda-Massaker

Dies ist in der Tat ein epochemachendes Urteil für Indien. In dieser 'größten Demokratie' der Welt sind seit der Unabhängigkeit vor über 60 Jahren zahllose Massaker an indigenen und religiösen Minoritäten - von Nagaland, Kaschmir bis hinunter nach Kerala - begangen worden, von unaufhörlichen einzelnen Übergriffen der Polizei und des Militärs ganz zu schweigen. Die Anklagen sind nicht zu zählen, auch nicht die Misshandlungen der Kläger, aber Urteile gegen Täter könnte man wohl an den Fingern einer oder zwei Hände abzählen. Man kann nur mit der Aktivistin Setalvad hoffen, dass dieses Urteil tatsächlich auch 

Die Kläger Sreekumar und Teesta

Newzfirst.com

1. September 2012

Das Urteil eines Sondergerichts in Gujarat hat die Abgordnete und ehemalige Ministerin Maya Kodnani von der Bharatiya Janata Party [BJP = rechte Hindu-fundamentalistische Partei. D.Ü.] zu 28 Jahren Gefängnis wegen ihrer Beteiligung an den Godhra-Ausschreitungen in Naroda Patiya im Jahr 2002 verurteilt, was von Menschrechtlern begrüßt wurde.

„Dies ist ein historisches Urteil in der Geschichte der indischen Justiz und muss in goldenen Buchstaben geschrieben werden“, sagte der Abgeordnete R. B. Sreekumar, ehemaliger Generaldirektor der Gujarat-Polizei zu Newzfirst.

„Sehr selten treffen wir auf solche Urteile, bei denen Schuldige zu solchen Strafen für Übergriffe gegen Minderheiten verurteilt werden, ob es sich um die Zerstörung von Babri Masjid oder die Bheewandi-, Bhagalpur- und Ahmedbad-Ausschreitungen in den 80-ern handelt“, sagte er.

Sreekumar, vormaliger Gujarat-Polizeichef, hatte Klage erhoben gegen die Gujarat-Regierung und ihren Chef-Minister Narenda Modi vor der Nanavati Shah-Kommission, die das Godhra-Gemetzel und die anschließenden Ausschreitungen untersuchte.

Er begrüßte das Urteil gegen die Abgeordnete und sagte: „Das Urteil betrifft alle fünf Kategorien von Leuten, die an den Ausschreitungen beteiligt waren, d. h. die Planer, die Organisatoren, die Mobilmacher, die Ausführenden und die Mithelfer.“

Während die Gujarat-Polizei und das Sonder-Untersuchungs-Team unter Vorsitz von R. K. Raghavan auch versäumte, die Planer zu verurteilen, hat es dieses Urteil getan, sagte er.

Die Menschrechtsaktivistin Teesta Setalvad bezeichnete das Urteil als 'großartig' und sagte zu Newzfirst, dass das Urteil Auswirkungen auf laufende Prozesse haben wird.

Setalvad hat sich in den vergangenen Jahren für Gerechtigkeit für die Opfer der Ausschreitungen eingesetzt. „Die Anklagen, die gegen Maya und andere vom Sondergericht bestätigt wurden, machen klar, dass die Godhra-Ausschreitungen keine spontane Reaktion waren, sondern ein große Konspiration“, sagte sie.
Die Höhe der Strafen entsprächen der großen Verschwörung, fügte sie hinzu.

Mehr als 10 Jahre, nachdem der Mob 97 Moslems am 28. Februar 2002 zerhackt und verbrannt hat, verurteilte das Sondergericht am Freitag die BJP-Abgeordnete und ehemalige Ministerin Maya Kodnani zu 28 Jahren Gefängnis und den ehemaligen Führer Babu Bajrangi von der Bajrang Dal zu Gefängnis auf Lebenszeit bis zum Tod, während 30 andere Verurteilte lebenslang erhielten.

Quelle - källa - source

NAM: Den westlichen Würgegriff der Macht brechen

Ismail Salami

1. September 2012

Trotz der westlichen bewussten Nichtbeachtung des Gipfels der Blockfreien Bewegung in Teheran, ist es eine nicht zu leugnende Tatsache, dass der Gipfel sehr großen Ärger in Washington und Israel verursacht hat und dass der Dialog zwischen Zivilisationen zur Erringung des globalen Friedens immer noch eine mächtige Möglichkeit ist.

Genau einen Tag vor der Eröffnung des NAM-Gipfels drückte sich der Premier Israels Netanyahu typisch zynisch aus und verriss die Anwesenheit von hohen Vertretern von mehr als 120 Ländern beim Gipfel, indem er sagte, das sei „ein Schmutzfleck für die Menschheit“. Die Ursache von Netanyahus Wut ist jedoch sehr verständlich.

Der 16. NAM-Gipfel, der offiziell am Freitag in Teheran zu Ende ging, hat eine Resolution verabschiedet, die über 700 Klauseln enthält. Die Schlussresolution, die vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinejad vorgelesen wurde, gab Irans atomarem Energieprogram Unterstützung, wies die US-unilateralen Sanktionen gegen die islamische Republik zurück und forderte größere Anstrengungen, die palästinensische Sache zu fördern und die rassische Diskriminierung in der Welt zu stoppen.

Dienstag, 4. September 2012

Das Wasser steht den Vertriebenen von den Omkareshwar - und Indira Sagar Staudämmen bis zum Hals

Narmada Bachao Andolan

1. September 2012
Die Vertriebenen von den Omkareshwar- und Indira Sagar Staudämmen kämpfen für ihre Rechte und ihr Leben und brauchen eure Hilfe. Sie stehen seit sieben Tagen im Wasser des Damms.

Liebe Leute,

schaut euch bitte die Botschaft unserer Freunde auf Narmada Bachao Andolan an. Die Dorfbewohner, die von den Omkareshwar und Indira Sagar Staudämmen vertrieben werden sollen, nehmen seit einer Woche an einer jal satyagraha teil, um gegen die Entscheidung der Regierung zu protestieren, den Wasserstand in den Dämmen zu erhöhen. Dies würde dazu führen, dass die Häuser und das Land von tausenden Menschen unter Wasser stehen wird, die noch rehabilitiert werden sollen, trotz des Urteils des Obersten Gerichtshofes, das vorschreibt, dass die Rehabilitierung sechs Monate vor dem Fluten abgeschlossen sein muss.

Narmada Bachao Andolan ist einer der längsten Kampagnen, mit der sich AID solidarisch erklärt hat, und in diesem besonderen Fall scheint es, dass eine rechtzeitige Antwort die Balance zu Gunsten der Vertriebenen verschieben kann: die neuesten Nachrichten sind, dass die Madya Pradesh Human Rights Commission (MPHRC) die Regierung angewiesen hat, die Sicherheit der Demonstranten zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die Rechte des Volkes und das Landgesetz respektiert werden.

Nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit, um ein oder mehr der folgenden Dinge zu tun:

Ruft einen oder mehrere der Beamten an, die in der Botschaft unten genannt werden.  … (Dies betrifft Indien)

Unterschreibt die Petition hier.



In dem langen Schreiben der Aktivisten wird auf das Urteil des Obersten Gerichts Bezug genommen, das besagt, dass vor Anhebung des Wasserstandes alle Menschen mit Häusern und Land entschädigt werden müssen. Ein Jahr ist seit dem Urteil vergangen und es ist nicht umgesetzt worden. Bei der Flutung des Omkareshwar-Dammes von 189 auf 193 m sind 2500 Bauern betroffen und 1000 Familien haben noch kein Haus bekommen.
Im Indira Sagar Staudamm mit 260 m soll der Wasserstand ebenfalls um 4 m erhöht werden. In fünf betroffenen Dörfern warten ebenfalls noch tausende Menschen auf neue Häuser und Land.


Quelle - källa - source

Syrien: Abweichende Meinung – Video von Lizzie Phelan und Mostafa Afzalzadeh


Lizzie Phelan
Mostafa Afzalzadeh

1. September 2012

SORRY
irgendwelche Freunde verhindern wieder einmal, dass dieses Video hochgeladen werden kann. Benutzt also den ersten YouTube-Link am Ende der Seite. Weitere Produktionen von theliberatedzone finden sich auf dem zweiten Link.

Dies ist ein Dokumentarfilm über die psychologische Kriegführung durch die Medien und das politische Establishment des Westens und seiner Alliierten, um die Pläne der USA, Europas und Israels zur Beseitigung der gegenwärtigen syrischen Regierung zu ermöglichen. Er zeigt, wie die Medien direkt zum Blutvergießen in Syrien beigetragen haben.
Der Dokumentarfilm nimmt die Anschuldigungen auseinander, die von diesen Akteuren präsentiert wurden, nämlich dass die syrische Regierung friedliche Proteste unterdrückt und damit ihre Legitimität verloren habe. Er zeigt, wie derlei Behauptungen durch minimale Beweise gestützt werden und daher nicht mehr als Propaganda sind, die den außenpolitischen Interessen ihrer Länder dienen.
Der Film umfasst auch Beweise von gefälschten Reports, die von CNN, BBC, Al Dschasira und anderen gesendet/publiziert wurden und Interviews mit einem Querschnitt der syrischen Bevölkerung, wie etwa einem Schauspieler, einem Handwerker, einem Journalisten, einem Bewohner von Homs und einem Aktivisten, die von der Krise betroffen wurden.

Der Film wurde von Lizzie Phelan und Mostafa Afzalzadeh produziert und am 31. August 2012 von theliberatedzone veröffentlicht.


Lizzie Phelan ist eine Freelance-Journalistin, die sich auf die Kämpfe der Völker spezialisiert hat, die ihre Länder gegen die Verletzungen ihrer Souveränität verteidigen. Gegenwärtig arbeitet sie in Nicaragua. Sie hat aus Syrien und Libyen für Press TV und Russia Today und unabhängig berichtet. In Libyen war sie bis zum NATO-Angriff, der den Weg für die Rebellen ebnete bei ihrer Invasion von Tripolis. Sie blogt auf http://lizzie-phelan.blogspot.in/
LIZZIE PHELAN'S YOUTUBE CHANNELS:
 
Quelle – källa - source

Montag, 3. September 2012

16 Yanomani massakriert, während Shell die Erlaubnis zur Ölbohrung in der Arktik erhält

ACHTUNG: KORREKTUR - gerade lese ich hier die Nachricht, dass Survival International einräumen musste, dass es KEIN MASSAKER gegeben hat. Die sonstigen Informationen in diesem Artikel behalten aber ihre Gültigkeit.

Den Schriftsteller, Künstler und Aktivisten Subhankar Banerjee schätze ich sehr. Wenn ihr auf seinen Namen hier unten klickt, erfahrt ihr mehr über ihn. Hier nun ein sehr guter Artikel von ihm mit wertvollen Quellenangaben. Beeindruckend finde ich auch, dass sowohl er als auch die von ihm zitierte Künstlerin Claudia Andujar ihre lukrativen Karrieren aufgaben, um ihr Leben der Hilfe für indigene Völker und dem Schutz der Umwelt zu widmen. Und beide haben Teilsiege errungen, doch für den großen Sieg werden wir alle gebraucht. 
Wie ihr weiter unten seht, musste ich den Titel des Guardian-Artikels ändern, da sich die Zahl 80 als unrichtig herausstellte. Dem Guardian traue ich zu, dass er die Zahl erfunden hat, um Chavez eins auszuwischen (was er zu gern tut), wohl wissend - aber verschweigend - dass Venezuela eine der allerfortschrittlichsten Gesetze zum Schutz der indigenen Bevölkerungen hat. Und nicht nur Gesetze, sondern man hat auch konkrete, fabelhafte Maßnahmen ergriffen.

Subhankar Banerjee

31. August 2012

Es war ein schmerzvoller Tag für mich. Zwei Nachrichten kamen heute früh: eine über das Massaker an 16 Yanomami-Menschen in einer Siedlung am Amazonas und die andere über Obama, der Shell grünes Licht für Ölbohrungen im arktischen Meer gibt. Beides sind Ressourcen-Kriege, die zum Tod führen – von Menschen und/oder Tieren, langsam oder schnell, der eine, um Gold zu bekommen, der andere um Erdöl.

„Ein Massaker von bis zu 80 Yanaomami hat im venzolanischen Staat Amazonas stattgefunden“, berichtete der Guardian. [Diese Nachricht hat sich als falsch herausgestellt – es waren „NUR“ 16 Menschen. Siehe meinen Artikel von gestern.] „Laut örtlichen Zeugen überflog ein bewaffneter Goldgräbertrupp im Hubschrauber die Irotatheri-Siedlung im hochgelegene Ocamo-Gebiet und eröffnete das Feuer und warf Sprengstoff.“

Nachruf für Dr. Falkenhagen, einen Humanisten, Friedenskämpfer und guten Freund




Am 29.08.2012 ist Dr. Hans-Jürgen Falkenhagen in einem Berliner Krankenhaus an einer Lungenentzündung verstorben.

40 Jahre war er im öffentlichen Dienst von Ministerien der DDR, zuletzt im Ministerium der Finanzen und für die Staatsbank der DDR als Übersetzer Dokumentalist und Länderbearbeiter von 12 Fremdsprachen, darunter 9 slawischen Sprachen, tätig.

Von 1990 -1995 war er Referent für ausländische Finanzen und Steuern des Bundesfinanzministeriums, zuständig für die ehemaligen sozialistischen Staaten.

Dr. Falkenhagen war Gründungsmitglied unserer kleinen, aber sehr aktiven Friedensgruppe „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“, die ihn als ausgezeichneten Analytiker innen- und außenpolitischer Ereignisse sehr vermissen wird. In deutschen und internationalen Zeitungen und Zeitschriften wie dem Arbeitskreis für Friedenspolitik-Atomwaffenfreies Europa e.V., Muslim-Markt, Schattenblick, Ikarus, der KPD-Zeitung Rote Fahne, Tlaxcala, der Schweizer Zeitung Zeit-Fragen, sowie unserer Webseite der Friedensbewegten (www.nato-tribunal.de/mgdk.htm ) waren seine Beiträge und Analysen sehr geschätzt.

Wir haben in ihm einen aufrechten und beharrlichen Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt verloren.

Er vermochte es, den durch Neokolonialismus und Kriege seitens der NATO überfallenen und bedrohten Staaten eine Stimme zu verleihen.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Trauerfeier findet am 20. September 2012 um 12.00Uhr in der Kirche Berlin-Schöneweide, Johannisthal, Sterndamm 90 statt.

i.A. „Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg“ Brigitte Queck


Quelle - källa - source: Brief von Brigitte Queck

Sonntag, 2. September 2012

Yanomani Indios 'massakriert' von Goldgräbern in Venezuela


C. Zacquini Survival
29. August 2012


Goldgräber haben in Venezuela ein 'Massaker' an isolierten Yanomani-Indios verübt, laut Berichten von Survival International.
Zeugen sagten aus, dass sie „verbrannte Körper und Knochen“ gefunden hätten, als sie die Gemeinde der Irotatheri in der Momoi-Region des Landes besuchten, nahe der Grenze zu Brasilien.
Hunderte Goldgräber arbeiten illegal im Land der Yanomami in Brasilien und Venezuela.
Anfängliche Beriche sprachen von 80 getöteten Menschen, aber diese Zahl kann unmöglich bestätigt werden. Nur drei Überlebende seien angetroffen worden.

Mexikanisches Gericht verwirft die Wahlklage – mit folgenden Tumulten


Durch die üblen Ereignisse bei uns in Europa und in den arabischen Ländern gerät das, was in Lateinamerika geschieht, etwas ins Abseits. Vor allem in Mexiko, das neben Kolumbien am meisten unter dem sogenannten Krieg gegen die Drogen am meisten zu leiden hat. Obendrein stinkt die Korruption dort zum Himmel. Peña Nieto gehört zu den reichsten Männern des Landes und ihn haben sie die Amis seit langem ausgeguckt und haben alles drangesetzt, dass er ans Ruder kommt (siehe dazu auch diesen Artikel). Das haben sie denn ja auch geschafft. Und wie!

Russia Today
31. August 2012

Demonstranten vor dem Wahlgericht in Mexiko Stadt
Wütende Demonstranten versammelten sich in der Hauptstadt Mexikos nach der Entscheidung des Wahlgerichts, die Klage gegen Enrique Peña Nietos Präsidentschaft zurückzuweisen. Der neue Präsident wird der Geldwäscherei und des Stimmenkaufs beschuldigt.

Hunderte wütende Demonstranen schleuderten Steine, Eier und Flaschen auf die Polizei und das Gerichtsgebäude und riefen Parolen, die die Revolution forderten. Sie führten Spruchbänder mit sich, auf denen stand: 'Wir fordern, dass diese schmutzigen Wahlen für ungültig erklärt werden' und ' Peña ist nicht unser Präsident'.

NAM-Gipfel: Ban Ki-moons widerlicher Auftritt als US-Marionette

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon (Mitte), Irans Präsident Mahmoud Ahmedinejad (rechts) und Irans Außenminister Ali Akbar Salehi bei der Eröffnungs-Zeremonie des 16. Gipfels der Blockfreien Bewegung (NAM) in Teheran am 30. August 2012.

Finian Cunningham
30. August 2012

Platziert neben Irans Führer Mahmoud Ahmedinejad am Tag, als Iran den Vorsitz der NAM von 120 Ländern übernahm, konnte die Anwesenheit von Ban als ein Schlag gegen die Machenschaften der USA und ihrer westlichen Alliierten, einschließlich Israel gesehen werden. Aber, anstatt eine deutliche Erklärung der Unterstützung für Iran abzugeben, zeigte der altgediente südkoreanische Diplomat sein wahres Gesicht als eine servile Marionette des amerikanischen Imperialismus.

In den Wochen vor dem 16. Gipfel der NAM hatte Washington den UN-Chef aufgefordert, die Einladung zur Konferenz in Teheran abzulehnen. Als Ban in der vergangenen Woche ankündigte, dass er gehen würde, war die US-Regierung offenbar verärgert und nannte seine Entscheidung „ein wenig seltsam“.