In Südafrika ist die Sache glasklar. Das Land wurde von Engländern und Holländern besetzt und die Bevölkerung in einem langen Krieg niedergerungen und versklavt, obwohl sie sich heldenmütig gegen die Weißen mit ihren Feuerwaffen und Kanonen wehrte. Allein die Menge Goldes, die aus dem Land geschafft wurde, ist gewaltig. Und alles im Land - die Städte und Straßen, die Bergwerke und Industrien - ist von schwarzen Händen gebaut worden, die Felder wurden für die Weißen bearbeitet, die Rinderherden gehütet und weiße Kinder wurden an den Brüsten schwarzer Ammen genährt. Von den Weißen wurde keine Hacke geschwungen und auch kein Hammer. Jeder Stein wurde von Schwarzen hingelegt, wo er zu liegen hatte. Welch eine ungeheure Unverschämtheit, von den Schwarzen zu verlangen, keinen von den Verbrechern verurteilen zu dürfen und alles, aber auch alles behalten zu dürfen, das Gold, die Diamanten, die Bergwerke und weiterhin alle Güter ins Ausland schaffen zu können und obendrein sich ihre eigenen Schulden bezahlen zu lassen. So etwas bringt nur der weiße Mann fertig, der keinerlei Scham kennt.
| Präsident des African National Congress (ANC) Nelson Mandela reckt die
Faust vor Anhängern bei seiner Ankunft zu einer Wahlversammlung vor den
allgemeinen Wahlen 1994 in Mmabotho. (photo: Walter Dhladhla/AFP/Getty Images) |
Steve Weissman
11. Dezember 2013
„Die Nationalisierung der Bergwerke, Banken und Monopol-Industrien ist die Politik des ANC, und eine Abkehr oder Änderung dieser Ansichten ist undenkbar,“ schrieb Nelson Mandela im Januar 1990, zwei Wochen, bevor er aus seiner langen Gefangenschaft auf Robben Island entlassen wurde. Er versicherte seinen Genossen im ANC, dass er dem sozialistischen Programm, das Mitte der 1950er Jahre in der Freedom Charter nierdergelegt wurde, treu geblieben sei. Der ANC würde, versprach er, dem Volk von Südafrika die Reichtümer zurückgeben, die reiche Weiße ihnen unter der britischen Kolonialherrschafft und den Jahren der holländisch-geführten Apartheid gestohlen hatten.













