Dienstag, 10. November 2015

Und was passiert in Syrien? Begleitet vom Geheule des Pentagon?


Einar Schlereth 10. November 2015

Diese Karte ist nicht gut, aber ... Gelb ist kurdisch, grau oberhalb Aleppo ist Terrorland, nur viel schmaler. 



'Das Imperium des Pentagon heult' schreibt Pepe Escobar und daraus lässt sich schließen, dass es seinen Lieblingen in Syrien nicht gut geht. Nun, so ist es auch allen Kriegsberichten zufolge, die Syrien und Russland öffentlich gemacht haben.

Aber dazu muss ich sagen, dass ich das für das Langweiligst halte, was ich mir denken kann. Diese Stadt wurde erobert und jenes Dorf oder eine wichtige Straße, ein Flughafen, ein Vorort. Und morgen dasselbe unter anderen Namen. Hier so viele Tote, Verwundete, tote Frauen und Kinder. Wobei sich die Zahlen ändern.

Das heißt natürlich nicht, dass es für die Betroffenen, die Bewohner des Landes von äußerster Wichtigkeit ist. Das ist doch klar. Sie fürchten um ihre Familien, ihre Verwandten, ihren Heimatort, fragen sich, ob ihr Haus, ihr Hof noch stehen, wann sie wohl heimkehren können. Aber sie kennen all diese Orte, sind dort aufgewachsen oder haben davon gehört von Verwandten, Freunden, Bekannten.

Aber wir? Wir kennen das alles nicht, können nichts mit einem bestimmten Namen verbinden – kein Gesicht, keinen Baum, kein Feld, keine Früchte und Blumen. Ab und zu wird ein kurzes Video gezeigt, wie die syrischen Soldaten hier oder dort einen Ort befreien und die Menschen herbeiströmen und sie begrüßen, umarmen und oft – zu weinen beginnen. Und das möchte man selbst auch, wenn man denen hört, die umgebracht wurden, die Zerstörungen sieht, die von diesen ausländischen Söldnern und Verbrechern angerichtet wurden.

Da wird dann das abstrakte Bild, das man von dem Krieg hat, auf einmal konkret. Da möchte man los und hinfahren und den Menschen helfen, den Schutt beiseitezuräumen und aufzubauen. Wie Assad kürzlich in einem Lager von Flüchtlingen sagte: Wir werden alles wieder aufbauen und schöner als zu vor. Und die Augen der Menschen leuchteten. Das ist es doch, was alle Syrer am sehnlichsten wünschen. Frieden und von neuem zu beginnen. Die Scheußlichkeiten des Krieges zu tilgen. Ein Haus, wenn noch so bescheiden, zu bauen, den Garten herzurichten und die Felder zu bestellen. Sie wollen so wenig, aber das Wenige wird ihnen von den Gangstern in Washington, Berlin, London, Paris nicht gegönnt. Die liefern immer noch Waffen an das heimatlose Gesindel aus aller Welt, aus den Gefängnissen der arabischen Welt. Mörder, Totschläger, Diebe, Zuhälter, alle hat man freigelassen und nach Syrien geschickt. Bis an die Zähne bewaffnet. Tötet so viel ihr könnt. Vergewaltigt so viel ihr könnt. Zerstört so viel ihr könnt. Und daran haben sie sich gehalten. Unter dem Beifall der westlichen, zivilisierten Welt. Es ekelt mich.

Deswegen bin ich gemeinsam mit den Syrern Russland dankbar, dass sie diese bestimmt nicht angenehme Aufgabe übernommen haben, das Land von diesem Gesindel zu befreien. So wie die Menschen ganz Europas – außer den Faschisten natürlich - dankbar waren damals, als die Russen Europa von den Nazis befreiten. Auch heute dankt die große Mehrheit der Welt, Milliarden Menschen, Russland für diese Handlung. Nur im Pentagon heult man. Das ist auch gut so. Würden die nicht heulen, hätten die Russen einen Fehler begangen.

Hier werden die Fakten vor Ort von Pepe Escobar zusammengefasst:
„Die Syrische Arabische Armee (SAA) hat, zumindest für jetzt, die äußerst wichtige Nachschubstraße nach Aleppo wieder gesichert. Was sie als nächstes vorhaben – unterstützt von der russischen Luftwaffe – ist sehr viel komplizierter: die Nachschublinien ein für allemal aus der Türkei für die ganze Meute von Salafi-Dschihadisten zu durchschneiden.“
Völlig richtig, das sehen alle ernsthaften Analytiker so. Dazu muss auch eine starke Verbindung zwischen Kobani, dem von Kurden befreiten Gebiet im Nordosten Syriens, und der kurdischen Enklave Afrin im Nordwesten Syriens hergestellt werden. Auch richtig.

Aber da meint Pepe plötzlich, dazu seien nur die Kurden und ihr bewaffneter Arm, die YPG, in der Lage. Warum, das erklärt er nicht. Stattdessen sagt er, dass die 50 US-Agenten, die Obama gerade geschickt hat, dies verhindern sollen und die Kurden gegen Raqqa, die ISIS-Hochburg zu hetzen. Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe das sonst noch nirgends gelesen.

Wie dem auch sei, sagt dann Pepe wieder und auch ganz richtig, dass die SAA nur wenige Kilometer von der Luftwaffenbasis Kuweyres entfernt sei, die zu entsetzen aber sehr schwer werden würde. Dazu las ich gerade in einem Kommentar zu seinem Artikel, dass sie bereits in der Hand der SAA sei. Ist aber sonstwo noch nicht bestätigt.

Jedenfalls sagt Pepe auch richtig, wenn sie befreit wird, wäre sie der perfekte Ausgangspunkt für die russischen und syrischen Jets, die YPG zu schützen und den Nachschub-Korridor zwischen Kobani und Afrin zu schließen. Schön und gut, aber dasselbe könnte die Luftwaffe auch von Latakia aus machen. Was spricht dagegen?

Beten habe ich nie gelernt, aber inständig wünschen kann ich mir, dass es der SAA und den russischen Freunden sehr bald gelingen möge.

Wer die Kriegsberichte unbedingt im Detail lesen möchte, den verweise ich auf die Feeds 'syriatimes.sy', Sputnik Deutschland und Russia Today auf meinem Blog. Auch auf englisch sind sie relativ leicht zu verstehen. Hier ist z. B. ein sehr erfolgreicher Bericht von heute. Der algerische Botschafter in Damaskus hat Syrien Kooperation im Kampf gegen die 'Terroristen-Pest' versprochen. Und hier noch etwas: Der Figaro hat eine Umfrage in Syrien gemacht und festgestellt, dass mehr als 70 % der Syrer wünschen, dass Assad an der Macht bleibt.


Iran-gestützte Houthis erobern Schlüsselstellungen im Jemen zurück (update + update 2)


Hier noch ein update auf deutsch über weitere Erfolge der Houthis. Die Truppen der Golfstaaten sind inzwischen unter großen Verlusten mit eingekniffenem Schwanz heimgekehrt. Die Saudis heuern inzwischen kolumbianische Söldner an, weil ja zwischen FARC und Regierung Waffenstillstand herrscht (wie furchtbar).
Hier noch update 2: Die saudische Verbrecherbande hat bereits 100 Krankenhäuser zusammengebombt, berichtet das Internationale Rote Kreuz. Haben sie vom Pentagon gelernt und sie bekommen ja auch die Koordinaten direkt von denen.

Einar Schlereth
10. November 2015

Eine kurze erfreuliche Meldung aus dem Jemen, das in unseren Medien hinten runtergefallen ist. Natürlich muss sie unter dem verlogenen Titel


Iran-gestützte Houthis erobern Schlüsselstellungen im Jemen zurück

erscheinen. Diese Lüge wurde vom ersten Tag an verbreitet und diente als einer der Hauptgründe für den von den USA eingefädelten Bombenkrieg gegen eins der ärmsten Länder der arabischen Welt, an dem sich nichtsdestoweniger fast alle arabischen Staaten beteiligen. Dieser Krieg wird exakt nach dem gnadenlosen, vor keinem Menschenrechtsverbrechen zurückschreckenden Muster der USA geführt. Kliniken, Schulen, Wohnviertel, Märkte, selbst Moscheen (weil  die Saudi-Schurken die Houthis als Ungläubige betrachten) werden zerbombt und nicht zu vergessen die Wasser- und Stromversorgung. Aber die Jemeniten haben schon einmal die Saudis mitsamt den Ägyptern vernichtend geschlagen und sie werden es wohl wieder tun, wie Nasrallah vorhergesagt hat. Im übrigen ist Hadi längst kein Präsident mehr, weil er vom Volk aus dem Amt gejagt wurde und in die Arme der Saudis und Amis geflohen ist. Die haben ihn herausgeputzt und wieder aufgerichtet und sie, diese Verbrecherbande, behauptet, dass Hadi immer noch Präsident sei.

Nun zum Text:

Die Houthis haben Schlüsselstellungen nahe Aden, die zeitweilige Hauptstadt des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansour Hadi und seiner Regierung erobert.
Militärische Quellen vom 8. November sagen, dass die Houthis Positionen, die sie in den vergangenen Monaten an die saudische Koalition verloren haben, einschließlich der beherrschenden Stellung auf die strategische Luftwaffen-Basis Al-Anad in der Provinz Lahj, die an Aden grenzt, wieder genommen haben.
Al-Anad Luftwaffenstützpunkt in der Privinz Lahj

Diese Karte sollte unsere Vorstellung von Entwicklungshilfe verändern


Nun, dass die ganze Entwicklungshilfe ein einziger Schwindel ist, weiß man doch seit vielen Jahrzehnten. Für jeden Dollar, der dafür ausgegeben wird, kommen fünfe zurück. Zudem gibt es tausend weitere Tricks, wie die Entwicklungsländer betrogen und ausgebeutet werden. In Wirklichkeit leisten all diese Länder seit 500 Jahren für uns eine gigantische Entwicklungshilfe, weshalb wir im Vergleich so unvorstellbar reich geworden sind. Aber deswegen haben die Mainstream-Medien trotzdem diese Vorstellung von der Hilfe für die Armen in allen Köpfen zementiert, damit das Gezeter über die 'Milliarden, die wir denen in den Hals werfen, für nichts und wieder nichts' ja nicht aufhört. Auch einer der Tricks, um die Wut von denen oben abzulenken.


Matthew Yglesias


8. November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Länder in dem Maßstab, wie sie Entwicklungshilfe von den USA pro Jahr erhalten.

Karte aller Unterseekabel, die das Internet verbinden



Schöne, nach alten Vorlagen gemachte Karten mit viel Wissenswertem. Hatte nicht einmal eine Ahnung, dass da schon 300 Kabel weltweit in den Meeren herumliegen.

Phil Edwards
8. November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Kabel, die auf dem Meeresboden liegen, um das Internet in die Welt zu bringen. Sie überführen 99% der Daten, machen die transozeanische Kommunikation in einer Sekunde möglich und dienen als lockere Stellvertreter des internationalen Handels, der die verschiedenen Ökonomien miteinander verbindet.

Ihre Bedeutung und Verbreitung inspirierte die Tele-Geographie, diese Vintage-inspirierte Karte von den Kabeln zu erstellen, die das Internet verbinden. Sie zeigt 299 Kabel, die aktiv, im Bau oder bis Ende dieses Jahres fertig sind.

Außerdem findet man neben den Bildern Informationen über die „Wartezeit“ unten auf der Karte (wie lange es dauert, die Nachricht zu übermitteln) und die „Grenzfähigkeit“ in den Ecken (die zeigt, wieviel Verkehr ein System senden kann, was gewöhnlich in Terabytes gemessen wird). Ihr könnte eine voll zoom-bare Version hier durchsuchen.

Montag, 9. November 2015

Flüchtlingsflut nach Europa: 'Der neue Sklavenhandel'


Peter Koenig
8. November 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Einige der Millionen Flüchtlinge, die aus Syrien flohen (Photo: die UN-Flüchtlingsbehörde/G. Gubaeva)
Der Strom der Flüchtlinge nach Europa ist endlos. Niemand weiß genau, wieviele es sind und woher sie kommen und wohin sie gehen. Bis zum November 2015 schätzt man sie auf mindestens 750 000 bis zu 2 Millionen. Die meisten gingen nach Deutschland oder wollen nach Deutschland. Bis zu einer Million, vielleicht mehr kommen vielleicht bis Ende des Jahres. Vorhersagen für 2016 sprechen von 2 Millionen. Sie sind das direkte Ergebnis der von Washington-NATO angezettelten Kriege und Konflikte im Nahen Osten, die weitertoben und noch mehr Chaos schaffen. Ein absolut mutwilliges und von Menschen gemachtes Chaos. [Hervorhebung vom Ü.]

Die deutsche Regierung hat sich verpflichtet, ein vergleichsweise extra großes Kontingent an Flüchtlingen aufzunehmen, ihnen Unterkunft zu geben und sie zu ernähren. Aber wo und mit was? - Ist es Schuldbewußtsein, das Frau Merkel & Co. treibt, weil sie mitschuldig an der Zerstörung ihrer Länder, ihrer Häuser, ihrer Familien, ihrer Wirtschaften – kurz und gut ihres Lebens sind?

Erbe eines US-Verbrechens – die Spaltung Chinas



Xi Jinping und Ma Treffen in Singapur
Einar Schlereth 
9. November 2015
 
Handschlag zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und Taiwans Präsident Ma Ying-jeou
So wie die USA in Russland einmarschierten, um die Oktober-Revolution zu zerschlagen, taten sie es auch in China. Die Machtergreifung der Kommunisten sollte unbedingt verhindert werden. Washington schickte Geld, Waffen, Flugzeuge und 'Berater', die an der Seite des Faschisten Tschiang Kai-shek kämpften (s. C. P. Fitzgerald „Revolution in China“, EVA FFM,1956, S. 95 ff. Eine ausführliche Analyse von Tschiang Kai-sheks Terrorherrschaft auf Taiwan findet sich hier.) . Sie wurden besiegt und aus dem Land gejagt, aber nicht ohne Tschiang im Gepäck. Die US-Flotte setzte ihn in einer Gewaltaktion mitsamt seiner geschlagenen Armee hinüber nach Taiwan. Dann baute die USA Taiwan als vorgeschobene Festung aus, um in China Subversion, Infiltration, Attentate, Terroranschläge, Spionage zu betreiben. Über all dies steht natürlich bei Wikipedia kein Wort.

Sonntag, 8. November 2015

Trefft die NICHT-Menschen, deren Meinung bei uns nicht zählt


Dies ist ein prima Artikel. Steckt ihn euch hinter den Spiegel. WIR ALLE sind für die da oben NICHT-MENSCHEN. Auch die Schleimscheißer in den Medien und der Politik, die in ihrer Überheblichkeit meinen, sie hätten Freunde in der Elite. Auch sie sind Nicht-Menschen, über die ihre Herren Witze reißen, sobald sie zur Tür hinaus sind. Nicht-Menschen aller Länder, vereinigt euch!

Neil Clark
7. November 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
 
Neil Clark
Neil Clark ist Journalist, Schritsteller, Radiomitarbeiter und Blogger. Er har für viele Blätter in den USA und England geschrieben und auf für PressTV, RT und Voice of Russia. Er ist Mitbegründer der Kampagne 'Für öffentliches Eigentum'.
© Miraflores Palace
Präsident Maduro spricht vor dem Miraflores-Palast (@Miraflores Palace /Reuters)
Wer sind die Nicht-Menschen? Menschliche Wesen, deren Ansichten keinen Deut zählen für unsere selbsternannten 'Demokraten' im Westen, obwohl sie manchmal – eigentlich fast immer – die Mehrheit vertreten.

Was haben diese Menschen gemeinsam?
  • Die Millionen Syrer – vielleicht die Majorität – die ihre Regierung unterstützen oder sie mindestens den Alternativen vorziehen.
  • Iraner, die 2009 für Ahmadinedschad bei den Präsidenten-Wahlen stimmten.
  • Die Weißrussen, die Präsident Lukascheno stützen.
  • Libyer, die nicht die gewaltsame NATO-gestützte 'Revolution' gegen Muammar Gaddafi unterstützten.
  • Leute, die in kommunistischen Ländern in Osteuropa lebten und die dachten, dass es positive Aspekte des Lebens unter dem Kommunismus gäbe.
  • Ukrainer, die nicht den 'EuroMaidan' unterstützten.
  • Venezolaner, die für Chávez und Maduro stimmten.
  • Russen, die das 'Vereinte Russland' oder die Kommunisten unterstützen.
  • Mitglieder der Labour Partei und registrierte Anhänger, die für Jeremy Corbyn stimmten.

Samstag, 7. November 2015

Erst 'Unglück' im Sinai mit 224 Toten, kurz darauf noch eins im Sudan mit 39 Toten – unterdessen rüstet USA auf


Einar Schlereth
7. November 2015
Was hat das alles zu bedeuten? Mir fällt schwer, es für Zufälle zu halten. Ägypten sagt, man konnte immer noch nicht alle Teile des abgestürzten Flugzeugs (224 Tote) auf der riesigen Fläche des Unglücks finden. Unterdessen fällt der nächste russische Flieger vom Himmel, weiter südlich im Südsudan, ein Antanow-Transportflugzeug, wobei es 41 Todesopfer gab.
Absturzstelle einer Antonov-12 im Südsudan mit 41 Toten.
Flugzeugabstürze sind natürlich das ideale Futter für das dumme Fensehpublikum, fast so gut wie Fußball-Meisterschaften. Es gibt viel zu gucken und zu spekulieren, auch wenn keiner die blasseste Ahnung hat. Damit nicht gesagt, dass es nicht wichtig ist herauzufinden, ob es eine Bombe war oder eine Rakete, was die merkwürdigen Personalveränderungen auf dem Flughafen Sharm el-Skeikh zu bedeuten haben oder dass offenbar die dortige Sicherheit in israelischer Hand liegt.

Aber solche Ereignisse eignen sich auch immer gut, um sehr viel wichtigere Dinge am Publikum unbemerkt vorbei zu mogeln. Wie etwa Steuergelder klauen und den Banken zuschieben, einen kleinen Krieg in Georgien gegen Russland entfachen, während alle bei der Olympiade in Beijing sind oder während der Winterolympiade in Sochi ein Welttreffen aller Verbrecher auf dem Maidan yu veranstalten.

Freitag, 6. November 2015

Veröffentlichung des TPP-Textes bestätigt alle Befüchtungen


teleSur
5. November 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die zwölf kleinen Gangsterlein.
Die Publizierung des Textes der Trans-Pazifischen Partnerschaft bestätigt alle Befürchtungen der Umwelt-Risiken, der zunehmenden Macht der Multis und Schwächung der Demokratie. Der Text wurde am Donnerstag veröffentlicht, während der Verhandlungsprozes in Dunkel gehüllt war.

Das hat die Rufe nach Handlung, um TPP  als ein „Gift-Deal“ und „Katastrophe für die Demokratie“ zu stoppen, neu aufflammen lassen.

Das Abkommen zwischen 12 Ländern ist weithin verurteilt worden wegen seiner Bevorzugung der Profite der Multis vor den Interessen der Öffentlichkeit. Die Geheimniskrämerei um den Verhandlungsprozess, bei dem die riesigen Konzerne anwesend, aber das Publikum ausgeschlossen war, ist als Angriff auf die Demokratie kritisiert worden.

„Das TPP ist eine Katastrophe für Jobs, Umwelt und unsere Demokratie. Es ist die nächste Stufe der Multis beim Griff nach unserer Gesellschaft,“ sagte Direktor Nick Dearden von Global Justice Now.

Steckt ISIS doch hinter Absturz des russischen Fliegers? (Video)


Einar Schlereth
6. November 2015


In einem Beitrag der Sputniknews von heute steht, dass es bei der Auswertung des Flugschreibers feststünde, „dass alle Flugzeugsysteme während des gesamten Flugs, der etwas mehr als 20 Minuten dauerte, intakt“ waren. Und dann geschah etwas, „wonach es zu einem abrupten Stopp des Fixierens aller Parameter der Flugzeugsysteme kam“.

Ein „explosionsartiger Drucksturz, bei dem sich das Heckteil der Machine, in dem sich der Flugschreiber befand“ vom Rumpf ablöste. Klar, dass es dann keine Aufzeichnungen mehr geben konnte. Also doch eine Außeneinwirkung – eine Bombe oder Rakete.

Inzwischen haben US-Beamte angedeutet, sie glaubten, dass ISIS eine Bombe im Flugzeug angebracht habe. Das kann im Passagierraum oder im Gepäckraum gewesen sein. Die Meinung vertrat auch eine ungenannte Quelle ägyptischer Experten, ebenso wie der britische Geheimdienst. Die Untersuchung würde erschwert, weil angeblich der Flugschreiber beschädigt sei. Komisch, dass bei allen Flugzeugabstürzen die Flugschreiber entweder verschwinden oder beschädigt sind. Angeblich sollen die doch einen Sturz vom Mond überstehen.

Ein interessantes Video vom 4. November 2014 mit Luke Rudkowski von WEARECHANGE.ORG stellt den Absturz in einen größeren Zusammenhang und geht ebenfalls von einer ISIS- Bombe oder Rakete aus.

Donnerstag, 5. November 2015

USA wollen um keinen Preis Frieden außer zu ihren Bedingungen


Zur Abwechslung eine andere Stimme als immer nur meine. Hier etwa Peter Koenig, aber Mike Whitney schreibt in etwa dasselbe in „Kerry's Debacle in Vienna“ - wobei er im Gegensatz zu Koenig, der von einem Erfolg Kerrys spricht, es ein Debakel nennt. Und er geht auch auf die merkwürdige Entsendung von Obamas Spezialeinheiten in dem Moment, wo Kerry in Wien verhandelt, ein. Was kein Zufall war, wie er meint, sondern eine Drohung gegen Russland, sich nicht einzumischen, wenn Obama längs der türkischen Grenze eine Sicherheitszone einrichten will.
Außerdem kann man sich fragen, wieso Russland, China und Iran sich mit 16 Gegnern (USA und alle Lakeien) an einen Tisch setzen. Sie könnten doch auch alle ihre Freunde einladen.
Von einem Erfolg der Wahlen in der Türkei zu sprechen, halte ich auch für problematisch. Der wurde durch einen Hitler ähnlichen Terror wie 1933 erzielt. Das hätte er nicht übersehen dürfen.
Wie absolut uninteressiert am Frieden die USA ist, zeigt auch, wie sie jetzt die Friedensgespräche zwischen China, Japan und Südkorea, die auf Chinas Initiative zurückgehen, zu torpedieren versucht. Sie sind einfach friedensunfähig, wie Rolf Winter in seinem Buch 'Ami go home' schrieb.
Abby Martin  über False Flag Operationen
USA wollen um keinen Preis Frieden, außer zu ihren Bedingungen


Peter Koenig
3. November 2015


Washington ist ziemlich erfolgreich in den vergangenen Wochen gewesen in seiner böswilligen Umarmung Syriens. Denkt nur, wie Kerry in einer von der Propaganda ausgemalten Goodwill-Geste am vergangenen Freitag, den 30. Oktober die Wiener Friedenskonferenz ankurbelte. Die Ergebnisse sind nicht eindeutig bis auf weitere Gespräche in Genf, aber es gibt kein „Assad muss gehen“ mehr, sondern das Zugeständnis, dass „Assad Teil einer Übergangsregierung“ sein wird“.  Wieso eine ausländisch erzwungene Übergangsregierung? Übergang scheint ein Propaganda-getränktes fait accompli zu werden.

Mittwoch, 4. November 2015

Putin will den Dollar ersetzen, Schnapskonsum et al


Stefan Lindgren
3. November 2015


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Russlands Präsident Wladimir Putin kritisiert die Regierung, weil sie Bezahlungen im einheimischen Ölhandel immer noch in Dollar abwickelt. Die Verwendung ausländischer Valuta im Inlandshandel muss aufhören, sagte der Präsident auf einer Versammlung mit der Brennstoff- und Energie-Kommission am Dienstag.

Er wandte sich direkt an den Finanzminister Anton Siluanovoch und verlangte, dass das russische Gesetz, das den Handel in Dollar verbietet umgehend angewandt wird.

Putin betonte auch die Bedeutung, den Dollar nicht im internationalen Handel anzuwenden, ein Ziel, das auf der Tagesordnung des Kreml steht, seit die Beziehungen zu den USA sich in Verbindung mit der Ukraine-Krise verschlechtert haben.
rt.com 28/10

Nestle eröffnet Abfüllanlage in Äthiopien – dem Land droht die schlimmste Dürre seit 30 Jahren



Ich möchte mal ausdrücklich auf die hervorragende Seite der Netzfrauen hinweisen, nachdem ich schon mehrfach von ihnen Artikel übernommen habe. Sie sind nicht nur gut recherchiert, sondern auch gut geschrieben und spannend, obwohl sehr oft auch zum Weinen. Wie z. B. dieser Artikel über das Walsterben von Frankreich über Argentinien bis hinauf nach Alaska. Aber das liegt nun wirklich nicht an den Netzfrauen.

Doro Schreier

29. Oktober 2015
Nestle99999
Stellt euch vor, was dieses Mädchen nachhause schleppt, wenn alle Kanister voll sind.
 
In diesem Jahr hat El Niño besonders starke Auswirkungen in Ländern wie Äthiopien, Malawi, Sambia, Mosambik, Botsuana, Simbabwe und Namibia, aber auch in Südafrika und Madagaskar. Die Netzfrauen haben bereits berichtet, dass Äthiopien um internationale Hilfe zur Versorgung von 8,2 Millionen Menschen gebeten haben, denn das Land leidet unter der größten Dürre seit 30 Jahren.

Nestlé Äthiopien wurde 2006 gegründet und besitzt ein Repräsentationsbüro in der Hauptstadt Addis Abeba. Zugleich ist dort der Sitz seines «Horn of Africa»-Teams mit zwölf Mitarbeitern, das auch die Nachbarländer Dschibuti, Eritrea und Somalia umfasst. Nestlé importiert und vertreibt im Land diverse bekannte Lebensmittelmarken wie Nido, Nescafé oder Maggi.

Hier weiterlesen.

Dienstag, 3. November 2015

Islamischer Staat behauptet, den russischen Airbus abgeschossen zu haben


Einar Schlereth

3. November 2015

Dass ein russisches Passagier-Flugzeug voller Urlauber über dem Sinai abgestürzt ist, hat sich ja herumgesprochen. Gleichzeitig sagten ägyptische und russische Persönlichkeiten, man müsse die Ermittlungen der russischen und ägyptischen Experten abwarten und sehen, was die schwarzen Boxen erzählen, die immerhin gefunden wurden. Sie forderten auch die Medien und alle freelance-Experten auf, sich aller Spekulationen zu enthalten.

Doch beinahe im selben Atemzug sagten sowohl Sisi als auch Putin, man könne einen Anschlag von Terroristen ausschließen. Bingo – die erste Spekulation. Prompt setzte sich natürlich das Karusell der Spekulationen in Gang.

Russische Luftbildaufnahme von der Verbreitung der Trümmer
Der Chef der russischenFluggesellschaft 'Metrojet' sagte: „Unsere Gesellschaft schließt jeden Funktionsfehler oder Irrtum des Piloten aus.“ Es müsse einen äußeren Einfluss gegeben haben. Das wurde umgehend von Moskau und Kairo dementiert. Beide haben natürlich ein Interesse daran, dass es kein äußerer Einfluss – sprich Terroranschlag – gewesen ist. Ägypten sorgt sich um seinen Tourismus und Russland um den Ruf seiner Luftfahrtgesellschaften.

Portugal, das nächste Griechenland der Eurozone

William Engdahl schildert hier die Manöver (inklusive massive Fälschungen in den Statistiken) der rechts-konservativen Regierung, die in den Wahlen abgesackt war, aber trotzdem an der Regierung bleibt. Das erinnert an die Zeit der faschistischen Salazar-Diktatur vor 40 Jahren, schreibt Engdahl. Ihr müsst mal nach "Gewinner der Wahlen" googlen, dann findet ihr glatt und sauber, dass die Konservativen "gewonnen haben". Die progressive Koalition, die fast eine zwei-Drittel-Mehrheit erzielte, muss sich etwas gedulden, bis sie im Parlament das Misstrauensvotum stellen kann, um Neuwahlen zu erzwingen.

F. William Engdahl

Die Illusion, Euroland sei nach der im Sommer erzielten Einigung auf eine brutale Sparpolitik in Griechenland auf einem guten Weg, wird schon bald durch eine neue Krise erschüttert werden. Und zwar in einem Land, das IWF und EZB als »Erfolgsstory« feiern, nämlich Portugal.

Manuel Ferreira Leite, Führer der Opposition


Schon bald, vielleicht in ein paar Wochen, wird sich erneut erweisen, dass eine Politik von drastischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen kein Weg ist, eine Wirtschaftskrise in einem Land zu überwinden, wie sich schon in Griechenland, aber auch bereits 1931 in Deutschland erwiesen hat.

Die Parlamentswahlen vom 8. Oktober haben die hübsche Fassade statistischer Manipulation, finanzieller Tricks und offenem Betrug zerrissen, dank derer eine konservative, dem freien Markt verpflichtete Regierung behaupten konnte, die schwere Wirtschaftskrise in Portugal beendet zu haben.

Die Regierung von Ministerpräsident Passos Coelho, einem neoliberalen Freimarkt-Anhänger, hat die Parlamentsmehrheit verloren. Coelhos liberal-konservative Partei Partido Social Democrata erhielt zwar die meisten Stimmen, aber seine Austeritäts-Koalition Portugal à Frente (PaF, Portugal voran) erhielt nur 38,5 Prozent und verlor damit die Mehrheit. 62,5 Prozent der Wähler, also fast zwei Drittel, stimmten für eine Partei der links-sozialistischen Koalition, die gegen die Sparpolitik auftritt. Coehlo hatte sein Amt im Juni 2011 angetreten, als internationale Investoren angesichts der Eurokrise panikartig die hochverschuldete Eurozone verließen.

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Montag, 2. November 2015

Ein großer diplomatischer Erfolg für Russland und Iran

Noch ein erfreulicher Bericht heute, der natürlich in unseren grandiosen Medien nicht einmal erwähnt wird. Man will selbstverständlich nicht, dass Obama  nun mit heruntergezogener Hose präsentiert wird. Seit Jahren hat er unentwegt in die Welt hinausposaunt: Asssad muss weg; er ist schon so gut wie weg; seine Tage sind schon gezählt etc. etc. Keine Rede mehr davon. Es ist genau so, wie ich am 30. Oktober geschrieben habe: "Whitney meint auch, dass Obama in den sauren Apfel beißen und nicht mehr den Abgang von dem syrischen Präsidenten Assad fordern wird." Wir sollten trotzdem nicht in Euphorie verfallen, denn schließlich kennen wir Amerikas Versprechen und was sie wert sind. Im Interesse des syrischen Volkes möcht ich doch hoffen, dass er den Vertrag wenigstens halbwegs einhält. 

Internationale Konferenz bekennt sich zum Erhalt des syrischen Staates und seiner Institutionen. Obama schickt erstmals Spezialtruppen

Von Knut Mellenthin
 
2. November 2015 

Geordneter Rückzug: US-Außenminister John Kerry hat in Wien die territoriale 
Integrität Syriens anerkannt (30.10.2015)
Ein großer diplomatischer Erfolg für Russland und Iran: Die zweitägige Syrien-Konferenz in Wien endete am Freitag mit einer gemeinsamen Abschlusserklärung, in der die Vorstellungen der beiden Länder von einer Beendigung des seit 2011 geführten Bürgerkriegs weitgehend wiederzufinden sind. Am selben Tag gab die US-Regierung ihre Absicht bekannt, erstmals Angehörige ihrer Spezialeinheiten nach Syrien zu schicken.

An der Konferenz nahmen die Außenminister von 17 Ländern sowie Vertreter der UNO und der Europäischen Union teil. Erstmals war auch der Iran dabei, der bei der Bekämpfung des »Islamischen Staats« (IS) und ähnlicher Organisationen in Syrien und im Irak eine entscheidende Rolle spielt. Zum ersten Versuch eines solchen internationalen Treffens im Juni 2012 war Teheran gar nicht erst eingeladen worden. Bei einer Nachfolgekonferenz im Januar 2014 hätten nicht nur Russland, sondern auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon die Iraner gern dabeigehabt, beugten sich aber dem Druck syrischer Oppositionsgruppen.

Hier weiterlesen.

Republik Moldau hat EU-freundliche Regierung abgesetzt

So sah es an jedem Wochenende aus.
EU-freundliche Regierung nach Massenprotesten der Bevölkerung in der Republik Moldau - weil sie sich nicht von der EU/NATO knechten lassen möchte - wurde offiziell abgesetzt. Seit Anfang September fast jedes Wochenende hat es vor dem Parlament Demonstrationen gegen die EU geneigte Regierung gegeben. Wie auf dem Maidan. Nur diesmal die Rücktrittsforderungen richteten sich gegen einer Regierungskoalition inklusive der KAS- (Konrad Adenauer Stiftung) und Friedrich-Naumann-Stiftung (hm, sie nennen sich noch: "für die Freiheit"), die das Land in die EU führen will.
Konnten wir in unseren Massenmedien darüber lesen? Diese Proteste wurden uns verschwiegen. Wenn aber 50 Leute irgendwo für die EU demonstrieren oder gegen Putin oder Assad, dann vermelden die ÖR das ganz sicher, und zwar rund um die Uhr bei jeder Gelegenheit.
Hier bringt www.wienerzeitung.at einen Artikel, sagt aber nichts über die wahre Gründe aus:
"Chisinau. Das Parlament der Republik Moldau hat die offiziell einen EU-freundlichen Kurs propagierende Regierung abgesetzt. In einem von der linksgerichteten, pro-russischen Opposition angestrengtem Votum sprachen 65 von 101 Abgeordneten dem erst seit Juli amtierenden Premier Valeriu Strelet das Misstrauen aus. Sie sprachen der Regierung jegliche "Professionalität" ab und bezeichneten den von ihr angekündigten Kampf gegen die Korruption als "leeres Versprechen".

#stopthefires – Indonesien brennt aus Gier



#stopthefires – Indonesien brennt aus Gier


Palmöl9
Menschen, Flora und Fauna leiden
 
In der Region wird es bereits als „Verbrechen gegen die Menschheit“ bezeichnet, die NASA warnt gar vor den verheerendsten Waldbränden des Planeten:Seit mehr als 2 Monaten findet in Indonesien eine menschgemachte Umweltkatastrophe statt, die in der westlichen Welt kaum Beachtung findet.
Es ist eine Katastrophe von unbeschreiblichen Ausmass. El Niño hat das Land komplett ausgetrocknet und verlängert die jährliche Trockenzeit um mehrere Monate. Ein Funke, ein Streichholz genügt, um das flammende Inferno auszulösen.
Nach Angaben der indonesischen Behörden starben 19 Menschen durch Rauchvergiftungen oder beim Versuch, die Flammen zu löschen. 500.000 Indonesier leiden demnach an Atemwegserkrankungen.
Indonesien steht in Flammen – und Rufe nach einem Stopp der illegalen Palmöl-Produktion werden laut. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Sogar auf zertifiziertes Palmöl können sich Verbraucher in Europa nicht verlassen.
Einen Mindeststandard für den Anbau von Palmöl bietet derzeit der Runde Tisch für Palmöl (RSPO). Nach RSPO-Angaben vom Sommer dieses Jahres kommen 27 der 38 Mitglieder aus der Industrie, darunter Nestlé, Henkel, Unilever und REWE. Sie haben sich verpflichtet, zu 100 Prozent als nachhaltig zertifiziertes Palmöl zu verwenden.Doch kann Palmöl wirklich nachhaltig produziert werden?

Hier weiterlesen. 

* Fußnote: Das Buch 'Indonesien - Archipel der Furcht' von André Vltchek ist gerade zur Buchmesse in meiner Übersetzung erschienen. Ein wahrer Krimi. Auf der Seite des Verlags kann man ein Interview-Video mit André ansehen und auch das Buch
bestellen.

Sonntag, 1. November 2015

Wie Fidel Castro und Hugo Chávez die FTAA zu Grabe trugen


Einar Schlereth

1. November 2015
Fidel und Hugo
Zwei Männer von zwei relativ kleinen Ländern schafften es, das den Lateinamerikanern angetragene Freihandels-Abkommen zunichtezumachen. Bei uns und in Asien schaffen es dutzende, wenn nicht hunderte 'Staatsmänner' und große, viel mächtigere Länder nicht, sich gegen PPT und TTIP zu wehren.

Naja, der Vergleich hinkt natürlich. Fidel und Hugo waren (war, was Hugo angeht) MÄNNER und was wir hier haben, sind nur extrem feiges, verlogenes, gekauftes Gesindel, das nur seine ureigensten Interessen im Auge hat. Und Fidel und Hugo hatten nicht nur die Interessen ihrer Länder im Auge, sondern die Interessen des gesamten lateinamerikanischen Kontinents.

Das FTAA-Abkommen wurde von Präsident Bush 1991 dem gesamten lateinamerikanischen Kontinent vorgeschlagen. Da sich die Verhandlungen hinzogen, haben die Amerikaner erstmal Ende Dezember 1994 schon das NAFTA-Abkommen zwischen USA, Kanada und Mexiko durchgeboxt. Mit NAFTA haben die USA/Kanada Mexiko ins absolute Elend gebracht, vor allem die Bauernschaft. Das Land könnte heute gut und gerne als 'failed state' (gescheiterter Staat) bezeichnet werden.

China dreht den Spieß um in Hongkong


Einar Schlereth

1. November 2015


Hongkong-Agitatoren vor Gericht
Ulson Gunnar hat in seinem Artikel 'China dreht den Spieß um gegen die „US-geförderten Agitatoren“' einen Artikel des 'Economist' auseinandergenommen, der das Gegenteil von dem behauptete, was wirklich geschehen ist. Ihr erinnert euch sicher an die 'Regenschirm-Revolution' in Hongkong, die von sogenannten 'Anwälten des Volkes' in Szene gesetzt wurde.

Diese sauberen Herren wurden von China sehr schnell als Agitatoren entlarvt, die Washington von langer Hand durch seine zahlreichen staatlichen 'NGOs' mit vielen Millionen Dollars unterstützt und herangezüchtet hatte. In vorderster Front stand wieder einmal die NED (National Endowment for Democracy = Nationale Förderung der Demokratie), die direkt vom US-Außenministerium gegründet und finanziert wird. In China spezialisierte sie sich hauptsächlich auf die Themen Hongkong, Tibet und Sinkiang.

Diese Agitatoren segelten unter der Fahne 'Weiquan', was Schutz der Rechte bedeutet. Die wahren 'Weiquan'-Anwälte verteidigen Menschen gegen Übergriffe des Staates am Arbeitsplatz, Wohnort, Umweltfragen, Korruption etc. Im Prozess konnte nachgewiesen werden, dass die Agitatoren alles Mögliche taten nur nicht das. Sie griffen schärfstens die chinesische Regierung an, machten sie lächerlich, stellten ihre Legitimität in Frage, nannten die ethnische Politik absurd, zerstörten öffentliches Eigentum und riefen zum Sturz der Regierung auf.