Samstag, 20. Juni 2020

Die FACEBOOK-Krake umarmt Afrika, um es auszulutschen


Manlio Dinucci


17. Juni 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Alle Anlegepunkte (Quelle: der Autor)

Viele Industrien und Diesnstleistung-Unternehmen brechen ein oder schrumpfen wegen dem lockdown und der folgende. Krise. Doch es gibt auch solche, die von allem profitierten: Facebook (besitzt YouTube), Apple und Amazon – wie die New York Times schreibt - “pkatzieren aggressiv neue Wetten, da die Coronavirus-Pandemie ihnen bedeutende Dienste geleistet haben”. Alle diese Tech-Giganren stammen aus den USA.Facebook – wird nicht mehr als soziales Netzwerk, sondern als "Ökosystem" bezeichnet, zu dem auch WhatsApp, Instagram und Messenger gehören - hat 3 Milliarden monatliche Nutzer überschritten. Es ist daher kein Wunder, dass Facebook mitten in der Coronavirus-Krise das Projekt eines der größten Unterseekabelnetzwerke, 2Afrika, startet: Mit einer Länge von 37.000 km (fast der maximale Umfang der Erde) wird es den gesamten afrikanischen Kontinent umgeben und ihn im Norden mit Europa und im Osten mit dem Nahen Osten verbinden.

Zunächst wird es 23 miteinander verbundene Länder geben. Ausgehend von Großbritannien wird das Netz an Portugal gebinden, bevor es seinen Kreis um Afrika durch Senegal, Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Gabun, Gabun, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Südafrika, Mosambik, Madagaskar, Tansania, Kenia, Somalia, Dschibuti, Sudan, Ägypten beginnt. Im letztgenannten Abschnitt wird das Netzwerk mit Oman und Saudi-Arabien verbunden. Über das Mittelmeer wird es dann in Italien ankommen und von hier aus nach Frankreich und Spanien.


Ein Netzwerk mit großer Kapazität - erklärt Facebook - wird "der Pfeiler einer enormen Expansion des Internets in Afrika sein: Die Wirtschaft floriert, wenn ein Unternehmen ein allgemein zugängliches Internet hat. Das Netzwerk wird Hunderten von Millionen Menschen den Breitband-Zugang bis zu 5G ermöglichen. "Dies, zusammenfassend, ist die offizielle Motivation des Projekts. Eine Tatsache reicht aus, um Zweifel daran aufkommen zu lassen: In Subsahara
- Afrika haben etwa 600 Millionen Menschen, das entspricht mehr als der Hälfte der Bevölkerung, keinen Zugang zu Elektrizität.
Wozu soll das Breitbandnetz genutzt werden? Die afrikanischen Eliten, die die Interessen der multinationalen Konzerne auf dem Kontinent vertreten, werden enger mit ihren Muttergesellschaften verbunden sein.

Das Netzwerk wird auch anderen Zwecken dienen. Vor zwei Jahren, im Mai 2018, schloss Facebook eine Partnerschaft mit dem Atlantischen Rat, einer einflussreichen "überparteilichen Organisation" mit Sitz in Washington, die "die Führung und das Engagement der USA in der Welt zusammen mit Verbündeten stärkt". Der spezifische Zweck der Partnerschaft besteht darin, "die korrekte Nutzung von Facebook bei Wahlen auf der ganzen Welt zu gewährleisten, Desinformation und ausländische Einmischung zu überwachen und zur Aufklärung der Bürger und der Zivilgesellschaft beizutragen".

Wie verlässlich der Atlantikrat ist, der besonders in Afrika aktiv ist, lässt sich aus der offiziellen Liste der Geldgeber ableiten, die ihn finanzieren: das Pentagon und die NATO, Lockheed Martin und andere Kriegsindustrien (darunter der italienische Leonardo), ExxonMobil und andere multinationale Unternehmen, die Bank of America und andere Finanzgruppen, die Rockefeller- und Soros-Stiftungen.

Das Netzwerk, das 16 afrikanische Länder mit 5 europäischen NATO-Verbündeten unter amerikanischem Kommando und mit 2 US-Verbündeten im Nahen Osten verbinden wird, kann nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer und strategischer Hinsicht eine Rolle spielen. Das "Digital Forensic Research Lab" des Atlantikrats wird in der Lage sein, den afrikanischen Medien und Politikern täglich mitzuteilen, welche Nachrichten "gefälscht" und welche "wahr" sind. Die persönlichen Informationen und Trackingsysteme von Facebook können zur Kontrolle und gezielten Verfolgung von Oppositionsbewegungen genutzt werden. Breitband, sogar in 5G, kann von den US-amerikanischen und anderen Spezialeinheiten bei ihren Operationen in Afrika genutzt werden.

Bei der Ankündigung des Projekts betont Facebook, dass Afrika "der am wenigsten vernetzte Kontinent" ist und dass das Problem durch seine 37.000 km Kabel gelöst wird. Sie können jedoch als eine moderne Version der alten Kolonialketten verwendet werden.


Dieser Artikel wurde ursprünglich in El Manifesto publiziert
und aus dem italienischen übersetzt.


Manlio Dinucci ist ein preisgekrönter Autor und Mitarbeiter des Zentrums für Globalisierungs-Forschung.
 


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