Samstag, 29. November 2014

Russland-Politik: Merkel riskiert Kopf und Kragen


Diesen Artikel übernehme ich dankend von RIANOVOSTI, da er so genau meiner Meinung entspricht. Die Merkel ist nie eine Person gewesen, die selber denken kann. Sie lief stets mit dem Finger in der Luft umher, um zu spüren, woher der Wind weht, und der weht nun einmal hauptsächlich aus Washington. Genau so machen es auch die Medien. Und von deren Seite hat sie Unterstützung erhalten, wobei ihr völlig entgangen ist, dass ihr schwaches Wähler-Fundament immer stärker zu bröckeln begann und auch die Wirtschaft auf Distanz zu ihr ging. Mit Ausnahme der ganz großen Finanzinstitutionen, die mit der Wallstreet und City of London in einer Koje liegen. Hinzufügen könnte man hier, dass es ihrem Kumpel Obama gar nicht so viel anders geht, der von Anfang an der Mann der Wallstreet war. Aus den vergangenen Wahlen ist dieser Gockel sehr zerfleddert herausgegangen. Aus anderen Gründen als die Merkel - sie macht zu viel und Obama macht zu wenig nach dem Geschmack der Republikaner. Aber dort wie hier weht beiden 'the wind of change' hart ins Gesicht. Wird dieser Wind zum Orkan können wir vielleicht noch einmal an der immanenten Kriegsgefahr mit einem blauen Auge vorbeischrubben.

"Rossijskaja Gaseta"
MOSKAU, 28. November (RIA Novosti).
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in letzter Zeit stark verändert, schreibt die "Rossijskaja Gaseta" am Freitag.

Dass sie immer häufiger die Nerven verliert, hat ihre Rede beim G20-Gipfel im australischen Brisbane gezeigt, wo sie nach einem vierstündigen Gespräch mit Präsident Wladimir Putin ungewöhnlich scharfe Kritik an Russland richtete. Bisher galt Merkel als eine auf Vorsicht und Zurückhaltung bedachte Kanzlerin.


Merkels Unsicherheit spüren auch ihre CDU-Kollegen, ihre SPD-Opponenten und auch die Medien. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wagte die Aussage, dass ein Nato-Beitritt der Ukraine weder in kurz- noch in langfristiger Perspektive möglich wäre. Der frühere SPD-Vorsitzende und jetzige Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, sprach sich sogar für eine internationale Anerkennung der „Wiedervereinigung“ Russlands mit der Krim  aus.


 
Merkel: Russlandsanktionen bleiben in Kraft

SPD-Chef Sigmar Gabriel stimmte Steinmeier zu und verwies darauf, dass die Debatten über einen Nato-Beitritt der Ukraine die Lage anspannen, genauso wie die ständigen Drohungen, dass die Allianz ihre Präsenz in Osteuropa ausbauen könnte.

Steinmeiers und Gabriels Äußerungen sind ein kleiner „Aufstand“  gegen Merkel in der Großen Koalition und zeigen deutlich, dass die deutsche Regierung beim Thema Russland-Sanktionen gespalten ist.

Aber Merkels Nervosität lässt sich nicht nur auf die Kontroversen mit der SPD zurückführen. Auch in der EU gibt es Meinungsunterschiede bezüglich der Russland-Sanktionen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini gab zu verstehen, dass sie die Sanktionen für ein falsches Mittel zur Lösung der Ukraine-Krise hält. Auch der ehemalige EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle verwies auf einige Fehler in der Russland-Politik der EU. Vor allem kritisierte er Brüssel für die Absicht, ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine zu unterzeichnen (das Dokument wurde inzwischen unterzeichnet), ohne auf Russlands Interessen zu achten. Ihm zufolge wurde die Ukraine-Krise vor allem dadurch ausgelöst.

Unter solchen Umständen ist es sehr schwer für Merkel, die Nerven zu behalten. Nicht vergessen werden darf auch, dass die CDU bei den jüngsten Landtagswahlen sehr schlecht abgeschnitten hat und in zwei Dritteln der Bundesländer nicht an den Landesregierungen  beteiligt ist.

Hinzu kommt die negative Reaktion der deutschen Wirtschaft auf die Russland-Sanktionen. Unter dem Druck Washingtons hat Merkel die Interessen der Konzerne ignoriert. Immer mehr deutsche Wirtschaftsbosse wenden sich von der Kanzlerin ab oder versuchen, das Russland-Geschäft im Alleingang zu retten. Anders lassen sich die Moskau-Reise des Siemens-Chefs Joe Kaeser im Frühjahr und die jüngste Stuttgart-Reise des russischen Wirtschaftsministers Alexej Uljukajew (der nicht von der Bundesregierung eingeladen wurde) nicht bewerten. Ohne die Unterstützung der Wirtschaft verbaut sich Merkel die Chance, wiedergewählt zu werden.

Im Sommer verrieten Quellen aus Merkels Umfeld, dass sie den Kanzlerposten vorzeitig verlassen könnte. Damals wurden diese Behauptungen dementiert, aber es gibt bekanntlich keine Wirkung ohne Ursache: Wenn sich die Stimmung in der Großen Koalition wandelt, könnte Merkel als wohl populärste Politikerin der Welt schnell zur „lahmen Ente“ mutieren.

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Kommentare:

  1. Frage: Warum verlässt Putin vorzeitig das Treffen in Australien, nimmt sich aber 4 Stunden Zeit, um sich mit Merkel („mächtigste Frau der Welt“) zu unterhalten, obwohl er doch weiß, dass sie eine „zahnlose Töle ist“, die an der Leine der Atlantiker hängt und den „russischen Bären“ in deren Auftrag ankläffen muss?
    Hängt auch der Geheimdienstmann, Putin, an den Strippen der Neuweltordner? Wird uns diese Auseinandersetzung nur vorgespielt? Haben die beiden Antagonisten in dem Schauspiel nur das weitere Prozedere abgesprochen, das die Abwicklung des Dollarimperiums, die Diskreditierung und Absetzung seiner Funktionselite und unsere Bereitschaft zum Ziel hat, das im Aufbau befindliche neue Imperium (BRICS) zu unterstützen, dessen von denselben Leuten herausgegebenes und kontrolliertes Schuldgeld erst einmal mit Gold gedeckt sein und uns deshalb als alternativ- und konkurrenzlos erscheinen muss?
    Ein Großteil des physischen Goldes ist ja bereits aus den USA nach China , Russland und Indien verbracht worden und Goldmann Sachs verlagert gerade sein Hauptquartier von NY nach Singapur.

    Auch im Land „of the free“ sind bereits entsprechende Vorkehrungen getroffen worden. Im weißen Haus sitzt zum Abwatschen ein schwarzer Mann und auf dem Thron der FED in derselben Funktion eine Frau. Die Bevölkerung ist zum gegenseitigen Dezimieren bis an die Zähne bewaffnet worden und auch unzählige Femacamps sind dafür im ganzen Land eingerichtet worden, mitsamt der Särge, mit denen man sich dort gegenseitig und umweltfreundlich wird entsorgen können.

    Ich hoffe sehr, dass dies nur der Albtraum eines irren Verschwörungstheoretikers ist, den Ihr mit vernünftigen Argumenten von seinem Horrortrip erlösen könnt.

    Es ist aber auch denkbar, dass Putin und Merkel die Schnauze voll haben und gemeinsam gegen den Plan der Neuweltordner rebellieren. Die könnten sich ja abhörsicher und ohne Dolmetscher unterhalten haben, weil jeder die Sprache des anderen versteht und weil sie einander vertrauen.
    Sie könnten sich darüber unterhalten haben, wie sie das voj unseren „Freunden“ geschaffene Besatzungskonstrukt, BRD, möglichst gefahrlos unter den atomaren Schutzschild Russlands bringen und gemeinsam eine bessere Zukunft für beide Völker schaffen könnten, wie sie auch schon von Alfred Herrhausen ins Werk gesetzt worden war, der deswegen vor 25 Jahren im Auftrag unserer “Freunde“ ermordet worden ist.
    Hoffen wir das Beste für uns alle.

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  2. Mich würde mal interressieren welche Rolle Merkels Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke in ihrer Politik spielt.
    Überhaupt kann man schon sehr nachdenklich werden wenn man sich mal die Mitgliederliste dieser Organisation ansieht.

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  3. Na ja, dass hatte ich mir letztens auch gedacht dass Frau Merkel auch plötzlich (wieder) den Wendhals spielen könnte, diesmal mit der Wende nach Osten. Strategisch wäre das ja schon immer eine option.
    Aber diese Wende würde von einer absoluten Geheimhaltung gegenüber den US leben, welche ja das Internet gerne mal
    " nach anderen Meinungen durchforsten".
    Deshalb hätte ich das so nicht gepostet.
    Fr. Merkel spielt, wenn dem so ist wie Sie vermuten (die Wende nach Osten) , den loyalen Ami -Pudel ja recht gut.
    Ach das mit dem "nervös werden" ist klasse.
    Aber dem Schutzschild Russlands würde ich nicht ganz vertrauen wollen. Vor allem wegen dem Gedanken, dass der Ami in diesem Fall Wirtschaftlich mit allen daraus folgenden Konsequenzen, nur noch dritte Garnitur wäre (Wenn denen nicht China zu Hilfe Kommt)

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  4. Merkel war,ist und bleibt eine Marionette mit all den negativen Folgen für Deutschland.

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  5. Das wäre ja ein wenn die Merkel als der neue "Arminus" in die Geschichte eingeht.

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