Dienstag, 23. Juni 2020

Warum die USA Syrien immer noch sanktioniert



Toni Cartalucci

21. Juni 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Millionen huldigen Assad
Chinas CGTN publizierte einen Artikel mit der Überschrift "Chinesischer Gesandter bittet die USA, die einseitigen Sanktionen gegen Syrien aufzuheben":

Ein chinesischer Gesandter forderte am Dienstag die Vereinigten Staaten auf, die unilateralen Sanktionen gegen Syrien unverzüglich aufzuheben.

Jahre der Wirtschaftsblockade haben dem syrischen Volk, insbesondere Frauen und Kindern, enorme Härten zugefügt. Die Leiden, die durch die Abwertung der syrischen Währung und die explodierenden Rohstoffpreise, einschließlich der Lebensmittelpreise, verursacht werden, treffen die Zivilbevölkerung im ganzen Land schwer, sagte Zhang Jun, Chinas ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen.

Chinas Versuche, Syrien wirtschaftlich zu helfen und die amerikanischen Sanktionen gegen Damaskus anzufechten, folgen auf die offene Opposition Russlands gegen den von den USA geführten Stellvertreterkrieg gegen die syrische Regierung, der die direkte militärische Beteiligung Moskaus an dem Konflikt und Russlands führende Rolle bei der Liquidierung der von den USA bewaffneten militanten Gruppen im ganzen Land einschloss.

Die US-Sanktionen gegen Syrien haben die angebliche Motivation für die Beteiligung Amerikas an dem Konflikt längst überlebt - die Behauptung, die demokratischen Bestrebungen des syrischen Volkes zu unterstützen und sich gegen angebliche Menschenrechtsverletzungen von Syriens Regierung zu wenden.

Es hat sich unbestreitbar gezeigt, dass die USA den Konflikt absichtlich inszeniert haben - von der Organisation von Protesten vor 2011 bis zur Bewaffnung und Entsendung von Militanten ins Land, um die Straßenproteste 2011 in einen zerstörerischen Stellvertreterkrieg zu verwandeln. Es ist auch seit langem bekannt, dass es sich bei den so genannten "Freiheitskämpfern" in Wirklichkeit um Extremisten handelte, die verschiedenen terroristischen Organisationen angehörten, darunter auch Al Qaida und vielen Legionärorganisationen.
Da die Sicherheitsoperationen Syriens eine Reaktion auf das waren, was sich jetzt als US-Aggression durch Stellvertreter und schließlich als direkte militärische US-Aggression gegen die syrische Regierung herausstellt - die Sanktionen selbst erweisen sich lediglich als eine wirtschaftliche Komponente der US-Versuche, die syrische Nation zu dezimieren -, nicht aber als Hilfe oder Unterstützung für das syrische Volk.

Und natürlich haben die US-Sanktionen gegen Syrien das Leben aller Syrer schwer gemacht - von der überwiegenden Mehrheit, die die syrische Regierung weiterhin unterstützte und während des gesamten Konflikts in den von der Regierung kontrollierten Gebieten Syriens lebte, bis hin zu den von den USA unterstützten Terroristen, die schließlich die Waffen niederlegten und sich den Regierungstruppen ergaben - sie alle stehen gemeinsam vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem schwierigen Weg beim Wiederaufbau ihrer Nation.

Daher werden die altruistischen Ausreden, mit denen die USA zunächst Sanktionen gegen Syrien verhängten, und ihre immer fauleren Ausreden, mit denen sie diese jetzt weiterhin rechtfertigen, als kaum mehr als Propaganda entlarvt und sollten in Betracht gezogen werden, wenn man sich fragt, warum die USA Sanktionen gegen andere Nationen verhängt haben.

Die USA haben in Syrien eine humanitäre Katastrophe herbeigeführt und ausgeführt - eine Katastrophe, die sie immer noch aktiv versuchen, so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, und zugegebenermaßen verewigen wollen, damit "die Russen im Sumpf versinken". Nicht nur wird Washingtons "humanitäre" Rechtfertigung für die Verhängung von Sanktionen gegen Syrien als leer entlarvt, sondern es ist Washington selbst, das sich schuldig macht, die Menschenrechte in Syrien mit Füßen zu treten.

China - und übrigens auch viele andere - haben die Aufhebung dieser Sanktionen gefordert. Washington lehnt dies ab – was niemanden überrascht - aber die Unfähigkeit der so genannten "internationalen" Institutionen, Washington zur Rechenschaft zu ziehen oder die gegenwärtige Krise Syriens zu lindern, zeigt, dass die "internationale Ordnung", der diese Institutionen dienen, dysfunktional ist und dass dringend Alternativen gefunden werden müssen.

Chinas Wirtschaftshilfe und seine Bemühungen um den Wiederaufbau Syriens werden schließlich realisiert werden - es ist nur eine Frage der Zeit und wie China die US-Sanktionen umgehen wird.

Dies wird entweder durch direkten Widerstand gegen sie oder durch die Schaffung globaler Systeme geschehen, die völlig unabhängig und isoliert von der amerikanischen Einmischung sind. So oder so - wenn Washington auf der Beibehaltung seiner gegenwärtigen Politik besteht - ist ein globales System, das von Amerika unabhängig und isoliert ist, ein System, in dem sich Amerika abgeschnitten und verdorrt findet - eine Perspektive, die weder dem amerikanischen Volk noch den herrschenden amerikanischen Sonderinteressen nützt.


Tony Cartalucci, in Bangkok ansässiger geopolitischer Forscher und Autor, insbesondere für das Online-Magazin "New Eastern Outlook". - "Quelle" -
Der Artikel wurde mit Hilfe von DeepLtranslator überseetzt.

Quelle - källa - source

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