Montag, 25. Juni 2012

Tausende protestieren gegen Japans Atom- und Raketenpolitik

The 4th Media
25. Juni 2012


Etwa 20 000 Menschen demonstrierten gegen die einseitige Entscheidung der japanischen Regierung, zwei AKWs wieder in Betrieb zu nehmen. Viele in Japan sind  äußerst misstrauisch gegen die Atomenergie, da die Erinnerung an das verheerende Desaster in Fukushima in frischer Erinnerung ist.
Die Parolen lauteten „Nein zum Neustart!“ oder „Nein zu Atomwaffen“. Die Demo wurde vor der Residenz des Premierministers organisiert. Eine Anzahl von prominenten Persönlichkeiten waren anwesend, wie etwa der Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, der investigative Journalist Satoshi Kamata und der Pionier der elektronischen Musik Ryuichi Sakamoto vom Yellow Magic Orchestra.




Die Demonstranten versprachen, in der nächsten Woche eine neue Demo durchzuführen. Der Widerstand gegen den Neustart der Reaktoren nur einen Monat nachdem der letzte Reaktor abgestellt wurde, ist am Anwachsen. Aktivisten gelang es, 7.5 Millionen Unterschriften durch eine online-Petition zu sammeln.

Vergangene Woche gab Premier Yoshihiko Noda grünes Licht für den Neustart von zwei Reaktoren des Oi-AKWs in Westjapan. Die Entscheidung wurde zusammen mit den örtlichen Behörden getroffen, obwohl Noda nicht sein Versprechen hielt, eine Entscheidung ohne Zustimmung der Öffentlichkeit zu treffen.



     
Behörden sagten, die Entscheidung sei notwendig, um einen Energiemangel im Lande zu verhindern, da es wenig Ressourcen im Land gibt und man traditionell auf Erdöl- und Atom-Energie angewiesen ist.
Japan ist immer noch im Taumel nach der großen Katastrophe des Erdbeben/ Tsunamis, bei dem über 15000 Menschen starben, und die eine Kernschmelze in dem Fukushima Daiichi AKW verursachte.
Zehntausende Menschen wurden evakuiert aus den betroffenen Gegenden. Es hat bisher keine Toten als direkte Konsequenz der Kernschmelze gegeben.


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