Dienstag, 18. August 2015

Verlangt euer TeleSur, RT, PressTV und CCTV!


André Vltchek
30. Juni 2015

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

      
    Große Fernseh-Netzwerke in Südamerika, China, Russland und im Iran werden ausgesperrt – was man nur als eine epische Schlacht gegen die allgegenwärtige westliche Propaganda und Indoktrinationsnetzwerke bezeichnen kann.


Diese Programme der neuen Netzwerke können überall in der

 Welt gesehen werden und sie haben das Leben von Millionen Menschen in Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und sogar in manchen Knotenpunkten des Imperiums selbst wie London und New York dramatisch verändert. Die Lügen der kolonialistischen und imperialistischen Demagogie werden sorgfältig herausgefordert. Jene, die immer ohne Stimme waren, können jetzt deutlich gehört werden. Es ist eine atemberaubende, wahrlich großartige Schlacht,und


jene von uns, die an der Front stehen, indem sie Filme machen, schreiben oder im Äther der anti-imperialistischen Netzwerke sprechen, sind voll entschlossen, unser Bestes zu geben und wenn nötig, unser Leben zu riskieren!

Einige von uns waren dem Tod nahe in den schlimmsten        Slums Afrikas, Asiens und Lateinamerikas oder auf den

teleSUR
Schlachtfeldern in Ecken der Welt, wo sich niemand hintraut
Wir standen dem Imperium gegenüber. Manche taten einen Schritt zu viel, überquerten die unsichtbare Linie und fielen. Andere kamen zurück und wurden bespuckt von jenen, die nie die Couch verlassen, weil wir nicht 'bis zum Ende' gingen, sondern überlebten.

Warum schreibe ich dies?



Ich habe gerade Südamerika verlassen, ließ meinen geliebte Kontinent zurück,
einen Kontinent, für den ich kämpfe, dessen Revolutionen auch meine sind. Und während ich dies Mal fieberhaft arbeitete in Ecuador, Brasilien und Paraguay und kurz in Argentinien und Mexiko, merkte ich hier, ausgerechnet hier, dass wir – unsere Medien – es nicht fertig brachten, das Volk zu erreichen, wie wir gehofft hatten. Dass so wenige einfache Menschen von RT, PressTV, CCTV und selbst TeleSur erreicht werden!

Da fast die gesamten Kabel- und Satelliten-Verteiler in der Hand der rechten 'Opposition' liegen.

Selbst in Correas Ecuador fand ich kaum diese Kanäle! Die englisch-sprachigen Nachrichtensendungen von CNN und FOX sind völlig verschwunden! Und das war der Fall in allen Hotels, wo ich übernachtete. Nicht überraschend erlebte ich die gleiche Situation in Paraguay und schockierenderweise auch in Brasiliien, das eins der führenden BRICS Länder ist.

Der rechte O Globo ist buchstäblich überall und die linken Fernseh- und Radioprogramme sind sehr dünn gesät. Die englischen Sender sind auf CNN und FOX reduziert, wo immer ich war: Sao Paulo, Manaus, Belem, Recife, Fortaleza und Salvador Bahia. Kein TeleSur in den großen Hotels, wo ich war, und kein RT!

Noch schlimmer – die Hotelmanager, die ich befragte, hatten keine Idee, wovon ich redete. RT? CCTV? PressTV? Ich musste buchstabieren, aufschreiben und erklären.

Als ich auf Limas Jorge Chavez Flughafen im Transit saß, sendete CNN auf Spanisch ein Unterstützung-Programm für den Hungerstreik der 'Opposition' in Venezuela.

Ich zog das ganze Programm durch – ich ließ die Top-Manager des Flughafens rufen und klagte sie an, einen feindlichen Akt gegen Venezuela zu begehen, indem sie rechte, US-geförderte Versuche zum Sturz einer demokratisch gewählten Regierung in Südamerika unterstützten. Ich konnte sie einschüchtern. Sie entschuldigten sich (obwohl ich das Gefühl hatte, dass sie völlig verwirrt waren und nicht wussten, wovon ich spreche). Sie wechselten sofort das Programm – zu FOX Sport!

Wir hatten kurze Gespräche über RT (sie hatten davon auch keine Ahnung), über CCTV (close circuit Cameras?) und PressTV (Press kam ihnen bekannt vor). Ich verlangte, dass sie an allen öffentlichen Plätzen TeleSur senden. Sie antworteten, dass sie es gerne täten, aber es war nicht Teil ihrer Kabel-Package! Einer von ihnen fragte, ob es aus Patagonien komme.

*

Natürlich wissen wir alle, was läuft. Wir haben es tausend Mal gehört und wir schrieben darüber wieder und wieder: die lateinamerikanischen Revolutionen sind unterwandert von den 'Eliten' und von ihren giftigen pro-westlichen, rechten Medien. Das passierte in Venezuela von Anfang an, und auch in Ecuador und Bolivien, aber auch in Brasilien, Chile und Argentinien.

Das Ergebnis ist, dass das Volk in unseren revolutionären Ländern so gut wie nichts über unsere eigenen Alliierten weiß, wie Russland, China und den Rest Südamerikas und den Iran. Was sie kennen, ist allein die Propaganda, die von den Westmedien weltweit verbreitet wird. Fast alle örtlichen Zeitungen stützen sich auf EFE, Reuters, AFP, AP und andere Bastler von „außergewöhnlichen“ Berichten.

Die Stimme der BRICS ist fast nirgends in Südamerika zu hören. Das ist extrem alarmierend!

Und selbst wenn die Information durchkommt über Internet, die Blogs von RT und TeleSur, dann sind die Seiten nicht effektiv koordiniert und als Ergebnis werden sie von gut organisierten und gut bezahlten Trollen stark verseucht.

*

Unsere Völker müssen etwas über China vom chinesischen Volk erfahren, nicht durch westliche Propaganda-Medien. Wir müssen Russen von sich selbst erzählen lassen, jetzt, wo sie schwer gegen den Ansturm des westlichen Imperialismus zu kämpfen haben. Wir müssen Iraner unseren Hörern vom Nahen Osten und dem Islam berichten lassen und Südafrikaner uns erzählen lassen über das unerhörte Blutvergießen, das jetzt auf dem gesamten afrikanischen Kontinent geschieht unter den beängstigenden Stiefeln des westlichen Neokolonialismus.

Stattdessen ist es der Westen, der uns sagt, was wir über die Welt zu denken haben! Und selbst von der Linken: Lateinamerikanische Intellektuelle trauen immer noch viel mehr ein paar verstorbenen Pseudo-Linken Spaniens oder der USA, als ihren chinesischen, russischen, iranischen und afrikanischen Genossen! Kuba ist wahrscheinlich die einzige Ausnahme.

Wir müssen unsere Verbündeten sprechen lassen! Nicht jene, die teilen und herrschen wollen, nicht jene, die den ganzen Planeten kolonisierten und geplündert haben über Jahrhunderte hinweg. Nicht jene, die den Kampf aufgaben ohne wirklich zu kämpfen.

TeleSur leistet eine enorme Arbeit und erklärt der Welt Lateinamerika und sendet, wo immer es geht für das Volk in ganz Lateinamerika.

Aber es muss noch viel mehr getan werden! Große brüderliche Medien sollten gefördert werden. Sie sind riesig; das macht Spaß und ist von hoher Qualität. RT hat jüngst ein paar westliche Propaganda-Kanäle wie BBC und CNN in den Schatten gestellt, selbst in größeren Städten des Imperiums. PressTV wetteifert erfolgreich mit dem großen Al Dschasira Sender, der mit Golf-Geldern bezahlt wird. CCTV hat mehr Zuschauer als das japanische NHK.

Ich kann TeleSur im Libanon sehen, warum also nicht in Brasilien!

El Mercurio hat mit Comercio und anderen seinesgleichen eine Allianz geschlossen. Wenn Mercurio das kann, warum nicht auch TeleSur, RT, PressTV und andere?

*

Lasst uns alle protestieren, lasst uns fordern! Wenn eine Person im Quito Flughafen verlangt, TeleSur zu sehen, werden sie nicht hören. Wenn zehn es verlangen, dann müssen sie sich fügen.

Dasselbe mit den Hotels! Jeder, der diesen Essay liest, soll wo immer er in ein Hotel in Lateinamerika kommt, das nicht Telesur in seinem 'Menü' hat, nicht RT, PressTV, CCTV, es wie die Pest meiden. Fordert! Meckert, meckert, meckert!

Sonst wird sich nichts ändern! Wir werden progressive Regierungen haben (zumindest für eine Zeit), aber die Leute werden weiterhin durch westliche imperialistische Propaganda hirngewaschen werden (und sogenannter „Erziehung“)! Den Lateinamerikanern wird vom Westen erzählt, wie sie ihren Kontinent zu sehen haben, oder den Chinesen, wie sie ihr Land beurteilen müssen. Der Welt werden Lügen über Russland erzählt und selbst manche Russen fangen an, ihm zu glauben.

Helft unseren Medien zu wetteifern! Lasst uns unsere Geschichten erzählen. Wir brauchen niemand aus London oder New York, der definiert, wer wir sind!

Unsere Fernsehkanäle sind jetzt viel besser als die im Westen produzierten. Jene, die sie sehen, jene, die die Gelegenheit haben, sie zu sehen, lieben sie! Das einzige Hindernis ist das lächerliche 'Defizit', das von den 'Eliten' durch ihre Verteilung geschaffen wird.

Fordert! „Entweder übernehmt ihr TeleSur oder zur Hölle mit eurem Kabelfernsehen!“ Oder: „Gebt uns RT oder wir zahlen nicht mehr für euren Satelliten, Freunde!“

Und wir werden fortfahren, unser Leben zu riskieren, Tag und Nacht arbeiten, um euch das Beste zu geben, liebe Zuschauer. Aber bitte, bitte seht uns! Besteht darauf, dass unsere Stimme, nicht nur die des Imperiums, wirklich gehört wird, „zuhause“ und in der ganzen Welt!



André Vltchek ist ein Philosoph, Romancier, Filmemacher und investigativer Journalist. Er berichtete über Kriege und Konflikte in dutzenden Ländern. Seine neuesten Bücher sind „Exposing Lies Of The Empire“ und „Fighting Against Western Imperialism“. Diskussion mit Noam Chomsky: On Western Terrorism. Point of No Return ist sein von der Kritik gelobte politische Roman. Oceania – ist ein Buch über den westlichen Imperialismus im Süd-Pazifik. Sein provokatives Buch über Indonesien heißt: „Indonesia – The Archipelago of Fear“. André macht Filme für teleSUR und Press TV. Nach langjährigem Aufenthalt in Lateinamerika und Ozeanien wohnt und arbeitet Vltchek gegenwärtig in Ostasien und dem Nahen Osten. Er kan auf seiner website und Twitter erreicht werden.

Quelle - källa - source



Kommentare:

  1. Hier in Uruguay sieht es besser aus

    http://f1.telesurtv.net/country/uruguay/

    http://tv.vera.com.uy/canal/6028

    http://www.lr21.com.uy/

    Nur einige Beispiele.

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  2. Nicht letztendlich durch den Ex-Praesidenten Jose - genannt Pepe - Mujica wurde Uruguay bekannt, ein kleines Land in Suedamerika, das in den vergangenen Jahren nie so richtig Beachtung fand.
    Hier ein schnell herausgepickter Link

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1410680/Uruguay_Der-bescheidenste-Praesident-der-Welt

    Hier noch ein kurzes Video ueber ein Land das es verdient bekannter zu werden

    https://www.youtube.com/watch?v=Zq5F559Xzy8&list=PL749EB9243561B938

    Sicher auch hier gibt es noch Armut, aber sie hat sehr stark abgenommen in den vergangenen Jahren.

    LG

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