Dienstag, 7. Februar 2017

Trump macht exakt dasselbe wie Obama

Ézili Dantó

Einar Schlereth

7. Februar 2017

Überall wurde die Moise Jovenel Plakate abgerissen!
Ézili, die vor ein paar Tagen noch vorsichtig optimistisch war, ist niedergeschmettert. Donald Trump hatte hoch und heilig versprochen, den von den USA angelegten Sumpf trockenzulegen. Am gestrigen Tag wurde die echte von Donald entsandte Delegation erwartet, nachdem in der Woche davor eine Scheindelegation aufgetaucht war. Aber was hörte sie am gestrigen Tag als erstes auf ‚Voice of America‘? Dass der Delegation Thomas Shannon angehört, der schon 1991 zur Korruptionsmafia der Bush-Familie gehörte, als Bush Sr. den Staatstreich gegen die gewählte Regierung durchführte. Der Delegation gehören außerdem die zwielichtigen US-Botschafter Peter Mulrean und Kenneth Merten an, sowie die Berühmtheit Omarosa Manigault, die auch schon für den Clinton-Clan arbeitete.

Aber Ézili ermutigt ihre Landsleute: "Mut, Leute. MUT. Nou Pap Bay Legen. Wir sind immer noch da. Nou La. Wir werden selbst diese Kriminellen davonjagen oder sterben, wie unsere Vorfahren vor über 213 Jahren. Das GUTE wird siegen, aber vielleicht nicht zu unseren Lebzeiten. Liebe, Mut, Stärke. Haltet durch. Ayisyen."

In der Huffington Post hat Georgianne Nienaber, die von Ézili sehr geschätzt wird, eine gute Zusammenfassung der Ereignisse in den vergangenen Monaten gegeben.

Sie hatte Ende November 2016 den Report einer Delegation der International Association of Democratic Lawyers (IADL) in Händen, der zeigte, dass Jovenel 9.6% aller Stimmen bekommen hatte – von 17% der Wahlberechtigten – denn die Haitianer hatten die Wahl boykottiert. Der Report wurde unter Verschluss gehalten. Giorgianne hat ihn erstmals komplett veröffentlicht.

Teilweise hat auch Furcht eine Rolle gespielt, schreibt Georgianne, denn bei den Wahlen 2015 hat es massiven Terror gegeben, wo 15 % der Wahllokale geschlossen werden mussten und bis zu zwei Dritteln der Wähler bedroht, eingeschüchtert, verprügelt wurden. Dies geschah unter der Herrschaft von Martelly, der von Killary eingesetzten Marionette, der ohne Parlament durch Ermächtigung regierte im Zusammenspiel mit Drogen-Händlern, von denen einer jetzt in Miami vor Gericht steht.

Die Wut des Volkes war groß. Martelly musste abtreten und eine Interimsregierung wurde gebildet, die die Wahl von 2015 annullierte. Sie hatte zur Aufgabe, saubere Wahlen durchzuführen, wozu in erster Linie die Wahllisten gesäubert und upgedatet werden mussten. In den standen z. B. zehntausende der Hurrikan-Opfer immer noch drin.

Das Ergebnis wurde hier oben schon genannt. Moise Jovenel „gewann mit knapp 10% der Stimmen"!

Alle sind sich einig, dass die beiden Knadidaten Moise Jean Charles und Jude Celestin integre Kandidaten sind und die meisten Stimmen gewannen. Aber Washington und Obama wollen sie nicht haben. Es war zu diesem Zeitpunkt, dass Trump von dem bodenlosen Sumpf in Haiti sprach und das Gelöbnis tat, dass er den Sumpf trockenlegen werde und das den Haitianern verursachte Unrecht wieder gutmachen werde.

Aber Trumps Kurzzeitgedächtnis liegt offensichtlich nahe dem Nullpunkt. Er hat eine Mannschaft zusammengestellt (siehe oben), die heute bei der Einschwörung von Moise Jovenel, der einen Prozess wegen Geldwäsche am Laufen hat, zugegen sein sollen.

WIE IST DAS MÖGLICH? Trump hat während der Wahlkampagne alle Verbrechen von Killary und Bill aufgezählt; er hat mehrmals angekündigt, dass er sie bei seinem Amtsantritt vor Gericht bringen wird, vor allem auch wegen ihrer gigantischen Betrügereien und des Diebstahls von Milliarden Dollar an Hilfsgeldern für Haiti; er hat ihre Beteiligung an allen Kriegen der vergangenen Jahrzehnte aufgelistet – nun ja, man erzählt viel, wenn man gewählt werden will. Und das Volk – the sheeple – kann ihm gestohlen bleiben.

Nun, ich hatte gleich nach seiner Wahl geschrieben, wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben. Ich wäre schon froh, wenn er nicht auf den Atomknopf drückt.


Ansonsten gilt also nach wie vor die alte Regel: einem Amerikaner an der Macht darf man prinzipiell und unter keinen Umständen kein einziges Wort glauben, denn in der US-Geschichte wurde noch NIE nur ein einziger Vertrag eingehalten.

Kommentare:

  1. "Ansonsten gilt also nach wie vor die alte Regel: einem Amerikaner an der Macht darf man prinzipiell und unter keinen Umständen kein einziges Wort glauben, denn in der US-Geschichte wurde noch NIE nur ein einziger Vertrag eingehalten."
    *
    Wohl wahr wohl wahr. Wir können in der Causa Trump ohnehin nichts anderes tun als abwarten und kaum etwas etwas (wirkvolles) unternehmen.
    Trump und die inneramerikanischen Verhältnisse sind für uns unmöglich objektiv einzuschätzen,
    ABER eines muß doch jedem klar sein, selbst wenn er doof wie Schifferscheiße wäre.

    Wenn hiesige (westliche) Politiker UND die Lügenpresse UND Behörden, Institutionen, Verbände etc pp UNISONO GEGEN Trump zu (Kriegs) Felde ziehen, dann ist tausendfach sicherer als das Amen in der Kirche,

    DAS TRUMP ZU DEN GUTEN GEHÖRT!

    Thierry Meyssan (voltairenet.org) sagt dazu:

    "Verstehen wir doch, es ist ein Krieg auf Leben und Tod, der zwischen zwei Systemen in Washington begonnen hat!

    Donald Trump war die erste Persönlichkeit der Welt, der am selben Tag im Fernsehen die offizielle Version der Anschläge vom 11. September anzweifelte. Nachdem er daran erinnert hatte, dass die Ingenieure, die die Twin Tower gebaut hatten, jetzt für ihn arbeiteten, sagte er auf Channel 9 in New York, dass es unmöglich sei, dass die Boeings die Türme trotz ihrer Stahlkonstruktion durchquert hätten. Er fuhr fort mit der Feststellung, dass es auch unmöglich sei, dass die Boeings den Zusammenbruch der Türme verursacht hätten. Er schließt mit der Feststellung, dass es andere, damals unbekannte Faktoren gegeben haben musste.

    Seit dieser Zeit hat Donald Trump nie aufgehört, denjenigen zu widerstehen, die diese Verbrechen begangen haben. In seiner Antrittsrede betonte er, dass es sich nicht um eine Macht-Übergabe zwischen zwei Verwaltungen handle, sondern um eine Rückgabe der Macht an das amerikanische Volk, das sie [seit 16 Jahren] verloren hatte [2].

    Während seiner Wahlkampagne und erneut während der Übergangszeit, und seit seinem Amtsantritt, wiederholte er, dass das imperiale System in den letzten Jahren nicht den Amerikanern profitiert habe, sondern nur einer kleinen Clique, deren Kultfigur Frau Clinton ist. Er sagte, die Vereinigten Staaten wollen nicht mehr die "ersten" sein, sondern die "besten". Seine Werbesprüche sind: "Amerika wieder groß" (America great again) und "Amerika zuerst" (Amerika first).

    Diese politische Wendung um 180 Grad stört ein System, das während der vergangenen 16 Jahren in Kraft gesetzt wurde und das seinen Ursprung im allein durch die Vereinigten Staaten im Jahr 1947 gewollten Kalten Krieg hat. Dieses System hat eine Gangräne in vielen internationalen Institutionen verbreitet: in der NATO (Jens Stoltenberg und General Curtis Scaparrotti), in der Europäischen Union (Federica Mogherini) und in den Vereinten Nationen (Jeffrey Feltman [3]).

    Wenn es Donald Trump gelingt dieses Ziel zu erreichen, wird es aber Jahre dauern."

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