Sonntag, 3. Februar 2019

Die Imperialistische Intervention in Venezuela: UPDATE 3


Einar Schlereth

3. Februar 2019


Countercurrents hat eine schöne, knappe Zusammenfassung der Ereignisse in Venezuela gebracht.
Maduro ist total isoliert!

Maduro hat vorgestern die Übungen der FANB (die venezolanischen Streitkräfte) überwacht und bestätigte entschieden, dass er Venezuelas Souveränität verteidigen wird.
Italien hat die Ehre der EU gerettet, indem es sich nicht wie der kriecherische restliche Haufen dem illegalen Staatsstreich der Amerikaner in Venezuela anschloss.
Spanien wollte zwar auch nicht, aber da hat Washington schweres Geschütz aufgefahren. Es hat den Botschafter zum Präsidenten gechickt, der ihn massiv bedrohte. Anstatt ihn rauszufeuteln, ist er umgefallen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat Rückgrat bewiesen und hat ebenfalls den illegalen Anspruch der US-Marionette Guaido zurückgewiesen, als er die Vertretung Venezuelas unter Leitung von Außenminister Jorge Arreaza empfing.

S
tephane Dujarric, Sprecher des Generalsekretärs, bestätigte auch die Antwort von Guterres an Guaido, der um humanitäre Hilfe für Venezuela bat. Dass dieser CIA ausgebildete Landesverräter das Wort in den Mund zu nehmen wagt, zeigt seine Kaltschnäuzigkeit. Jedenfalls klärte Guterres ihn auf, dass diese Anfrage nur von dem amtierenden Präsidenten Maduro gestellt werden könne.

Die USA haben ihrer «demokratischen Auffassung» entsprechend die Initiative von Mexiko und Uruguay zurückgewiesen. Na klar, die ehemalige Superpower verhandelt nicht, die schlägt zu.

Stattdessen hat ein US-Beamter eine nur schwach verhüllte Drohung ausgesprochen. Er sagte, dass die Länder «letztlich sehen würden, dass es in ihrem Interesse wäre, Guaido anzuerkennen».
Ungeheuerlich, die schicken die Putzfrau vor, weil Trumpi noch nicht richtig mitbekommen hat, dass es in Mexiko einen Regierungswechsel gegeben hat, bei dem Andrés Manuel López Obrador Präsident geworden ist. Und er hat wohl auch noch nicht mitbekommen – weil ihm seine Mauer-Vision den Blick vernagelt – dass Mexiko nicht Panama ist, sondern auch ein großes Land von fast 2 Mill. qkm mit 125 Millionen Einwohnern ist.

Die Anerkennung von Guaido scheiterte dann aber an schweren Blöcken, die auch Trumpi nicht aus dem Weg räumen kann. Am Veto der Organisation der Amerikanischen Staaten und des Sicherheitsrates, wo China und Russland und die Türkei dagegen waren.

Danach hat das Walross Bolton erst einmal einen kleinen Raubzug eingelegt und hat Venezuela etliche Milliarden Dollar gestohlen – mit denen die Regierung Medikamente und andere wichtige Dinge kaufen muss und nicht kann – weil dann Bolton nicht sagen kann, dass Menschen in Venezuela sterben.

Aber
Countercurrents hat doch tatsächlich eine linke Koalition in Europa gefunden und zwar in England, wo man vor lauter ‘Russia bashing’ nichts anderes mehr erkennen kann. Also dort haben jedenfalls 16 hohe britische Beamte, Vertreter von 24 Gewerkschaften und politischen Bewegungen, sechs Akademiker als auch der Journalist und Aktivist Owen Jones und Schriftsteller Tariq Ali, Rapper Lowkey, Dichter Linton Kwesi Johnson und Schauspieler Andy de la Tour u. a. ein Kommuniqué herausgegeben: «Die Regierungen der äußersten Rechten von Trump und Bolsonaro bieten Venezuela oder der Mehrheit der Völker Lateinamerikas keine Hoffnung.» heißt es da. Und sie unterstützten die Souveränität Venezuelas, das selbst über seine Angelegenheiten entscheiden muss.
Jeremy Corbyn, der englische Gewerkschaftsführer, hat mächtig hin und hergewackelt und hat am Ende nach dem Strohhalm von Mexikos Gesprächsangebot gegriffen, weil er schließlich mit Obrador befreundet ist.

Kolumbien, US-Marionette seit eh und je, hat natürlich sofort die Witzfigur Guaido anerkannt und hunderten Venezolanern verboten, das Land zu betreten. Nicht verboten hat er allerdings, dass professionelle Killer nach Venezuela eindringen, um wichtige Persönlichkeiten zu ermorden. Darin haben Kolumbianer viel Übung, weil sie am laufenden Band unbequeme Politiker und Journalisten umnieten. Aber das sehen unsere Medien nie, weil das überwiegend indigene Gewerkschafter und ehemalige FARC-Leute sind, denen man ewigen Frieden geschworen hat, bevor sie die Waffen niedergelegt hat. Wieviel ist ein Ehrenwort von ultra-Rechten wert?

Aus alledem wird ersichtlich, dass die USA weder Gespräche, Verhandlungen und schon gar nicht Frieden haben wollen, weil das ihrer Natur widerspricht. Sie wollen einen schönen "Bürgerkrieg", bei dem andere den Kopf hinhalten sollen und das Land kurz und klein geschlagen wird, aber die Erdölquellen sofort doppelt und dreifach gesichert werden. Sie wären ja bereit, hat Trumpi gesagt, dass sie mit den Venezolanern 50 : 50 machen wollen. Ist doch wirklich großzügig. Es soll so aussehen hinterher wie Syrien, Libyen und der Irak oder noch ein bisschen schlimmer.

Aber das Dumme ist nur, dass die Chinesen und die Russen schneller gewesen sind.  Vor allem stehen ja vor der Küste schon die Tu-126. Immer müssen die Russen uns alles versauen.




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