Mittwoch, 16. Dezember 2020

Pakistan will die Justiz gegen sexuelle Gewalt auf Trab bringen

Den Ministerpräsidenten Imran Khan schätzte ich schon, als er gerade das Polo-Spiel an den Nagel gehängt hatte, nachdem er seine Mannschaft zur Weltmeisterschaft geführt hatte. Er begann danach, sich sozial zu betätigen, u. a. ließ er in der Hauptstadt ein Krankenhaus bauen. Und nun greift er richtig hart durch gegen diese feigen Frauenschänder. Es freut mich außerordentlich.

 

Pakistan will die Justiz gegen sexuelle Gewalt auf Trab

bringen

teleSUR/ JF

15. Dezember 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

 

Demonstration gegen die Frauen-Morde

Pakistans Präsident Arif Alvi unterzeichnete am Dienstag ein Dekret zur Schaffung von Sondergerichten und schnellen Gerichtsverfahren in Fällen von sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Die Anti-Vergewaltigungs-Verordnung 2020 sieht auch die Einrichtung von "speziellen Krisenzellen" vor, die in weniger als sechs Stunden nach der Meldung eines Übergriffs medizinische Untersuchungen der Opfer durchführen müssen. Die Sondergerichte müssen anschließend innerhalb von maximal vier Monaten ein Urteil fällen.

Die Identität der Opfer von sexuellem Missbrauch wird zu ihrer Sicherheit geheim gehalten, und die Offenlegung ihrer Namen wird bestraft.

Die neue Norm schafft das Kreuzverhör ab, dem die Opfer ihren Angreifern ausgesetzt waren, und verhängt Strafen von bis zu drei Jahren Gefängnis für Polizisten und Beamte, die in diesen Fällen Nachlässigkeit zeigen.

Das Dekret kam als Reaktion auf eine Reihe von Skandalen um sexuellen Missbrauch, darunter die Vergewaltigung einer Frau vor den Augen ihrer beiden Kinder, nachdem dem Fahrzeug, in dem sie über Nacht fuhren, auf einer Autobahn das Benzin ausgegangen war.

Dieser Fall löste im September eine Welle der Empörung unter den Pakistanern aus, die dringende Maßnahmen zum Schutz der Frauen forderten.

Kurz darauf kündigte Premierminister Imran Khan an, ein "strenges und ganzheitliches Anti-Vergewaltigungs"-Dekret zu verabschieden, um rechtliche Lücken zu schließen.

Das Kabinett kündigte daraufhin eine Änderung des Zivilgesetzbuches an, die die körperliche Kastration von gewohnheitsmäßigen Sexualstraftätern vorsieht. Diese Maßnahme wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt.



Quelle - källa - source

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