Dienstag, 1. Dezember 2020

Schockierendes Schweigen: Die Ermordung von Mohsen Fakhrizadeh

 

countercurrents.org

Man muss doch einfach einen Umkehrschluss ziehen (Mahajan macht das auch, aber sehr zaghaft): ein durchgedrehter Iraner ermordet in New York eine Hure. Dann würde sie schnell in eine Krankenschwester für steife Glieder oder gar eine Art Jungfrau von Orleans verwandelt werden und auf den Iran würde mindestens eine Atombombe fallen. Nun ja, von Israel würde nicht viel übrig bleiben, aber der Wind könnte wie beim Tschernobyl - Unglück Richtung Westen blasen, dann bekämen die Türkei und Süd- und Mitteleuropa gehörige Mengen von atomaren Müll ab. Bei mehreren A-Bomben würde wohl das strategische Sicherheits-Abkommen mit Russland greifen und dann bliebe auch von den USA nicht mehr viel übrig. Und wir alle bekämen einen atomaren Winter im Dunklen und hätten nicht einmal eine Taschenlampe.


Romi Mahajan

29. November 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

 


Wo ist eine Erklärung der Empörung? Wo ist eine Erklärung der Solidarität? Wo ist irgendetwas?

Die Ermordung des iranischen Physikers Mohsen Fakhrizadeh sollte eine massive Antwort der Wissenschafts-Gemeinde der Welt verdienen, aber so weit dieser Autor gesehen hat, hat keine wissenschaftliche Organisation eine Erklärung des Abscheus dieses empörenden Aktes illegaler Gewalt abgegeben.

Obwohl niemand bis jetzt «die Verantwortung» für die Ermordung übernommen hat, ist es nicht schwierig zu erraten, wer dahinterstecken könnte. Iran – ein Land von 83 Millionen Einwohnern – liegt seit langem im Fadenkreuz. Die Achse USA und Israel – und eine Vielzahl von Kompradoren-Staaten im Nahen Osten haben in den vergangenen Jahrzehnten am Iran genagt. Von Staatsstreichen bis zur Unterstützung gnadenloser Potentaten, vom Abschuss eines Zivilflugzeuges, bis zur Entfaltung eines Cyberkrieges, von Proxy-Kriegen bis zur offenen Dämonisierung der iranischen Bevölkerung – die Strategie war konsequent; die Ermordung eines führenden iranischen Wissenschaftlers – aber das ist nicht das erste Mal.

Stellt euch die Empörung vor, wenn Iran oder iranisch unterstützte Söldner die Spitzen in Sandia oder Los Alamos aufs Korn nähmen oder MIT und Caltech Physiker oder irgendeinen ähnlichen empörenden Akt? Was wäre, wenn er in den Straßen von Tel Aviv Morde organisieren würde? Was würde der durchschnittliche Israeli denken?

Man erwartet nichts Anständiges von Gewalt-Staaten, die außer-juristische Morde dulden. Interessanterweise tun im Fall der USA sowohl die Demokraten als auch Republikaner das mit Stolz – aber was ist denn mit den Wissenschafts- Organisationen, die vermeintlich die Brüderlichkeit unter Wissenschaftlern vertreten? Wo sind die denn?

Romi Mahajan ist Autor, Marketingg-Fachmann, Investor und Aktivist.

Quelle - källa - source

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