Donnerstag, 10. März 2016

Quecksilber lügt nicht: Wir haben einen gefährlichen Meilenstein im Klimawandel erreicht


Klima-Erwärmung


Bill McKibben 
6. März 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Am Donnerstag, als das Land die relative Größe der republikanischen Genitalien diskutierte, geschah etwas wirklich Schreckliches. Quer über die nördliche Hemisphere überstieg die Temperatur, wenn auch nur für ein paar Stunden, offensichtlich eine rote Linie: es waren mehr als zwei Grad Celsius über „normal“ zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte und wahrscheinlich zum ersten Mal im Verlauf der menschlichen Zivilisation.

Das ist wichtig, weil die Regierungen der Welt zwei Grad Celsius festgelegt hatten als eine nicht zu überschreitende rote Linie, wofür wir alles tun sollten, es zu vermeiden. Und es ist wichtig, weil der größte Teil der Hemisphäre keinen richtigen Winter hatte. Es musste Schnee nach Anchorage gekarrt werden zum Iditarod [größtes Hundeschlittenrennen der Welt in Alaska. D. Ü.]; das arktische Seeeis-Niveau liegt auf einem Rekordtief; und in Neu England reden die Ärzte bereits vom Beginn der „Allergie Säson“.

Dieser bizarre Blick in die Zukunft ist nur kurzfristig: es werden noch Jahre vergehen, hoffen wir, bevor wir die 2 °C Marke auf regulärer Basis erleben. Aber die Zukunft kommt eindeutig viel schneller, als die Wissenschaft erwartete. Der Februar, insgesamt genommen, brach alle alten monatlichen Temperaturrekorde, die im Januar gesetzt worden waren. Der Januar brach alle Rekorde, die im …. Dezember gesetzt worden waren.

Zum Teil reflektiert dies das stattfindende El Niño-Phänomen – dieses sporadische Ereignis drückt immer die Temperaturen des Planaten nach oben. Aber da sich die El Niño Hitze über die ständig zunehmende Erwärmung legt, werden auch die Spitzen immer höher. Diesmal sind es die umkippenden Wasser des Pazifik, die riesige Mengen gestauter Hitze freilassen, die dort seit den letzten Jahrzehnten der globalen Erwärmung gelagert waren.


Und wenn diese Hitze in die Atmosphäre strömt, ist die Konsequenz überwältigend. Im Südpazifik z. B. sind die höchsten jemals gemessenen Windgeschwindigkeiten im vergangenen Monat gemessen worden, als der Tropen-Zyklon Winston auf Fiji herunterdonnerte. Ganze Dörfer wurden flach gemacht. Finanziell hat er 10 Prozent des BNP ausgelöscht, was grob dem Äquiivalent von 15 gleichzeitigen Hurrikanen Katrina entspricht.


Dem folgte wenige Monate später die höchste Windgeschwindigkeit, die je in unserer Hemisphäre aufgezeichnet wurde, als Patricia gegen die Pazifikküste Mexikos krachte. Und das kommt zu all den anderen Elendgeschichten: der Zika-Virus breitet sich auf den Flügeln von Moskitos in ganz Amerika aus [sorry McKibben, aber das war eine Fake-Story, die vorne und hinten nicht stimmte. D.Ü.]; die Flüchtlingsströme aus Syrien, wo, wie Studien jetzt zeigen, die größte je gemessene Dürre dazu beitrug, das Land ins Chaos zu stürzen.

Die Messungen sind klar. Erstens, ist die globale Erwärmung keine künftige Bedrohung – sie ist eine gegenwärtige Realität, eine Drohung nicht für unsere Enkel, sondern für die jetzigen Zivilisationen: In einer rationalen Welt würde sich jede Debatte von Präsidenten darauf konzentrieren. Vergesst die mythischen Emigrantenfluten – konzentriert euch auf die echten Fluten.

Zweitens, da wir in einem Loch stecken, ist es an der Zeit, das Graben einzustellen – buchstäblich. Wir müssen ganz einfach die Kohle, das Öl und das Gas in der Erde lassen; es gibt keinen anderen Weg, bevor man überhaupt anfängt, die Berechnungen des Klimawandels aufzustellen. Im Haus und im Senat liegen Gesetze fertig vor, die neue Ausbeute von fossilen Brennstoffen auf öffentlichem Boden in Amerika verbieten sollen. Senator Sanders hat sie rückhaltlos gebilligt, Clinton scheint sie zu billigen, aber vergangene Woche schwankte sie. Donald Trump hat sich auf die Länge seiner Finger konzentriert.

Niemand erwartet natürlich von Präsidentenkandidaten, dass sie wirklich führen. Im Mai werden sich Aktivisten der ganzen Welt sich bei den größŧen Kohlminen der Welt in Australien treffen, den Teersänden von Kanada und den Gasfeldern von Russland. Und sie werden friedlichen Ungehorsam praktizieren, in dem sie einfach nein sagen. Der einzig sichere Platz für diese Kohlenstoffe ist tief unter der Erde, wo sie seit Äonen liegen.



In einem gewissen Sinn ist das dumm. Es ist lächerlich, dass zu diesem späten Zeitpunkt, wo die Temperatur so gefährlich steigt, wir immer noch solche Schritte unternehmen müssen. Warum müssen Leute in Boston verhaftet werden, um die Spectra-Pipeline zu stoppen? Jeder mit einem Thermometer in der Hand kann sehen, dass wir unbedingt Solar- und Windkraft ausbauen müssen.

In einem tieferen Sinn jedoch ist der Widerstand heldenhaft, gar schön. Denkt an die Demonstranten als die Antikörper des Planeten, dessen Immunsystem am Ende zusammenbricht. Unsere Erde hat ein Fieber, das kein Mensch je gesehen hat. Die Zeit zum Kampf ist jetzt.

Bill McKinnen ist ein Schumann ausgezeichneter Wissenschaftler am Middlebury College und Mitbegründer von 350.org. Sein neuestes Buch ist 'Erde: Ein Leben auf einem harten neuen Planeten führen'. 


Quelle - källa - source 

Kommentare:

  1. Bill McKitten...die Aktivisten-Pfeife nimmt kaum jemand ernst...außer Aktivisten, schaut Euch mal FAKTEN an!

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  2. Das ist der Lauf der Dinge, früher war hier eine fruchtbare Landschaft, heute eine Wüste. Dort ein Dschungel heute eine Eislandschaft... Die Eiszeit ist auch passiert und alles musste sich anpassen... Klar ist vieles hausgemacht, aber Klimawandel passiert so oder so.

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  3. Sehr geehrter Mensch Einar,es gibt genügend Menschen auf dieser Erde,die diese größte Lügengeschichte "Klimawandel" mit wissentschaftlichen Beweisen widerlegt haben und widerlegen.Bitte diesen Menschen vorang geben und nicht der Finanzmafia dabei zu helfen uns weiterhin auszubeuten!Herzlichen Dank.

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    1. Hier dazu:
      https://www.youtube.com/watch?v=o3XlooigupM

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    2. vielleicht ist ja auch die sonne der climate changer
      https://www.youtube.com/watch?v=7whL9jvdL5s

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Einer ist blau, der andere gelb-grünlich und kratzt sich andauernd. Fragt der blaue: "Was hast du denn ?". Der gelb-grünliche:" Mir geht's gar nicht gut, ich habe 'homo sapiens'". Sagt der blaue: "Mach' dir nichts draus, das hatte ich auch mal, das geht vorbei!"

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  6. Ja-genau, um die Klima-Verwarnung zu schmelzen, brauchen wir mehr Windkraft-Probeller.
    (am Besten von Honeywell, einem menschenfreundlichen RüstungsKonzern)

    Also Leute, schreibt auf Eure Demonstrations-Banner:
    *Für höhere Wind-Geschwindigkeiten!*
    *Für nachhaltigen Flüchtlings-Strom!*

    Obergrenzen? Wie rassistisch ist das denn?
    Es kann nicht angehen, daß Dürkschlaaand sich weigert - 12 Milliarden Fürchtlinge aus 152 Ländern aufzunehmen.

    Denn schließlich haben die dort noch viele Quadratkilometer grüne Wiese, viel zu viel Ackerflächen, viel zu viel Wald, der auch unser Klima nachhaltig beeinflusst, und die haben immernoch viel zu wenig Autos auf den Straßen.

    Es wird Zeit, daß jeder Früchtling nicht nur sein eigenes Dritt-Auto bekommt (siehe Neuwagen-Halden an See-Häfen, alten Flugplätzen und bei Autokontor Bayern), sondern jeder Saudi Arabeuropäer muss sein eigenes Flugzeug bekommen und natürlich kostenlose Flugstunden.
    (so wie die 15 Kollegen von Mohamed Atta)

    Zudem wäre eine zeitgemäße Verteidigungs-Ausrüstung für jeden Fürchtling erforderlich.
    Dann kann sowas wie in Köln (Hunderte notgeile Frauen fallen über 1000 wehrlose Männer her) nicht wieder passieren.

    Betreff CO²
    Zum Glück werden seit vielen Jahren überall die hässlichen Bäume, Sträucher, Hecken, Gebüsche und sonstige schreckliche Pflanzen rigeros kaputt_geschnitten.
    Denn Pflanzen stören den Blick auf die Landschaft.

    Man soll von der Straße aus alles sehen können, und wenn da Gebüsche im Sichtfeld sind, dann müssen die bis auf 500 Meter Abstand von der Straße weggeschnitten werden.
    Jede Gemeindeverwaltung ist mit Dutzenden Helfern (Agent Orange) 3--5x pro Jahr im Einsatz gegen diese schrecklichen Pflanzen.

    SAUERSTOFF ist mitverantwortlich für viele Krankheiten, zum Beispiel Lungenentzündung, Krebs, Wundstarrkrampf, Husten, Hautrötungen, Pollen-Allergie, Fußpilz, Sonnenbrand, Alzheimer, Morgellons und Impf-Nebelwürgungen.

    Sch(m)erzliche Grüße aus Absurdistan,
    Postillon

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  7. "Wie Studien zeigen..."

    Studien ersetzen Realität anstatt sie abzubilden. Studien werden anstelle der Ereignisse betrachtet, dienen als Argumentationsgrundlage...
    Studien erfüllen ihren Zweck als Simulation der Wahrheit, was sich auf eine Studie bezieht ist Simulation einer Simulation und hat damit keinen reellen Bezug mehr zur Welt.
    Man sucht nach Wahrheit, nach Objektivität aber kommt nicht darüber hinaus in der Meinung eines Anderen zu suchen. Man wählt nicht aus der Wahrheit, man wählt aus "Kommunismus" und "Kapitalismus", pfercht die Welt ein in die Gitter des "allgemeingültigen Konsens" der letztenendes doch wieder nur die Meinung eines Menschen ist. Wäre es wenigstens die eigene Meinung, das liesse hoffen...

    Schönen Tag noch...

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  8. https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xaf1/v/t1.0-9/11811328_10153487180634417_549572069439374446_n.jpg?oh=fdc8869f699e1a134797b2665d482209&oe=575BCBBE

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