Mittwoch, 19. April 2017

US-NATO benutzt Saudiarabien – der eigentliche Genozid-Täter im Jemen ist der Westen


Am Datum erkennt ihr, dass ich den Artikel schon lange auf dem Desktop liegen habe. Aber er ist so gut, dass ich ihn doch noch übersetzen will. Ich übersetze Soraya Sepahpour schon seit langem und sie hat eindeutig eine sehr positive Entwicklung durchgemacht. Sie ist in ihrer Sprache deutlicher und schärfer geworden.


US-NATO benutzt Saudiarabien – der eigentliche Genozid-Täter im Jemen ist der Westen

Soraya Sepahpour-Ulrich

26. März 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ein US-Kommentator sagte, dass der Westen das Riyadh-Regime benutze, um seine politischen Ziele zu erreichen, und unterstrich, dass gewisse westliche Länder, die sich als Champions für Menschenrechte bezeichnen, in Wirklichkeit die Verüber des im Jemen stattfindenden Genozids sind.


”Unleugbar ist die Tatsache, dass 
jene, die ”Menschenrecht fördern” 
die Verüber der fürchterlichsten Verbrechen sind, wozu der Geneozid 
im Jemen gehört. Ihre Mittäterschaft 
zu leugnen, heißt die Menschheit zu leugnen,” sagte Soraya Sepahpour-Ulrich, eine unabhängige Forscherin und Autorin von ’Irvine – California’, 
zur Tasmin News Agency vor dem 26. März, dem Jahrestag der saudi-arabischen Aggression gegen den Jemen.


Sie fügte hinzu:

”Heute, während Saudiarabien bewaffnet und gelenkt wird beim Massaker gegen ihre Islam-gläubigen Brüder, verhält es sich taub gegenüber dem Lied ’Tod den Saudis’, das an allen vier Ecken der Welt der ’internationalen Gemeinschaft’ gesungen wird. Obwohl sie für die politische Agenda der USA ihrer Verbündeten morden und sterben und dafür verachtet und gehasst werden und nicht beachtet werden.”

Hier kommt der komplette Text des Interviews.


Tasmin: Laut UNO hat der Krieg bereits mehr als 11 000 Jemeniten das Leben gekostet und mehr als 40 000 sind verwundet worden. Trotzdem ist der Westen, wie Sie wissen, passiv verblieben. Warum hat der Westen Ihrer Meinung nach über den Jemen-Krieg geschwiegen?”

Ulrich: Ich neige zum Gedanken von der ’internationalen Gemeinschaft’ als den USA und ihren Alliierten im Unterschied zwischen den Begriffen ’internationale Gemeinschaft’ und Globale Gemeinschaft. Die Gleichgültigkeit gegenüber dem harten Los der Jemeniten ist mehreren Faktoren geschuldet, von denen einer die Medien sind.

Es gibt 6 Mammuth-Unternehmen, die alle Medien besitzen und beherrschen. Es ist wichtig festzuhalten, dass das, was einst als der militär-industrielle Komplex gewesen ist, zum ’militär-industriellen-Medien-Komplex’ geworden ist. Die Medienmagnaten und die Leute, die in dem Apparat mit drinstecken, haben enge Verbindungen zu dem militär-industriellen Komplex und der Außenpolitik Washingtons. Diese Industrie informiert nicht nur die Öffentlichkeit, sondern gestaltet auch die Tagesfragen.

Dieser Komplex berichtet der Öffenlichkeit nicht über das Schicksal der Jemeniten. Da das Internet es geschafft hat, das Monopol der MSM hin und wieder anzukratzen (durch alternative Nachrichtenseiten und soziale Netzwerke), ist die Medien-Industrie gezwungen, die Schrecken in Jemen zuzugeben, aber sie ändert den ganzen Rahmen. Z. B. ist es falsch, den Konflikt als einen Stellverteterkrieg zwischen Saudiarabien und dem Iran darzustellen. Durch wiederholte Lügen ist die ’internationale Gemeinschaft’ indoktriniert worden, den Iran als aggressives Land zu betrachten und die Jemeniten, die gegen die Saudi-geführte Koalition kämpfen, als Angreifer zu bezeichnen und somit die Schuld den Opfern zu geben.

Außerdem wird die internationale Gemeinschaft durch Nachrichten an ihrer Heimatfront abgelenkt. Das beste Beispiel dafür sind die Flüchtlinge und die bevorstehenden Wahlen in Europa und den USA. Die Sendezeiten werden von der Trump-Präsidentschaft besetzt, die obendrein alle anderen Nachrichten zensieren.

Aber die Zensur, das Verändern und die Propaganda bedeuten ja nicht, dass die Regierungen in diesen Ländern (der internationalen Gemeinschaft) nicht auf dem Laufenden sind. Sie sind Komplizen entweder durch ihre Aktionen oder Nicht-Aktionen.

Tasmin: Die westlichen Länder behaupten ja, dass sie für die Menschenrechte eintreten. Doch werden da offenbar doppelte Standards angelegt, wie etwa bei den Saudis. Am 10. März 2017 hat Trump die Wideraufnahme der Waffen-Lieferungen an Saudiarabien gebilligt, die Riyadh zum Killen der Zivilisten im Jemen benutzt. Was sagen Sie dazu?”
Unentwegt wird nach Opfern gesucht!
Ulrich: Menschenrechte sind nur ein weiteres Instrument im Arsenal dieser Länder, um ihre Politik zu rechtfertigen. (Krieg gegen den Terror ist ein anderes Instrument.) Man denke an diese Ironie: Als 1948 die Universale Erklärung der Menschenrechte angenommen wurde, gab es weniger als 60 Länder als Mitglieder in der UNO – der Rest waren Kolonien. Wie konnte man sie ’Rechte’ nennen? Gewiss waren sie weder universal noch ideal, sonst hätte man nicht weitere Erklärungen hinzufügen müssen wie die Amerikanische Erklärung der Rechte und Pflichten des Menschen (Bogota 1948), die Konvention zum Schutz der Menschenrechte und fundamentalen Freiheiten (bekannt als die Europäische Konvention für Menschenrechte – Straßburg 1981), die Afrikanische Charta der Menschenrechte (Nairobi 1981), die Unversale Islamische Erklärung der Menschenrechte (Paris 1981), die Arabische Charta über Menschenrechte (1994), das Europäische Zentrum für grundlegende Rechte (2000) usw.

Tasmin: Seit Beginn des Vietnamkrieges hat das Saudi-Regime und seine regionalen Alliierten versagt, seine Ziele zu erreichen. Warum fährt es mit seinen furchtbaren Angriffen auf das arabische Land fort trotz ihres Scheiterns?
Wie sehen sie die Rolle der andren regionalen arabischen Staaten im Krieg gegen den Jemen?

Ulrich: Es ist wichtig zu erkennen, dass Saudiarabien nicht allein verantwortlich ist und auch nicht das Land, das unabhängig diesen Konflikt schürt und fördert. Ein Land, das oft übergangen wird, ist die UAE (die Vereinigten Arabischen Erimate).

…………….

Das Land ist die Heimat von Erik Prince, dem Gründer der berüchtigten Blackwarter. Er trainiert UAE-geführten Milizen. Und die Mittäterschaft der UAE an den Verbrechen sollte separat behandelt werden. Es genügt zu sagen: während die Saudis in Ungnade fallen, steigen die UAE auf (in Amerikas Komplotten).

Die Saudis andererseits werden vom Westen benutzt und traurigerweise für sie (und ihre Opfer) fahren sie fort, die Rolle der Gladiatoren zu spielen. Wie Cicero zu den Gladiatoren anmerkte, war deren Förderung ein politischer Imperativ. Auch wenn die römischen Gladiatoren umschmeichelt wurden, so wurden sie gleichwohl abgesondert und verachtet. Die Saudis teilen dasselbe Los. Es lohnt sich daran zu denken, dass 2012 enthüllt wurde, dass in einem Kurs für US-Offiziere empfohlen wurde, Mekka und Medina dem Erdboden gleichzumachen ohne Rücksicht auf zivile Tote und sogar, dass ”Saudiarabien mit dem Hungertod bedroht wird … und der Islam einen Kult-Status erhält”.

Wie Präsident Donald Trump in seinem Buch ’Time to Get Tough: Making Americs #1 Again’ schrieb: ”Dann schaut euch Saudiarabien an. Es ist der größte Finanzier des Terrorismus der Welt. Saudiarabien leitet unsere Petro-Dollars – unser ureigenes Geld – weiter an die Terroristen, die unser Volk zerstören wollen, während sich die Saudis auf uns verlassen, sie zu beschützen!” [Das ist natürlich ein großer Schmarrn. Die USA sind die größten Finanzierer. Und das sind auch nicht ihre Dollars. Aber Trump träumt wohl immer noch davon, dass das saudische Öl eigentlich auch den Amerikanern gehört. D. Ü.]

”Heute, während Saudiarabien bewaffnet und gelenkt wird beim Massaker gegen ihre Islam-gläubigen Brüder, verhält es sich taub gegenüber dem Lied ’Tod den Saudis’, das an allen vier Ecken der Welt der ’internationalen Gemeinschaft’ gesungen wird. Obwohl sie für die politische Agenda der USA ihrer Verbündeten morden und sterben und dafür verachtet und gehasst werden und nicht beachtet werden. Sie werden nicht geschützt. Sie sind entbehrlich.”


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