Dienstag, 1. Januar 2019

HAITIs DIASPORA REICHT MILLIONENSCHWERE KLAGE EIN.



Bei uns gibt es leider nicht einen Anwalt, der die veruntreuten Milliarden unserer Regierung einklagt. Wir wissen halt, wie man sich benimmt und drücken ziviiisiert ein Auge zu. 
Emmanuel Roy
31. Dezember 2018

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die sauberen Herren sind die drei oberen Fotos.
Eine millionenschwere Dollar-Klage ist beim Brooklyn Federal Court eingereicht worden gegen mehrere haitianische Regierungsbeamte wegen Betrug, was einen PR-Albtraum für die Regierung schafft, die gegenwärtig gegen große Proteste in einem weiteren Fall von Korruption zu kämpfen hat, wo es um 2.3 veruntreute Mrd. Dollar des Petrocaribe Fonds geht.

Zwei haitianische Rechtsanwälte Marcel P. Dennis aus Brooklyn, New York und Rodney Austin aus Fresh Meadows haben eine Sammelklage gegen zwei frühere Präsidenten Haitis, Michel Martelly und Jocelerme Privert und Haitis aktuellen Präsidenten Jovenel Moise eingereicht, in der es heißt, dass die haitianische Regierung mit Western Union, Unitransfer und CAM konspirierten, um haitianische Amerikaner zu betrügen. [Die 3 Betrüger sind die Herren oben in den kleinen Fotos. D. Ü.]

Laut Anklageschrift erhoben die Beklagten 1.50 $ für jede Geldüberweisung aus Übersee nach Haiti einschließlich extra 0,5 cents für jedes Telefongespräch nach Haiti unter dem Vorwand, dass das Geld in einen Erziehungs-Fond in Haiti eingezahlt würde, in Wirklichkeit aber mehrere Regierungsbeamte bereicherte. Insbesondere werden die Beklagten der horizonalen Preisfestsetzung beschuldigt, ein rechtswidriger Kunstgriff, der in den USA illegal ist und auch in verschiedenen anderen Staaten wie New York und Kalifornien.

Der Haiti-Erziehungsfond hat eine schmutzige Geschichte wie alles in Haiti, wenn es um Geld und Regierungsbeamte geht. Während der Martelly-Regierung war ein Plan erstellt worden, Grund- und Mittelschulen in 10 Regionen Haitis zu bauen. Der Plan blieb in einer Schublade liegen und sammelte Staub an, während das Geld in den Taschen von Regierungsbeamten verschwand. Western Union und andere Unternehmen folgten der Regierungsforderung und erhoben eine extra Gebühr von 1.50 $ für Überweisungen und 0.5 cent für Telefongespräche aus den USA und der übrigen Welt nach Haiti. Die Regierung erhielt beinahe 90 Millionen Dollar und nicht ein Penny wurde für den Bau von Schulen verwendet.

Laurent Lamothe entwickelte als Premierminister zusammen mit dem Erziehungsministerium ein eigenes Programm, bei dem gewisse Rektoren von Grund- und Mittelschulen Geld für Studenten erhielten, die nicht die Gebühren bezahlen konnten. Das Programm wurde eine Jauchegrube der Korruption, um Unterstützer der Regierung zu bezahlen. Schulbesitzer wurden bezahlt für nicht existierende Schüler, während ein Teil des Geldes an Freunde und Familien von Regierungsbeamten verteilt wurde, die als Rektoren von verfallenen oder nicht-existierenden Schulen figurierten.

Diese lang überfällige Klage beschreibt, wie der Betrug durchgeführt wurde und schiebt die Hauptschuld direkt auf Unternehmen wie Western Union, CAM und Unitransfer, denn ohne deren Mithilfe hätte die Martelly Verwaltung nicht den Betrug an der Diaspora begehen können. Wenn ihr Geld geschickt oder telefoniert habt zwischen 2011 und 2015, könnt ihr euch der Sammelklage anschließen. Checkt täglich meinen Blog, um die Updates der Klage zu verfolgen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten