Samstag, 13. Dezember 2014

EU verlangt von Russland, die EU auszulösen und die Ukraine auch

Eric Zuesse

11. Dezember 2014

Übersetzung: Einar Schlereth

Der IWF sagt, die  Ukraine werde 'innerhalb von Wochen' bankrott sein und brauche weitere 15 Mrd. $ für den Krieg gegen die Ostukraine; die EU droht Russland mit weiteren Sanktionen, wenn Russland die Ukraine bankrott gehen lasse; die EU wird Milliarden verlieren, wenn Russland die Ukraine nicht rettet.

Die Details finden sich hier und hier.
Und hier kommt die Hintergrundgeschichte dazu:

Mark Adomanis von Forbes ist der klarste und ehrlichste Journalist im Westen, wenn es um Ukraines Finanzsituation geht, obwohl er ständig gegen Russland Propaganda macht wie die anderen von der Aristokratie bezahlten 'Reporter' auch (tun müssen, um ihre Jobs zu behalten). Er schrieb am 15. April 2014, dass, "als Russland Staatsanleihen [von der ukrainischen Regierung] im Wert von 3 Mrd. $ kaufte, eine Klausel reinsetzte, die festlegt, dass das gesamte Volumen der vom Staat garantierten Schulden nicht 60%  ihres  jährlichen BNPs übersteigen darf. Wenn diese Stufe überschritten wird, kann Russland legal eine beschleunigte Rückzahlung verlangen. In Anbetracht der prekären Lage der ukrainischen Ökonomie und ihrer extrem schwachen Finanzen, bedeutet das im Grunde, dass wenn Ukraines Schuld 60% des BNP überschreitet, Russland legal das Land in den Bankrott zwingen kann."

Ukraines Schulden sind über 60 Mrd. $ in die Höhe geschossen, wegen einer Forderung, die von dem IWF an sein 17 Mrd. $ Darlehen vom 1. Mai geknüpft hatte, dass nämlich die Ukraine das Volk auslöschen oder zerschlagen müsse in dem Gebiet der Ukraine, wo das Volk mit 90 % der Stimmen für den pro-russischen Präsidenten gestimmt hatte, der von Obama am 22. Februar gestürzt wurde. Genau so, wie es CNBC [große US-Fernsehkette] am 1. Mai geschrieben hatte , am Tag bevor Kiew-Verbrecher ihre Gegner im Gewerkschaftshaus von Odessa massakriert und ihr Programm der Ausrottung der Bewohner der Region begonnen hatten: "IMF Warns Ukraine on Bailout if It loses East" (Der IWF warnt die Ukraine wegen des Bailouts, wenn es den Osten verliert). Das bedeutete nichts anderes, dass die Ukraine ohne die Gasfelder und anderen Ressourcen im Osten nicht genug wertwolle Güter zu verkaufen oder zum privatisieren hätte, um in der Lage zu sein das 17 Mrd. $ Darlehen zurückzuzahlen, und die Steuerzahler in der USA und Europa dann für die Verluste geradestehen müssten; die ukrainische Regierung müsste sich also  durchsetzen und jene Leute vernichten, damit die Anleihen weiter bezahlt würden. Die Aristokraten wollen ihr Land kontrollieren, nicht die Leute darauf. Die Bewohner sind nur ein Hindernis. Das Geld wurde von dem IWF geliehen, um es den westlichen Multis (vor allem Big Oil und Big Agriculture und Big Military) zu ermöglichen, die Ukraine zu übernehmen. Zum Beispiel: Die Bewohner in den Gebieten, die gebombt wurden, wollten dort kein Fracking haben und auch keine NATO-Raketenbasis.

Außerdem lieh die EU der ukrainischen Regierung am 10. Dezember weitere 500 Mill. € zu Zinsen weit unter Markt-Wert von 1.375% auf 15 Jahre. Dieses Geld wurde von europäischen Steuerzahlern weggegeben und die Zinsen sind beinahe irrelevant, weil es absolut klar ist, dass nicht einmal die Kapitalsumme bezahlt werden kann. Sowohl die USA als auch Europa investieren stark in diese Auslöschungskampagne, aber die Steuerzahler bezahlen sie; nicht die aristokratischen potentiellen Nutznießer - folglich sind ihnen die Verluste der steuerzahlenden Öffentlichkeit egal. Aber sie wollen "Putin" für die unvermeidlichen Verluste der Steuerzahler schuldig sprechen und wollen überhaupt Russland an allem die Schuld geben.

Jetzt wird Russland also nicht nur beschuldigt, die Bewohner zu unterstützen, die westliche Aristokraten auslöschen wollen, sondern die Propagandisten der westlichen Aristokraten fangen bereits an, Russland die Schuld zu geben, weil es nicht die westlichen Steuerzahler auslöst - die Leute, die die Verluste tragen müssen, egal was kommt, selbst wenn die Aristokraten in der Ukraine ein paar Gewinne machen sollten.

Wenig Leute sind dumm genug zu glauben, dass Russland den Westen auslösen wird für seine Aggression gegen Russland und gegen die ethnischen Russen in der Ukraine. Doch die Propaganda-Kampagne, Russland die Schuld an dem kommenden Kollaps von Ukraines Ökonomie zu geben, ist bereits im Gange.

Die westlichen "Nachrichten"-Medien verlieren ihr Publikum nicht, auch wenn ihre "Nachrichten" den russischen Präsidenten Putin beschuldigen für die hunderttausende ukrainischen Flüchtlinge, die nach Russland geflohen sind, um der ethnischen Ausrottung zu entgehen. So schrieb etwa die New York Times am 9. Dezember unter dem Titel "Driving Ukrainians into Putin's Arms" (Ukrainer in die Arme Putins treiben):

"Ein neuer UN-Bericht sagt, dass beinahe eine halbe Million Ukrainer seit April das Land verlassen haben.

Die Tatsache, dass Familien eine Kriegszone fliehen müssen, ist herzzerreißend, aber kaum unerwartet. Der verwirrende Teil liegt im Detail - von den grob 454 000 Flüchtlingen bis Ende Oktober, sind mehr als 387 000 nach Russland geflohen.

Die meisten von ihnen sind russisch sprechende Menschen aus dem Osten, aber das wirft dennoch ernüchternde Fragen auf: Wenn dies ein Konflikt zwischen der Ukraine und Russland ist, warum ziehen es so viele Ukrainer vor, zum Feind zu fliehen?"

Der 'Reporter' zeigt seine 'Unabhängigkeit' von Washington, indem er eine Erklärung Washington unterstellt, die es nicht bestätigt hat:

"Herr Putin und die russischen Medien sagen, dass West-Ukrainer in Herrn Pososhenkos Regierung neo-Nazis seien. Der Westen leugnet diese Meldungen, sondern behauptet dass es keine neo-Nazi-Elemente in der Kiew-Regierung gibt. [Aber selbst Victoria Nuland leugnete nicht, dass ein paar 'neo-Nazis' halfen, die neue Regierung an die Macht zu bringen, und sie wurde niemals gefragt, ob einige Mitglieder der Regierung Nazis sind; dieser 'Reporter' lügt.] Beides ist falsch. Die Kiewer Regierung und die Armeen, die im Osten kämpfen, haben eine kleine Minorität von neo-Nazi Ultranationalisten in ihren Reihen.
Doch für die Ostukrainer ist einer schon zu viel."

In Wirklichkeit jedoch wird die Regierung von Nazis geführt; und die Bewohner im Südosten fliehen nach Russland (oder in "Putins Arme"), um ihnen zu entrinnen.

Warum abonnieren Leute lügende Zeitungen, selbst solche (wie die New York Times), die die Lügen von George W. Bush mitstenographierten über "Saddams Waffen für Massenvernichtung" und "Saddams Unterstützung von Al Qaida?"
Wann werden die Konsumenten Amerikas lügende Presse zu boykottieren beginnen? Oder vertraut das amerikanische Volk ihr immer noch - und wenn, wie lange wird dieses Vertrauen noch anhalten?

Der forschende Historiker Eric Zuesse ist Autor von "They're Not Even Close: The Democratic vs. Republican Economic Records 1910-2010" und von "CHRIST'S VENTRILOQUISTS:  The Event that Created Christianity"


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Was hat der Westen nur für rückgratlose schleimige Politiker und Medien.

    AntwortenLöschen
  2. Der Herr Bundesaußenminister Steinmeier lässt sich wieder mit Herrn Jazenjuk ablichten und erklärt, dass Russland keine langfristige Strategie für die Bewältigung der Ukrainekrise hätte. Ähm ja, was soll man mit dieser Aussage anfangen? Mir fällt dazu nur ein: "Wir (EU & Co.) folgen der U.S.-Strategie bis zum bitteren Ende." Warum sollen eigentlich die Russen den Dreck aufräumen, der unter maßgeblicher Mithilfe auch von Herrn Steinmeier produziert worden ist? Das strategische Denken der derzeitigen russischen Administration, die ja nun nicht nur aus Herrn Putin besteht, haben unsere Granden in den letzten 12 Monaten schon öfter gnadenlos unterschätzt. Eigentlich muss der Herr Steinmeier nur mal aufmerksam lesen, was zwei Bundestagsabgeordnete der LINKEN zum Thema Ukraine beizutragen haben:

    https://www.jungewelt.de/abgeschrieben/bericht-den-bundestagspr%C3%A4sidenten

    Wenn die deutsche Politik wieder einmal ihre zarten Finger in Unschuld wäscht, muss man sie wohl mal daran erinnern, dass es diese Einverleibungsstrategie für die Ukraine vor knapp 100 Jahren seitens des deutschen Kaiserreichs schon einmal gab, mit übrigens dem gleichen Ziel, was der Herr Brzezinski so nett formuliert hat (Hat der die Blaupause nur abgeschrieben?):

    https://www.jungewelt.de/geschichte/esel-beim-lautenschlagen

    Die Finanziers hießen nur noch nicht Soros.

    Warum berichten unsere Leitmedien eigentlich nicht, dass gestern allein in Berlin 3.500 Menschen dem Herrn Bundespräsidenten erklärt haben, dass wir keinen Krieg wollen?

    https://www.jungewelt.de/inland/tausende-gegen-gauck

    AntwortenLöschen
  3. http://russia-insider.com/en/2014/12/14/1869?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter Ein Link, den man sich ansehen sollte, weil der US-Kongress will, dass nach Kiew auch eventuell Atomwaffen zur Vernichtung der dortigen Ostbevölkerung angedacht sind. Obma muss nur noch unterschreiben.

    AntwortenLöschen