Samstag, 27. Dezember 2014

Kritik an US-Sanktionen gegen Venezuela

Cochabamba. Die Staatengruppe G-77 plus China, die insgesamt 130 Länder umfasst, hat die Sanktionen der USA gegen Venezuela verurteilt. Boliviens Präsident Evo Morales, der gegenwärtig die Präsidentschaft der G-77 innehat, verlas am Dienstag am Rande eines offiziellen Auftritts in Cochabamba eine entsprechende Resolution der Mitgliedsländer.
Die Gruppe der 77 und China verurteilen die Sanktionen gegen Venezuela einhellig
Die Gruppe der 77 und China verurteilen die Sanktionen gegen Venezuela einhellig
Quelle: telesurtv.net
"Die Gruppe der 77 plus China verleiht ihrer starken Ablehnung der unilateralen Sanktionen Ausdruck, welche die Regierung der USA gegen Venezuela erlassen hat", heißt es in der Deklaration. Die Gruppe hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt ihre Ablehnung von extraterritorial wirkenden Gesetzen oder wirtschaftlichen Druckmitteln bekräftigt. Besonders Sanktionen gegen die Wirtschaft eines anderen Landes fielen darunter, hieß es von ihrer Seite.
In der Erklärung drückte der Staatenbund seine "Solidarität mit Venezuelas angesichts dieser Verletzungen des internationalen Rechts" aus und forderte die internationale Gemeinschaft auf, "dringende und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen, um die Anwendung unilateraler ökonomischer Druckmittel gegen Entwicklungsländer zu stoppen".
Auch die Blockfreien-Bewegung forderte die US-Regierung auf, "die illegalen Zwangsmaßnahmen gegen Venezuela zurückzunehmen", da sie "den Geist des Dialogs und der politischen Verständigung zwischen den beiden Völkern" beeinträchtigen. "Das Koordinierungsbüro der Bewegung der Blockfreien weist die Entscheidung der Regierung der Vereinigten Staaten, einseitige Zwangsmaßnahmen gegen die Bolivarische Republik Venezuela zu verhängen, kategorisch zurück", heißt es in der Stellungnahme. Die aus 120 Ländern bestehende Bewegung repräsentiert 55 Prozent der Weltbevölkerung und hat fast zwei Drittel der Sitze in der UN-Generalversammlung inne.

Damit schließen sich die G-77-Staaten und China sowie die Blockfreien-Bewegung der einhelligen Verurteilung an, die die US-Sanktionen gegen Venezuela in Lateinamerika erfahren. Zuvor hatten bereits mehrere Landesregierungen sowie der Gemeinsame Markt des Südens (Mercosur) und die Bolivarische Allianz (ALBA) die Zwangsmaßnahmen zurückgewiesen.

Am Montag beantragte Venezuelas Delegation bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zudem, in deren Erklärung zur Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Kuba und den USA einen Passus aufzunehmen, in dem die "internationale Praxis, unilaterale Sanktionen gegen Staaten zu verhängen" verurteilt und ein Ende solcher Politik gefordert würde.

Das vergangene Woche von US-Präsident Obama unterzeichnete Sanktionsgesetz sieht unter anderem Reisebeschränkungen für venezolanische Regierungsfunktionäre sowie das Einfrieren von Geldern vor.

Weitere Informationsquellen:
 
20.12.2014 Nachricht von Philipp Zimmermann
und das europäische Megafon:

 
 
Quelle - källa - source

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