Sonntag, 7. Dezember 2014

Massendemonstrationen - Haiti ruft Wladimir Putin um Hilfe

Einar Schlereth
7. Dezember 2014

Ézili Dantós Mail von gestern Mittag ist erst jetzt angekommen. Wer da wohl alles mitgelesen hat! Gigantische Demonstrationen finden überall in Haiti statt, die verlangen, dass der Präsident und der Premierminister zurücktreten und dass die USA aufhören, dieses unpopuläre und illegale Regime in Haiti zu stützen, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Die Menschen strömen aus allen Himmelsrichtungen zusammen
Die Anwältin und Präsidentin des HLLN (Netzwerk haitianischer Anwälte) Ézili Dantó sieht eine Möglichkeit, auf legale Weise das illegale - weil durch gefälschte Wahlen an die Macht gekommene - Regime los zu werden. Sie schreibt:

"Es gibt keine andere akzeptable und friedliche Lösung für die gegenwärtige konstitutionelle Krise Haitis, als ein sofortiges Verfahren zur Amtsenthebung von Michel Martelly einzuleiten durch die einzige aktive demokratische Instanz, die in Haiti übriggeblieben ist: der Senat. Die Abgeordneten haben Ferien und wenn sie zurückkommen, ist auch ihre Amtszeit abgelaufen. Auch die Amtszeit von 10 der 20 Senatoren wird am 12. Januar 2015 auslaufen." (Quelle)
12-06-2014-manifestation__anti_martelly_vladimir_poutine-500x281
Dies sind die wahren Putin-Versteher
Außerdem sagt sie, dass, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht wegen 
der Zwischenwahlen in den USA und dem Wechsel zu einer republikanischen Majorität im Parlament und Senat oder wegen der Weltsituation, haben die internationalen Besatzer zum ersten Mal seit den gefälschten Wahlen 2011 ihre Truppen in Haiti zurückgezogen und dem Volk mehr Raum gewährt, um gegen das US-Marionetten-Regime zu demonstrieren.


Mit den ständig anwachsenden Demonstrationen in ganz Haiti zeigt sich, dass das Volk bereits vielmals das Martelly-Lamothe-Regime des Amtes enthoben hat. Dieses Mal sind es nicht die falschen US-George-Soros, NGO-geschaffenen "Volkserhebungen" im Haiti von 2004. "Dieses 2014 Haiti Referendum konfrontiert offen und gefährlich das militärische, ökonomische, diplomatische und politische Kommando der all- mächtigen USA und ihrer UN-Truppen in Haiti ...," schreibt Ézili Dantó.

Kommentare:

  1. Vorwärts!

    Kjell Martinsson

    AntwortenLöschen
  2. .... könnte ja Lawrow hinfahren und Reden halten und Kekse verteilen....

    AntwortenLöschen
  3. Sie sollten sich besser und aussichtsreicher, an die UNASUR wenden, dann könnte mit dem ganzen Gewicht, des vereinigten Südamerikanischen Kontinents, eine Demokratische Entwicklung in Haiti begleitet und durchgesetzt werden und die Menschen von Haiti, könnten selber Entscheiden, ob sie weiter den größten US Stützpunkt, in der Karibik durchfüttern wollen.

    AntwortenLöschen
  4. Das Traurige und völlig Unverständliche ist, dass Haiti seit Bolivar von Lateinamerika als Paria behandelt hat, obwohl Haiti dem Bolivar es überhaupt erst ermöglicht hat, zu seinem Befreiungskampf ein zweites Mal aufzubrechen nach der ersten totalen Niederlage. Ich habe bis heute keinen Schlüssel zu diesem Rätsel gefunden.

    AntwortenLöschen