Dienstag, 9. Oktober 2012

ALLE EU-AKWs BRAUCHEN SICHERHEITS-VERBESSERUNGEN

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5. Oktober 2012


„Praktisch alle“ der mehr als 130 aktiven Atomreaktore in der Europäischen Union (den kompletten Bericht kann man hier als Pdf runterladen, in dem übrigens von 145 AKWs die Rede ist) brauchen Sicherheits-Verbesserungen, Reparaturen oder Hochrüstungen für ca. 25 Milliarden Euros (30 Mrd. $) laut Entwurf eines Berichts der Europäischen Kommission (EK), der am 4. Oktober 2012 veröffentlicht wurde.
Die EK führte nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan eine Europa-weite Sicherheits-Untersuchung durch.
Laut Bericht müssen praktisch alle AKWs Sicherheits- Verbesserungen vornehmen, da hunderte von technischen Hochrüstungs-Maßnahmen identifiziert worden sind.“
Günther Oettinger, der Europa-Energie-Kommissar sagte im vergangenen Monat: „Die Situation ist befriedigend, aber es gibt keinen Platz für Selbstzufriedenheit.“
Oettinger aus Deutschland, wo die Atomkraft abgewickelt wird, kündigte an, dass er plane, eine neue EU-Gesetzgebung einzuführen, um die Industrie zu zwingen, Haftungsversicherungen abzuschließen, die auf überwiegend theoretischen Risiken von Atomreaktor-Katastrophen beruhen.
„Die Verpflichtung, Versicherungen zu haben, wird zu Kosten führen, die sich beim Verbraucher niederschlagen werden. Das wird gewiss nicht dazu führen, die Atomenergie wettbewerbsfähiger zu machen“, sagte er.
Laut anderen Berichten haben viele der 132 EU-AKWs nicht den internationalen Sicherheits-Vorschriften entsprochen. Es kam heraus, dass seismische Instrumente entweder ganz fehlten oder in 121 AKWs Verbesserungen benötigten. In 81 Betrieben waren die Ausrüstungen für den Notfall nicht an einem sicheren Ort gelagert, wo man bei einer Katastrophe schnell auf sie zugreifen konnte. Und 32 Reaktoren waren nicht mit Systemen ausgerüstet, um den Reaktor sicher herunterzuschalten im Falle eines Unfalls.

Siehe auch hier den neuesten Stresstest von Greenpeace in Ringhals + Forsmark.

Quelle -  källa - source

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