Mittwoch, 22. März 2017

Nur ein Idiot würde dem USA-Schurkenstaat trauen

Finian Cunningham

20. März 2017

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

USA baut das THAAD-Raketen-System in Südkorea auf.
Die USA leidet unter einem chronischen Vertrauensdefizit, um es milde auszudrücken. Alles, was ihre Führer sagen, muss in Relation gesetzt werden zu den Jahren des Betrugs und des unentwegten kriminellen Verhaltens der US- Regierungen.

Der US-Außenminister Rex Tillerson besuchte den chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Wochenende, und versprach mehr Kooperation, um die Spannungen zu reduzieren, die auf der koreanischen Halbinsel hochkochen. Nur einen Tag zuvor jedoch drohte Tillerson, dass die USA präventive Militärschläge gegen Chinas Alliierten Nordkorea führen würden, wenn „wir glauben“, dass es eine Gefahr für uns darstellt.
Was soll also gelten? Kooperation oder präventiver Krieg?

Gleichzeitig, als Tillerson scheinbar in Beijing einen freundlichen Ton anschlug, ließ Trump zuhause verlauten, dass „Nord-Korea sich schlecht benehme“ und dass China nicht genug getan habe, um ihm Zügel anzulegen.

Trumps Kommentare verärgerten China. Es antwortete, dass man in Wirklichkeit in den vergangenen Jahren sehr weit gegangen sei, um die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zwischen Nordkorea und dem amerikanischen Alliierten im Süden zu beruhigen, indem man ständig zum Dialog aufrief, was regelmäßig von den USA zurückgewiesen wurde und sie lieber rücksichtslos vorging.

Dieser Austausch am Wochenende ist nur ein kurzer Einblick, warum Washington nicht vertrauenswürdig ist. Der Präsident und sein Spitzendiplomat können nicht einmal eine konsistente Politik für ein paar Stunden formulieren. Wie soll man sie da überhaupt ernst nehmen können?

Aber Trumps und Tillersons unterschiedliche Signale sind nur eine belanglose Angelegenheit. Warum den USA nicht getraut werden kann, hat viel mehr mit den Jahrzehnten des systematischen schlechten Benehmens von Washington zu tun. Nordkorea „benimmt sich schlecht“, sagt Trump. Typische amerikanische Arroganz und Ignoranz können nicht die Realität anerkennen, dass die USA sich schrecklich benimmt.

Das ganze Spektrum eines nuklearen Krieges auf der koreanischen Halbinsel wurde in erster Linie von den USA geschaffen. Ihre Entscheidung, Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 zu werfen, war von dem bevorstehenden Eintritt der Sowjetunion in den Pazifischen Krieg bestimmt. Washington wollte nicht erleben, dass die SU japanisches oder koreanisches Territorium besetzt.

Die koreanischen kommunistischen Rebellen waren dabei, 1945 die Halbinsel zu überrennen und sie der japanischen imperialistischen Kontrolle zu entreißen. Indem sie Atombomben auf Japan warfen, wurde der Vormarsch der Kommunisten in Asien/Pazifik gestoppt. Korea wurde de facto geteilt zwischen dem kommunistischen nördlichen Staat und einem US-installierten südlichen Staat mit Quislingen, die mit den japanischen Faschisten kollaboriert hatten. [Sehr verkürzt von Finian. Der Vormarsch wurde nicht durch die Atombomben gestoppt, sondern erst durch massives Eingreifen von US-Truppen, die mitten im Land auf die koreanischen Kommunisten und russische Truppen stießen. Es gab da allerdings einen kleinen Unterscheid, die Russen halfen den Koreanern, die japanischen Faschisten aus dem Land zu jagen, währen die USA mit den japanische Faschisten gegen die koreanischen Verbündeten kämpften.  Und die Russen holten sich die Kurilen wieder, die ihnen 40 Jahre zuvor von den Japanern im russisch-japanischen Krieg weggenommen worden waren. Übrigens der erste Sieg einer „farbigen“ Nation über eine christliche weiße, was in den kolonialen Ländern einen sehr starken Eindruck hinterließ. D. Ü.]

In dem späteren [eigentlich zweiten] koreanischen Krieg (1950-53) wollten die Amerikaner auch noch Nordkorea an sich reißen. In dem Krieg wurden drei Millionen Koreaner getötet. Auf Korea wurden mehr Bomben geworfen (vor allem Phosphor, Napalm und Gas) wie im gesamten pazifischen Krieg gegen Japan, laut dem Anwalt für internationale Kriegsverbrechen Christopher Black. Pjöngjang, die nördliche Hauptstadt wurde völlig ausgelöscht und an Zivilisten wurden ungezählte Massaker begangen, wie etwa in Sinchon, wo hunderte Frauen und Kinder in Gräben und Luftschutzbunkern lebendig verbrannt wurden.

Die Koreaner waren gezwungen, in Höhlen zu leben, um den brutalen Bombardements ihres Landes zu entgehen. Eine spezielle Terror-Technik war, dass die USA mit den schweren B-52 Bombern, die A-Waffen tragen konnten, ständig über das Land flogen, so dass die Menschen immer fürchteten, sie würden dasselbe Schicksal wie Hiroshima erleiden müssen.

Als das Bomben 1953 aufhörte, erklärten die USA nie eine vollständige Waffenruhe und unterzeichneten auch keinen nicht-Angriffspakt, wie es nach Konflikten üblich ist. Vom nordkoreanischen Standpunkt aus, behalten sich die Amerikaner immer noch das „Recht“ vor, ihr Land anzugreifen.

Wenn die USA heute jährlich ihre Kriegsmanöver mit ihren südkoreanischen Alliierten durchführen, können wir vielleicht verstehen, warum Nordkorea alarmiert ist von dem, was es als eine Probe für neue Feindseligkeiten ansieht

Am Wochenende sagte Außenminister Tillerson, dass sein Land keinen Konflikt mit Nordkorea wünsche. Aber Washington schloss den vernünftigen Vorschlag von China aus, die Kriegsmanöver einzustellen im Tausche gegen eine Drosselung der Waffenprogramme Nordkoreas.

Die USA machen weiter mit der Installation eines Terminal High Altitude Area Defense System (THAAD) in Südkorea. Dieser Zug trotzt den Warnungen sowohl Chinas als auch Russlands, dass damit die ganze Region destabilisiert werde und ein neues Wettrüsten provoziert werde.

Washingtons Worte, „keinen Krieg zu wünschen“ werden von einem Ultimatum begleitet, dass Nordkorea einseitig sein Atomprogramm und seine Interkontinentaltests abrüsten solle.

Aber die Geschichte hat gezeigt, dass jedes Land, das sich nicht hinreichend verteidigen kann, Gefahr läuft, von Washington zerstört zu werden. Das haben wir im ehemalige Jugoslawien, in Afghanisten, Irak, Libyen, Syrien und Somalia gesehen. Überall, wo die Amerikaner leichte Beute machen können, werden sie so mit äußerster Barbarei handeln und es dann noch wie zum Hohn „Staatenbildung“ zu nennen.

Trotz der Dämonisierung der Westmedien von Nordkorea als eine Art von verrücktem Schurkenstaat, sind die Leute dort nicht dumm. Sie kennen aus Familien-Geschichten die furchtbaren Kosten einen amerikanischen Krieges. Und sie wissen, dass jedes Land, das von Washington als schwach eingestuft wird, zurück in die Steinzeit gebombt wird.

Nichtsdestoweniger gibt es reichlich Gelegenheiten für einen positiven Weg vorwärts. Das koreanische Volk, Nord und Süd, ist immer bereit gewesen, einen Dialog für eine friedliche Wiedervereinigung zu führen, das lediglich durch die hegemonistische Einmischung der USA künstlich geteilt wurde.

Dieser Geist des Dialogs und der Kooperation wird auch von den Bürgern im weiteren Umfeld geteilt. Das chinesisch und japanische Volk wollen vernünftigerweise eine Demilitarisierung der Region. Das bedeutet vor allem, dass Washington seine 100 000 Mann aus Japan und Südkorea abzieht zusammen mit seinen Basen und anderen Kriegsgerät.

Das größte Hindernis für eine demokratische, friedliche Selbst-Bestimmung in Korea und der Region ist Washingtons Bestehen auf seiner Anwesenheit, um seine Alliierten zu „beschützen“. Washington hat sich mit Gewalt in der Region eingenistet und bleibt dort unter demselben alten Vorwand der atomaren Bedrohung durch Nordkorea.

Ironischerweise hat das US-Außenministerium Tillersons Reise als nach Asien als eine „Zuhör-Tour“ bezeichnet.

Nun, wenn Tillerson und seine Regierung wirklich zuhörten, dann würden sie das Folgende zu hören bekommen: hört auf mit der Destabilisierung ganzer Länder und Kriege anzufangen; lasst die gewöhnlichen Bürger in benachbarten Ländern ihr Leben und ihre Beziehungen leben; und der US-Militarismus sollte seine Sachen packen und nachhause ziehen und seine monströsen Ausgaben dazu verwenden, das Leben von Millionen verarmter Amerikaner zu verbessern.

Es gibt eine direkte Analogie hier, wie Washington und seine NATO-Verbündeten feindselig gegen Russland auftreten und Europa destabilisieren gegen den Willen und die Interessen der meisten europäischen Bürger.

Kein Wunder, dass so wenig Leute der US-Macht trauen. Sie ist die destruktivste Kraft in der Welt seit dem 2. Weltkrieg. Die amerikanischen kriminellen Kriege und Ausflüchte haben dutzende Länder zerstört.

Wenn also ein amerikanischer Gesandter davon spricht, Frieden zu wollen, während er gleichzeitig mit präventiven Angriffen droht und verlangt, dass die anderen einseitig abrüsten sollen, kann die einzig angemessene Antwort nur Verachtung sein.

Nur ein Idiot würde Washington trauen, weil es der größte Kriegstreiber Schurkenstaat auf Erden ist.


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. Krieg gegen Russland und China wird es auf keinen Fall geben.Jede Wette würde ich eingehen und das soll doch schon mal was heißen. Mit Obama/Clinton war die Zukunft viel unsicherer. Ok, in Südkorea wird aufgerüstet,könnte gut möglich sein das dort bald was geschieht. Ich es aber so ein Drama wenn Trump diesen Despoten aus dem Weg räumt? Für Millionen Nordkoreaner wäre Trump sofort ein Held. Trump ist kein Obama und kein Schmatzer. Wenn Trump das durchziet ist das gut geplant und eine Sache von wenigen Tagen. Norkorea ist dann ein freies Land.

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    1. Waren Sie schon einmal in Nordkorea? Dann würden Sie anders kommentieren. Oder woher beziehen Sie Ihre Annahmen, Nordkorea würde nach einer US Invasion frei sein? Reisen bildet, bei Ihnen stelle ich da ein immenses Defizit fest.

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    2. Wieviele Länder sollen denn noch "befreit" werden?!? Nordkorea, Türkei, Russland haben die besten Führer. Wenn ich sehe wie der Westen agiert, bin ich beruhigt das es noch solche unabhängigen Völker mit unabhängigen Führern gibt.
      Merkel ist doch nur der Laufhund der USA...ach die ganzen EU Politiker. Wenn ich sehe wie an der Grenze zu Russland aufgerüstet wird (aber Russland ist der Aggressor) krieg ich das Kotzen.
      Lang lebe Nordkorea und jedes unabhängige Volk.

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  2. ``Trumps Kommentare verärgerten China``.

    Ja und weil die sich nicht in die Augen schauen können, wird der chinesische Staatschef demnächst trotzdem auf Trumps Privatsitz empfangen. Ich bin mir sicher. Nicht viele werden in Zukunft auf Trumps Privatsitz empfangen. Unsere Kanzlerin z.B. bekam die Hintertür im weißen Haus.

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  3. Dass solche Kommentare, wie der 19.29 hier auftauchen, ist schändlich. Das heißt Beifallklatschen für die Dutzende US-Raub-Kriege, bei denen 12 Millionen Menschen ermordet wurden - seit dem 2. Weltkrieg. Aber das macht ja nichts, gel - waren ja nur Kommunisten, nicht? Eine gediegene und menschliche, demokratische Einstellung!

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  4. Die Überschrift trifft den Nagel auf den Kopf. Das sollte man stets beherzigen.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

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