Montag, 13. März 2017

Trump ein Robin Hood?


Einar Schlereth

13. März 2017

Wie schade. Für mich hatte Donald Trump zu Anfang seiner Wahl-Kampagne so etwas von einem Robin Hood. Und jetzt ist er nur noch ein Wurm unter den Stiefeln der GROßEN EINPROZENTER.

Hat er nicht den Gestank von ihnen gerochen? Die haben sich doch in die Hosen gepisst und geschissen. Weil er die Wahrheit sagte, die sie hassen wie der Teufel das Weihwasser. Es begann das große Trump-Geprügel und das Putin und Russland-Geprügel und alles in einen Topf. Dann griffen sie zu den großen Kanonen. Wir werden ihn des Amtes entheben, ins Gefängnis werfen, ihn aufhängen, ihn umbringen. Sie diskutierten es offen. Demokratie? Was zum Teufel! Das ist unser Spiel nicht seins.

Aber er machte weiter. Eine Salve nach der anderen gegen die Einprozenter, die die Arbeiter unterdrücken, die Armen, das amerikanische Volk. Die die Jobs stehlen, die Gesundheitsvorsorge, ihre Häuser. Er peitschte ihre Medien-Stiefelknechte, weil sie ohne Unterbrechung logen, jeden Tag. Und jeden Tag schlimmer. Im Interesse der Profite der ganz großen Fische. Alle die Milliarden, die Billionen Profite und alle die Bailouts waren nicht genug. Sie wollten mehr und immer mehr und pfiffen darauf, ob das Land den Bach hinunterging. Sie brauchten mehr Geld für alle ihre Kriege, die Donald nutzlos nannte. Ebenso nutzlos wie die NATO. Milliarden Steuergelder wurden in den Gulli gespült. Und er wollte Frieden mit Russland und Putin und Zusammenarbeit.

Aber dann plötzlich warf er das Handtuch. Ich nehme an, dass ihm klar wurde, dass sie es ernst meinten. Sie drohten nicht nur mit Mord – sie waren bereit, ihn wirklich zu ermorden und irgendwo mit einer Tonne Zement zu begraben.

Er zögerte. Er bekam es mit der Angst, er fürchtete um sein Leben. Und er vergaß die Erfahrung, die er viele Male während seiner Wahl-Kampagne gemacht hatte. Die tausende gewöhnlicher Menschen, die ihm zuhörten, die seinen Worten glauben, weil er die Wahrheit sagte. Es waren hunderttausende von Brüdern, die bereit waren, für ihn zu kämpfen. Die größte Armee, die man sich vorstellen kann. Er hatte auch vergessen, was vor ein paar Jahren in Venezuela passiert war. Dort hatten die Oligarchen und Teile der Armee einen Coup in Szene gesetzt gegen den geliebten Führer des Volkes – Hugo Chávez, den sie gekidnappt und auf eine vergessene Insel in der Karibik ausgeflogen hatten. Aber eine MILLION Menschen marschierten zum Palast, wo alle die Kriminellen sich versammelt hatten mit dem Erzbischof an der Spitze. Und da entließen sie Chávez wie der Blitz.

Aber Trump, er war unschlüssig, er zögerte und er glaubte nicht an das Volk. Er hatte Angst, ein Volkstribun zu werden. Er war schon zu sehr Bourgeois geworden, die nie dem Volk trauen. Die Bourgeois haben im Grunde ihres Herzens immer Angst vor den Massen. Sie kennen ihre ihre Präsidenten, die erschossen wurden oder denen der Kopf weggeblasen wurde. Sie kennen die Könige und Zaren, die an einem Strick baumelten oder ihre Köpfe unter die Guillotine legten. Wenn sie an all die Leute denken, langen sie immer vorsichtig mit der Hand nach dem Kopf, um zu fühlen, ob er noch da ist. So hat er das gewagte Spiel verloren. Und trotz allem, was er in seinem Leben erreicht hat, trotz all seiner Reichtümer, seiner stolzen Herausforderung der mächtigsten Menschen in den USA, es blieb nichts als ein kleiner Schiet.

Und die Großkopfeten freuten sich. Sie wechselten ihre Hosen und die Champagnerkorken knallten. Sie haben ihn gekriegt. Und sie diktierten die Regeln und nahmen Rache für ihre Angst. Er bekam eine Liste mit den billigsten, den übelsten und niedrigsten Leuten, die man sich denken konnte, zur Auswahl für sein Kabinett. Leute mit nichts im Kopf, ohne Charakter, ohne eigenen Willen, ohne Ideen und Vorstellungsgabe, die aber eins wussten: Dass sie jetzt über dem Präsidenten standen. Und das muss Donald Trump auch wissen. Er hätte es vorziehen können zu gehen – den ganzen Krempel ihnen vor die Füße zu werfen. Er hätte seinen Stolz bewahrt. Wie kann er jetzt in den Spiegel schauen? Oder in die Augen seiner Frau? Ich denke, sie weiß es. Es würde mich nicht wundern, wenn sie sich scheiden ließe.




Kommentare:

  1. Sehr geehrter Herr Schlereth, so schnell würde ich die Flinte, nicht ins Korn schmeißen. Die Amerikanischen Patrioten, werden ihre Flinten mit Sicherheit behalten und ihr Pulver trocken halten. Als Anhaltspunkt, kann man glaube ich, daran Denken, wie viele Jahre, Präsident Putin benötigte, um dort zu sein, wo er Heute ist. Dabei ist die Umgebung, für Präsident Trump, um Quadrate ECKELIGER, als für Putin in Russland. Wobei die entscheidenden Faktoren, die Stärke, der Länder, unseres Eurasischen Kontinentes ist, mit dem die USA zusammenarbeiten müssen, möchten sie ihr Land wieder Aufbauen und wenn nicht Innerhalb der Herren“menschen“ Dynastien, die Wahl auf den Sieg, der Patrioten gefällt wurde, dann wäre Killery heute Präsidentin.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Finde der Artikel vorher "Ist Trump ein Robin Hood" sagt deutlich aus wo Trump im Moment steht. Ich wünschte mir es wäre anders, aber alle Zeichen deuten drauf hin das sich gar nix verändern wird. Die USA sind komplett verschuldet, China&Russland stoßen den Dollar ab, die Städte gehen reihenweise Pleite (aktuell in Illinois das Pensionskassen-Problem), provozieren im Donezk, provozieren in Syrien, töteten in Jemen schon Kinder.
      Es wird und hat sich gar nix verändert, die USA sind und bleiben der Dreck dieser Erde.

      Löschen
  2. Lieber Felix, ich habe doch nicht die Flinte ins Korn geworfen, sondern Trumpi. Er hätte ebenso schnell, wie er Obama-care abgeschafft hat, eine kräftige Erhöhung der Minimallöhne durchführen müssen - da hätte er punkten können und sich eine Basis schaffen können. Dann hätte er auf die Parteien pfeifen können. Als sie ihm ohne Widerstand seinen Verteidigungsminister wegschossen, hat er Schwäche gezeigt, was er sich absolut nicht hätte erlauben dürfen. Also ich halte es eher mit KORREKt.

    AntwortenLöschen