Donnerstag, 29. November 2012

„Schwedische“ Mudschahedin kämpfen in Syrien

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Einar Schlereth
29. November 2012


Am 26. November hat eine Gruppe von Mudschahedin, die behaupten, aus Schweden zu kommen, ein Video im Netz aufgelegt, in dem ein Mann in schlechtem Schwedisch seine „Brüder“ auffordert, am „Freiheitskampf“ in Syrien teilzunehmen. Doch nicht ohne erst einen bestimmten Typ in Schweden umzunieten.

Diese Neuigkeiit wurde am 27. November von mehreren Zeitungen und Zeitschriften wie Svenska Dagbladet, Helsingborgs Dagblad, Folket i Bilds Webseite, von Rundfunk und Fernsehen aufgegriffen und einer Webseite der Schwedendemokraten, einer weit rechts angesiedelten Partei, die auch das Video auflegten, das heute morgen aber von You Tube entfernt worden ist mit der Begründung, dass es gegen ihre Policy verstoße. Ja, Potz Donner und Heiliger Gottseibeiuns! Das ist ja eine fast noch größere Nachricht. 
Gebt mal 'Rebellen in Syrien' auf You Tube ein. Da kommt eine Menge Videos hoch, von denen etliche allerdings auch die Gräuel dieser „Freiheitskämpfer“ zeigen. Dann gebt 'FSA in Syria' ein und es kommen ausschließlich Videos mit „Heldentaten“ dieses Lumpengesindels hoch. Dann gebt 'british fighters in Syria' ein und wieder kommt eine Menge von Videos hoch, von denen einige auch die Neuigkeit von zwei durch die FSA gefangenen genommene holländische Journalisten brachten, dass sie britische Kämpfer bei den Rebellen gesehen und gehört hätten. Aber auch jede Menge Videos ausschließlich über Rebellen.

Was ist also der wahre Grund von You Tube Schweden, das Video auf der Seite der Neonazis zu löschen? Liegt es etwa an dem Wörtchen 'schwedisch'? Dass man hier in Schweden besonders eifrig die Tatsache herunterspielen und vertuschen möchte, dass all die Söldner, Meuchelmörder, Vergewaltiger und Folterer in Syrien hauptsächlich aus dem Ausland kommen? Fragt You Tube.

Experten konnten die Echtheit des Videos nicht bestätigen, so heisst es in den Medien. Der „Terrorexperte“ der schwedischen Armeeschule Ranstorp sagte im übrigen dazu: „Es gibt da einen humanitären Aspekt, der einen legitimen Teil bildet ...“. Schweden in der Nussschale. Die eigene Kriegstreiberei und die dicken illegalen Waffengeschäfte werden mit humanitärem Schmalz überschüttet. Als ich mir das primitive Gegröhle und das dumme Gewäsch dieser „schwedischen“ Gruppe, die sich 'Mujahedeen Fi Ash-Sham' nennt, anhörte, da schien es mir durchaus echt zu klingen. Man hat bisher aus fast allen europäischen Ländern „Rebellen“ gefangen genommen oder getötet, warum sollten nicht auch welche aus Schweden darunter sein.


Fakt ist ja, das die Saudis mit Geld nur so um sich werfen, um aus der ganzen Welt Typen mit einem Minimum an Verstand für den „Freiheitskampf“ in Syrien anzuwerben. Und da die Arbeitslosigkeit in Europa allgemein und unter Asylanten im besonderen sehr hoch ist, fällt ihnen das auch nicht sehr schwer.
Zwei Fragen werden von den Neonazis aufgegriffen, die in den anderen Medien sorgsam umgangen werden.

Zum einen sprechen sie von suspekten Kampagnen der Armee, die Ausländer rekrutiere und an der Waffen ausbilde, um sie möglicherweise im Ausland einzusetzen. Sind etwa diese Leute auch von der schwedischen Armee ausgebildet worden? Das wäre doch eine Frage, die von schwedischen alternativen Journalisten unter die Lupe genommen werden sollte.

Die zweite Frage ist, ob vom schwedischen Steuerzahler geduldet werden kann, dass Extremisten eine Gratisausbildung bekommen, um gewählte Regierungen zu stürzen. Zumal ja keineswegs garantiert werden kann, dass solche Leute dann wirklich in den heiligen Krieg ziehen oder vielleicht lieber gleich hier anfangen, gegen die gewählte schwedische Regierung loszuziehen. Meiner Meinung eine durchaus berechtigte Frage. 
 

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