Donnerstag, 23. Oktober 2014

Hinter der Maske des Altruismus: MONSANTO und die Gates-Stiftung in Afrika


Colin Todhunter
15. Oktober 2014
Missionar in Afrika
Seit 2006 hat die Bill & Melinda Gates Stiftung die 'Alliance for a Green Revolution in Africa' (AGRA) mit fast 420 Mill. $ finanziert. Aktivisten aus Zimbabwe, Nigeria, Südafrika, Uganda und Äthiopien haben kürzlich den 'US-Africa Food Sovereignty Strategy Summit' in Seattle besucht, um darzulegen, dass die Strategie der Stiftung für die Landwirtschaft in Afrika ein fehlerhafter Versuch sei, um industrielle Landwirtschaft auf Kosten eines mehr ökologischen, gesunden Herangehens durchzusetzen.

Daniel Maingi arbeitet mit kleinen Bauern in Kenya und gehört zu der Organisation 'Growth Partners for Africa'. Die Seattle Times berichtete, dass er meinte, dass das Ziel, den afrikanischen Bauern zu helfen, lobenswert sei, die 'Grüne Revolution' jedoch auf westlicher Landwirtschaft basiere, abhängig von Düngemitteln, Unkrautvernichtern und Monokulturen wie Mais. [1]

Maingi wurde auf einem Hof geboren im östlichen Kenya und hat in jungen Jahren Landwirtschaft studiert. Er erinnert sich an eine Zeit, als seine Familie eine Vielfalt von Feldfrüchten anbaute, wie Mung-Bohnen, Green Grams (afrikanische Hülsenfrucht), Straucherbsen und andere Früchte, die jetzt als 'wild' angesehen werden.
Im Gefolge der 'Strukturellen Anpassungs-Programme' der 1980-er und 1990-er Jahre und einer grünen Revolution, die die Landwirtschaft effizienter machen sollten, wurden die Nahrungsmittel seiner Kindheit mit Mais, Mais und noch mehr Mais ersetzt.

Er sagte weiter: "Am Morgen macht man Porridge aus Mais und schickt die Kinder in die Schule. Zum Mittagessen gibt es gekochten Mais und ein paar grüne Bohnen. Am Abend gibt es ugali [eine Grundmahlzeit = ein Maisbrei, der mit Fleisch oder Fisch gereicht wird. D. Ü.] ... heute haben wir eine Monokultur-Diät, die durch das Nahrungssystem durchgesetzt wurde - das ist eine Ungerechtigkeit."[2]

Da ein großer Teil Afrikas sehr trocken ist, sind durstige Pflanzen ungeeignet, und die starken Unkrautvernichter töten Würmer und Mikroben, die wichtig für die Gesundheit des Bodens sind. Maingi sagte, das westliche Anbaumodell eignet sich nicht im größten Teil afrikas. Der Westen sollte in das indigene Wissen und Agro-Ökologie investieren.

'Growth Partners Africa' arbeitet mit Bauern, um den Boden mit Mist und anderem organischem Material anzureichern, weniger Wasser zu benutzen und eine Vielzahl von Früchten anzubauen, auch solche, die in industrieller Landwirtschaft als Unkraut angesehen werden. Für Maingi bedeutet Nahrungssouveränität in Afrika, zu einem Anbau und einer Diät zurückzukommen, wie es sie vor den großen Investitionen aus dem Westen gab.

Marian Mayet vom 'African Centre for Biosafety' in Südafrika sagt, dass viele Länder die Bauern subventionieren, um Düngemittel zu kaufen als Teil des chemisch-industriellen Agrikultur-Modells, aber das entzieht Geld vom öffentlichen Saatgut-Zucht Programm, das verbessertes Saatgut zu niedrigen Kosten an die Bauern liefert.

'Seattle Times' zitiert sie: "Es ist ein System, das dem Agrobusiness dient und nicht den Kleinbauern."

Sie fügte hinzu, dass so viele Institutionen, von afrikanischen Regierungen bis zur Weltbank sich der 'grünen Revolution' verschrieben haben, dass alternative Anbau-Methoden ins Hintertreffen geraten.

Elizabeth Mpofu von der 'Via Campesina' baut eine Vielzahl von Feldfrüchten in Zimbabwe an. Bei der jüngsten Trockenheit verloren die Nachbarn, die sich auf chemische Düngung verließen den größten Teil ihrer Ernten. Sie erntete Mengen von Sorghum, Mais und Hirse, indem sie agro-ökologische Methoden anwandte: natürliche Ungeziefer-Kontrolle, organischen Dünger und örtlich angepasste Feldfrüchte.

Anna Goren vom 'Seattle Globalist' berichtete, dass die Podiumsgäste den Verlust tradtioneller Diät und Lebensweisen diskutierten und auch besorgt waren über die zunehmende Abhängigkeit von teurem Input und den dramatisch sinkenden Preisen für Feldfrüchte. Das hat die Kleinbauern verarmt.

Goren zitierte Daniel Maingi: "Was die Weltbank, der IWF, AGRA und Bill Gates getan haben, ist wirklich total falsch. Der Bauer selbst sollte wohl nicht hungern."

Er fügte hinzu, dass das, was AGRA tut, "nicht im Gleichschritt mit dem natürlichen Prozess steht", indem sie importiertes Saatgut einsetzt, das nicht an das Land angepasst ist und außerordentlich viel Dünger und Pestizide erfordert.

Maingi hat Recht, sich Sorgen zu machen. Während die Kleinbauern den größten Teil der Nahrung der Welt produzieren, werden sie damit konfrontiert, von ihrem Land verjagt zu werden und unnötige Entbehrungen zu erleiden. [3, 4]

AGRA ist Teil eines globalen Trends, der von dem großen Agro-Business gefördert wird, um die Kleinbauern auszurotten und die örtlichen Ökonomien zu unterminieren sowie die Nahrungs-Souveränität, indem sie die Länder den Launen des verfälschten globalen Marktes unterwirft. [5 , 6]

Die gigantischen Unternehmen wie MONSANTO mit ihrem patentierten Saatgut und damit verknüpften chemischen Dünger greifen ineinander, um sicherzustellen, von der breit gefächerten Landwirtschaft wegzukommen, die eine ausgewogene heimische Nahrungsproduktion garantiert, das Auskommen des Volkes schützt und umweltverträglich ist.

Kleine Bauern werden verjagt und kämpfen um ihre indigenen Saaten und das traditionelle Wissen um Anbau-Methoden. Agri-Tech-Unternehmen wird erlaubt, die Regierungspolitik auszuformen, indem ihnen eine strategische Rolle bei Handels-Abkommen zugesprochen wird. [7]

Sie legen immer stärker den Politik/Wissens-Rahmen fest, indem ihnen erlaubt wird, die Art von Forschung an den öffentlichen Universitäten und Instituten zu bestimmen und zu finanzieren. [8] Sie fahren fort, den Mythos zu propagieren, dass sie die Antwort auf globalen Hunger und Armut haben, trotz der Beweise, dass dem nicht so ist. [9, 10]

Die Gates-Stiftung, MONSANTO und westliche Regierungen legen die afrikanische Landwirtschaft in die Hände der großen Agritech-Multis für privaten Profit und die strategische Kontrolle unter dem Vorwand, den Armen zu helfen. [11]

Natürlich gibt es eine weitere große Sorge in Verbindung mit den Motiven der Gates-Stiftung und MONSANTO in Afrika und sonstwo; die der Entvölkerung. [12, 13]

Diese beiden Institutionen sind nicht nur durch AGRA miteinander verknüpft. Die Gates-Stiftung hat erhebliche Anteile in MONSANTO. [14] Mit MONSANTOs aktiver Unterstützung durch das US-Außenministerium [15] und die Verbindungen der Gates-Stiftung mit USAID [16] stellen sie zusammen eine enorme geopolitische strategische Macht dar.

In Anbetracht, dass die Gates-Stiftung in die Mangel des indischen Gesetzes-System geraten ist wegen ihres Impf-Programms in dem Land [17] und MONSANTO eine jahrzehntelange Liste von Betrug und Kriminalität vorweisen kann [18], ist es wichtig für jedermann (nicht zuletzt für die Mainstream-Medien), in Frage zu stellen, warum die Landwirtschaft solchen Unternehmen ausgehändigt wird.

"Raus mit dem Kapitalismus und dem Business aus der Landwirtschaft in Afrika. Der Westen sollte in indigenes Wissen und Agro-Ökologie, Erziehung und Infrastruktur investieren und solidarisch mit der Nahrungs-Souveränität Bewegung sein." Daniel Maingi, Growth Partners for Africa.

Quelle - källa - source


Colin Todhunter, ursprünglich aus dem Nordwesten Englands, hat viele Jahre in Indien verbracht. Er hat viel geschrieben für den Deccan Herald, den New Indian Express und den Morning Star (England). Seine Webseite: http://colintodhunter.blogspot.com

Fußnoten:
1] http://seattletimes.com/html/localnews/2024758081_gatescriticsxml.html

2] http://www.seattleglobalist.com/2014/10/14/gates-agriculture -farming-revolution-africa/29493

3] http://www.grain.org/article/entries/4929-hungry-for-land-small-farmers-feed-the-world-with-
less-than-a-quarter-of-all-farmland

4] http://www.oaklandinstitute.org/sites/oaklandinstitute.org/files/OI_Report_Down_on_the  
  _Farm.pdf

5] http://www.bhoomimagazine.org/article/cash-food-will-strike-very-foundation-economy

6]  http://www.twnside.org.sg/title/flood-cn.htm

7] http://www.thehindu.com/todays-paper/walmart-and-monsanto-on
    -indous-agriculture-initiative-board/article3176462.ece

8] http://dissidentvoice.org/2009/07/monsanto-a-contemporary-
    east-india-company-and-corporate-knowledge-in-india/

9]  http://www.cban.ca/Resources/Topics/Feeding-the-World

10] http://www.globalresearch.ca/india-genetically-modified-seeds-agricultural-productivity-
      and-political-fraud/5328227

11] http://www.theguardian.com/global-development/poverty-matters/2013/jun/07/g8-new-
      alliance-flawed-project

12] http://www.globalresearch.ca/genetic-engineering-eugenics-and-the-ideology-of-
      the-rich/5329025

13] http://www.naturalnews.com/029911_vaccines_Bill_Gates.html

14] http://seattletimes.com/html/localnews/2012751169_gatesmonsanto29m.html

15] http://www.commondreams.org/news/2013/05/14/revealed-how-us-state-department-
      twists-arms-monsantos-behalf

16] http://www.globalresearch.ca/weaponization-of-the-food-system-genetically-engineered-
       maize-threatens-nepal-and-the-himalayan-region/30512

17] http://healthimpactnews.com/2014/bill-melinda-gates-foundation-vaccine-empire-on-
      trial-in-india/

18] http://www.wakingtimes.com/2014/06/20/complete-history-monsanto-worlds-evil-
       corporation/

Kommentare:

  1. Na das passt dann ja , ein langer Artikel zufällig gefunden kürze ihn ab in Stichworten , Quellen : www.ig-botulismus = Interessen Gemeinschaft Bauern . www.rki.de = Info rund um Botulismus . www.keine-gentechnik.de =Fakten zu Roundup u. Glyphosat . Mosanto hat seit den 70igern das Patent auf den Stoff .
    Nachdem ich den Schock , die Erschütterung etwas verkraftet habe nun zum Thema .
    Eine unheimliche Krankheit ruiniert die Existenz u. Gesundheit v. Mensch u. Tier in Schleswig Holstein , Niedersachsen , Mecklenburg u. weitere Dunkelziffern ?! Der Verlust von Kühen geht in die Zahl v. 1.500 + durch ein Kraftfutter mit Glyphosat . Wobei Tier u. Mensch das gleiche Krankheitsbild aufweisen ; Muskellähmung , Bewegungsprobl., Gelenkschmerzen , Seh u. Schluckstörungen , Durchfall , Verstopfung , Lähmung , Zittern . Ganze Bauernfamilien sind betroffen auch die Haustiere Hund u. Katze . Die Milchkühe waren auf höchster Milchleistung - alle Tod , die Bauern ruiniert . Eine Entschädigung wird durch das Bundeslandwirtschaftsministerium abgelehnt es handele sich nicht um eine Tierseuche . Über die hälfte + der Bevölkerung hat das Glyphosat im Körper Nachweis durch Urin durch Trinken verdünnt nichts desto Trotz nachweisbar . Lt. Bundesinstitut BfR ist Glyphosat kein Grund (wie immer ) zur Sorge , ganz im Gegenteil die Werte könnten gern noch erhöht werden von 0,3 Milligramm auf 0,5 je Kg Körpergewicht Auswertung aus 2014 .
    Die betroffenen haben das Problem das sie eine Kausalwirkung nicht beweisen können in diesem Niedrig Dosis Bereich . Die gleiche Glyphosat Sorge auch in Dänemark , Holland , Schweden , ( was gehört Einar ?) USA u. Kanada , Polen auch ,event mehr Länder .
    Wir müssen diesen Vergiftung Wahn stoppen - TTIP ectr. Verträge es ist unsere Pflicht - wir haben ein Recht auf Gesunde Ernährung ,
    Im NAMEN unserer KINDER und ENKELKINDER !! Stoppen wir diesen Wahnsinn irgendwie , bitte um Verbreitung dieser Info , Danke !
    P.s. Buchtipp in Deutsch : Ute Scheub : Ackergifte ? Nein Danke ! Für eine Enkel taugliche Landwirtschaft !
    Verlag think Oya 2014 100 Seiten , 10e

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    1. Dasselbe Problem gab es in Südafrika. Die Bauern haben das Futter verbrannt und ihre Tiere (die noch lebten) mit normalem Futter gefüttert und sie wurden fas UMGEHEND gesund!! Musst mal googeln. Das gab es auch anderswo schon.

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