Donnerstag, 27. März 2014

Natalia VITRENKO, vorm. Präsidentenkandidatin in der Ukraine zieht vom Leder

Einar Schlereth

27. März 2014

Dr. Natalia Vitrenko, Präsidentin der Progressiven Sozialistischen Partei der Ukraine und Leiterin einer ukrainischen Delegation auf Tournee durch Europa zusammen mit einem Vertreter Andrii Volodko von der 'Kiew Rus Partei'  sowie dem Vertreter Marchenko, ehemaliger Oberst und Vorsitzender des Gewerkschaft-Dachverbandes der Ukraine auf Einladung der französischen Organisation 'Solidarität und Fortschritt' in Paris sprechen über den Verlauf des Putsches und die gegenwärtige Situation. Alle drei Vertreter des ukrainischen Volkes hatten die Vertreter der EU, der USA und der UNO angeschrieben und um eine Einladung gebeten, was nicht einmal beantwortet wurde. Vitrenko sagt auch, dass sie von den Medien völlig ignoriert werden.
Das zeigt mit aller Deutlichkeit, dass die wirklich demokratischen Parteien der Ukraine BEWUSST umgangen werden. Man will ebenso bewusst nur mit äußerst rechten und faschistischen Elementen zusammenarbeiten. Diese Entwicklung sehen wir ja seit langem in Europa, dass die elementarsten bürgerlichen - demokratischen Regeln außer Acht gelassen werden und auf  die Hilfe des legitimen jüngeren Bruders der bürgerlichen Demokratie, dem Faschismus, zurückgreift. Den zieht man aus dem Verkehr, wenn man ihn nicht braucht, denn er ist nicht ganz richtig in der Birne, allzu gewaltbereit und mit Mord im Blick, aber in Notfällen wird er abgestaubt, gewaschen und gesellschaftsfähig gemacht, um auf das frech gewordene Pack losgelassen zu werden. Hören und sehen wir also zuerst Natalia Vitrenko an (das Video ist vom 15. März 14 und leider nur auf englisch, weshalb ich es grob zusammenfasse).


Vitrenko bedankt sich auch für die Eindung des deutschen Schiller-Instituts und einer italienischen Organisation. Sehr interessant ist, was sie zu dem 'Angebot der EU' sagt, das Janukowitsch NICHT unterschrieben hat. Die Anpassung des ukrainischen Markts und der Industrie an europäische Standards ist von der Akademie der Wissenschaften in der Ukraine auf 160 Mrd. $ beziffert worden, das wäre das Jahresbudget für vier Jahre in der Ukraine gewesen. Außerdem hätten sie genau wie Griechenland Beamte vor die Nase gesetzt bekommen, damit alle Vorgaben erfüllt würden. D. h. das Land hätte obendrein noch seine Souveränität verloren. Auch die Aufnahme in die NATO war bereits vorgesehen.

Sie erinnert auch an die Provokation eines Regierungsmitglieds, der in dem Moment, als ein paar hundert verlorene Demonstranten aufgeben wollten und schon die Stände abbauten, die Polizei auffordete, die Leute vom Platz zu prügeln, und 'zufällig' war auch das Fernsehen da und filmte natürlich auf Teufel komm raus.

Sie berichtet ferner, dass die Neonazis seit langem enge Verbindungen mit der CIA sowie mit der Partei der Regionen von Janukowitsch hatten. Ihre Aufmärsche und Versammlungen und Huldigungen der Hitler-Kollaborateure wurde aktiv gefördert. Sie zeigt hier  auch einen  kurzen Video-Clip über die Neo-Nazis. Das müsst ihr sehen.
Vitrenko gibt auch ein anschauliches Bild, was in einem Bürgerkrieg passieren würde  auf den die US/EU mit den Neonazis zusteuern. Ein halbes Dutzend AKWs stehen in der Ukraine und viele Chemie-Fabriken. Es könnte zu einem ungeheuren Desaster kommen.

Marchenko fügt noch hinzu, dass die EU ihre eigene Charta mit allen ihren schönen Prinzipien mit Füßen getreten hat.


Kommentare:

  1. Schlimm ist das von der EU unterstützte Wieder- Aufbeleben des Neo- Faschismus in Europa, denn man wusste sehr wohl, mit wem man Geschäfte machte, so auch gern mit Psychopaten wie Timo.(oh Gott wenn die mit Lesbia Clinton irgendwann Hand in Hand geht).
    Aber schlimmer, die nun geforderte Aufrüstung (Rasmussen, Schäuble etc.), deren Kosten womöglich das ‘legitimierte’ Aus der letzten Sozialstaat- Strukturen in der EU bedeuten werden.
    Am schlimmsten, man scheint uns absichtlich und mit großen Medien- Propaganda TAMTAM (Schäuble- Schulung, ZDF LOGO Kinder- Pionoierschulung) in einen Großkrieg steuern zu wollen, evtl. nur aufgrund eines bevorstehenden, nicht aufzuhaltenen westl. Wirtschaftskollapses und nicht weiterführbaren Auszutschen der Nationen, denn irgendwann ist auch hier Schluss (Banken, Privatisierungen u.u.u.)

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe immer Probleme den Zusammenfassungen zu folgen, werden doch häufig Vergangenheit und Gegenwart vermischt. Dem Artikel folgend, ist zu vermuten, dass Vitrenko Janukowitsch recht gibt, für seine Verweigerung gegenüber der EU. Das heißt, der Schwenk hin zu Russland ist logisch und berechtigt. Welche Regierung meint sie jetzt aber , die zum Prügeln aufforderte ? Die Gestürzte, die Umstürzler oder gar die Neo-Nazis ? Und wieso stecken alle drei unter einer Decke ?
    „ Sie berichtet ferner, dass die Neonazis seit langem enge Verbindungen mit der CIA sowie mit der Partei der Regionen von Janukowitsch hatten.“
    Von hinten durch die Brust ins Auge ? Und ist sie jetzt betrübt, dass es die CIA etwas zu grob mit ihrem Mitarbeiter getrieben hat ? Zudem nervt der beständige Hinweis auf die Neo-Nazis, die passen überhaupt nicht ins Bild. Was habe sie unter EU-Kuratel zu gewinnen ? Vitrenko trauert wohl einer verpassten Chance hinterher, der ihre Klientel von den Fleischtöpfen fernhält. Zu verstehen ist das, eine Aufarbeitung sieht anders aus. Die Anmerkung von Marchenko kann man voll unterschreiben.
    Frankstein über Wordpress

    AntwortenLöschen
  3. Das ist auch schwer zu verfolgen. Ja, die Partei von Janukowitsch hat auch mit den Nazis gekungelt. Und es war ein Mann aus der Janukowitsch-Regierung (mit Sicherheit von den Amis gekauft), der den Befehl zum Prügeln gegeben hat, und sich dann ganz schnell aus dem Staub machte. Sie wiederholt sich allerdings ziemlich häufig, die Frau Vitrenko.

    AntwortenLöschen