Donnerstag, 13. Juni 2013

Amerikas „Geheimes Fukushima“: Uranbergbau vergiftet den Brotkorb der Welt



Ein Wahnsinnsartikel. 75 Prozent aller Uranbergwerke liegen auf indigenem Land. Diese armen Teufel, die von einer Ecke in die andere gejagt wurden - ob in den USA oder Indien oder Südamerika - und am Ende findet man genau dort wieder etwas, was die Multis und das Kapital unbedingt brauchen, und wieder werden sie verjagt - oder man betreibt einen heimlichen Genozid gegen sie wie gegen die Navajos und die Great Sioux Nation. Und egal welche Verträge unterzeichnet werden, die USA haben niemals auch nur einen von ihnen gehalten. Aber das große Wort über die Menschenrechte und Demokratie führen, das können sie.


Great Sioux Nation Territorium

Kevin Zeese und Margaret Flowers


9. Juni 2013
Am frühen Morgen des 16. Juli 1979 brach ein 7 m Teil des Erddammes vom Auffangbecken der Church Rock Uran-Fabrik ein und setzte 95 Millionen Gallonen [3.78 l D. Ü.}von hoch ätzender Flüssigkeit frei, die 1100 Tonnen Radioaktives Material enthielt. Die Flüssigkeit und der Abfall flossen in den nahen Puerto Fluss, wo sie 150 km flussabwärts trieb und giftige Pfühle hinterließen und örtliche Abzugkanäle an ihrem Weg vergifteten.

Obwohl diese Freisetzung von Radioaktivität, wohl die größte in der US-Geschichte, weniger als vier Monate nach der teilweisen Kernschmelze des Three Miles Island AKWs passierte, die radioaktive Gase und Iodine in die Atmosphäre entließ, bekam der Church Rock Unfall wenig Medienaufmerksamkeit, da Three Mile Island die Schlagzeilen beherrschte.

Und als die Bewohner von Church Rock ihren Gouverneur fragten, ihre Gemeinde zum Katastrophengebiet zu erklären, damit sie Gelder zur Wiedergutmachung erhielten, weigerte er sich.

Was war der Unterschied zwischen dem Church Rock Unfall und der teilweisen Kernschmelze von Three Mile Island? Church Rock liegt im Gebiet der Navajo Nation, eins der Gebiete, die von der USA geopfert wurden, um Uran für den Kalten Krieg und für die Atomkraftwerke zu liefern. Jenes Gebiet und viele andere in der Navajo Nation sind bis zum heutigen Tag verseucht.

Ein weiteres geopfertes Gebiet ist das der Great Sioux Nation, wo tausende von offenen Uran-Minen immer noch Strahlung und Schwermetalle in die Luft, Erde und Wasser freisetzen.

Diese Vergiftung der Navajo und Great Sioux Völker findet seit Jahrzehnten statt und hatte ernste Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Selbst heute ist es noch unbekannt, wie groß ihr volles Ausmaß und ihre Auswirkungen sind auf diese Völker und den Rest des Landes, weil die verseuche Luft und das Wasser sich nicht an Grenzen halten.
Navajo Territorium
Die meisten Amerikaner haben keine Ahnung von der Story des Uranbergbaus auf indigenem Land, weil es schwer ist, diese Story zu akzeptieren. Sie umfasst die lange Geschichte der Menschenrechtsverletzungen der USA an den indigenen Indianern und die Anerkennung der vollen Kosten der Atom-Energie – zwei Stories, die von Regierung und den Energie-Giganten unterdrückt wurden.

Viele Menschen denken bei Atomenergie an eine saubere Energiequelle. Das hat man verbreitet beim Übergang von den fossilen Brennstoffen zur Atomenergie. Aber die Wahrheit ist, dass für die Atomenergie ein hoher Preis an Gesundheit des Volkes und des Planeten bezahlt wird. Wie andere Formen extraktiver Energie wie Kohle, Öl und Gas muss Uran im Boden bleiben.
Vergiftung durch Strahlung und Schwermetalle sind eine verborgene Umweltkatastrophe, die immer weitergeht und angepackt werden muss. Aber statt die Gesundheitseffekte zu studieren und die Umwelt zu säubern, machen private Unternehmen wieder Druck, um das Verbot der Uran-Gewinnung aufzuheben.


Vergiftet der Uranbergbau den Brotkorb Amerikas?


Tausende offene Uranminen-Gruben geben seit den 50-er Jahren Radioaktivität an die Atmosphäre ab. Es hat ein paar unzureichende Messungen gegeben, aber selbst diese zeigen, dass diese Strahlung größer als in Fukushima ist. Wie ist es dazu gekommen?

Es wird geschätzt, dass 60 – 80 % des Urans in den USA auf indigenem Land liegt, vor allem im Land der Navajo und der Great Sioux Nation. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die United States Atomic Energy Commission (AEC) gegründet, damit die USA Uran für die heimische Waffenindustrie bekommen konnte. Die AEC garantierte, dass es das gesamte abgebaute Uran aufkaufen würde.

Tagebau-Uranbergwerk
Es folgte ein Uran-Boom. Private Unternehmen tauchten auf und in Gebieten von South Dakota begannen selbst Privat-Personen nach Uran auf ihrem privaten Land zu graben, ohne die Gefahren zu kennen.

Private Unternehmen legten tausende Minen im Tagebau und Untertagebau an auf indigenem Land und heuerten für lachhafte Löhne Indianer an. Außer Jobs brauchten die Uran -Minen wenig Nutzen diesen Völkern, weil das Land an nicht-indianische Unternehmen vergeben wurde wie Kerr-McGee, Atlantic Richfield, Exxon und Mobil. Die Indigenen hatten keine Kontrolle über das, was ablief.

Zwei Gesetze im 19. Jh. beraubten die Indigenen der Selbstbestimmung. Das Indian Appropriations Act (Aneignungsgesetz) von 1851 stellte Gelder bereit, um die Indianer in Reservate zu treiben, scheinbar, um sie vor weißen Siedlern zu schützen, aber wahrscheinlicher, damit sich die weißen Siedler das Land aneignen konnten.

Diese Reservate sind auch als Kriegsgefangenenlager bekannt. In der Tat ist das Reservat Pine Ridge, SD als POW-Camp 344 (Kriegsgefangenenlager) registriert.

Ein zweites Aneignungsgesetz von 1871 veränderte den legalen Status der Indigenen in Vormundschaft der Bundesregierung, wodurch ihre Anerkennung als souveräne Nationen und ihr Recht, Verträge zu schließen verlorenging.

Um Verträge für den Uranbergbau auf indigenem Land zu schließen, schuf das Büro für Indianer-Angelegenheiten Stammesräte, um Verhandlungen zu führen. Aber die Verträge waren nicht zum Besten der Indigenen.

Die indigenen Arbeiter in den Minen erhielten keinerlei Schutz vor der Strahlung und sie wurden auch nicht über die Gefahren aufgeklärt. Obwohl schon Anfang der 50-er Jahren klar war, dass die Strahlung Krebs verursachte und der Öffentliche Gesundheitsdienst mit Untersuchungen der Uran-Arbeiter begann, dauerte es bis 1959, dass Lungenkrebs als Risiko in den an die Arbeiter verteilten Broschüren erwähnt wurde.

In einer unveröffentlichten Dissertation schreibt A. B. Hungate, dass die Gründe dafür folgende waren: „Die Regierung hat zwei Interessen. Erstens brauchte sie einen ständigen Nachschub an heimischem Uran und sie glaubte, dass Warnungen für die Arbeiter zum Verlust der Arbeitskräfte führen würden. Zweitens wollte sie ein epedimologisches Testprogramm, um die Langzeitauswirkungen der Strahlung auf die Gesundheit festzustellen.“

Don Yellowman, Präsident der 'Forgotten Navajo People', beschrieb das Ausmaß der Strahlung und der giftigen Metalle, denen die Indigenen ausgesetzt waren, die das giftige Wasser, das tief in den Schächten von den Wänden tropfte, tranken. Manche Arbeiter hatten einen weiten Weg zu den Minen, weshalb ihre Familien mit ihnen kamen.

Kinder spielten im Umkreis der Minen und die Familien bereiteten und aßen ihre Mahlzeiten dort. Andere Berichte erklärten, dass Arbeiter, überwiegend Nicht-Weiße, in die Minen befohlen wurden, gleich nach den Sprengungen, um das Geröll einzusammeln für die Verarbeitung. Auch gingen die Arbeiter abends nachhause, bedeckt mit radioaktivem Staub und setzten ihre Familien den Risiken aus.

Der Uranbergbau begann in South Dakota auf Land, das in den Verträgen verzeichnet war, die mit der Great Sioux Nation 1960 und 1970 geschlossen wurden. Die Sioux wurden jedoch nicht an den Verhandlungen für den Bergbau beteiligt und sie weigern sich immer noch, mit der US-Regierung über das Land in den Black Hills zu verhandeln.

Während des Booms wurde der Bergbau betrieben ohne Rücksicht auf die Strahlung. Die „großen Unternehmen schoben [buchstäblich] einfach die oberste Schicht der Hügel beiseite“.

Wenige Jahrzehnte nach dem Beginn des Uranabbaus im Navajo-Land zeigten sich zunehmend Fälle von Krebs, insbesondere Lungenkrebs, bei den Bergarbeitern. 2008 zeigte eine Zeitschrift in New Mexico, dass „das Risiko von Lungenkrebs unter den Navajo-Bergarbeitern 28 mal höher lag als bei Navajos, die nie in Bergwerken gearbeitet hatten, und zwei Drittel aller Fälle von Lungenkrebs zwischen 1969 und 1993 wurden einer Ursache geschuldet – Uranabbau unterTage.

In den 1990-er Jahren lag die Todesrate der Navajo-Bergarbeiter 3.3 mal höher für Lungenkrebs als im US-Durchschnitt und 2.5 mal höher bei Pneumoconiose und Silikose.“

Obwohl die Gesundheitsrisiken der Strahlung bekannt waren, brauchte es Jahrzehnte, bevor Schritte zum Schutz der Arbeiter unternommen wurden. Die Minen wurden unter laschen Gesetzen aus dem Jahre 1872 betrieben. Gesundheits- und Sicherheitsregeln in den Minen wie die Vorschrift von Ventilation, wurden erst Ende der 1960er Jahre vom Kongress beschlossen. Aber auch als sie Gesetz wurden, hat man die Regeln nicht durchgesetzt.

Seit Beginn der 1970-er Jahre begannen die Arbeiter und ihre Familien gesetzliche Regelungen vor Gericht und dem Kongress einzufordern, um für die Auswirkungen der Strahlung entschädigt zu werden. Viele Gerichtsfälle wurden abgewiesen und die Anhörungen vor dem Kongress über die Sicherheit der Bergarbeiter waren für die Indigenen geschlossen. Erst 1990 wurde das Radiation Exposure Compensation Act (RECA) vom Kongress verabschiedet.

Aber das RECA ist völlig inadäquat und restriktiv. Bis 2000 wurden nur Arbeiter berücksichtigt, nicht Arbeiter in den Fabriken, und auch die Familien und andere, die nahe der Minen lebten, wurden nicht berücksichtigt. Auch wird ein strikter Bewerbungsprozess verlangt, der für viele unmöglich ist abzuschließen.

Die Akademiker Brugge und Goble erklären in einer Zusammenfassung von RECA: „Wir glauben, dass es unmöglich ist, sich gleichzeitig zu entschuldigen, sehr strenge Kriterien anzulegen und die Beweislast den Opfern aufzuerlegen, wie es das RECA von 1990 tut.“

Uranminen geben bis heute Strahlung ab

Strahlung und Schwermetalle aus den Uranminen verseuchen weiterhin das Land, die Luft und das Wasser, und sehr wenig wird getan, um dies zu stoppen.

In den Tiefebenen von Wyoming, Montana und Dakota gibt es 2885 aufgegebene Uranbergwerke, die aus offenen Gruben bestehen innerhalb des Territoriums, dass angeblich der ausschließlichen Nutzung der Great Sioux Nation nach dem Fort Laramie Vertrag von 1868 zusteht. Diese offenen Minen geben Strahlung und Schadstoffe ab, die die umgebenden Gemeinden verseuchen.

Nach einem Bericht von 'Earthworks', „setzt der Bergbau nicht nur Uran an die Atmosphäre frei, wo es reaktiv wird, sondern entlässt auch andere radioaktive Elemente wie Thorium und Radium und toxische Schwermetalle einschließlich Arsen, Selenium, Quecksilber und Kadmium. Diesen Ementen ausgesetzt zu werden, kann Lungen-, Haut- und Knochenkrebs, sowie Leukämie, Nierenschäden und Geburtsdefekte verursachen.“

In der Navajo Nation gibt es gegenwärtig 1200 aufgegeben Uranminen und 500 erfordern Regenerierung. Die größte Verseuchung findet durch festen Abfall, Abraum genannt, statt, der manchmal 23 m hoch ist. Der wurde auch häufig als Baumaterial verwendet. Der Staub von diesem Abraum wird durch das ganze Land geblasen und verursachte weit verbreitete Verseuchung.

Eine Studie von 2008 fand, dass „Abfälle von Fabriken und Abraumhalden eine starke Grundwasserverseuchung durch Radium, Uran, verschiedene Schwermetalle und aufgelöste Feststoffe verursachen. Eine Schätzung besagt, dass 1.2 Millionen Quadratacres [4 acres = ein Hektar] Grundwasser in dem Lake-Milan Gebiet (genug, um den das Elephant Butte Reservoir mehr als zweimal zu füllen) durch alte Minen und alte Fabrik-Abfälle verseucht wurden, und weniger als zwei Zehntel von einem Prozent sind behandelt worden, um das Verseuchungsniveau zu verringern“.

Charmaine White Face von den 'Verteidigern von Black Hills' beschreibt die Situation in der Great Sioux Nation als „Amerikas Tschernobyl“. Sie sagt: „Eine private aufgegeben Tagebau-Mine 200 m von einer Grundschule in Ludlow, SD entfernt, strahlt 1170 MicroRems pro Stunde ab, mehr als viermal so viel wie das Fukushima-AKW in Japan.“

Außerdem zeigen „Studien von der USFS, dass eine Mine allein 1400 MilliRems (mR/hr) pro Stunde abgibt, eine Menge, die 20000 mal höher als die normale Hintergrund-Strahlung von 100 mR/hr“. Die Krebsrate in Pine Ridge, SD ist die höchste im ganzen Land.

Diese Verseuchung entweicht in die Luft, die nach Süden und Osten geblasen wird und in das Wasser dringt und die Cheyenne- und Missouri-Flüsse erreicht. Sie verseucht das Getreide, das in diesen Gebieten angebaut wird, das an Rinder verfüttert wird, die Milch und Fleisch für das übrige Land liefern.

White Face erklärt: „In einem Gebiet der USA, das der 'Brotkorb der Welt' genannt wurde, haben mehr als 40 Jahre Uranbergbau radioaktiven Staub verursacht und Wasserabfluss von den hunderten offenen Urangruben, den Produktonsstätten und Untertage-AKWs und Atommüllplätzen. Unser Getreide und Fleischproduktion aus diesem Gebiet haben dieses Wasser verwendet und sind der Strahlung der Überreste des Uran-Bergbaus ausgesetzt. Eines Tages werden wir globale Effekte bemerken, nicht nur örtliche.“

Das Uran verseucht auch die Kohle, die in Wyoming für die Stromkraftwerke im Osten gewonnen wird. Der Report der „Defenders of Black Hill“ sagt, „radioaktiver Staub und Partikel werden von den mit Kohle beheizten Kraftwerken in die Luft entlassen und setzen häufig die Warnsysteme der Kraftwerke in Gang.“

Die Leute der Navajo- und Great Sioux Nations haben seit Jahrzehnten gekämpft, dass die US-Regierung Studien erstellt über das Ausmaß der Verseuchung und die verseuchten Gebiete säubert. Als Vormund ist die US- Regierung verantwortlich für die Gesundheit und Sicherheit der indigenen Völker.

Das 'Forgotten Navajo People' hat eine Resolution vorgelegt, in der es heißt, „dass jedes Volk das unveräußerliche Recht hat auf saubere Luft, sauberes Wasser und die Erhaltung des heiligen Landes, und dass sofortige Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Beseitigung der radioaktiven Verseuchung unserer Luft, Wasser und Heimatlandes für unser Überleben zu finanzieren, und dass die genannten Parteien das Radioaktive Strahlungsdaten Einsammlungs-Netzwerk des Volkes  unterstützen“.

Die Resolution fordert auch, dass die USA das Verbot für neue Uranminen aufrechterhalten. Man hat sich auch die Ausrüstung besorgt, um die Strahlung in ihren Reservaten zu messen, da sie ihnen auf Anforderung nicht geliefert worden ist.

Die 'Defenders of the Black Hills' haben auch ein neues Gesetz geschrieben, das 'Uran Explorations- und Abbau-Rechenschaftsgesetz', das Studien und Wiederherstellung fordert, aber laut White Face hat bisher nicht ein Mitglied des Kongresses das Gesetz unterstützt. Sie erklärt, dass die staatlichen und Bundesgesetzgeber die Tatsache verbergen wollen, dass diese fortlaufende Verseuchung besteht, weil sie den Ländern ökonomisch schaden wird.

Nur 70 km südlich von Mount Rushmore gibt es 169 aufgegebene offene Minen. Und es gibt auch Minen in Gebieten von Nationalparks wie dem Yellowstone und Grand Tetons. Diese Minen verseuchen das Wasser und die Luft in den Gebieten, die von abertausenden Touristen besucht werden.

Die Kette der Umweltschädigung durch Atomenergie beginnt mit dem Abbau

Während der Energiekrise in den 1970-er Jahren forderte Präsident Nixon, dass die USA energieunabhängiger werden und mit dem Projekt Independence 1980 erneuerbare Energiequellen erwerben sollten.

Das umfasste die vermehrte Anwendung von Atomernergie und führte zum Bau von Atomkraftwerken im ganzen Land. Einige dieser AKWs – 23, die noch in Betrieb sind – wurden nach denselben schlechten Plänen gebaut wie die Fukushima und Daichi AKWs in Japan.

Und viele erreichen ihr Lebensende mit 40 Jahren, aber die Betreiber bewerben sich um Zulassung für fortgesetzte Operation.

Außerdem, wegen der verringerten Menge fossiler Brennstoffe und der Klimaveränderung, liegt Atomenergie wieder auf dem Tisch von Obama, der in seiner ganzen Karriere vor allem von Excelon Energy üppig bezahlt wurde.

'Earthworks' berichtet, dass „laut Atom-Regulierungs-Kommission gegenwärtig 26 Vorschläge zum Bau, Erweiterung oder Neustart von Untertage-Projekten in den von ihr regulierten Staaten (Wyoming, Nebraska, South Dakota und New Mexico) vorliegen. Neun davon werden neu sein.“

Untertagebergbau wird vorgezogen als sicherere Methode zum Abbau von Uran. Bei diesem Verfahren werden tiefe Löcher in die Erde gegraben und dann werden Flüssigkeiten hineingepumpt, um das Uran aufzulösen, um es zu gewinnen.

Diese Methode ist gewiss weniger zerstörerisch für die Erdoberfläche als der Tagebau, aber der Report hält auch fest, dass „jeder Untertagebau riskiert, Uran und gefährliche Nebenprodukte außerhalb der Mine zu verbreiten, wodurch potentiell nahegelegene Wassersysteme und Trinkwasserquellen verseucht werden. Das ist ein großes Problem bei fast allen Untertage-Projekten in den USA gewesen.“

Die gegenwärtigen Uran-Bergwerke haben eine Geschichte der Nichtbefolgung von Vorschriften. Ständig gibt es Lecks. Bergwerkunternehmen säubern nicht die Gebiete, wie es vorgeschrieben wird. Sie bezahlen keine Strafen. Und sie beeinflussen örtliche Regierungen, die Vorschriften zu lockern, sobald sie eine Erlaubnis zum Abbau bekommen.

Außer der Verseuchung von Erde, Luft und Wasser erfordert der Untertagebau riesige Mengen an Wasser. Heute, bei den großen Trockenperioden und der Wasserknappheit würde der Untertagebau noch mehr zur Wasserkrise beitragen.

Atomenergie ist eine andere Form der extraktiven Energie, die nicht nur extrem unsicher ist, sondern auch teurer ist als sicherere Formen von Energie.

Außer den menschlichen und Umweltkosten ist der Bau von neuen AKWs um das vierfache seit 2000 gestiegen, im Schnitt 13 bis 15 Mrd. Dollar pro Stück. Physiker für Soziale Verantwortung berichten, dass „Neue Reaktoren werden die Hausbesitzer und Unternehmen 12 bis 20 cents teurer kommen als Alternativen, die sauberer und sicherer sind.“

Und die 'International Physicians for the Prevention of Nuclear War' haben 2010 eine Resolution zum Verbot von Uranbergbau weltweit verabschiedet. Darin heißt es: „Sowohl die direkten Gesundheitseffekte durch Verseuchung von Wasser, als auch der immense Wasserverbrauch in Abbauregionen sind umweltmäßig und ökonomisch schädlich – und schädlich für die menschliche Gesundheit.“

Die Wassergewinnung führt zu einer Reduzierung des Grundwasserspiegels und damit zur Verwüstung; Pflanzen und Tiere sterben, die traditionelle Subsistenz der Bewohner wird beseitigt, die Existenz ganzer Kulturen wird bedroht.

Enthüllt die Wahrheit und schafft eine Kohlefreie, Atomfreie Energie-Wirtschaft

Uranbergbau in den USA und weltweit ist eine verborgene Umweltkatastrophe, die enthüllt werden muss. Es ist nicht akzeptabel, die fortlaufende Verseuchung von Gemeinden zu ignorieren, insbesondere der indigenen Gemeinden. Dreiviertel aller Uranbergweke liegen auf indigenem Land. Yellowman spricht von der Praxis des Uranbergbaus als einer Form von struktureller Gewalt. Strukturelle Gewalt liegt dann vor, wenn eine soziale Struktur oder Institution Menschen schadet, indem sie verhindert, dass sie ihre elementaren Bedürfnisse befriedigen können. Es gibt keinen Zweifel, dass die weit verbreitete Verseuchung von Luft, Erde und Wasser durch 70 Jahre Uranbergbau die elementaren Rechte indigener Völker auf saubere Luft und Wasser und gesundes Leben verletzt hat.

Gegenwärtig ist es bekannt, in welchem Ausmaß die fortlaufende Verseuchung die Gesundheit unseres Landes beeinträchtigt. Trotz des dringenden Bedürfnisses hat es bis heute keine umfassenden Studien über Strahlung und Verseuchung durch Schwermetalle in den USA gegeben.

Uran, dass von Vieh oder anderen Tieren durch Wasser und Nahrung aufgenommen wird, wird in den Muskeln konzentriert. Wir wissen nicht, wie sicher unsere Luft, das Wasser und die Nahrung sind. Und wahrscheinlich wollen die Regierung und die Atomindustrie nicht, dass wir es wissen.

Es wird immer klarer, dass die Atomenergie eine weitere schmutzige Eenrgiequelle ist, für die Mensch und Umwelt einen hohen Preis bezahlen müssen.

Wir müssen die Propaganda der Energieindustrie durchschauen und uns klar werden, dass es sicherere und sauberere Alternativen gibt, die auch billiger sind.
Der erste Schritt ist die Beendigung des geheimen Fukushima, die Lieferung von Testgeräten an die Navajo-Indianer und Durchführung von Studien über die Effekte der Strahlung und anderer giftiger Stoffe auf Erde, Luft und Wasser im mittleren Westen.

Es ist höchste Zeit, dass wir schnell zu einer Kohle- und Atomfreien Energiewirtschaft gelangen. Anfangen könnte man mit der massiven Energie-Verschwendung durch Effizienz und Erhaltung zu begegnen und fortfahren mit Veränderung des American way of life, indem man einen Landnutzungsplan aufstellt für den Massentransit des 21. Jahrhunderts und die Steuerung der Energie, damit jedes Haus und Unternehmen ein Energieerzeuger wird.

Der Ruf der indigenen Indianer, die Erde wiederherzustellen und auf das Recht von sauberem Wasser und sauberer Luft sollte ein Sammelruf für uns alle werden.

„The Toxic Effects of Uranium Mining on Tribal Lands with Don Yellowman and Charmaine White Face“ auf 'Cleaning the FOG' lesen.
Kevin Zeese JD and Margaret Flowers MD co-host Clearing the FOG on We Act Radio 1480 AM Washington, DC and on Economic
Democracy Media, co-direct It’s Our Economy and are
contributors to Popular Resistance an outgrowth of the
Occupy Movement. Their twitters are@KBZeese and @MFlowers8.
 
Quelle - källa - source 

Kommentare:

  1. Schöner Artikel!
    Zum Thema Rassismus und Genozide: Domenico Losurdo lesen, der deutet da einiges neu!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Domenico_Losurdo

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  2. Die 300 Tonnen kontaminierten Wassers, die seit mehr als zwei Jahren täglich von der Atomruine in den Pazifik fließen, verschaffen den IPPNW-Aussagen zumindest in den Medien leichter Gehör als in Zeiten ohne solche Skandale.

    Doch sollten jetzt möglichst schnell solide Fakten auf den Tisch gelegt werden. Die wissenschaftlich objektive Aufarbeitung des Strahlenrisikos ist wichtig.

    Doch die Opfer können nicht lange warten.

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