Sonntag, 30. Juni 2013

Syrien: die Kunst auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen



Andrey Fomin

28. Juni 2013

Die fortlaufende syrische Krise wird sicherlich von künftigen Generationen als ein klassisches Beispiel gesehen, wie eine vollständig falsche Realität, die von der dominanten westlichen politischen Klasse und den Mainstreammedien präsentiert wird, auf abgründige Weise zur moralischen und politischen Stärkung der Gegenpartei geführt hat, die verzweifelt die Prinzipien des Gesetzes und Gerechtigkeit verteidigt unter dem nie dagewesenen Druck der transnationalen Kriegspartei.

Trotz des unverhüllten Skeptizismus, der am Vorabend des Gipfels in Lough-Erne von einigen G8-Führern gegenüber der russischen Haltung in der syrischen Krise geäußert wurde, erwiesen sich die Gespräche am Ende als diplomatischer Sieg für Putin. Er stand fest in seiner Haltung zu Syrien, während die westlichen Führer das Offensichtliche akzeptieren mussten, dass es keine Möglichkeit gibt, Präsident Assad auf legale Weise zu stürzen. Der G8 Gipfel versagte, politischen Druck auf Bashar al-Assad auszuüben wegen seiner angeblichen Anwendung chemischer Waffen gegen die Rebellen, noch konnte er Russlands Zustimmung zu weiteren Handlungen zu Gunsten der syrischen Opposition durch den UN-Sicherheitsrat erhalten.
Die harte russische Haltung zu Syrien steht zunehmend im Einklang mit den Auffassungen einiger nüchterner Politiker im Westen. Zbignew Brzezinski, einem bekannten US- politischen Analytiker und Staatsmann polnischer Herkunft, der kaum verdächtigt werden kann, die russische Politik anderweitig zu unterstützen, sagte wörtlich in einem Interview mit MSNBC direkt am Abend vor dem G8 Gipfel:

„Der Westen hat sich absolut in eine Massenpropaganda gestürzt, den syrischen Konflikt als einen Kampf für Demokratie darzustellen, wo viele der Rebellen nicht im Traum daran denken. Sie versichern ihre Treue zu Al Qaida, fordern explizit das Sharia-Gesetz, töten tausende Christen, benutzen terroristische Taktiken, doch unsere korrupten Medien und unsere politische Klasse gibt vor, dass ihre Bewaffnung die Demokratie fördern wird.“

Es ist kein Wunder, dass Putins Einsatz, alle Konflikt-Parteien an den Verhandlungstisch in Genf zu bringen ohne vorherige Bedingungen und seine offenen Antworten bei einer denkwürdigen Pressekonferenz mit dem britischen Premier Cameron, eine positive Resonanz in einem weiten Spektrum der westlichen Zivilgesellschaft erhielten. Boris Johnson, britischer Konservativer und amtierender Bürgermeister von London, erklärte ausdrücklich in einem Artikel für den Telegraph:

Dies ist der Moment für einen totalen Waffenstillstand, ein Ende des Wahnsinns. Es ist Zeit für die USA, Russland, die EU, Türkei, Iran, Saudiarabien und alle Beteiligten, eine allgemeine Konferenz einzuberufen, um die Schlächterei zu stoppen versuchen.

Wir können nicht Syrien als eine Arena benutzen für geo-politisches Punktesammeln oder Säbelrasseln, und wir bekommen keinen Waffenstillstand, indem wir Waffen in die Hände von Wahnsinnigen drücken.“

Sein Gesichtspunkt wird von einer großen Zahl britischer Parlamentarier geteilt, sowohl konservativer als auch von der Labour Party, die Cameron drängen, nicht mit Waffen-Lieferungen an die syrische Opposition zu beginnen ohne Zustimmung des Parlamentes.

Gerald Warner vom
Scotsmen schrieb am vergangenen Sonntag, dass Putin zunehmend im Westen bewundert wird wegen seiner festen Haltung bei der Verteidigung der Prinzipien des internationalen Rechts im allgemeinen und in der Syrienfrage im besonderen.

Die neue Bewunderung für Putin wurzelt in der Anerkennung des Kontrastes, den er darstellt zu den politischen Feiglingen, die an der Spitze der EU und der USA stehen. Die Fotos von der G8 der vergangenen Woche sagten alles. Das Posieren der 'Staatsmänner', denen von PR-Beratern befohlen worden war, ihre Krawatten abzulegen in einem verzweifelten Versuch, 'relevant' zu erscheinen – eine Horde von Pappis auf einem Schultanz – forderten zu Hohn und Spott heraus, den sie wirklich verdienten. Putin willigte in den Zirkus ein, aber als es zur Sache ging – der Forderung von Obama/Cameron/ Hollande, die al-Qaida in Syrien zu bewaffnen – war die Anwort ein kompromissloses „Nyet!“ nach Molotow-Art.

Wiederholte Hinweise in den westlichen Mainstreammedien, dass das Al-Qaida-Netzwerk den anti-Assad-Aufstand dominiert, sind noch weiter verstärkt worden in den vergangenen Wochen. Zum Beispiel sagte vor wenigen Tagen Hans-Georg Maassen, Chef der deutschen Gegenspionage, zur
Rheinischen Post, dass etwa 20 Dschihadisten-Verdächtige nach Deutschland aus Syrien zurückgekehrt seien. Er sagte, er sei besorgt, dass in den vergangenen acht Monaten mehr als 60 selbsternannte „heilige Krieger“ Deutschland verlassen hatten, um am Dschihad in Syrien teilzunehmen. „Wenn sie zurückkommen, werden sie als Helden in ihren Kreisen gefeiert. Im schlimmsten Fall haben sie eine direkte Kampfaufgabe bei ihrer Rückkehr“, betonte Maassen.


Eine Gruppe „heiliger Krieger“ in Syrien
Eine Anzahl von Dschihadisten Webseiten wie etwa Kavkaz Centre, mit Sitz in Finnland, haben kürzlich zwei Tschetschenen „syahids“ gepriesen, die von den syrischen Regierungskräften nahe Aleppo liqidiert wurden. Wer interessiert ist, die wirklichen Motive der „pro-demokratischen Kräfte“ in Syrien zu verstehen, kann die englische Übersetzung ihrer „Märtyrologie“ lesen, die von den Zielen, wie sie der Westen proklamiert, weit entfernt sind.

Die Zahl der Gräuel und Grausamkeiten gegen die syrische Zivilbevölkerung seitens dieser „heiligen Krieger“ ist unzählbar. YouTube ist voll mit Video-Clips von diesen Verbrechen, mit genug Beweisen, um ein internationales Spezialtribunal einzuberufen zu ihrer Untersuchung und Anklageerhebung. Stattdessen bemühen sich die selbst- ernannten „Freunde Syriens“ zur politischen Vertuschung der FSA und schleusen Waffen für die Dschihadisten ins Land.

Obama hofft offensichtlich, die Kontrolle über die „moderate“ FSA von Salem Idris behalten zu können, aber die Vergeblichkeit solcher Erwartungen wurde schon damals in Vietnam bewiesen (z. B. der Ngo Dinh Diem Skandal). Denselben Fehler machte man in Afghanistan. Das Weiße Haus setzt Hoffnungen auf einen Renegaten, der keine greifbare Unterstüzung genießt von irgendeiner größeren Gruppe in der syrischen Gesellschaft. Indem sie blind festhält am Ziel des Regimewechels werden die USA nichts anderes erreichen als ein weiteres vom Krieg zerstörtes Gebiet mit einer Marionette in Damaskus, die von US-Mariners geschützt werden muss.

Das Echo des syrischen Konfliktes entfacht schon religiöse Spannungen im Libanon und anderen Ländern der Region. Die langen sektiererischen Auseinandersetzungen im Irak sind erneut aufgeflammt. Es ist wahrscheinlich, dass ein neuer Sunni-Shia-Krieg von den globalen Eliten geplant ist, die auch vor zwei Jahren den Konflikt in Syrien in Gang setzten. Die Wirkung, die er auf Europa und die USA selbst haben könnte, wird nicht vorhergesehen und wird benutzt werden, um den Griff elektronischer Überwachung dieser Gesellschaften noch zu verstärken.

Die öffentliche Reaktion im Westen auf Putins Darbietung beim G8-Treffen deutet an, dass es hier eine bewusste oder vielleicht auch unbewusste Erkenntnis gibt. Putin hat erfolgreich den Trend am Reform-Nährboden angesetzt, der den Köpfen im Westen aufgezungen wurde. Die westlichen Politiker sind dermaßen verstrickt in ihre Lügen, besonders in der Syrien-Frage, dass eine vernüftige und aufrichtige Rede von dem russischen Führer, die auf unleugbaren Fakten und gesundem Menschenverstand beruhte, sie stumm, neugierig und verblüfft machte. Und die Leute sind in der Lage zu spüren, wer auf der richtigen Seite der Geschichte steht.


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. .. aha, es sind also in den letzten 8 Monaten ca. 60 Dschihadisten aus D-Land nach Syrien gereist und davon sind bereits 20 wieder da??
    [zynisch]
    Ja nun, da stellt sich die Frage, ob die SWP denn bei deren Betrieben keine Urlaubs-Verlängerungs-Anträge gestellt hat??
    [/zynisch]
    Oder wer finanziert dieses Mörderpack überhaupt?
    Man sollte mal alle 60 Namen dieser Leute veröffentlichen, und auch die Hintermänner vom SWP an den Pranger stellen!!
    Diese Leute gehören auf die Fahndungs-Listern von Schlapphüten.

    Ich habe bereits Dutzende solcher brutalen Videos der "FSA" und sonstiger Schlächter-Banden gesehen.
    Wenn dieses Pack hierher zurückkehrt, ist doch deren Zusatz-Funktion erfüllt, denn dann wünscht sich der blöde deutsche Stammtisch-Michel freiwillig ne totale Überwachung von Stadt-Land-Fluss-Netzwerk...

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    1. Herrlich ihre Antwort
      Bei mir haben sie damit volle Zustimmung, die Hoffnung dass sich der doofe Michel erhebt aus seinem Fernsehverblödungssessel verbindet uns denke ich.
      Ich will diese Horden nicht hier in Deutschland zurück haben und die Veröffentlichung der Fressen wäre mir sehr recht

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  2. Der amerikanische Präsident, ich glaube OBAMNA heißt er, wird niemals positiv in die Geschichte amerikanischer Präsidenten eingehen, er ist ein Kriegsverbrecher und gehört an den Galgen! Befreit die Menschheit von diesem Schakal! In die Hölle mit anderen westlichen Politikern, die Mitschuld an den Kriegsverbrechen in Syrien sind! Frau Merkel, überprüfen Sie ihre Einstellung zu Ihrem Duzfreund Obama, der kein Freund Deutschlands ist! Sollte sich das deutsche Volk von der Bevormundung der Amis lösen wollen würde er es kaltblütig niedermetzeln lassen! Dafür sind die Drohnen gedacht! Hallo, Herr zu Guttenberg, willkommen im Internet beim Abspeichern von Telefondaten! Willkommen im Kreise der internationalen Verbrecher! Hier sind Sie richtig! Bei den amerikanischen Loosern!

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  3. TOLL ICH LESE DIESE SEITE OFT.WEIL HIER DIE UNGESCMIKTE WAHRHEIT TREFFEND BESCHRIEBEN WIRD. BRAVO

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