Donnerstag, 20. Juni 2013

Syrien: Krieg unter anderem Namen


Hier wird ein abenteuerlicher Plan vorgestellt. Man fasst es einfach nicht. Die 'internationale Gemeinschaft' setzt sich aus einer Horde von Geisteskranken in den westlichen Hauptstädten zusammen, die in ihrer brutalen Unberechenbarkeit zu allem fähig sind, weshalb alle sich feige vor ihnen im Staub wälzen. Und die wenigen Mutigen werden als Hochverräter diffamiert, die am besten in Guantanamo auf Nimmerwiedersehen verschwinden sollten. Was für eine Welt!


Franklin Lamb


19. Juni 2013


Die G-8 Führer trafen sich in Lough Erne, Nordirland, zu einer internationalen Konferenz über die laufende Krise in Syrien. Sie konnten sich nicht auf etwas einigen, was den Bürgerkrieg bald beenden könnte. Das Weiße Haus ist sich Berichten zufolge mit Russland und dem Iran privat einig, dass die Assad-Regierung an der Macht bleibt bis zu den Wahlen im nächsten Jahr.

Folglich ist ein 18 Monate alter US-Plan B von Obama abgestaubt worden laut Quellen aus dem Kongress und diplomatischen Quellen in Beirut. Wenn er erfolgreich ist, dann gibt es Zuversicht unter den zionistischen Neocons im Kongress, dass Syrien, obwohl der Regime-Wechsel versagte, weil die militärische Kampagne, die von den Golfländern finanziert wurde, abgewendet wurde, dennoch auf die Kniee gezwungen werden kann vermittels einer ökonomischen Kampagne, die so aussieht, als sei sie durch und durch 'humanitär'.

Von einigen Leuten im Weißen Haus und im Pentagon wird der Begriff „Äquivalent zum Marshall Plan“ verwendet, um ein vorgeschlagenes umfassendes 'humanitäres Rettungs-Programm' zu bezeichnen, das für Syrien vorbereitet wird.
Jedoch war der Marshall Plan von 1948 (offiziell das Europäische Wiederherstellungs-Programm ERP) ein amerikanischer Hilfsplan für Europa, über den die USA 13 Mrd. $ an ökonomischer Hilfe zur Verfügung stellten, im heutigen Wert annähernd 100 Mrd. $, um die vom Krieg zerstören Ökonomien in Europa wieder aufzubauen. [Von wegen Hilfe! Über dieses Gangsterstück könnt ihr euch informieren, wenn ihr 'The Marshall Plan Hoax' eingebt – dann kommen reichlich Artikel wie dieser hier hoch.]

Mit Hinsicht auf Syrien ist das „Äquivalent vom Marshall Plan“ sehr verschieden von dem, was General George C. Marshall seiner Hörerschaft an der Harvard Universität vor 66 Jahren erklärte.

Dieses Projekt für Syrien läuft auf ökonomischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts hinaus, als ein Mittel, die Kontrolle über Syrien zu gewinnen, indem man seine Ökonomie an sich reißt und gleichzeitig Israel vor den zunehmenden Protesten in der Region schützt, wo bewaffnete Gruppe eines breiten Spektrums anfangen, sich direkt auf den zionistischen Diebstahl und die fortlaufende Besatzung von Palästina zu konzentrieren.

Was Washington im Sinn hat, stellt den Versuch dar, die Kontrolle über Syrien zu gewinnen, indem es seine Ökonomie kontrolliert durch Verträge zum Wiederaufbau des Landes und „Darlehen“ für die nach-Assad-Regierung – auf die man hofft – in Höhe von 300 Mrd. $, die durch syrische Aktiva gesichert wären. IWF-Ökonomen schätzen, dass der Wert des öffentlichen Sektors in Syrien eine halbe BILLION $ übersteigt. Mit Hilfe des US-gelenkten Plans können Geldgeber den öffentlichen Sektor in ihren Besitz bringen, wenn Syrien den Plan akzeptiert, mit Pfändern die Schulden abzusichern. Die Käufer der Schuld werden vor allem Amerikaner und indirekt israelische Geschäftsleute und solche vom Golf sein. Besonders Katar setzt auf diesen Plan, mit „internationalen Teilnehmern“ zusammenzuarbeiten, um Syrien in Schulden zu ertränken und das Land dazu zu bringen, den privaten Sektor zu einem Bruchteil seines wahren Wertes zu verkaufen.

Einige warnen davor und betonen, dass die Syrer sehr wohl selbst in der Lage sind, ihr eigenes Land wiederaufzubauen, weil sie die Arbeitskräfte und die Rohmaterialien dafür haben. Auslandshilfe wird willkommen sein, aber nicht zum Preis, Syrien einer neuen vom Westen gezimmerten ökonomischen Ordnung zu unterwerfen.. Hinter dem Krieg gegen Syrien steckt viel mehr, als bisher veröffentlicht wurde. Dazu gehört das Rückschrauben der militärischen Aktionen zu Gunsten von ökonomischer Aggression gegen die syrische Bevölkerung mit US- Sanktionen, von denen die jetzigen erst der Vorläufer sind.

In diesem Kontext haben laut westlichen diplomatischen Quellen die US-Regierung und einige Golfländer versucht, Rami Makhlouf zu bestechen, ein Cousin des Präsidenten, um mit der Regierung zu brechen und das Land zu verlassen.

Auch anderen bekannten Persönlichkeiten sind große Summen geboten worden, um das Land zu verlassen. Im vergangenen Monat hat ein prominente syrischer Nationalist, der mit der Regierung arbeitet, mir gesagt, dass er ein 50 Mill. $ Angebot erhalten habe, um Syrien zu verlassen. Der Beamte wies die Bestechung zurück und verhöhnte die Regierung, indem er erklärte, dass keine Summe Geldes seine heilige Bindung als stolzer syrischer Nationalist zu seinem Lande brechen könnte.

Was Makhlouf angeht, so reagierte er nicht, als er von dem US—Finanzamt auf die Liste „Spezieller Nationalisten“ (SDN) gesetzt wurde, wodurch Guthaben blockiert werden und US-Bürgern bei hohen Strafen verboten wird, mit ihnen zu tun zu haben; er hat auch ein Gnadenangebot der USA nicht einmal einer Antwort gewürdigt. Trotz mehrerer Attentate auf ihn hält er standhaft an seiner Unterstützung Syriens fest; als Vorsitzender des Syrischen Unternehmer-Verbandes wird er durch die US-orchestrierte Medien-Kampagne diffamiert, um Druck auf al-Assad auszuüben, ihn zu entlassen. Statt Syrien aufzugeben, hat Makhlouf viel Geld an heimische Hilfsorganisationen und Projekte zur Rehabilitierung gegeben, um Jobs für Arbeitslose und Darlehen für Kleinunternehmer zu schaffen sowie Familien-Unterkünfte zum „Einkaufspreis“ für die internen Flüchtlinge.

Makhlouf hat auch seine Börsenanteile an den syrischen Telekommunikations-Unternehmen Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt, um ihre finanzielle Unabhängigkeit zu garantieren, damit die Behörden sich auf sie verlassen können, und um die verheerenden Auswirkungen der Krise zu mildern.

Laut Analytikern des westlichen diplomatischen Corps fielen viele syrische Kapitalisten in die US-Falle, wobei sie Syrien und das Regime wegen der Sanktionen im Stich ließen. Die USA und ihre EU-Partner fahren mit dem ökonomischen Krieg gegen Syrien fort, indem sie lähmende Sanktionen durchsetzen, die vor allem die gewöhnlichen Bürger treffen.

Rami Makhlouf und andere starke Nationalisten in der syrischen Geschäftsgemeinde werden aufs Ziel genommen als Präludium des US-“Syrischen Marshall-Plans" und weil sie durch ihre starken Bindungen zur Regierung das Schema des Westens blockieren. Sie liefern auch der Regierung die dringend benötigten zusätzlichen finanziellen Mitel, um Syrien wiederaufzubauen in Zusammenarbeit mit anderen Ländern, ohne Opfer tödlicher ökonomischer Bedingungen zu werden. Viele Leute aus der finanziellen und akademischen Gemeinde sehen den SMP-Plan als Mittel, auf Jahre hinaus die syrische Wirtschaft als Geisel der Ausländer zu nehmen.

Das US-Finanzministerium sieht Makhlouf und andere der syrischen Geschäftswelt als durchaus in der Lage, der syrischen Regierung große Summen von internationaeln Investoren zu verschaffen, wenn es ihnen erlaubt wird, um Syrien wiederaufzubauen ohne westliche Vorherrschaft.

Die anti-Makhlouf schwarze Propaganda-Kampagne hat laut einer Washingtoner Quelle zum Ziel, einen umfassenden Angriff in den visuellen und geschriebenen Medien und den elektronischen Medien zu führen. Sie wird mit Sicherheit von Katar und Saudiarabien finanziert, die am SMP-Plan mitarbeiten; sie sehen in Makhlouf auch das Schlüssel-Hindernis zur Realisierung ihrer Pläne, die syrische Ökonomie als Teil eines weichen Krieges an sich zu reißen, während die USA und ihre Alliierten die arabischen Ökonomien kontrollien ohne US-Truppen einsetzen zu müssen und noch mehr US-Dollar in die Region zu investieren.



...

Die Angriffe auf Rami Makhlouf und Dutzende andere gleichgesinnte syrische Geschäftsleute, die sich weigerten, ihr Land zu verlassen, geht bis heute weiter. Sie und andere syrische Freiwillige inklusive der 10 000, die beim Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARCS) arbeiten, opfern ihre Zeit und ihr Geld, um ihrem Land zu dienen und die Leiden der zivilen Bevölkerung zu mildern. Sie sind standhaft und fliehen nicht wie es manche korrupte ehemalige Unterstützer und Beamte der Regierung taten.

In dieser Woche hat Syriens Präsident das Ziel des Marshall Plans für Syrien prägnant definiert, ohne ihn beim Namen zu nennen: „Was in Syrien geschehen soll, ist ein Projekt, um einen Staat, der sich nicht unterwirft, an den Abgrund zu drängen und nach einem neuen Präsidenten zu suchen, der 'JA' (zu ihren Befehlen) sagt. Sie haben noch keinen gefunden und werden auch in Zukunft keinen finden.“ Und er fügte hinzu: „Die Einmischung ist eine eklatante Verletzung internationalen Rechts und der Souveränität dieses Landes. Sie (die westlichen Staaten und ihre Golf-Alliierten) wollen das Land destabilisieren und Chaos und Rückständigkeit verbreiten.“


Quelle - källa - source

Kommentare:

  1. So ähnlich läuft es doch immer, wenn im Interesse der Finanzmafia, die nicht selten beide Seiten des Kriegs mit Krediten versorgt, ja und es steht im Artikel "vor allem Amerikaner und indirekt israelische Geschäftsleute und solche vom Golf"; nun so genau weiß das wohl keiner da nicht offen gelegt und man suche nach Eigentümern der FED, um auf die vielleicht richtige Spur des Geldes zu kommen. ;)

    "..wollen das Land destabilisieren und Chaos und Rückständigkeit verbreiten": wie ist das denn in Europa mit dem Euro und der Verschuldung der Staaten und Nationen, so dass bereits Konten geplündert wurden und keiner weiß, wer der nächste sein soll. Es sind ja alle bettroffen außer der Elite: "Täglich schließen in Italien 134 Geschäfte und Lokale. Seit Beginn der Krise 2008 haben 224.000 Geschäftsinhaber ihre Arbeit verloren"; zum G8 Gipfel wurden also Fotomontagen welche Geschäfte vortäuschen installiert, um den Niedergang nicht direkt sichtbar zu machen und mit Brasilien trifft es also auch die BRICS .... - ja was soll denn in diesem Spekulations- und Wett-Casino, genannt Märkte und das ist ja der heutige Kapitalismus, auch sonst noch laufen?!

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  2. Im Jahre 2003 sollen hohe Vertreter der damals amtierenden Geschäftsführung des Privatkonzerns Vereinigte Staaten bei der Regierung Syriens vorstellig geworden sein, um diese vor die Wahl zu stellen entweder samt ganz Syrien auf die eine oder andere Weise vernichtet zu werden, oder den Unternehmen des Privatkonzerns Vereinigte Staaten die Freiheit zu gegen in Syrien praktisch machen zu können was sie wollen, die Beziehungen sowohl zur Republik Iran als auch zur Russischen Föderation abzubrechen und eine einem gewissen Apartheidregime genehme Innen- und Außenpolitik zu betreiben. Wie immer mehr US/UNO-IWF/Weltbank-Kredite zurückzahlende Länder im Süden des Kontinentes Amerika hat Syrien schon damals die Rolle des IWF/Weltbank als freundliche Maske und "Trojanischem Pferd" des weltherrschaftlichen US-Imperialismus erkannt und alle imperialistischen Forderungen zurückgewiesen, woraufhin die Vorbereitungen zu dem Propaganda- und Terrorkrieg gegen die Zivilbevölkerung Syriens und ihre staatlichen Versorgungseinrichtungen begonnen haben mögen, wie wir ihn seit über zwei Jahren sehen und dies ein Artikel aus dem Jahre 2007 bereits zu vermuten nahelegte:

    "Annals of National Security - The Redirection - Is the Administration’s new policy benefitting our enemies in the war on terrorism? by Seymour M. Hersh March 5, 2007 -
    Efforts to curb Iran’s influence have involved the United States in worsening Sunni-Shiite tensions. - Efforts to curb Iran’s influence have involved the United States in worsening Sunni-Shiite tensions. - A STRATEGIC SHIFT":

    http://www.newyorker.com/reporting/2007/03/05/070305fa_fact_hersh?currentPage=all

    Schon damals wurde also eine mögliche Strategie angedeutet, weitere Spannungen zwischen den Konfessionen des sunnitischen und schiitischen Islam zu schüren, mit hirngewaschenen, neoliberal ökonomisch perspektivlos gemachten Verelendeten als nahezu kostenlose Söldner auf Plündertour und dem islamfeindlichen Wahhabikult als hineingetriebenem ideologisch-militärischem Keil und "problembeschaffendem Türöffner" für direkt geführte imperialistische Aggressionskriege.

    Falls Syrien, unter welcher Bezeichnung auch immer, am Ende doch das Imperium und seine Unternehmen des Privatkonzerns Vereinigte Staaten, ins Land lässt ergäbe sich daraus wohl die Frage, wozu vorher eine solch verlustreicher Kampf um die Verteidigung der eigenen Unabhängigkeit geführt worden sein sollte.

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  3. Tja, die Potemkischen Dörfer, die werden immer wieder einmal ausgegraben.

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