Dienstag, 9. August 2011

Fuck NATO! Fuck Obama! So begrüßt man die Bomben in Tripolis!

Jeff Archer, ein alter Kämpe für Aufklärung, die Dritte Welt und Gerechtigkeit, schrieb mir heute: "Hätte vor 30 Jahren jemand gesagt, die NATO werde Afrika bombardieren, den hätte man in die Klapsmühle gesteckt." Wie wahr! Solch eine Phantasie fehlte uns. Dass die Revolution an der nächsten Ecke auf uns warte, wie so viele Revoluzzer vor 40 Jahren meinten, habe ich nie eine Sekunde lang geglaubt. Aber eine Welt, wie wir sie heute vor uns sehen, hätte ich mir nie vorstellen können.
Nun kommen aus aller Welt Proteste gegen die Bombardements in Libyen, Klagen gegen die NATO werden eingereicht, die UNO wird aufgefordert, Untersuchungen anzustellen, es wird gefordert, den Verbleib von über 100 Kindern zu untersuchen, die nach dem Einmarsch der "Rebellen" in Misrata verschwunden sind - aber alles verhallt so wirkungslos wie die Flüche, die den Bombern entgegengeschleudert werden. Als wäre eine Maschinerie von Robotern in Gang gesetzt worden, die außer Kontrolle geraten ist.
Aber so ist es ja nicht. Diese Mordmaschinerie ist von Menschen (?) in Gang gesetzt worden, die wiederum mit jeder Bombe, jeder Rakete Millionenprofite abwirft. Und die Profiteure sind die Waffenindustrie und die Banken, die im Besitz von Privatpersonen sind. Sie sind die großen Mörder und die kleinen Mörder sitzen in den Flugzeugen oder steuern die Dronen von sicheren, weit entfernten Ort ins Ziel.
Und da die militärischen Ziele seit langem zerstört sind, bleiben nur noch zivile Ziele übrig. Doch so eintönig wie tibetanische Gebetsmühlen wiederholen NATO- Zentrale und Pentagon ihr Mantra, dass es sich um Gefechtsstände, Kommando- Zentralen, militärische Ausbildungszentren handele, wenn ganze Familien ausgelöscht werden, die Wasser- und Elektrizitätsversorgung ausgeschaltet wird, so dass in der Sommerhitze die Nahrungsmittel der Menschen verderben, wenn Schulen, Hospitäler und sogar Ambulanzen zerstört werden. All das, was die Amis systematisch bereits im Irak praktiziert haben. Jede einzelne dieser Handlungen verstößt gegen die Genfer Konventionen, gegen internationales Recht, gegen alle Gesetze der Menschlichkeit und des Anstands.
Und diese Handlungen summieren sich täglich zu Millionen rechtswidrigen Handlungen, begangen von Millionen Menschen, die niemals verfolgt geschweige denn bestraft werden. Und all jene, die sich gegen diese Unmenschlichkeit gewehrt haben und sich immer noch wehren, sind gezwungen, unter Mördern der schlimmsten Sorte zu leben. Sie sitzen hinter dir und vor dir, und sie nehmen Platz an deinem Tisch. Du erhebst dich und gehst, Aber wohin?

Zu diesem Post passt das folgende Interview mit Leonore ausgezeichnet, eine tapfere spanische Frau, die täglich auf ihrem Blog aus Tripolis berichtet.

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