Freitag, 18. Januar 2013

„Soon come“ - Äthiopisches Regime pfeift auf letztem Loch

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Thomas C. Mountain
16. Januar 2013
Laut Wiki gibt es bereits 88 Mill. Einwohner in dem 1.1 Mill. km² großen Land


„Soon come“ (Bald kommen) – wie die Rastafaris in Jamaica sagen. Hier passt es zum Ende des äthiopischen Regimes, das jetzt in den letzten Zügen auf der Intensivstation liegt und nur durch die intravenöse Infusion von über 20 Mill. $ westlicher „Hilfe“ am Leben gehalten wird.

Während die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba ein beinahe surreale Erscheinung einer blühenden Wirtschaft aufrechterhält, sprechen Berichte von jenen, die außerhalb der Hauptstadt reisten, von einem Leben der „anderen“ 75 Mill. Äthiopier, das sich wenig oder gar nicht seit dem Mittelalter verändert hat.
90 % der Bevölkerung existiert von einem Dollar täglich, die große Mehrheit hat keinen Strom, wenig oder gar kein sauberes Trinkwasser, 70 % haben niemals eine Schule von innen gesehen und Gesundheitsfürsorge gibt es so gut wie für niemanden - der ungeheure Kontrast zwischen dem, was den Journalisten in der Hauptstadt zu sehen erlaubt wird und dem Leben, das vom Volk auf dem Lande geführt wird, könnte kaum dramatischer sein.

Die ethnisch basierten Aufstände wachsen ständig im ganzen Land genau wie das Preisniveau für Nahrungsmittel, das so gut wie alles von dem Wenigen verschlingt, was der äthiopische Durchschnittsbürger verdient. Man kann wirklich sagen, dass die Uhr dem Ende eines Regimes entgegentickt.

Die Führung nach Meles Zenawi, die jetzt im Lande herrscht, ähnelt einem Trupp Hyänen, die ihr einziges nicht-Hyänen-Mitglied umkreisen, den von Meles Zenawi handeverlesenen niedrigen Technokraten Hailemariam Desalegn für die Übernahme des Premier-Postens, der nicht zur herrschenden Clique der ethnischen Minderheit gehört.

Zwar hassen alle Hyänen der herrschenden Partei-Elite Desalegn, aber sie müssen ständig die anderen im Auge behalen, den falls jemand Desalegn anspringt und an der Kehle packt, könnte er von den anderen aus Eifersucht hinterrücks angegriffen werden.

Nachdem ich mit mehreren Leuten sprach, die persönlich die Situation außerhalb von Addis Abeba in den vergangenen Monaten, seit ich zuletzt über Äthiopien schrieb, gesehen haben, scheint es klar zu sein, dass eine Explosion kommen wird, die das äthiopische Imperium an den Nahtstellen auseinanderreißen wird, ein Imperium, das von Briten und Franzosen zusammengeflickt wurde als Bollwerk gegen die italienische Invasion in Ostafrika vor einem Jahrhundert.

Mit den an Naturgas reichen Ogadenis im Südosten und den Anuak mit einer Milliarde Barrel Öl im Westen, die sich bereits erhoben haben und Unabhängigkeit verlangen, kann man sich nur fragen, was wohl die Zukunft für die Reste des Meles Zenawi-Regimes bereit hält. Das ist eine 80 Millionen Personen Frage.

„Soon come“ pflegen die Rastafaris, die in den Ghettos von Jamaika geboren sind, zu sagen, wenn sie gefragt werden, wann es eine größere Veränderung geben wird. „Soon come“ im Jahr 2013 der letzte Schnaufer des äthiopischen Regimes in der Intensivstation am Tropf. Denkt dran.

Wie die Antwort der westlichen Zahlmeister des äthiopischen Regimes auf das Ableben sein wird, bleibt abzuwarten; aber eine Sache ist sicher und das ist, dass eines der strategisch wichtigsten Gebiete der Welt nicht mehr gehorsam unter der Fuchtel der Pax Americana sein wird.

Quelle - källa - source

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